LE10 Produktergonomie II Flashcards
Informationsverarbeitung
Sensation: bezieht sich auf den Prozess des Empfangens von Informationen (Reizen) durch verschiedene Rezeptoren.
Perzeption: Tritt auf, wenn Reize verarbeitet und für das Gedächtnis ausgewählt werden (z.B. durch aufmerksame Prozesse).
Kognition: Übergeordnete Verarbeitung von Informationen durch unser Gehirn (z.B. Memory Encoding & Retrieval)
Informationsaufnahme
visuell
auditiv
taktil
kinästhetisch
thermisch
Schmerzwahr- nehmung
olfaktorisch(Geruch)
gustatorisch(Geschmack)
vestibulär(Beschleunigung)
Informationsaufnahme – Übergeordnete Gesetzmäßigkeiten
- Reizspezifität
- Absolutschwelle R0
2. Unterschiedsschwelle R
3. Unterschiedsschwelle und psychophysische Empfindungsstärke E
Weber ́sches Gesetz k = deltaR/R
Weber’sches Gesetz
Weber ́sches Gesetz k=ΔR/R
k Weber-Konstante
R angebotene Reizstärke
ΔR Unterschiedsschwelle
Anwendungsbereiche für Analog- und Digitalanzeigen I
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Anwendungsbereiche für Analog- und Digitalanzeigen II
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Anforderungen an Bedienkonzepte
Ergonomische Bedienkonzepte:
- Reduzieren Reaktionszeiten
- Erhöhen Genauigkeit
- Reduzieren Lernzeiten
- Reduzieren Fehlhandlungen
- Reduzieren kognitive Beanspruchung
- Unterstützen Situationsbewusstsein
Isotonische Steuerung
- Liefert eine oder zwei kontinuierliche Stellgrößen und kehrt selbsttätig in die Ausgangslage zurück
- Stellgrößen proportional zu Winkel oder Strecke zur Ausgangslage
- Rücktreibende Kraft ist bei jeder Auslenkung ungefähr gleich groß
- Kontinuierliche Messung der Auslenkung, bspw. Steuerknüppel
- Ermöglicht räumlich kompatible Gestaltung zwischen Bewegung und Geschwindigkeit von Nutzereingaben und Rückmeldung der Anzeige
Isometrische Steuerung
- Vernachlässigbare Auslenkung, Messung der angewendeten Kräfte
- Stellgrößen proportional zu angewendeten Kräften
- Bsp. 6-D Bedienelement zur Steuerung eines Industrieroboters
- Bewegungsrückmeldung ist ausschließlich visuell
Photopisches Sehen
Sehen bei ausreichender Helligkeit.
Blinder Fleck
Austrittspunkt des Sehnervs aus dem Auge
Stäbchen
Über diese Rezeptoren nehmen wir Bewegungen und Kontraste wahr
Zapfen
Über diese Rezeptoren nehmen wir Unterschiede in Farben wahr.
Skotopisches Sehen
Sehen bei geringer Helligkeit
Fovea Zentralis
Die Stelle des schärfsten Sehens im Auge
Absolutschwelle
beschreibt die Reizintensität, bei welcher ein sensorisches Signal bei 50% der Darbietungen von Personen erkannt wird.
Dunkeladaptation
Wechselt das Auge von hellem auf dunklen Hintergrund, nimmt die Anpassung des Auges einige Minuten in Anspruch
geringer Umgebungsbeleuchtung
Bei geringer Umgebungsbeleuchtung ist das Auge am empfindlichsten für blau und grün
Objekte mit geringer Ausdehnung
Objekte mit geringer Ausdehnung sind im schwarz-weiß Kontrast am besten zu erkennen
chromatische Aberration
Die chromatische Aberration kann bewirken, dass Details (z.B. in Form von Zahlen oder Buchstaben) nicht scharf wahrgenommen werden, wenn sie in Farben unterschiedlicher Wellenlängen (z.B. kurzwelliges blau und langwelliges rot) dargestellt werden.