Stress Flashcards
Definition von Stress ?
Definition
Stress ist ein
Ungleichgewichtszustand zwischen den
Anforderungen der Umwelt (hier den
Arbeitsanforderungen) und den allgemeinen persönlichen Leistungsvoraussetzungen oder –möglichkeiten
unter der Voraussetzung, dass dieses Ungleichgewicht als
persönlich bedeutsam wahrgenommen und als
unangenehm erlebt wird.
Was bedeutet der Begriff “Daily hassles” Überthema Stressoren
alltägliche Ärgernisse (Zeitung geklaut, Verspätungen, Papierstau im Drucker, aus
Adobe Connect rausgeflogen…)
Was bedeutet der Begriff “Life Events” Überthema Stressoren
• z.B. Verlust des Arbeitsplatzes, Trennung, Verlust von Angehörigen / Freunden…
• Lange Zeit im Fokus der Stressforschung
Psychische Belastungen im Belastungs Beanspruchungs-Modell
Die Gesamtheit aller erfassbaren Einflüsse, die von außen auf den Menschen zukommen und psychisch auf ihn einwirken.
Psychische Beanspruchung
Die unmittelbare (nicht die langfristige) Auswirkung psychischer Belastung im Individuum in Abhängigkeit von seinen jeweiligen überdauernden und augenblicklichen Voraussetzungen, einschließlich der individuellen
Bewältigungsstrategien.
Welche Arten von Coping gibt es ?
Problemorientiert – Tritt eher dann auf, wenn eine Situation als veränderbar eingeschätzt wird
– Kann sich auf die Umgebung und die eigene Person richten
Emotionsorientiert
Tritt eher dann auf, wenn eine Situation als wenig veränderbar eingeschätzt wird
– Kann ein Re-Appraisal sein, ist es aber nicht notwendigerweise. Gefahr der Selbst-Täuschung
was ist gutes Fehlermanagement
was sind Stressoren
Auslöser von Stress
* Individuell verschieden
* Faktoren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Stress auslösen
wie ist das Belastungs- Beanspruchungsmodell aufgebaut ?
aus Psychischer Belastung und psychischer Beanspruchung.
Gleiche Belastung kann unterschiedliche Wirkungen haben
* Individuelle Belastbarkeit entscheidend für
Stresswirkung
Unterschied zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention
Transaktionales Stressmodell
Betrachtung des gesamten Stressprozesses
1. Rolle von Bewertungsprozessen
2. Rolle von Bewältigungsstrategien
→ Unterschiedliche Stresswirkungen
Transaktionales Stressmodell
Primary appraisal
hier wird der Stressor bewertet ob er - Irrelevant -positiv - oder stress ist
Transaktionales Stressmodell
secondary appraisal
hier werden die -Coping Ressourcen
und die Coping Möglichkeiten für den Stress geprüft
Transaktionales Stressmodell was passiert nach secondary Appraisal ?
erst Coping und dann Reappraisal
was spielt eine Rolle Zur Wahl der Bewältigungsformen
-Der Grad der Ungewissheit
-Der Grad der Bedrohung
-Konflikte
- Hilflosigkeit
nenne mir zwei arten des Copings
Problemorientiert
– Tritt eher dann auf, wenn eine Situation als veränderbar eingeschätzt
wird
– Kann sich auf die Umgebung und die eigene Person richten
Emotionsorientiert
– Tritt eher dann auf, wenn eine Situation als wenig veränderbar
eingeschätzt wird
– Kann ein Re-Appraisal sein, ist es aber nicht
notwendigerweise. Gefahr der Selbst-Täuschung
Personale Ressourcen
- Berufliche Kompetenz
- (berufliche) Selbstwirksamkeitserwartung
- Kohärenzsinn (sense of coherence, Antonovsky 1979)
– Verstehbarkeit: Ereignisse sind begreif- und vorhersehbar
– Handhabbarkeit: Anforderungen können gemeistert werden
– Sinnhaftigkeit: Anforderungen werden als sinnvoll erlebt - Optimismus
Personale Risikofaktoren
- Typ A-Verhalten (Konkurrenzverhalten, Machtbedürfnis)
- Feindseligkeit/Misstrauen
- Negative Affektivität
- Geringes Selbstwertgefühl
Personenbezogene Maßnahmen
- Stärkung der Stressresistenz von Personen
➢ Fitnessübungen, Sport, Gesunde Ernährung, Gesundheitsbezogene
Verhaltensweisen - Kognitive Umstrukturierungen zur Veränderung von
Bewertungsprozessen und personalen Ressourcen - Vermittlung von Bewältigungsstrategien (Coping) zum Umgang
mit Stress bei der Arbeit
➢ Stressmanagement, Entspannungstraining - Training von Kompetenzen zur Vermeidung von Stress
➢ Kompetenztrainings
Effort-Reward-Imbalance Model
Verausgabung
- Innere (intrinsisch)
Äußere (extrinsisch)
Anforderungen - Verausgabungsbereitschaft
(Overcommitment)
Effort-Reward-Imbalance Model
Belohnung
- Lohn
- Gehalt
- Wertschätzung
- Aufstiegsmöglichkeit
- Arbeitsplatzsicherheit
Effort-Reward-Imbalance Model
was passiert bei Ungleichgewicht von Verausgabung und Belohnung ?
Ungleichgewicht führt zu Gratifikationskrisen.
Gratifikationskrisen (Imbalance) erhöhen das Risiko für
Gesundheitsbeeinträchtigungen Siegrist (1996, 1999)
Job-Demands-Control-Model
JDC sagt vorher, dass..
….Personen mit high demands and low control eine schlechtere
Gesundheit haben
….das Verfügen über Kontrolle (Handlungsspielräume) die negativen
Auswirkungen auf Gesundheit abpuffert (Moderationseffekt)
Job-Demands-Resources-Model
was sind Demands
Physical Demands
Mental Demands
Emotional Demands
Workload
Etc.
Job-Demands-Resources-Model
ressourcen
Feedback
Coaching
Social Support
Autonomy
Etc
Challenge – Hindrance Framework
Challenge Demands Stressoren ?
Zeitdruck
Workload
Aufgabenkomplexität
Challenge – Hindrance Framework
Hindrance Demands
Bürokratie
Daily Hassles
Rollenkonflikt, -ambigutität
- Erlebnis etwas geschafft zu haben
(Mastery) - Persönliches Wachstum
- Erreichen zukünftiger Ziele
wie haben Challenge – Hindrance stressoren einfluss auf dieses Outcome ?
Challenge Stressoren
begünstigen
Hindrance Stressoren
gefährden
Compensatory Control Model
Efforts to achieve the goal ->
Costs Subsidiary task failure Strategic adjustment Compensatory cost
Fatigue after effects -> Goal attainment
Kosten der Zielerreichung
Compensatory Control Model
1) Subsidiary task failure
Nebenaufgaben werden ignoriert oder weniger sorgfältig bearbeitet
Aufmerksamkeitsfokus/einschränkung
2) Strategic adjustment
Reduktion Informationen im Arbeitsgedächtnis
Einfachere Strategien werden verwendet (weniger Leistunsgkontrolle, eine Lösung für alle)
Weniger genaues Arbeiten
3) Compensatory cost -während der AufgabenbearbeitungErhöhte geistige Anstrengung
Sympathikusaktivierung
4) Fatigue after effects -danachErschöpfung
Suche nach wenig anstrengenden (wenn auch riskanten) Tätigkeiten/Lösungen
Zwei Arten des Selbstwertes
Personal Self-Esteem
Eigene Bewertung erstrebter
Qualitäten (Kompetenz, Attraktivität,..)
Nicht asozial
Social Self-Esteem
Gefühl von wichtigen anderen
(„significant others“) wertgeschätzt
und anerkannt zu sei
Social Self-Esteem stress durch …
Stress as Disrespect
(SAD)
Disrespect durch
* Zwischenmenschliches
Verhalten
* Illegitime Aufgaben
* Illegitime Stressoren
Personal Self-Esteem stress durch …
Stress through
Insufficiency
(SIN)
* Misserfolg + Internale
Attribution
* Moralisches Fehlverhalten
Ressourcen
Objekte - Status oder physische Eigenschaften:
– Haus vs. Villa
* Zustand:
– Verheiratet sein, Arbeitsplatzsicherheit (unbefristeter Vertrag, Beamtenstatus)
* Persönliche Eigenschaften, die die Stressresistenz erhöhen:
– Selbstwert, Optimismus, Selbstwirksamkeit
* Energien:
– Zeit, Geld, Wissen
kritik an Ressourcen
- Kritik:
– Kategorisierung von Ressourcen ≠ Definition von Ressourcen
– Alles was irgendwie gut ist… - Neue Definition nach Halbesleben et al. (2014; S. 5):
“We define resources as anything perceived by the individual to help attain his or her
goals.“
Grundprinzipien
der Ressourcen
Primacy of loss: Es ist beeinträchtigender eine Ressource zu verlieren
als es aufbauend ist, eine neue Ressource zu gewinnen.
2) Resource invest: Menschen setzen Ressourcen ein, um sich vor
Ressourcenverlust zu schützen, sich davon zu erholen oder um weitere
zu erlangen
was sind Anforderungen
Anforderungen umfassen Denk-, Problemlösungs-, Planungs-,
Entscheidungs- und Kooperationserfordernisse in der Arbeit
* Anforderungen sind gesundheitsförderlich – zu hohe oder zu niedrige
oder widersprüchliche Anforderungen können jedoch psychisch
belastend und damit krankheitsförderlich sein
Auswirkungen von Stress
Burnout
- Emotionale Erschöpfung, d.h. das Gefühl zunehmend emotional
ausgelaugt zu sein - reduzierte Leistungsfähigkeit: das Gefühl, Aufgaben nicht
erfolgreich zu bewältigen und geringe berufliche Befriedungung zu
erfahren - Depersonalisation im Sinne einer negativen und zynischen
Einstellung gegenüber anderen