Parasympathikus Flashcards
Muscarinische ACh-Rezeptoren
Postganglionär beim Sympathikus
- 7- membranständig
- Atropin als Antagonist
- dauert Sekunden
Gq-Protein-gekoppelt: M1, M3, M5 -> Phospholipase C, IP3, Calcium (M3 -> Kontraktion glatter Muskelzellen & Motilitätssteigerung im GIT, Drüsen, endothelabhängige Vasodilatation, Bronchokonstriktion)
Gi-Protein-gekoppelt: M2, M4
->Mittelbare Effekte durch lange Reaktionskaskade (M2 -> negativ chronotrop & inotrop Herz/Vorhof)
Gi: Aktivierung eines Kaliumkanals -> Verstärkung der Hyperpolarisation -> verminderte intrazelluläre cAMP-Bildung -> reduzierter Schrittmacherstromm (Ih-Kanäle) -> verlangsamte diastolische Depolarisation (M2)
Gq: Aktivierung der Phospholipase C -> Anstieg intrazellulärer IP3 -> Anstieg intrazelluläres Calcium
ACh-Rezeptoragonisten:
Reaktion, die zu einer Sekung der HF führt
Steigerung des Kaliumausstroms und Abnahme des If-Stroms (HCN-Kanal/ funny channels)
Wieso führt der gleiche Rezeptor (M3) bei glatter Muskulatur im Darm und bei der Gefäßmuskulatur zu unterschiedlichen Reaktionen?
Da bei den Gefäßmuskelzellen zusätzlich noch NO aus den Endothelzellen freigesetzt wird, führt ein Agonist hier zu einer Relaxation obwohl ein Agonist am M3- Rezeptor im Gastrointestinaltrakt zu einer Kontraktion führt.
ACh(M) - Rezeptor - Agonisten
Parasympathikomimetika
PILOCARPIN
- längere Wirkzeit als ACh durch verlangsamten Abbau
- pflanzlich
- ZNS-gängig
- Ausgeprägte Wirkung aufs Herz
CARBACHOL:
- synthetisch
- nicht ZNS-gängig
BETHANECHOL
- aktiviert die Blasenmuskulatur
Indikationen: Miotikium beim Glaukom, Diaphoretikum (schweißtreibend bei Dysregulation der Körpertemp., Diagnosemittel Mukoviszidose, Giftstoffausschwitzen), Sjögren- Syndrom (bekämpft Mund- und Augentrockenheit)
UAW: Schwitzen, Magenblutungen -> lokale Anwendung wegen systemischer NW
Selektiver ACh(N) - Rezeptor - Agonist (Parasympathikomimetika)
VARENICLIN
Alpha4-beta2-Partial-Agonist zur Nikotinentwöhnung
- bindet im ventralen Tegmentum -> Partielle Dopaminfreisetzung am Ncl. Accumbens
- a4b2-Partialagonist: aktiviert Rezeptor aber erreicht nicht das gleiche Wirkmaximum
AChE-Hemmstoffe
ACh-Esterase
(Indirekte Parasympathikomimetika)
Hemmstoffe der AChE führen zu einer verlängerten Wirkung des ACh, indirekte Aktivierung von muskarinischen und nikotinischen Rezeptoren
PHYSOSTIGMIN (Gottesurteilbohne)
- pflanzlich
- ZNS-gängig
- reversible
- starke Erregung d. Darms, starke Hemmung d. Herzen
- > Bei Intoxikation mit Atropin (Cholinlytika)
PYRIDOSTIGMIN (quartärer Stickstoff, protoniert, kann die Blut-Hirn-Schranke NICHT überschreiten)
- langsamere und längere Wirkung
- > Dauertherapie Myasthenia gravis
NEOSTIGMIN = Mevinphos
- nicht ZNS-gängig
- reversibel
- kurze HWZ
- > Meißt angewendet, außer bei Intoxikationen
DONEPEZIL, RIVASTIGMIN
- ZNS-Wirkung
- Risiko-Nutzen-Relation strittig
- > Alzheimer-Demenz
UAW: Intoxikation, Krämpfe
KI: Dekomp. HI, Myokardinfarkt, Asthma, Thyreotoxikose, Magengeschwür (bei Physiostigmin nur relativ)
Indikation von AChE-Hemmern
1) Antagonisierung nicht-depolarisierder Muskelrelaxanzien: Wirkdauer > Narkosedauer (Pharmakinetik), allosterische Nebenwirkugen (Pharmakodynamik)
2) Myasthenia gravis, Krankheit bei der Autoimmunantikörper die ACh-Rezeptoren der motorischen Endplatte blockieren -> symptomatische Therapie
3) Zentrales anticholinerges Syndrom
4) Post-operative Darmatonie -> Stärkung der Darmmotilität
5) Alzheimer- Demenz, z.B.: DONEPEZIL (zentral wirksam, beschränkte Wirksamkeit durch Effektstäre und Dauer)
ACh-Rezeptor-Antagonisten
ATROPIN
1) Tollkirsche (Atropa belldaonna)
2) Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)
3) Stechapfel (Datura stramonium)
-> Kompetetive Hemmung des muscaringergen Ach-Rezeptoren, hohe Rezeptoraffinität (Ach(M) -> parasympathisch), keine Hemmung an ganglionären Rezeptoren und motorischer Endplatte, wirkt zentral und peripher, langsam ZNS-gängig, teilweise über Leber abgebaut, über Niere ausgeschieden
Symptome bei Vergiftung: Mydriasis, Tachykardie, Obstipation, Halluzinationen, trockener Mund, Hautrötung und Überwärmung
Indikation: Prämedikation, Bradykardie, Mydriatikum, „cholingerge“ Intox
Indikation: Rhinitis vasmotoria, Narkose (hemmt Bronchialsekretion), Gallen- und Harnwegskolik, Dranginkontinenz der Harnblase, Bradykardie bei starkem Vagotonus oder nach MI, Relaxation der intraokulären Muskulatur bei Entzündungen (Ruhigstellen der Pupille), im Wechsel mit Miotika, diagnostisch (Mydriasis), Antidot bei Vergiftung mit Organphosphaten, M. Parkinson
UAW: Verwirrtheit, Koma nach Wahnzuständen, Akkomodationsstörungen, Mydriasis, Mundtrockenheit, Hypertherme wegen Schweißsekretion, Tachykardie, zentrale Atemlähmung
KI: Glaukom wegen erhöhtem Augeninnendruck, Prostatahyperplasie, Koronarsklerosen
ACh(M)-Rezeptor-Antagonisten
SCOPOLAMIN (Hyoscin), bspw. Scopoderm TTS -> Prophylaxe gegen Reisekrankheit
- ZNS-gängig, peripher + zentral
- stärkere Wirkung auf Auge und Speicheldrüsen, schwächere Wirkung auf Herz und Bauchorgane
N-BUTYLSCOPOLAMIN, bspw. Buscopan -> bei Spasmen im Magen-Darm-Trakt
- nicht ZNS-gängig
- geringere Affinität
- direkte Hemmung glatter Muskulatur
TIOTROPIUMBROMID, bspw. Spiriva -> bei COPD, Bronchospasmen
- nicht ZNS-gängig
- Hohe Affinität zur M3-Rezeptoren, niedrigere Dosis als Ipratopium nötig
BIPERIDEN, bspw. Akineton -> Parkinsonoid
- sehr gut ZNS-gängig
- hemmt cholinerges Übergewicht durch Untergang der Substantia nigra
IPRATROPIUM -> Bronchospasmen
TROSPIUM -> Reizblase
SOLIFENACIN -> Reizblase
Pirenzepin -> GIT Ulzera
Nikotinerge Rezeptoren
- Ionenkanäle, öffenen bei Ligandenbindung
- Natrium und Kalium permeabel
- dauert Millisekunden
- Pentamere Struktur
- Nm/ Nn
- an muskulärer Endplatte, Ganglien, ZNS