VL 13 Flashcards

1
Q

Anforderungen an Personen Gutachtenerstellung

A

Fachliche Kompetenz zur Planung, Durchführung, Auswertung, Interpretation und Rückmeldung
• Im Detail in den Guidelines der International Test Commission geregelt

• Ethisches Handel

  • Testschutz, Datenschutz
  • Testauswahl (Nützlichkeit, Aussagekraft)
  • Fairness
  • Akkurate Auswertung und Interpretation (keine Übergeneralisierung)
  • Akkurate und konstruktive Rückmeldung der Ergebnisse
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2
Q

Guidelines der International Test Commission

A
  • Psychometrie
  • Instrumentenkenntnis (inkl. wann diese nicht zu benutzen sind)
  • Theorie und Modelle
  • Integration der Testergebnisse in Gesamturteil
  • Rechtliche Rahmenbedingungen
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3
Q

Ethisches Handeln

A
  • Testergebnisse mit angemessener Sensitivität vermitteln
  • Situationen vermeiden, in denen der Eindruck entstehen könnte, man habe ein Interesse an einem bestimmten Testergebnis
  • Sicherstellen, dass Mitarbeitende professionell und ethisch korrekt agieren
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4
Q

Anforderungen an die Gestaltung der Situation

A
• Informierte Einwilligung einholen
• Aufklären über
• Zweck der Testung
• Verbleib der Daten
• Manualgerechte Durchführung bzw. Durchführung gemäß best-practices
ermöglichen
• Störungen aktiv vermeiden
• Professionelle Testumgebung schaffen
• Beziehung aufbauen und Testangst minimieren
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5
Q

Anforderungen an Verfahren

A

Geeignet für die Fragestellung? (Validitätsbefunde und Verfügbarkeit von Normen besonders beachten)
• Grundsätzlich geeignet für die Zielgruppe?
• Beste Alternative?
• Ist eine verzerrungsfreie Durchführung möglich?
• Testvorerfahrung beachten
• Verfälschbarkeit beachten

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6
Q

psychologisch-diagnostisches Gutachten Definition

A

Ein psychologisch-diagnostisches Gutachten ist ein Bericht über die Beantwortung von konkreten Fragestellungen, die eine Person oder eine Gruppe von Personen betreffen. Die Antwort kommt durch Anwendung wissenschaftlich anerkannter Methoden und Kriterien nach feststehenden Regeln der Gewinnung und Interpretation von Daten zustande. Der zur Beantwortung der Fragestellung führende diagnostische Prozess wird transparent und nachvollziehbar dargestellt.
• Er umfasst die Herleitung psychologischer Fragen, die Auswahl und Anwendung von Erhebungsmethoden, die Darstellung und Interpretation der Ergebnisse sowie die Beantwortung der Fragestellung(en).

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7
Q

Unabdingbare Qualitätsanforderungen

A

Wissenschaftliche Fundierung des Vorgehens

Transparenz und Nachvollziehbarkeit

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8
Q

Wissenschaftliche Fundierung des Vorgehens

A

Bezugnahme auf ein theoretisch begründetes methodisches
Vorgehen,
• Formulierung von psychologischen Fragen, die anhand geeigneter diagnostischer Daten überprüfbar sind,
• begründete Auswahl von Verfahren, die eine Prüfung der formulierten psychologischen Fragen ermöglichen,
• begründete Festlegung von Entscheidungskriterien vor der Datenerhebung,
• Berücksichtigung aller Ergebnisse, keine selektive Nutzung von Informationen und
• Ableitung von Schlussfolgerungen unter Beachtung von wissenschaftlich gesicherten Gesetzmäßigkeiten zur Beantwortung der Fragestellung.

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9
Q

Transparenz und Nachvollziehbarkeit

A

• welche spezifischen Fragen bzw. Hypothesen untersucht und
warum sie geprüft wurden,
• zu welchen Ergebnissen die/der Gutachtende gekommen ist und auf welchem Weg sie ermittelt wurden,
• mit welchen Begründungen die gutachterlichen Schlussfolgerungen gezogen wurden,
• auf welchen Informationen die gutachterlichen Beurteilungen beruhen.
• Die genannten Schritte sind sprachlich so darzustellen, dass die Adressatin / der Adressat sie inhaltlich nachvollziehen kann.

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10
Q

Gliederung Gutachten

A
  • Formale Angaben
  • Fragestellung
  • Diagnostische Kriterien und Psychologische Fragen
  • Auswahl und Beschreibung der Instrumente
  • Untersuchungsbericht
  • Untersuchungsergebnisse
  • Befund
  • Stellungnahme
  • Literaturverzeichnis
  • Anhang
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11
Q

Fragestellung

A

Bindeglied zwischen Fragestellung und psychologischen Fragen
• Erklären, wie man aufgrund der Fragestellung zu den nachfolgend formulierten psychologischen Fragen kommt
• Fachliteratur bemühen
• Wenn vorhanden, Empirie / Kriterienkataloge etc zitieren
• Eigenen Fachverstand bemühen

  • Konkret formulieren – muss direkt testbar sein
  • Referenz („im Vergleich zu…“) einbauen
  • Nach Möglichkeit gerichtet formulieren
  • Kein Vorgriff auf Methoden
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12
Q

Auswahl und Beschreibung der Instrumente

A
  • Knapp und laienverständlich
  • Hautgütekriterien plus Normen bewerten
  • Begründen, warum für den vorliegenden Fall geeignet
  • Testnamen korrekt nennen
  • Tests korrekt zitieren
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13
Q

• U ntersuchungsbericht

A
  • Knapp

* verhaltensnah • Im Imperfekt

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14
Q

U ntersuchungsergebnisse

A
  • Ohne Wertung
  • Übersichtlich
  • Unpersönlich
  • nachvollziehbar
  • Erzielte Werte im Imperfekt; Klassifikation im Präsenz
  • Angabe von Testwert, Normwert und KI (Regressionshypothese)
  • Bitte richtig rechnen
  • Nur relevante Ergebnisse berichten
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15
Q

Befund

A

Der Befund beantwortet die vorab formulierten psychologischen Fragen. Dazu werden die Ergebnisse aus unterschiedlichen diagnostischen Instrumenten integriert (Übereinstimmungen, aber auch Widersprüche erwähnen) und vor dem Hintergrund der diagnostischen Kriterien interpretiert. Tempus ist Präsens.
• Bezug zu Anforderungsprofil und psychologischen Fragen
• Alle relevanten Ergebnisse berichten
• Aussagegrenzen einbeziehen
• Nur Fragen beantworten, die auch gestellt wurden
• Keine reine Wiederholung der Ergebnisse
• Gelegenheitsbeobachtungen einbeziehen

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16
Q

St ellungnahme

A

In der Stellungnahme wird die globale Fragestellung klar verständlich und vollständig beantwortet. Empfehlungen, so nicht explizit vom Auftraggeber verlangt, werden nicht gegeben. Tempus ist Präsens.
• Eindeutiger Bezug zur Fragestellung
• Nur Fragen beantworten, die auch gestellt wurden
• Nicht ungefragt Empfehlungen abgeben
• Klare Antwort, falls angebracht
• Am Ende der Stellungnahme unterschreiben