VL2.2 Testplanung Flashcards

1
Q

Welche 7 Schritte muss man während der Testplanung gehen?

A
  1. Eingrenzen des Konstruktes (Definition, Indikatoren, Merkmalsart)
  2. Testart festlegen
  3. Testanwendungsbereich bestimmen
  4. Geltungsbereich und Zielgruppe festlegen
  5. Strukturellen Aufbau überlegen
  6. Testlänge und -zeit
  7. Administration
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2
Q

Warum muss ich mir beim Eingrenzen des Konstrukts auch Gedanken machen zu der „Nähe“ zu anderen Konstrukten? und was ist mit “Nähe” gemeint?

A
  • Mit „Nähe“ ist die konzeptuelle und empirische Verbindung eines Konstrukts zu anderen theoretischen Konstrukten gemeint
  • Es geht darum, Überschneidungen und Abgrenzungen zu bestehenden Theorien und Messverfahren zu prüfen, um die Gültigkeit des Tests zu erhöhen
  • Geschiet mit Verortung im nomologischen Netzwerk
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3
Q

Im Rahmen der Testplanung wird das interessierende Konstrukt, für das ein Test entwickelt wird, in ein sogenanntes nomologische Netz(werk) eingeordnet.

Was zeigt das nomologische Netz(werk) eines Konstruktes?

A

Es zeigt, welche anderen Konstrukte “verwandt” mit dem interessierenden Konstrukt sind bzw. Ähnlichkeiten aufweisen, aber dennoch inhaltlich verschieden sind.

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4
Q

Warum ist das nomolgische Netzwerk wichtig? Wozu macht man das?

A
  • Das nomologische Netz gibt Hinweise darauf, wo das interessierende Konstrukt “anfängt und aufhört”.
    Damit erhält man im Rahmen der Testentwicklung wichtige Hinweise für die Validierung eines Tests.
  • Beispielsweise soll ein Intelligenztest Intelligenz erfassen, aber nicht Konzentration, obwohl Konzentration natürlich einen Einfluss auf die Testleistung haben kann. In der Validierungsstudie würde man also zwischen einem Intelligenztest und einem Konzentrationstest positive Korrelationen erwarten, die aber nicht allzu hoch sein dürfen.
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5
Q

Welche Arten 3 von Merkmalen von Konstrukten kann man unterscheiden?

A
  • Qualitative vs. quantitative Merkmale
  • Unidimensionalität vs. Multidimensionalität
  • Zeitlich stabil (Trait) vs. Zeitlich veränderbar (State)
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6
Q

Was ist mit Geltungsbereich gemeint?

A

Der Geltungsbereich beschreibt, welche Merkmale ein Test misst und für welche Personen er geeignet ist

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7
Q

Warum macht es Sinn, zwei Tests für dasselbe Konstrukt zu entwickeln, wenn zwei verschiedene Geltungsbereiche relevant sind?

A

Unterschiedliche Geltungsbereiche erfordern unterschiedliche Testformen:

  • Ein enger Geltungsbereich ermöglicht eine präzisere Messung einer spezifischen Fähigkeit (z. B. schlussfolgerndes Denken).
  • Ein breiter Geltungsbereich erfordert vielseitigere Items, um verschiedene Facetten eines Konstrukts zu erfassen.

Beispiel:

  • Ein Intelligenztest könnte für Schüler eine spezifische Testversion zur Schulerfolgsvorhersage haben.
  • Eine andere Version könnte für Erwachsene zur Berufseignungsdiagnostik entwickelt werden.
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8
Q

Welchen Einfluss haben qualitativ vs. quantitativ Merkmale eines Konstrukts auf die Messung?

A
  • qualitativ: Personen lassen sich bezüglich ihrer Ausprägung in unterschiedliche Kategorien einteilen (z.B. Zuordnung Geschlechtergruppen, Religionszugehörigkeit); führt zu Messungen auf Nominalskalenniveau, welches bestimmte Analysemethoden bedingt
  • quantitativ: es sind graduelle Abstufungen möglich (z.B. Ausmaß an Religiosität); führt zu Messungen auf dem Niveau der Ordinal-, Intervall-, Verhältnis- und/oder Absolutskala
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9
Q

Welchen Einfluss haben Unidimensionalität vs. Multidimensionalität eines Konstrukts auf die Messung?

A
  • unidimensional: das theoretische Konstrukt wird durch eine Dimension repräsentiert; es gibt eine Skala und einen Testgesamtwert
  • multidimensional: das theoretische Konstrukt wird durch mehrere Dimensionen repräsentiert; es gibt mehrere Subskalen (je eine für jede Dimension), für die es einzelne Subskalen-Testwerte gibt; ggf. ist auch ein Testgesamtwert möglich (das hängt von den theoretischen Annahmen zum interessierenden Konstrukt ab)
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10
Q

Welchen Einfluss haben die zeitliche Stabilität vs. Veränderbarkeit eines Konstrukts auf die Messung?

A
  • zeitlich stabil: Trait; zeitlich veränderbar: State
  • hat einen Einfluss auf die Erwartungen an die Schätzung der Reliabilität (z.B. ist die Retestreliabilität bei States eher gering)
  • hat einen Einfluss auf die Instruktion zum Test (z.B. handelt es sich bei einem Merkmal um Persönlichkeitsmerkmal, welches ja per Definition ein Trait ist, dann kann die Instruktion eine Aussage beinhalten wie “Wie verhalten Sie sich im Allgemeinen?”)
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