hämato Flashcards
Leukostasesyndrom, folgen
Milzinfarkt, Myokardinfarkt
Zentralvenenverschluss der Retina
Leukämischer Priapismus
Häufigste Ursachen für Thrombozytopenie krankheiten
allgemeines CML
Die chronische myeloische Leukämie (CML) ist eine maligne Erkrankung des blutbildenden Systems mit einem charakteristischen, stadienhaften Verlauf. Zugrunde liegt dabei eine zytogenetische Aberration (Philadelphia-Chromosom) mit Entstehung des BCR-ABL-Fusionsgens. Die gesteigerte Aktivität der in diesem Rahmen gebildeten BCR-ABL-Tyrosinkinase führt zu einer ungehemmten Proliferation insb. unreifer Granulozytenvorstufen. Diese Zellen folgen dann ihrer natürlichen Differenzierung und reifen aus. Diagnostisch wegweisend sind eine ausgeprägte Leukozytose (>500.000/μL möglich), eine Basophilie und eine extreme Splenomegalie. Der wichtigste therapeutische Ansatz ist die “Targeted Therapy” mit dem selektiven BCR-ABL-Tyrosinkinase-Inhibitor Imatinib. Diese Therapieoption hat die Behandlung der CML revolutioniert. Die Prognose der Patienten konnte durch die Zulassung weiterer Tyrosinkinase-Inhibitoren noch einmal gesteigert werden, sodass die Lebenserwartung der CML-Patienten bei optimalem Therapieansprechen fast der der Normalbevölkerung entspricht.
regulation eisenstoffwechsel
Abhängig vom Eisengehalt der Enterozyten werden etwa 5–40% des Nahrungseisens im Duodenum resorbiert
Mucosablock: Bei Ausschöpfung der Eisenbindungskapazität des Plasmas wird Ferritin-Eisen in den Enterozyten abgelagert → Hemmung der Resorption
Der Eisenexport aus dem Enterozyten ins Blut kann durch das Peptidhormon Hepcidin
Krankheitsbilder der Thrombotischen Mikroangiopathie (TMA)
Heparin-induzierte Thrombozytopenie (HIT) allgemeines
Eine Heparintherapie kann insb. bei der Therapie mit unfraktioniertem Heparin (UFH) eine Thrombozytopenie zur Folge haben. Dabei werden zwei Typen unterschieden: Der relativ harmlose Typ I (HIT I), der auf einer direkten Interaktion zwischen Heparin und den Thrombozyten beruht, und der prognostisch ungünstige Typ II (HIT II), bei dem es zu einer Thrombozytenaggregation im Rahmen einer Antikörperbildung kommt.
bestimmung eisen sinnvol (abklärung anämie)
nein, Der Eisenspiegel unterliegt großen Tagesschwankungen
Eisenüberladung,
APC-Resistenz
Als APC-Resistenz bezeichnet man Störungen der Hämostase, die durch eine zu schwache Antwort auf aktiviertes Protein C (APC) gekennzeichnet sind. Patienten mit APC-Resistenz haben ein erhöhtes Risiko für Venenthrombosen.
Die häufigste angeborene Ursache stellt die sogenannte Faktor-V-Leiden-Mutation dar. Hierbei kommt es durch eine Punktmutation im Faktor-V-Gen zur Produktion eines veränderten Faktor-V-Moleküls, das gegenüber der proteolytischen Fähigkeit des Protein C resistent ist
eisentransport
Eisen wird im Blut als Transferrin transportiert. Nach Freisetzung aus dem Transferrin wird Eisen entweder gleich in Proteine und Enzyme eingebaut oder als Ferritin gespeichert. Wenn eine Zelle Eisen benötigt, exprimiert sie vermehrt Transferrinrezeptoren (TfR) an ihrer Oberfläche
akzelerationsphase CML symptome
Progress der CML: Erhöhter Blastenanteil , stärkere Verdrängung anderer Zellreihen im Knochenmark und Myelofibrose
Anämie: Müdigkeit, Schwäche, Blässe
Thrombozytopenie: Petechiale Spontanblutungen
Extreme Leukozytose
Infektneigung
Essentielle thrombozythämie
welche komplikationen ?
hohe thromben+ theomboembolisches ereignis
MI ? stroke ?
Gerinnungsstörunh generelles, einteilung
• Störung der Thrombozyten (qualitativ oder quantitative) - primäre Hämostase
• Störung der plasmatischen Gerinnung (Mangel an Blutgerinnungsfaktoren) -sekundären Hämostase
Übersicht philadelphia neg MPN
symptome CML
1.chronische phase: Hochgradige Splenomegalie (extramedulläre Blutbildung)
Oberbauchbeschwerden links, Gefahr der Milzruptur, Chronische Müdigkeit , B-Symptomatik
Eher keine Lymphknotenschwellung (In der chronischen Phase einer CML ist die Infektanfälligkeit für gewöhnlich nicht gesteigert, da die Granulozyten ausreifen und funktionstüchtig sind!)
2.akzelerierte phase
3.blastenkrise
synonym für philadelphia chromosom
BRC abl
chromosom 9 und 22 tauschen teilchen aus. chromosom 22 wird zum philadelphia chromosome
Komplikationen Essentielle Thrombozythämie
-Asymptomatische Patienten 30 %
-Arterielle Thrombosen: 23%
-Venöse Thrombosen: 5 %
- Blutungskomplikationen: Leichte Blutungen: 15,2% Schwere Blutungen: 4,2%
- Blutungen und Thrombosen: 17 %
- Mikrozirkulationsstörungen: peripher: 47 %
Übergang in eine Post-essenzielle-Thrombozythämie-Myelofibrose (siehe auch: Therapie der primären Myelofibrose) (1–5% nach 10 Jahren und 4–11% nach 15 Jahren) oder eine Polycythaemia vera möglich
Übergang in eine AML (1–3% nach 10 Jahren und 2–5% nach 15 Jahren) oder ein MDS möglich
Plasmatischer Blutungstyp
Störung der sekundären Hämostase
• Blutung: verzögertes Einsetzen (zweizeitiges Auftreten)
• Blutungsort:
- Subkutane Hämatome
- Muskeln • Gelenke
- Prinzipiell an jedem Ort
• Differentialdiagnose
• Hämophilie (Faktor VIII/IX Mangel)
• Anderer isolierter Faktorenmangel
• Erworbene Gerinnungsstörung (auch mit Störungen
der primären Hämostase kombiniert)
• Lebererkrankung
• Disseminierte intravasale Gerinnung
Serumkrankheit
typ 3 reaktion- immunkomplex
Häufig Spätreaktion: Nach 6–35 Tagen
Seltener Sofortreaktion: ≤24 h
Urtikarielles Exanthem
Lymphknotenschwellung
Ödeme, Hypotonie
Fieber
Gelenkschmerzen
auslöser: tumorantigene
Bakterielle/virale Antigene
Medikamente, insb.
Antibiotika, insb. Penicillin, Cotrimoxazol, Cefaclor, Rifampicin
Antimykotika, insb. Griseofulvin, Itraconazol
Biologika, insb. Omalizumab, Infliximab
was ist adams 13?
ADAMTS-13 spaltet das vWF-Multimer in kleinere Abschnitte und verhindert dadurch die Akkumulation großer Multimere (UL-vWF). Bei einer verminderten Aktivität von ADAMTS-13 kommt es zu hohen UL-vWF-Spiegeln im Blutplasma und damit zu einer spontanen Thrombozytenaktivierung. Dieser Mechanismus ist die Grundlage der thrombotisch-thrombozytopenischen Purpura (TTP).
was ist MGUS, definition
Präkanzerose, der Beginn aller Plasmazellerkrankungen, bei 8% aller über 80 jährigen- aber nur 1% schreitet in MM fort. Kein screening somit sinnvoll
definition:
-unter 3g/dl monoklonales Protein im Serum
- unter 10% plasmazellen im Knochenmark
- keine Organschäden
diagnose essentielle thrombozythämie
4 hauptkriterien:
1.-Thrombozyten chronisch >450.000/μL
2.-Knochenmarkpunktion: Nachweis vermehrter und vergrößerter, reifer Megakaryozyten mit hyperlobulierten Kernen, aber keine oder nur geringe Faservermehrung
3.Ausschluss einer CML , PV, PMF, eines MDS oder einer anderen myeloischen Neoplasie
3.Nachweis einer JAK2-, CALR-, oder MPL-Mutation
nebenkriterien
a. Nachweis eines anderen klonalen Markers
b.Ausschluss einer reaktiven Thrombozytose
entweder alle 4 hauptkriterien oder die ersten 3 + 1 Nebenkriterium
(Ausschluss einer Erhöhung der Thrombozytenanzahl als Reaktion auf eine bestimmte Ursache: CRP-Bestimmung zum Ausschluss einer Entzündung oder Infektion, Ferritinbestimmung zum Ausschluss eines Eisenmangels oder eines gesteigerten Umsatzes durch einen akuten Blutverlust.)
wie schaut das labor bei Polycythaemia vera aus ?
Erythrozyten↑
Leukozyten↑ (häufig >12.000/μL)
Thrombozyten↑ (häufig >450.000/μL)
Erhöhter Zellzerfall: Harnsäure↑, LDH↑
Alkalische Leukozytenphosphatase↑
BSG↓
Arterieller Sauerstoffpartialdruck (pO2): Normbereich
regulation eisenstoffwechsel
Abhängig vom Eisengehalt der Enterozyten werden etwa 5–40% des Nahrungseisens im Duodenum resorbiert
Mucosablock: Bei Ausschöpfung der Eisenbindungskapazität des Plasmas wird Ferritin-Eisen in den Enterozyten abgelagert → Hemmung der Resorption
Der Eisenexport aus dem Enterozyten ins Blut kann durch das Peptidhormon Hepcidin
CLL allgemeines
Die chronische lymphatische Leukämie (CLL) wird nach der WHO-Klassifikation den niedrig-malignen (indolenten) Non-Hodgkin-Lymphomen zugeordnet. Sie manifestiert sich als B-Zell-Lymphom mit lymphozytärer Leukozytose im Blutbild, weshalb sie historisch den Leukämien zugeordnet wurde. Die CLL ist eine Erkrankung des höheren Lebensalters und kann sich mit schmerzlosen Lymphknotenschwellungen, Schwäche und Infektanfälligkeit präsentieren. Diagnostisch wegweisend sind Gumprecht-Kernschatten im Blutausstrich (nicht beweisend!) sowie ein hoher Anteil kleiner, reifer Lymphozyten im peripheren Blut und/oder Knochenmark. Für die Klassifikation nach Binet werden der Hämoglobinwert, die Thrombozytenzahl und der Befall von Lymphknotenregionen beurteilt. Der Nachweis der für die B-CLL typischen Antigene in der Immunphänotypisierung der Lymphozyten sichert die Diagnose.
D Dimer, Fibrinogen, zusammenhang
itp therapie
Symptomatische Patienten oder Thrombozytenzahl <30.000/μL: Glukokortikoide, ggf. als hochdosierte Stoßtherapie
Second-line: Bei Nicht-Ansprechen auf Glukokortikoidtherapie, Cushing-Gefahr oder mehreren Rezidiven
Splenektomie
Indikation: Persistierende Thrombozytopenie und schwere Blutungen
Intravenöse Immunglobuline: Insbesondere vor Operationen kann durch Immunglobulingabe die Thrombozytenzahl kurzfristig erhöht werden
Immunsuppression: Ausweitung der Glukokortikoidtherapie, CD 20-Antikörper (Rituximab)
Thrombopoetin-Rezeptoragonisten: Romiplostim, Eltrombopag
was ist eine Microangiopathic hemolytic anemia (MAHA) ?
Microangiopathic hemolytic anemia (c) — MAHA is a descriptive term for non-immune hemolysis (ie, Coombs-negative hemolysis) resulting from intravascular red blood cell fragmentation that produces schistocytes on the peripheral blood smear (picture 1) [1]. Abnormalities in the microvasculature, including small arterioles and capillaries, are frequently involved. Intravascular devices such as a prosthetic heart valve or assist devices may also cause MAHA. Characteristic laboratory data are a negative direct antiglobulin (Coombs) test (DAT), an increased lactate dehydrogenase (LDH), increased indirect bilirubin, and low haptoglobin.
- Vaskuläre Ursache: Thrombotische Mikroangiopathien
- Nicht vaskuläre Ursachen: Herzklappen, v.a. mechanisch, LVAD, TIPS, CoilEmbolisation, verschlossener AV-Shunt
TTP – Inzidenz, Symptome und Diagnostik
gehört zu den TMA (thrombotische mikroangiopathie)
Gerinnungsfaktoren liste
Die Gerinnungsfaktoren I bis XIII sind im Folgenden aufgeführt:
Faktor I: Fibrinogen
Faktor Ia: Fibrin
Faktor II: Prothrombin
Faktor IIa: Thrombin
Faktor III: Gewebefaktor (“tissue factor”, TF, Gewebethromboplastin, CD142)
Faktor IV: Kalzium-Ionen
Faktor V: Proakzelerin (Plasma-Akzelerator-Globulin, labiler Faktor)
Faktor Va (Faktor VI): Akzelerin
Faktor VII: Proconvertin] (stabiler Faktor, Prothrombinogen, serum prothrombin conversion accelerator (SPCA))
Faktor VIII: Antihämophiles Globulin A (AHG, antihämophiler Faktor (AHF))
Faktor IX: Christmas-Faktor (Antihämophiles Globulin B, Plasma thromboplastin component (PTC))
Faktor X: Stuart-Prower-Faktor
Faktor XI: Rosenthal-Faktor, plasma thromboplastin antecedent (PTA)
Faktor XII: Hageman-Faktor
Faktor XIII: Fibrinstabilisierender Faktor (FSF), Laki-Lorand-Faktor, Fibrinoligase
PF3: Plättchenfaktor 3
vWF: von-Willebrand-Faktor (Thrombozytenaktivierung, Schutzprotein für Faktor VIII)
Gerinnungsstörung Thrombozytärer Blutungstyp
Störung der primären Hämostase:
• Blutung:sofort
• Blutungsort und Blutungszeichen:
-vor allem Haut/Schleimhaut
-Petechien, Suffusionen/Hämatome
- aber prinzipiell jeder Blutungsort möglich
( Suffusion bezeichnet man in der Medizin diffuse, flächenhafte Einblutungen in das Subkutangewebe der Haut bzw. in die Submukosa der Schleimhaut)
• Differentialdiagnose
- Thrombopenie
- Thrombopathie
- Von Willebrand Syndrom
therapie der essentiellen thrombozythämie
a bissal wie bei sichelzell
je nach Risikoprofil (und je nach Länderempfehlung).
low: watch and wait
intermediär: thrombo Ass
high: Hydroxyurea oder Anagrelid oder
Interferon-α
( junge patienten kein Hydroxy, da transformationin aggressivere hämatologische Erkrankung möglich)
CRAB Kriterien
C - calcium über 2,75 mmol/L
R - renal. Krea über 2
A - anemia, unter 10 g/dl oder 2 g/ dl unter normwert
B - bone Osteolysen oder Osteoporose
HIT2 4 T Score
diagnosestellung HIT
4T-Score enthält folgende fragen:
Schnelltest Tiefstwert der Thrombozytenanzahl, -Zeitpunkt des Auftretens d,
-Thrombosen oder anderen Komplikationen und die klinisch evaluierte Möglichkeit
max 8 punkte sind möglich
≥6 oder
4T-Score von 4–5 und positivem
Diagnosestellung inkl. positivem Bestätigungstest von HIPa oder
Ein positives HIPA Testergebnis stützt die Diagnose einer HIT II jedoch nur, wenn die Zahl der Thrombozyten unter 50% des Ausgangswertes abfallen. Thrombozytenspezifische Antikörper können nämlich auch bei vielen asymptomatischen Personen nachgewiesen werden. Ein negatives Testergebnis macht eine HIT II jedoch sehr unwahrscheinlich (hoher negativer prädiktiver Wert).
HIPA-Test (Heparininduzierter Plättchen-Aktivierungstest)
komplikationen/ morbidität der Polycythaemia vera
Major causes of morbidity and mortality:
-arterial and venous complications -progression to myelofibrosis - -transformation to acute myeloid leukemia
die gleichen wie bei der essentiellen thrombozythämie
thrombopeniewerte - symptomatik
Physiologisch: >150.000
> 100.000
I.d.R. keine erhöhte Blutungsneigung
50.000-100.000
Verlängerte Blutungen bei größeren Verletzungen
30.000-50.000
Verlängerte Blutungen bei kleineren Verletzungen, petechiale Blutungen
<30.000
Spontanblutungen, disseminierte Petechien an Häuten und Schleimhäuten
paroxymale nächtliche hämoglobinurie
Ätiologie: Seltene erworbene Mutation auf dem X-Chromosom → Veränderter GPI-Anker → Weniger oder fehlende Oberflächenproteine → Vorzeitige Komplement-vermittelte Hämolyse der Erythrozyten
symptome: KDie Klinik tritt bei ca. 30% der Patienten nachts und plötzlich auf;
Hämolytische Krisen, ggf. mit braunem Urin
Thromboembolien
Vasokonstriktion: Kopfschmerzen, Hypertonie
Panzytopenie: Infekte, Blutungen, Anämie
(Die Komplement-vermittelte Hämolyse findet vor allem bei niedrigen pH-Werten statt. Nachts kommt es meistens im Rahmen von passageren Apnoephasen zu einer respiratorischen Azidose, die die Hämolyse triggert.
Das freigesetzte Hämoglobin bindet vermehrt NO, das so nicht mehr vasodilatativ wirksam sein kann. In der Folge kommt es zu einer vermehrten Vasokonstriktion sowie zu einer Förderung der Thrombozytenaggregation. )
Vit K-abhängig Gerinnungsfaktoren
Die Faktoren IX, X, II und VII sind Vitamin K-abhängig (Merkhilfe: “1972”) und somit durch Cumarin-Derivate hemmbar.
somit durch PTz und Qick repräsentiert
komplikationen essentielle thrombozythämie
- Übergang in eine Post-essenzielle-Thrombozythämie-Myelofibrose (1–5% nach 10 Jahren und 4–11% nach 15 Jahren) oder
- Polycythaemia vera möglich
-Übergang in eine AML (1–3% nach 10 Jahren und 2–5% nach 15 Jahren) oder ein MDS möglich
Bei Verdacht auf Akzeleration (Blutbildveränderung, Vergrößerung der Milz) ist eine Knochenmarkpunktion zum Ausschluss eines Übergangs in eine andere hämatologische Erkrankung indiziert!
Bei Anamnese eines aquagenen Juckreizes und langsam ansteigenden Hämatokrits bei Patienten mit JAK2-positiver ET an Übergang in eine PV denken!
was ist eine TMA ?
thrombotische mikroangiopathie
Gefäßwandveränderungen, die zu einer mikrovaskulären Thrombosierung der Kapillaren und Arteriolen führen
Typisches klinisches Bild: MAHA + Thrombozytopenie + entsprechende Anamnese
und/oder klinische Symptomatik
viele Formen der TMA, 2 Gruppen: primäre und eine sekundäre welche mit bestimmten Krankheiten assoziert ist
primär zB: TTPA, HUS,
sekundär: HELLP, DIC
häm verteilung
Verteilung: Hämoglobin (ca. 70%), Myoglobin (ca. 10%), Ferritin/Hämosiderin (ca. 15%), Rest: Enzyme, Transferrin, Cytochrome
Hämoglobin ist ein Tetramer aus vier Globinketten, die jeweils ein Häm-Molekül gebunden haben
Häm ist eine Komplexverbindung aus einem Porphyrinmolekül und einem Eisen-Ion. Es fungiert u.a. als prosthetische Gruppe des Hämoglobins und vermittelt dort die Sauerstoffbindung
iTP generelles
Idiopathische thrombozytopenische Purpura . ist eine Ausschlussdiagnose bei einer isolierten Thrombozytopeni
Isolierte Thrombozytopenie aufgrund verkürzter Lebenszeit der Thrombozyten mit reaktiv gesteigerter Megakaryopoese im Knochenmarkspunktat
Nachweis von IgG-Antikörpern gegen Thrombozyten
was gehört zu den MPN?
kein klassischer blutkrebs
Philadelphia positiv:
-CML
Philadelphia negativ:
-Polycythaemia vera (PV),
-essenzielle Thrombozythämie (ET) - -primäre Myelofibrose (PMF).
( und auch die chronische Eosinophilenleukämie, not otherwise specified (CEL-NOS), und die chronische Neutrophilenleukämie (CNL) )
hit typen
thrombozytopenie ursachen
einteilung nach Ätiologie
Verminderte Produktion
- Toxische Knochenmarksschädigung: Chemikalien (z.B. Benzol), Strahlung, Medikamente (z.B. Chemotherapeutika, Antibiotika
-2. Malignome: Insbesondere akute Leukämien, Lymphome und ossäre Metastasen
-3 Infektionen: Bspw. HIV-Infektion, Hepatitis B/C, Herpesvirus-Infektione
-4 Ineffektive Produktion: Vitamin B12-Mangel und/oder Folsäuremangel, Leverzirrhose
- Toxische Knochenmarksschädigung: Chemikalien (z.B. Benzol), Strahlung, Medikamente (z.B. Chemotherapeutika, Antibiotika
Antikörper gegen Thrombozyten
1. Idiopathisch immunthrombozytopenische Purpura (ITP) (→ siehe Verlaufs- und Sonderformen)
2. Sekundäre Ursachen
aMedikamenteninduziert (z.B. bei HIT)
Malignome (z.B. CLL)
b Autoimmunerkrankungen: SLE,
c Rheumatoide Arthritis
d dosttransfusionsthrombozytopenie
e HELLP-Syndrom
Erhöhter Verbrauch
1. Mechanische Schädigung durch Herzklappen oder Blutzirkulationen in künstlichen Systemen (z.B. bei Dialysen)
2. Hämolytisch-urämisches Syndrom (HUS) und Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
3. Disseminierte intravasale Gerinnung
4. Splenomegalie
polycythaemia vera
symptome
Polyglobulie
- Plethora
- Gerötetes Gesicht
-Blau-rote zyanotische Lippen
-Thrombose/Thromboembolie
-Herzinfarkt
-Ischämischer Schlaganfall
-Thrombosen ungewöhnlicher Lokalisationen (z.B. Budd-Chiari-Syndrom)
-Mikrozirkulationsstörungen: Parästhesien, Erythromelalgie
Hypertonus
-Tinnitus, Ohrgeräusche
-Unspezifische zentralnervöse Symptome durch die Blutfülle: Schwindel, Kopfschmerzen, Sehstörungen
Splenomegalie, Hepatomegalie
Pruritus : Charakteristischerweise tritt der Juckreiz nach Wasserkontakt - duschen ist unmöglich !!!
Blutungen durch Funktionsstörung der Thrombozyten (erworbenes vWS)
Petechiale Blutungen
Nasen- und Zahnfleischbluten
renaler Anämie, Anteil je nach eGFR
anemia of chronic disease labor
Bei der Anämie der chronischen Erkrankung müssten sich erhöhte Entzündungsparameter finden
- Normozytär/normochrom oder mikrozytär/hypochrom
- Serum-Ferritin ist typischer Weise erhöht (kann selten normal sein)
- Serum-Eisen und Transferrinsättigung vermindert
hämolyse, welche laborwerte sind erhöht ?
- Nachweis eines vermehrten
Erythrozytenabbaus (vermindertes Haptoglobin) + vermehrte Nachbildung von
Erythrozyten (Retikulozytose) nötig. - Erhöhtes (indirektes) Bilirubin und erhöhte LDH sind kompatibel mit der Diagnose, wenn
auch aber unspezifisch, wobei die Höhe der LDH ein guter Parameter für die Schwere
der Hämolyse ist. - Der Coombstest zeigt an, ob es sich um ein immunologisches Geschehen handelt –
hier ist dann differentialdiagnostisch die Differenzierung Kälte/Wärmeagglutinine
essentiell
Coombs positive Anämie, therapie bei wärme + kälteagglutinine
Wärmeagglutinine
* are almost always IgG
* First line: Prednisolon 1mg/kg/KG/d bis das Hb ca. 10 g/dl
- dann Reduktion auf 20-30 mg über einige Wochen, und weiter um 2.5-5 mg/Monat
* Second line wenn kein Erfolg sich nach 3 Wochen: CD20 mAb (Rituximab), Splenectomie
Kälteagglutinine
* Fast alle Erkrankungen sekundär (NHL, Karzinome, …)
* Vermeidung von Kälteexposition
* KEIN Respons auf Prednisolon und Splenectomie !!!
* Rituximab
Hämoglobinaufbau
Ein Hämoglobinmolekül wird als Heterotetramer aus zwei alpha- und zwei weiteren Untereinheiten gebildet, die eine Klassifikation des Hämoglobins ermöglichen.
Die überwiegende Menge des adulten Hämoglobins (HbA) besteht aus zwei α- und zwei β-Ketten (ααββ oder auch α2β2 genannt), wohingegen das fetale Hämoglobin (HbF) aus zwei α- und zwei γ-Ketten besteht (α2γ2). Weiterhin sind δ-Untereinheiten beim adulten Hämoglobin beschrieben.
thalassämie alpha
ca. 20 % der Menschen afrikanischer Herkunft haben eine minor.
leukopenie medikamentös oder viral ursachen
Granulozyten Evolution
etwas alphabetisch
meta
mylo
pro
(blast)
V.a.Thalassämie Abklärung
Was ist der RDW
Der RDW gilt als Maß für die Anisozytose der Erythrozyten. Hilfreich kann er z.B. auch in der Unterscheidung einer mikrozytären Anämie (Eisenmangel vs. Thalassämie in einer Minorform) sein. Bei einem Eisenmangel ist der RDW oft erhöht, bei einer Thalassämie in Minorform oft normwertig.
Eine Anisozytose liegt bei ungleicher Größenverteilung von normalerweise gleich großen Zellen vor.
Was ist der RDW
Res blood cell distribution width
Der RDW gilt als Maß für die Anisozytose der Erythrozyten. Hilfreich kann er z.B. auch in der Unterscheidung einer mikrozytären Anämie (Eisenmangel vs. Thalassämie in einer Minorform) sein. Bei einem Eisenmangel ist der RDW oft erhöht, bei einer Thalassämie in Minorform oft normwertig.
Eine Anisozytose liegt bei ungleicher Größenverteilung von normalerweise gleich großen Zellen vor.
Pernizöse Anämie
Autoantikörper-vermittelter Intrinsic-Faktor-Mangel
➢ anti-Intrinsic-Faktor-AK (50-70% positiv, Spezifität 100%) ➢ anti-Parietalzell-AK (>70% positiv, Spezifität geringer)
Autoimmungastritis Typ A = (schwache) Präkanzerose
erhöhtes LDH
Parenterale Vitamin B12-Substitution (Supplementierung von Folsäure und ggf. Eisen)
Vit B12 Mangel
mögliche Symptome
Vitamin B 12 Mangel ursachen
A. Zu geringe Zufuhr (z.B. Mangelernährung)
B. Zu geringe Aufnahme (z.B. Resorptionsstörungen)
C. Erhöhter Bedarf (z.B. in der Schwangerschaft)
A: Vegane Ernährung-, Vitamin B12 wird von Mikroorganismen wie Bakterien (z.B. in der Käseproduktion) und einigen Hefen hergestellt und bei Tieren insb. in der Leber gespeichert. Säugetiere geben Vitamin B12 über die Muttermilch weiter.
B:
- Verringerte Magensäureproduktion: PPI, H2-Rezeptorantagonisten
- Exokrine Pankreasinsuffizienz
- Perniziöse Anämie
- Gastrointestinale Eingriffe
- Z.n. Magenresektion: Reduzierte Intrinsic-Faktor-Produktion
Bariatrische OP (z.B. Roux-Y-Magenbypass, Schlauchmagen)
OP eines Magenkarzinoms
Z.n. Darmresektion
- Dauertherapie mit Metformin : Gestörte Resorption
- Weitere Arzneimittelinteraktionen: Biguanide, Zytostatika, Anfallssuppressiva, Malariamittel, Paraaminosalizylat, Barbiturate
- Lachgas-Abusus
C.
- In der Schwangerschaft und peripartal
- Bei Neugeborenen, Säuglingen und Kindern
- Bei Leukämie
- Bei HIV-Infektion
- Bei Hämodialyse: Verlust wasserlöslicher Vitamine
neutropenes fieber
Fieber: Bereits ab 38,0 °C abklärungs- und interventionspflichtig!
Neutropenie: Risiko steigt mit abnehmender Neutrophilenzahl
WHO-Grad 1: >1500 Zellen/μL
WHO-Grad 2: <1500 Zellen/μL
WHO-Grad 3: <1000 Zellen/μL
WHO-Grad 4 (bzw. Agranulozytose): <500 Zellen/μL
Das Infektionsrisiko ist abhängig von Dauer und Tiefe (Tiefpunkt = Nadir) der Neutropenie! Bei einer anhaltenden Neutropenie >10 Tage entwickelt nahezu jeder Patient einen fieberhaften Infekt!
myelofibrose osteomyelofibrose. generelles
Unspezifische Allgemeinsymptome: B-Symptomatik, Leistungsminderung, Müdigkeit
Präfibrotische bzw. hyperproliferative Phase (Thrombozytose und Leukozytose)
Extramedulläre Blutbildung: Hepatosplenomegalie
Thromboembolische Ereignisse
Blutungsereignisse
Fibrotische Phase
Knochenmarkfibrose
Panzytopenie
einteilung lymphome/ Blutkrebes
Ann Arbor → Hodgkin/NHL (nach Befallsmuster)
Binet → CLL (nach Blutbildveränderungen und Lymphknotenbeteiligung)
Ann Abor:
📌Stadium I
Befall einer einzelnen Lymphknotenregion (z. B. nur zervikale Lymphknoten)
ODER ein isoliertes extranodales Organ (IE)
📌 Stadium II
Befall von ≥2 Lymphknotenregionen auf EINER Seite des Zwerchfells (z. B. Hals und Mediastinum)
ODER lokalisierter extranodaler Befall + befallene Lymphknoten auf derselben Seite des Zwerchfells (IIE)
📌 Stadium III
Befall von Lymphknotenregionen auf BEIDEN Seiten des Zwerchfells
ODER zusätzlich extranodaler Befall (IIIE) oder Milzbeteiligung (IIIS)
📌 Stadium IV
Disseminierte Organbeteiligung, d. h. Befall von Organen außerhalb des lymphatischen Systems, z. B. Leber, Knochenmark, Lunge (nicht nur durch direkten Lymphknotenbefall)
Therapie CLL und CML
CML: Die chronische myeloische Leukämie (CML) wird in der Regel immer therapiert, da sie unbehandelt in eine lebensbedrohliche Phase übergehen kann (Blastenkrise)
Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) wie Imatinib, Dasatinib oder Nilotini
CLL Bei einer chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) wird nicht immer sofort therapiert. Stattdessen wird oft eine Watch-and-Wait-Strategie verfolgt, da die Erkrankung langsam voranschreiten kann und eine frühzeitige Therapie nicht immer Vorteile bringt.
Zielgerichtete Therapien mit BTK-Inhibitoren (Ibrutinib, Acalabrutinib), BCL2-Inhibitoren (Venetoclax) oder CD20-Antikörpern (Rituximab, Obinutuzu
was machen checkpoint inhibitoren ?
Wichtige Checkpoints & ihre Inhibitoren
- PD-1 (Programmed Cell Death Protein 1)
• PD-1 ist ein Rezeptor auf T-Zellen, der durch Bindung an PD-L1 (Programmed Death-Ligand 1) gehemmt wird.
• PD-1-Inhibitoren: Nivolumab, Pembrolizumab
• PD-L1-Inhibitoren: Atezolizumab, Durvalumab, Avelumab - CTLA-4 (Cytotoxic T-Lymphocyte-Associated Protein 4)
• CTLA-4 dämpft die T-Zell-Aktivierung in frühen Phasen der Immunantwort.
• CTLA-4-Inhibitor: Ipilim
NW: Autoimmunreaktion
Kolonkarzinom Mutationen, chemotherapie
RAS-Mutationsstatus
* bei ca. 50%
* Therapeutische Konsequenz: Keine Anti-EGFR-Therapie bei Vorliegen einer RAS-Mutation durchführen
BRAF-Mutationsstatus
* bei ca. 10%
* Therapeutische Konsequenz: BRAF-V600-Mutation bedingt ungünstigere Prognose → Ggf. frühzeitig intensive Chemotherapie anstreben (bspw. mit FOLFOXIRI + Bevacizumab)
Mögliche Schemata zur intensiven Chemotherapie
* FOLFOX: Folinsäure + 5-FU + Oxaliplatin
* FOLFIRI: Folinsäure + 5-FU + Irinotecan
* FOLFOXIRI: Folinsäure + 5-FU + Oxaliplatin + Irinotecan
* XELOX (CAPOX): Capecitabin + Oxaliplatin
multipes myelom therapie
Optimale Therapie: Induktion, dann Hochdosistherapie inkl. autologer Stammzelltransplantation
Prüfung der Transplantationsfähigkeit (bei Erstdiagnose und erneut nach 2–3 Zyklen )
* Fitness: Einschätzung anhand myelomspezifischer Scores (R-MCI, IMWG-FI)
* Altersgrenze: Ca. 70 Jahre
Medikamentöse und zelluläre Therapien
* Proteasom-Inhibitoren: Bortezomib (V), Carfilzomib (K)
* Anti-CD38-Antikörper: Daratumumab (Dara), Isatuximab (isa)
* Immunmodulierende Substanzen (IMiDs) : Thalidomid (T), Lenalidomid (R)
* Glucocorticoide : Dexamethason (d), Prednisolon (P)
* Zytostatika: Bspw. Melphalan (M), Cyclophosphamid (C), Bendamustin