Genetik - Stammbaumanalysen Flashcards
Unterschied diagnostische und prädkative genetische Untersuchung
- diagnostisch: unter Arztvorbehalt, Abklärung bestehender genetischer Erkrankung
- prädikativ: unter Facharztvorbehalt, Abklärung zukünftiger Erkrankung von Pt bzw. Nachkommen
Häufigkeit und Ursachen angeborener Störungen
- 95% unauffällige Störungen
- 5% angeborene Störungen
Ursachen:
- 45-50% unbekannt
- 25% monogen
- 10-15% CNV (copy number variants)
- 10% chromosomal
- 5% teratogen
Folge von X-chromosomal dominanten Erkrankungen bei Vererbung
letal = Abort bei männlichen Nachkommen
Lyon-Hypothese
1 X-Chrososo der Frau inaktiv als Barr-Körper
-> X-Inaktivierung
Blaschko-Linie
Vererbungsmuster?
entsprichtung Ausbreitungsweg ektodermaler Zellen in der Embryonalentwicklung, manche kongen. Hautveränderungen (z.B. Ichthyosen, epidermaler Naevus) folgen diesem Muster
-> X-chromosomal dominant
Vererbungsschema: Rot-Grün-Blindheit
X-chromosomal rezessiv
Vererbungsmuster: Hämophilie A
X-chromosomal rezessiv
Vererbungsmuster: Muskeldystrophie Duchenne (DMD) und Becker (BMD)
X-chromosomal rezessiv
Vererbungsmuster: alpha1-Antitrypsinmangel
autosomal rezessiv
Verberbungsmuster: CF
autosomal rezessiv
Verberbungsmuster: PKU
autosomal rezessiv
Verberbungsmuster: spinale Muskelatrophien
autosomal rezessiv
Vererbungsmuster: Albinimismus
autosomal rezessiv
Vererbungsmuster: Friedreich Ataxie
autosomal rezessiv
Verberbungsmuster: M. Wilson
autosomal rezessiv
Heterogonie
gleiche Krankheit (= selber Phänotyp) kann durch Mutationen
- in unterschiedlichen Genen (Locusheterogenität)
- durch unterschiedliche Mutationen im gleichen Gen (allelische Heterogenität/multiple Allelie)
verursacht sein
klinische Heterogenität
Mutationen in einem Gen führen zu unterschiedlichen Erkrankungen
Phänokopie
durch exogene Faktoren (z.B. Teratogene) verursachtes Krankheitsmuster, das dem Phänotyp einer genetisch verursachten Krankheit entspricht
(sieht also aus wie vererbt, kam aber eig durch neue Mutation erst dazu)
Compound Heterozygotie
trifft auf bei multipler Allelie: heterozygot mit 2 Mutationen in einem Genen
-> trotz Heterozygotie Funktionsverlust (nur bei rezessiven Erkrankungen)
Hardy-Weinberg-Gesetz
berechnet Anteil heterozygoter Träger eines veränderten Gens in der Bevölkerung = Heterozygotenfrequenz
(p+q)^2 = p^2 + 2pq + q2 = 1
p = Normalallel, q = mutiertes Allel
Expressivität + Penetranz
Expressivität = wie stark manifestiert sich eine Krankheit, wenn erstmal ausgebrochen (bezieht sich also auf Phänotyp + Auftretens von Symptomen)
Penetranz = wie wsl, dass Krankheit tatsächlich ausbricht -> unvollständige Penetranz bedeutet weniger Symptome
Haploinsuffizienz
Beispiel
bei meisten Genen ist eine 50% Restaktivität ausreicehnd für normale Funktion, bei diesen nicht durch das funktionstüchtige 2. Allel nicht kompensierbar
- > Auftreten von Symptomen und damit dominantem Phänotyp
z. B. Aniridie
Dominant negativ wirkende Mutation
Beispiel
Mutation eines Allels stört Funtkion des 2. Allels
z.B. Kollagendimere
Gain of function
Beispiel
Mutation führt zu verstärkter/neuer Funktion des Gens
z.B. Achondroplasie
Loss of heterozygostiy (LOH)
Beispiel
Mutation des 2. Allels bei 1 bereits mutiertem Allel
z.B. Tumorsuppresorgene wie Retinoblastom