VL1 Einführung & Überblick Flashcards

1
Q

Was ist Persönlichkeit (i.w.S.)?

A

Gesamtheit stabiler Merkmale, die eine Person von anderen unterscheiden.

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2
Q

Was ist Persönlichkeit (i.e.S.)?

A

Synonym für Temperament.

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3
Q

Was bedeutet Temperament heute?

A

Verhaltensstil, Persönlichkeit im Kindesalter, „Kern“ der Persönlichkeit.

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4
Q

Was ist Charakter?

A

Früher: Gesamtheit der Persönlichkeitsmerkmale. Heute: kaum genutzt, oft wertend.

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5
Q

Was ist eine Disposition?

A

Zeitlich stabile Eigenschaft, die Verhalten in bestimmten Situationen beeinflusst.

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6
Q

Was ist ein Trait?

A

Stabiler Persönlichkeitszug.

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7
Q

Was ist der integrative Vorschlag von Cloninger et al. (1993)?

A

Persönlichkeit = Temperament (genetisch) + Charakter (kulturell).

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8
Q

Wie definiert Allport (1959) Persönlichkeit?

A

Dynamische Ordnung der psychophysischen Systeme, die Verhalten bestimmen.

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9
Q

Wie definierte Stern (1923) Persönlichkeit?

A

Einheit der Person, die ihre innere Bestimmung widerspiegelt.

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10
Q

Wie definierte Guilford (1959) Persönlichkeit?

A

Einzigartiges Muster von Traits.

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11
Q

Welche vier Temperamente gibt es in der antiken Lehre?

A

Sanguiniker (Blut: heiter, lebhaft)
Phlegmatiker (Schleim: ruhig, schwerfällig)
Choleriker (Gelbe Galle: aufbrausend)
Melancholiker (Schwarze Galle: traurig, schwermütig)

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12
Q

Differentielle und Persönlichkeitspsychologie

A
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13
Q

Historischer Überblick

A
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14
Q

Was ist der Unterschied zwischen dem idiografischen und nomothetischen Ansatz?

A

Idiografisch: Betrachtet die Einzigartigkeit eines Individuums (qualitative Forschung)
Nomothetisch: Vergleicht Individuen anhand allgemeiner Eigenschaften (quantitative Forschung)

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15
Q

Welche grundlegenden Persönlichkeitstheorien gibt es?

A

Psychodynamische Theorien (Freud)
Bedürfnis- und Motivationstheorien (Maslow, Murray)
Eigenschaftstheorien (Cattell, Eysenck, Big Five)
Kognitive und Handlungstheorien (Kelly, Bandura, Rotter)
Biopsychologische Theorien (Eysenck, Gray, Zuckerman)
Interaktionistische Theorien (Mischel)

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16
Q

Welche fünf Faktoren umfasst das Big-Five-Persönlichkeitsmodell?

A

Neurotizismus
Extraversion
Offenheit für Erfahrungen
Verträglichkeit
Gewissenhaftigkeit

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17
Q

Wie wird die Erblichkeit von Persönlichkeit untersucht?

A

Durch Zwillings- und Adoptionsstudien, die den genetischen Einfluss von Umwelteinflüssen trennen.

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18
Q

Was versteht man unter Epigenetik in der Persönlichkeitsforschung?

A

Veränderungen in der Genexpression durch Umweltfaktoren, die langfristig die Persönlichkeit beeinflussen können.

19
Q

Wie definiert Cattell (1950) Persönlichkeit?

A

Als die Gesamtheit aller Dispositionen einer Person.

20
Q

Welche drei psychischen Instanzen unterscheidet Freud?

A

Es – Triebe, Lustprinzip
Ich – Vermittler zwischen Es und Über-Ich, Realitätsprinzip
Über-Ich – Moralische Instanz, Gewissen

21
Q

Welche Phasen umfasst Freuds psychosexuelle Entwicklungstheorie?

A

Orale Phase (0–1 Jahr)
Anale Phase (1–3 Jahre)
Phallische Phase (3–6 Jahre)
Latenzphase (6–12 Jahre)
Genitale Phase (ab 12 Jahren)

22
Q

Welche fünf Ebenen umfasst Maslows Bedürfnispyramide?

A

Physiologische Bedürfnisse
Sicherheitsbedürfnisse
Soziale Bedürfnisse
Individualbedürfnisse (Anerkennung)
Selbstverwirklichung

23
Q

Welche Faktoren bestimmen nach Rotter (1966) Verhalten?

A

Erwartung eines Ergebnisses
Subjektiver Wert des Ergebnisses

24
Q

Was versteht Bandura unter Selbstwirksamkeit?

A

Der Glaube einer Person, dass sie durch eigene Handlungen gewünschte Ergebnisse erzielen kann.

25
Q

Welche drei Dimensionen umfasst Eysencks Modell?

A

Extraversion – Introversion
Neurotizismus – Emotionale Stabilität
Psychotizismus

26
Q

Was ist die Konsistenzdebatte?

A

Eine Diskussion darüber, wie stabil und konsistent Persönlichkeitseigenschaften über verschiedene Situationen hinweg sind.

27
Q

Was besagt Mischels Interaktionismus?

A

Verhalten ist nicht nur durch Persönlichkeit, sondern auch durch die Situation bestimmt.
Konsistenz des Verhaltens ist situationsabhängig.

28
Q

Welche biologischen Faktoren beeinflussen Persönlichkeit?

A

Neurotransmitter (z. B. Dopamin, Serotonin)
Hormone (z. B. Testosteron, Cortisol)
Genetische Faktoren

29
Q

Welche Persönlichkeitsmerkmale sind mit Testosteron assoziiert?

A

Höheres Testosteronlevel: mehr Dominanz, Aggressivität, Risikobereitschaft
Geringeres Testosteronlevel: sozial angepasstes Verhalten

30
Q

Was untersucht die Psychoneuroimmunologie?

A

Die Wechselwirkungen zwischen Nervensystem, Hormonsystem, Immunsystem und Psyche.

31
Q

Welche zwei Hauptmodelle der Intelligenz gibt es?

A

Generalfaktor-Modell (Spearman, g-Faktor)
Mehrfaktoren-Modelle (Thurstone, Cattell, Carroll, Gardner)

32
Q

Wie wird die Erblichkeit von Intelligenz untersucht?

A

Zwillingsstudien
Adoptionsstudien
Genetische Analysen

33
Q

Wie beeinflusst Epigenetik die Persönlichkeit?

A

Erfahrungen (z. B. Stress, Ernährung) können Gene dauerhaft an- oder abschalten und so die Persönlichkeit formen.

34
Q

Welche Faktoren beeinflussen das subjektive Wohlbefinden?

A

Persönlichkeitsmerkmale (z. B. Extraversion, Neurotizismus)
Soziale Beziehungen
Materielle und gesundheitliche Bedingungen

35
Q

Was ist das Grundprinzip der Eigenschaftstheorien?

A

Persönlichkeit besteht aus stabilen, messbaren Eigenschaften (Traits), die Verhalten beeinflussen.

36
Q

Wie beschreibt Cattell Persönlichkeit?

A

16 Persönlichkeitsfaktoren-Modell (16PF)
Unterscheidung in Oberflächeneigenschaften und Grundlegende Traits

37
Q

Was ist die Grundannahme kognitiver Persönlichkeitstheorien?

A

Menschen verhalten sich entsprechend ihrer subjektiven Wahrnehmung der Realität.

38
Q

Wie beschreibt George Kelly Persönlichkeit?

A

Menschen sind „Laienwissenschaftler“, die ihre Umwelt interpretieren und Verhalten darauf basieren.

39
Q

Welche zwei Hauptkonzepte bestimmen Verhalten nach Rotter?

A

Erwartung: Subjektive Einschätzung, ob ein Verhalten zum Ziel führt.
Verstärkungswert: Persönliche Bewertung eines Ergebnisses.

40
Q

Welche zwei neurobiologischen Systeme beeinflussen Persönlichkeit nach Jeffrey Gray?

A

BIS (Behavioral Inhibition System) – Hemmt Verhalten bei negativen Reizen.
BAS (Behavioral Activation System) – Fördert Annäherungsverhalten bei positiven Reizen.

41
Q

Welche Neurotransmitter sind mit Persönlichkeitsmerkmalen assoziiert?

A

Dopamin → Belohnungssensitivität, Extraversion
Serotonin → Impulskontrolle, Neurotizismus
Noradrenalin → Erregung, Reaktionsbereitschaft

42
Q

Welche hormonellen Faktoren beeinflussen Persönlichkeit?

A

Testosteron → Dominanz, Aggressivität
Cortisol → Stressreaktionen, Ängstlichkeit
Oxytocin → Vertrauen, soziale Bindungen

43
Q

Was ist der Unterschied zwischen fluider und kristalliner Intelligenz?

A

Fluide Intelligenz: Fähigkeit, neue Probleme zu lösen (nimmt im Alter ab).
Kristalline Intelligenz: Wissen aus Erfahrung (bleibt stabil oder steigt mit dem Alter).

44
Q

Welche Methoden gibt es zur Erforschung genetischer Einflüsse auf Persönlichkeit?

A

Kandidatengenstudien → Untersuchung spezifischer Gene.
Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) → Suchen genetische Variationen über das gesamte Genom.