Chirurgische Therapie der Koronaren Herzerkrankung Flashcards
Häufigste Todesursache in Deutschland
Krankheiten des Kreislaufsystems 35%
Herzchirurgie in Deutschland (meiste Herzops)
Bypass (mehr als die Hälfte)
Klappen
Aorta
Kongenital
Risikofaktoren für KHK
Beeinflussbar:
- Rauchen
- Bluthochdruck
- Übergewicht
- Hyperlipidämie
- Diabetes mellitus
- Bewegungsmangel
- Stress
Nicht beeinflussbar:
- Erbfaktor
- Alter
- Geschlecht (Frauen bis Menopause geschützter)
Angina Pectoris
Engegefühl im Brustkorb Mangeldurchblutung des Herzmuskels Schmerzen unter dem Brustbein können in den linken Arm, die Schultern, den Oberbauch ausstrahlen Warnsignal für Herzinfarkt Druckgefühl, Schmerzen
Canadian Scale Score
CSS 1: KHK ohne Angina Pectoris
CSS 2: AP bei schwerer Belastung
CSS 3: AP bei leichter Belastung
CSS 4: Ruheangina
Wie äußert sich Herzinfarkt?
Vernichtungsschmerz
Medikamente von AP unwirksam
Herzstolper/-rasen
Todesangst
Mit Diabetes wird Herzinfarkt oft nicht bemerkt, wegen geringeren Schmerzempfindens
Primär- Akutdiagnostik bei retrosternalem Druckschmerz
Anamnese
Labor (Herzenzyme: CK-MB, Myoglobin, Troponin)
EKG
Echokardiographie
Koronarangiographie (Herzkatheter, Kontrastmittel in Herzkranzgefäße)
Differentialdiagnosen bei retrosternalem Druckschmerz
Ösophagus (Divertikel, Ösophagitis)
Magen (Geschwür, Enzündung)
Aortendissektion
Lungenembolie
Sekundärdiagnostik bei V. a. KHK/Herzinfarkt
PET Radionuklid-Ventrikulographie Cardio-MR Cardio-CT Szintigraphie
Therapieverfahren bei KHK
allgemein: - Risikofaktoren minimieren Medikamentös: - Nitrate (gefäßerweiternd) - Beta-Blocker (Sauerstoffverbrauch senkend) - Kalziumantagonisten (Blutdruck senkend) interventionell (Katheter): - PTCA - Stents Chirurgisch (langfristig): - Bypass
Indikation zur Bypass-OP
elektiv:
- stabile Angina Pectoris
- Hauptstammstenose > 50%
- 3-Gefäßerkrankung
- 1-2 Gefäßerkrankung mit RIVA (wichtigstes Gefäß des Herzens)
- Rhythmusstörungen ischämischer Genese
Notfall:
- instabile Angina
- Komplikationen nach Intervention (PTCA)
- drohender Infarkt
OP-Prinzip Bypass
Wiederherstellung der Blutversorgung in ischämischen Myokardarealen durch Anlegen aortokoronarer Bypassgefäße
Anatomie: wichtigste Herzgefäße
RIVA, LAD, RD
RCX, RM
RCA, RIVP, RPLD
Voraussetzung für Bypass-OP
Stenose > 50%
offene Peripherie
Koronararterie > 1mm
kontraktiles Myokard
Kontraindikation Bypass-OP
proximal und distal diffuse Sklerose akut abgelaufener Myokardinfarkt frischer Apoplex (Schlaganfall) schlechte Lungenfunktion allgemeinmedizinische Kontraindikationen OP-Nutzen < OP-Risiko
OP-Techniken Bypass
mit/ohne HLM
arterieller, venöser oder künstlicher Bypass
arteriell am besten
Intraoperative Probleme Bypass-OP
Blutung (Anastomose, Seitenast, Aorta)
Myokardinfarkt (Bypassverschluss)
Bypass (zu kurz, zu lang, torquiert)
Kanülierung (Aortendissektion)
Ergebnisse Bypass-OP
Letalität 2-3% Bypassdurchgängigkeit - Venen 50-65% nach 10 Jahren - Arterien > 90% nach 10 Jahren Anginafreiheit ca 64% nach 10 Jahren Arbeitswiederaufnahme 45%
Komplikationen Bypass-OP
Rhythmusstörung 30% (Myokardinfarkt Wundheilungsstörung Re-OP wegen Blutung Apoplex Nierenversagen Gastrointestinale Kompl.)
OPCAB
MIDCAB
off-pump coronary artery bypass (mit Sternotomie)
minimal invasive direct coronary artery bypass (kleiner Schnitt)
10-15% in D. keine HLM OP am schlagenden Herzen kleiner Schnitt geringeres Trauma mit Oktopus-Stabilisator, Saugglocke Anastomose mit Shunt
OPCAB
MIDCAB
Vorteile
alle Gefäße erreichbar
Mulitmorbidität
schlechte LV-Funktion
Methodenwechsel einfach
OPCAB
MIDCAB
Indikationen
wenn HLM erhöhtes Risiko darstellt
schlechte LV-Funktion
hochgradige Karotisstenosen
OPCAB
MIDCAB
Nachteile
learning curve
erhöhte Rate an Bypassverschlüssen
schwieriges anäthesiologisches Management
sehr hohes Risiko bei Konvertierung
Zusammenfassung Bypass-OP
Standard ist LITA (linke Brustwandarterie) + Vene mit HLM
die komplette arterielle Revaskularisation wird zunehmen ( A. radialis, rechte Brustwandarterie)
minimal-invasive ACB-OPs bei spezieller Indikation