VL 37 Belastungsstörungen I Flashcards
Wie kann man die Belastungsstörungen in die Kategorien vorrübergehende vs. andauernde Störung aufteilen?
- Vorräubergehend: Anpassungsstörung (gewöhnliche Belastung), Akute Belastungsstörung (außergewöhnliche Belastung)
- Andauernd: (komplexe) PTBS, Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (beide nach außergewöhnlicher Belastung)
Woraus setzt sich die Belastungsreaktion bei einer gewöhnlichen Belastung zusammen?
- Angst
- Depression
- Anspannung
- Sozialverhalten
Woraus setzt sich die Belastungsreaktion bei einer außergewöhnlichen Belastung zusammen
- Intrusion/Wiedererleben
- Vermeidung/Taubheit
- Überregung/Überwachheit
- Negative Veränderung
Wie unterscheidet sich die ICD-10/DSM-IV Trauma-Definition von DSM-V Trauma-Definition?
- ICD-10/DSM-IV Trauma Definition: Objektives und subjektives Kriterium
(Beschreibung von Belastung und Reaktion) - DSM-5 Trauma Definition: Nur Objektives Kriterium
(Beschreibung von Belastung)
Was versteht man unter Typ-I und Typ-II Trauma?
- Typ-I: zufällig/nature-made
- Typ-II: Intentiedert/man-made
Welches dieser Quadranten birgt die höchste Belastung bzw. höchstes PTBS-Risiko?
- Intendierte wiederholte Traumata am höchsten
- (dem entsprechend Akzidentelle einmalige Traumata am niedrigsten)
Was ist der Auslöser einer Belatungsstörung?
Belastungsreaktion auf gewöhnlich oder außergewöhnlich belastende Ereignisse
Zu welchem Bereich der Reaktion auf außergewöhnliche Belastung passen diese Merkmale?
Negative Veränderungen
Zu welchem Bereich der Reaktion auf außergewöhnliche Belastung passen diese Merkmale?
Intrusionen / Wiedererleben
Zu welchem Bereich der Reaktion auf außergewöhnliche Belastung passen diese Merkmale?
Vermeidung / Taubheit
Welcher Art muss das Ereignis sein und innerhalb welches Zeitraumes und wie lange dürfen die Symptome auftreten um eine Anpassungstörung zu diagnostizieren?
- Erleben eines belastenden Ereignisses nicht außergewöhnlicher Bedrohung
- Aufreten innerhalb 6 Monate nach Ereignis
- Andauern der Symptome max 6 Monate
Zu welchem Bereich der Reaktion auf außergewöhnliche Belastung passen diese Merkmale?
Übererregung / -wachsamkeit
Welcher Art muss das Ereignis sein und innerhalb welches Zeitraumes und wie lange dürfen die Symptome auftreten um eine Akute Belastungsreaktion zu diagnostizieren?
- außergewöhnliche Belastung
- Unmittelbarer Beginn nach Ereignis
- Abklingen der Symptome nach max 8h (vorübergehend / abgemiltert) oder max 48h (anhaltende Belastung)
Welcher Art muss das Ereignis sein und innerhalb welches Zeitraumes dürfen die Symptome auftreten um eine PTBS zu diagnostizieren?
- ausßergewöhnliche Belastung
- auftreten innerhalb von 6 Monaten (sonst verzögerte Form)
Welcher Bereich der Reaktion auf außergewöhnliche Belastung ist spezifisch für die kPTBS / Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung?
Negative Veränderungen
1
Akute Belastungsstörung
Wie lange muss die Persönlichkeitsänderung für die Diagnose Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (F62.0, ICD-10) / komplexe
Posttraumatische Belastungsstörung mindestens bestehen?
2 Jahre
3
chronische PTBS
2
Akute PTBS
4
verzögerte PTBS
Hier sind die überlappendens Merkmale der Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung (kPTBS) mit der PTBS:
– Traumatisches Ereignis
– Reizbarkeit und Wutausbrüche
– Innere Leere und Hoffnungslosigkeit
– Anspannung und Hypervigilanz
– Entfremdung
– Sozialer Rückzug
– Substanzmittelmissbrauch
Wie können wir sie aber differentialdiagnostisch von der PTBS differenzieren?
– Extremes traumatisches Ereignis
– Minimale Dauer von 2 Jahren
– Grundlegende und andauernde Veränderung der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, Verhaltens und der Beziehungsgestaltung
Hier sind die überlappendens Merkmale der Depression mit der PTBS:
– Belastendes, möglicherweise traumatisches, Ereignis
– Angst und Depression
– Traurigkeit und Niedergeschlagenheit
– Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit
– Innere Leere
– Reizbarkeit
– Sozialer Rückzug
Wie können wir sie aber differentialdiagnostisch von der PTBS differenzieren?
– Belastendes, meist weniger traumatisches, Ereignis
– Dominanz von Angst und Depression
– Dominanz von Grübeln
– Keine PTBS-typische Symptome
Hier sind die überlappendens Merkmale der Borderline Persönlichkeitsstörung mit der PTBS:
– Traumatisches Ereignis
– Reizbarkeit und Wutausbrüche
– Innere Leere und Hoffnungslosigkeit
– Anspannung
– Dissoziation
– Selbstverletzung
– Substanzmittelmissbrauch
Wie können wir sie aber differentialdiagnostisch von der PTBS differenzieren?
– Möglichkeit, keine Notwendigkeit, eines traumatischen Ereignisses
– Dominanz interpersoneller Symptome
– Grundlegende und andauernde Veränderung der Wahrnehmung, des Denkens, Fühlens, Verhaltens und der Beziehungsgestaltung
Hier sind die überlappendens Merkmale der Dissoziative Störung mit der PTBS:
– Belastendes, möglicherweise traumatisches, Ereignis
– Anspannung
– Amnesie
– Derealisation und Depersonalisation
Wie können wir sie aber differentialdiagnostisch von der PTBS differenzieren?
– Belastendes, möglicherweise traumatisches, Ereignis
– Störungen des Bewusstseins, des Gedächtnisses, der Wahrnehmung, der Motorik und der Identität
– Keine PTBS-typischen Symptome
Hier sind die überlappendens Merkmale des Zwangs mit der PTBS:
– Intrusionen
– Vermeidung
Wie können wir sie aber differentialdiagnostisch von der PTBS differenzieren?
– Dominanz von Zwang
– Keine PTBS-typische Symptome
Hier sind die überlappendens Merkmale der Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie mit der PTBS:
– Angst und Panik
– Übererregung
– Vermeidung
– Dissoziation
Wie können wir sie aber differentialdiagnostisch von der PTBS differenzieren?
– Belastendes, nicht traumatisches, Ereignis (initiale Panikattacke)
– Dominanz von Angst vor Panik
– Keine PTBS-typische Symptome
Was kann man zum Geschlechterverhältnis der Prävalenz von Belastungsstörungen sagen?
F > M: 2:1
Wann ist so der Zeitpunkt der Manifestation von Belastungsstörungen?
Zeitpunkt der Traumatisierung
Was kann man zum Verlauf der Belastungsstörungen sagen?
– Unter Umständen verzögerter Beginn
– Häufige Chronifizierung mit erheblicher
Beeinträchtigung und Leid
Es gibt hohe Komorbiditäten bei der PTBS, für welche Störungen?
– Angststörungen (Sepzifische/ Soziale Phobie)
– Depressive Störungen
– Substanzmittelstörungen
– Somatische Störungen
Was kann man zur Suizidalität der Belastungsstörungen sagen?
Erhöhte Suizidalität
Was kann man zur Mortalität der Belastungsstörungen sagen?
Erhöhte Mortalität
Was kann man zum Länderrverhältnis (DE vs. USA) der Prävalenz von Belastungsstörungen sagen?
Niedrigere Prävalenzraten in Deutschland (2.3) als in USA (6.8)
Wie kann man die Prävalenzrate der Belastungsstörungen in die von Angststörungen einordnen?
Ähnlich wie GAS (2,3%)
Was kann man zur Trauma-Prävalenz in der allgemein Bevölkerung sagen?
Hohe Trauma-Prävalenzen in der Allgemeinbevölkerung (USA: ca. 50%, Deutschland: ca. 24%)
Was sind Risikogruppen mit besonders hoher Trauma-Prävalenz?
Polizei, Rettungsdienst
Wie sieht das Geschlechterverhältnis der Trauma-Prävalenzen aus?
Höhere Trauma-Prävalenzen bei Männern als bei Frauen
Was will diese Grafik verdeutlichen?
kPTBS als Chronifizierung der PTBS
In welchen Bereichen und Systeme verursachen die Belastungsstörungen Belastungen
Wie schätzen Sie das Risiko einer Traumatisierung und nachfolgenden Belastungsstörung bei Männern und Frauen ein?
Männer mehr Traumatisierungen aber Frauen entwickeln nach Trauma öfter Belastungsstörung
Was sind die Merkamle der Ereignisfaktoren als Risiko- und Schutzfaktor der belastungsstörungen?
- Art des Traumas
- Verhalten in Traumasituation