Schizophrenie Flashcards
psychose
starke Beeinträchtigung des Realitätsbezugs
positivsymptomatik
Symptome, die eine „Erweiterung“ des Erlebens und Verhaltens darstellen
negativsymptomatik
symptome, die eine „Verminderung“ des Erlebens und Verhaltens darstellen
Wahn
— offensichtlich falsche Überzegung
— von der man sich nicht distanzieren können
— „inhaltliche Denkstörung“
Beispiele von Wahn?
- Verfolgungswahn
- Größenwahn
- Beziehungswahn
Kernsymptome der Schizophrenie?
— Halluzinationen
— Wahn
— Negativsymptomatik
Typen von Halluzinationen
— tactile Halluizinationen
— Geschmackshalluzinationen
— akustische Halluizinationen
— optische Halluizinationen
Was für Halluzinationen sind für Schizophrenie am relevantesten?
akustische Halluizinationen
„Stimmen“
Negativsymptomatik:
Typen?
motivationale Negativsymptomatik
expressive Negativsymptomatik
motivationae Negativsymptomatik
avolition
anhedonie
ungeselligkeit
expressive Negativsymptomatik
Alogie
Affektverflächung
Bleuler
schizophrenie = gespaltener Geist
Schizophreniforme Störung
— weniger als 6 Monate
— länger als 1 Monat
Schizoaffektive Störung
— Major Depression oder manische Episode gleichzeitig mit A Kriterien
— Zwei Typen:
• bipolar
• depressiv
Wahnhafte Störung
— nicht-bizarre Wahnphänomene
— mind. 1 Monat
— keine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit
— affektive Episoden kurz vergl. Wahn
kurze psychotische Störung
länger als 1 Tag
kürzer als 1 Monat
Rückkehr zum prämorbiden Funktionsniveau
Lebenszeitprävalenz der Schizophrenie?
1%
unabhängig von Kultur und Herkunft
Geschlechterverteilung
50:50
Erkrankungsalter
Männer 20-25
Frauen 25-30
Karl Jaspers
es ist unmöglich, einen Wahn in seiner Genese zu verstehen
heute falsch
Kotinuum psychotischer Symptome
psychotic experiences (8%) psychotic symptoms (4%) psychotic disorders (3%)
wie kann eine Schizophrenie beginnen?
—„Krise“ nach Auszug von Zuhause — langsame Verschlechterung schulischer Leistungen — Lebenskrise — Psychose im Wochenbett — unerwünschter Drogeneffekt
Verlaufstypen
— kontinuierlich
— episodisch remittierend
— episodisch mit stabilem Residuum
— episodisch mit zunahmendem Residuum
Suizidgefahr?
10%
hoch
Wie häufig sind chronische Fälle?
schwer chronisch: 10%
leicht chronisch: 50%
Wie häufig gibt es eine „Heilung“?
35-40% von Fälle
Positivsymptomatik eher ____________
Negativsymptomatik eher ___________
akut
chronisch
Vollständige Remission
Vergl. Industrienationen und Entwicklungsländer
IND: 37%
ENT: 63%
Einschränkungen sozialer Funktionsfähigkeit
Vergl. Industrienationen und Entwicklungsländer
IND: 42%
ENT: 16%
Stationäre Behandlung
Vergl. Industrienationen und Entwicklungsländer
IND: 92%
ENT: 44%
Neuropathologie der Schizophrenie?
— Erweiterung der Seitenventrikel und des 3. Ventrikels
— vermindertes Hirnvolumen (ca. 3%)
In welche Hirnregionen gibt es besimmte Volumenminderungen?
Temporallappen
Hippocampus- und Amygdala Complex
(ca. 8%)
Neuropathologie: Kritik
wenig gesicherte Erkenntnisse
Neuropsychologische Defizite
Abstraktion Aufmerksamkeit Räumliche Fähigkeiten Verbales Gedächtnis Räumliches Gedächtnis Sprache Sensomotorische Fähigkeiten
Meier et al. 2013
Abfall in den IQ Werten von Schizophrenie Patienten
Verzerrungen der Informationsverarbeitung
— voreiliges Schlussfolgern — Attributionsstile — Theory of Mind — Selbstwert — Emotionsregulation
Attributionsstile
Vergl. Gesunde, Depressive und Schizophrene Patienten
Ursachen für negative Ereignisse
Gesunde: UMSTÄNDE
Depression: ICH
Schizophrenie: ANDERE
Theory of Mind
Fähigkeit, korrekte Schlussfolgerungen über den mentalen Status anderer zu treffen
Wie wird Theory of Mind von Schizophrenie beeinflusst?
Beeintrchtigung
doch remittierte Patienten fast so gute Leistungen wie KG
Was für eine Rolle spielt Selbstwert für die Entwicklung einer Schizophrenie?
geringer, instabiler SW
dysfunktionale Überzeugungen
——> Vulnerabilität
Erkrankungsrisiko von Kindern wenn…
ein Elternsteil erkrankt ist
12%
Erkrankungsrisiko von Kindern wenn…
beide Elternteile erkrankt sind
40%
Erkrankungsrisiko von Geschwistern wenn…
a) ein eineiiger Zwilling erkrankt ist
b) ein zweieiiger Zwilling erkrankt ist
c) keine Zwillingsverwandtschaft
a) 45%
b) 13%
c) 8%
Polymorphism
normale Variante eines Allels
Erfasse die Genetische Risikofaktoren
Genvarianten
— neuronale Plastizität
— Erregbarkeit
— dopaminerger und glutamerger Stoffwechsel
Wie stark beeinflussen die Genvarianten das Erkrankungsrisiko?
nur um 1-2%
ABER: Komplexer polygener Erbgang
Erfasse was mit komplexer polygener Erbgang gemeint wird.
additive Effekte von • „Risikogenen“ • Gen-Umwelt-Interaktion • Gen-Gen-Interaktion ——> erhöhte Vulnerabilität
Prä und perinatale Risikofaktoren
- Geburtskomplikationen
- Infektionen der Mutter in der Schwangerschaft
(verdoppeln risiko!!)
• „Season of birth“: Wintermonate
Psychosoziale Risikofaktoren
Stressoren
High-Expressed-Emotion
Migration, Diskiminierung, Bullying
Städtische Ballungsgebiete
High-Expressed-Emotion
kritik und feindseeligkeit durch angehörige
wie wirken psychosoziale risikofaktoren?
——> negative Selbstkonzepte
——> negative Konzepte über andere Menschen
Neurochemische Erklärung:
• Nenne die Hypothese
Dopaminhypothese
Erfasse die Dopaminhypothese
störung des synaptischen Dopaminstoffwechsels
——> dopaminerge Überaktivität in limbischen Hirnregionen
——> SCHIZOPHRENIE
Dopaminhypothese: PRO
- Neuroleptika ——> antagonistische Wirkung an dopaminerge Rezeptoren
- Antipsychotische Wirkung korreliert mit Bindungsstärke am D2-Rezeptor
- Dopamin-System: vermittelt herausragende Merkmale von Stimuli (neue, interessante)
- Gesunde + stark dopaminerge Substanzen = Schizophrene Symptome
Doaminhypothese: KONTRA
- keine direkte Belege für dopaminerge Störung
- Wirklatenz passt nicht
- Serotonin und Glutamat spielen auch eine Rolle
- keine Erklärung der Negativsymptomatik
Wann gibt es eine höhere Psychose-anfälligkeit?
im Jugendalter
Psychotherapie
KVT
Psychoedukation
Integrierte Fertigkeitstraining
Was könnte die Negativsymptomatik erklären?
präfrontal betonte tonische Hypoaktivität
phasische Überaktivität
KVT: wo liegt der Fokus?
Wahn
Halluzinationen
Pharmakotherapie
— Dauerbehandlung mit Neuroleptika — Zusatzbehandlung: • Benzodiazepinen • Antidepressiva • Carbamazepin
Hochpotente Antipsychotika
Haldol
Fluanxol
Mittelpotente Antipsychotika
Taxilan
Melleril
Nipolept
Niederpotente Antipsychotika
Neurocil
Truxal
Atosil
Atypische Antipsychotika
Leponex
Risperidon
Ziprasidon
Depot Antipsychotika
Haldol-Decanoat
Fluanxol-Depot
wie erfolgreich ist die Pharmakotherapie?
73% setzen Medikamente innerhalb von 18 Monaten ab
Schizophrenie: Modelle
— Kognitive Modell des Wahns (Freeman)
— Kognitive Modell der Negativsymptomatik (Beck et al.)
Kognitive Modell des Wahns
Freeman
frühe Erfahrungen, Vererbung, Modelle
——> ungewöhnliche Erfahrungen
——> dysfunktionale Verarbeitung
——> Mistrauen, Paranoia, Angst
Beispiele von dysfunktionale Annahmen
- ich habe schwierigkeiten mich in sozialen situationen zu verhalten
- ich bin nutzlos
- um Hilfe bitten ist eine Schwäche