7. Sitzung Flashcards

1
Q

Was lässt sich zur Gesellschaft & dem Staat sagen? (Politische Philosophie)

A
  • politische Philosophie (Unterschied zur Politikwissenschaft)
  • auch rechtlich-moralische Bewertung in polit. Philosophie
  • zentrale Themen: Rechtfertigung politischer Herrschaft, Menschenrechte, Gerechtigkeit, gerechte Krieg, ideale Staat, Theorien der Demokratie
  • auch deskriptiv-empirische Fragestellungen (Natur d. Menschen, menschliches Sozialverhalten)
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2
Q

Warum bezeichnet Platon den Mensch als Mängelwesen?

A
  • Protagoras (Dialog) -> Mensch als Mängelwesen
    -> Epimetheus bemüht sich bei Ausstattung der Lebewesen um Ausgleich, außer bei Menschen
    -> Menschen schließen sich zusammen, um sich gegenseitig zu unterstützen
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3
Q

Was ist Nomoi von Platon?

A
  • Spätdialog: Unterredung zwischen Kreter Kleinias & philosophischen Gast aus Athen
  • Naturzustand: Zustand, in dem eine bereits bestehende Gemeinschaft durch äußere Umstände (Überschwemmung) vernichtet worden ist
    -> zunächst keine Zerwürfnisse & kein Krieg
    -> trotzdem: rudimentäre Formen der Gesetzgebung & Art Verfassung -> Machthaberschaft
    -> eigentliche Bedarf an Gesetzgebung/polit. Strukturen erst, als Menschen sich zum Schutz vor wilden Tieren/Gefahren zu größeren Gemeinschaften zusammenschließen -> Machthaber & Regeln & Normalvorstellungen (-> Friedliches Zusammenleben)
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4
Q

Was meint Platon in der Politeaia?

A
  • Entstehung des Staates aus dem Bedürfnis (gegenseitige Hilfe angewiesen)
  • Idee einer Frauen-, Kinder- & Gütergemeinschaft -> Einheit des Staates & keine Zwietracht
    -> Einheit ist Gut, an der das Wesen der staatlichen Gemeinschaft hängt
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5
Q

Was ist laut Platon das höchste Gut & der Zweck des Staates?

A
  • Zweck der staatlichen Gemeinschaft: auch Realisierung der Glückseligkeit & auch Realisierung der Gerechtigkeit
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6
Q

Was wäre laut Platon der ideale Staat?

A
  • Philosophenherrschaft
  • in Realität schwer zu verwirklichen
  • auch ideal: mit wahrhafter Erkenntnis versehener König
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7
Q

Was sind im Politikos Platons Meinung zu den verschiedenen Staatsformen?

A
  • Gesetzesherrschaft (möglichst keine Veränderung der Gesetze; Frage wer herrscht eher zweitrangig)
  • Klassifizierung der Staatsformen
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8
Q

Was ist Aristoteles Meinung zu den verschiedenen Gemeinschaften & ihrer Entstehung?

A
  • pragmatischer als Platon & systematisch
  • begriffliche Unterscheidung von Arten von menschlichen Gemeinschaften/Herrschaft
    -> Entstehung der Gemeinschaft von Mann & Frau (Kernfamilie) -> Entstehung der Hausgemeinschaft (Diener & Sklaven) ->Zusammenschluss mehrerer Hausgemeinschaften zur Dorfgemeinschaft -> staatliche Gemeinschaft
    -> alle davon bestehen von Natur
  • will betonen, dass Menschen nur innerhalb der staatlichen Gemeinschaft gemäß ihrer eigentlichen Bestimmung ein vollendetes Leben führen können (Ziel Vollendung anstreben)
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9
Q

Was meint Aristoteles mit dem Mensch als zoon politikon & zoon logon echon?

A
  • zoon politikon: für die Gesellschaft bestimmt
  • zoon logon echon: sprachbegabtes Wesen
    -> Sprachbegabung & moralische Fähigkeiten machen ihn besonders geeignet für Gemeinschaftsleben
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10
Q

Worin sieht Aristoteles das Wesen & den Zweck des Staates?

A
  • Zweck/Ziel des menschlichen Lebens: Glückseligkeit im Sinne eines guten, vollkommenen & autarken Leben
  • Entscheidung für Leben in staatlichen Gemeinschaft eher überdeterminiert
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11
Q

Wie sieht Aristoteles den Begriff des Bürgers?

A
  • Staat: Verbindung von Bürgern
    -> nicht jede menschliche Gemeinschaft/Form von Gesellschaft ist staatliche Gemeinschaft
  • Bürger: spezifischen rechtlichen Status zu besetzen (mit Partizipationsrechten verbunden)
    -> mit Begriff der Verfassung verbunden -> Verfassung bestimmt wer Bürger ist & umgekehrt: wer in einem Staat Bürgerrechte hat, liegt in Verfassung vor
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12
Q

Was sind laut Aristoteles die verschiedenen Verfassungsformen?

A
  • Bestimmung der Verfassungsformen: regieren einzelne Person/Gruppe/Volk & regiert Staat gut/richtig? (Orientieren sich Regierende am allgemeinen Wohl oder folgen ihren Partikularinteressen)
  • drei gute & drei „entartete“ Verfassungen (Tyrannis, Oligarchie, Demokratie)
  • Gesetze sollten regieren & Herrscher weitgehend auf Regelung von Fragen beschränken, für die die Gesetze keine klare Anweisung geben
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13
Q

Wie wird Sklaverei von Aristoteles gerechtfertigt?

A
  • Versuch der Rechtfertigung von Sklaverei & Unterordnung der Frauen
  • Manches von Natur zum Herrschen & anderes zum Beherrschtwerden bestimmt worden ist (bedarf Führung, weil ihm selbst erforderlichen Fähigkeiten fehlen)
  • Platons Meinung anders: Frauen & Männer gleiche natürliche Anlagen & kommen auch für Herrscheramt in Frage
  • Notwendigkeit der Sklaverei ergibt sich aus besonderen Rolle des pater familias
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14
Q

Was ist Aristoteles Platon-Kritik?

A
  • Idee der Frauen-, Kinder- & Gütergemeinschaft kritisiert (v.a. Einheit & Eintracht in Zweifel gezogen)
    -> Verschiedenheit der Personen gänzlich aufgehoben
    -> führt eher zu Vernachlässigung, Zwietracht & Streit
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