Vorlesung 7 Flashcards
Nenne die drei Qualitätsbereiche Schulischer Entwicklung!
- Kontextqualitäten
(Rahmenbedingungen und Vorraussetzungen schulischer Arbeit)
- Prozessqualitäten
(Interne und externe Prozesse sowie Prozessmerkmale)
- Wirkungsqualitäten
(Ergebnisse und Wirkungen schulischer Arbeit)
Was beinhalten die Kontextqualitäten?
1. Bedingungen
- strukturell
- finanziell
- materiell
- personell
- sozial
2. Intentionen
- Bildungsziele
- Lehrpläne und nationale Bildungsstandards
- gesellschaftliche Erwartungen
- Leistungen
- Einstellungen
- Haltungen
Was beinhaltet die Prozessqualität?
Unterteilt sich in:
Schule und Unterricht
1. Schule
- Führung und Management
- Ziele und Strategien
- Kooperation und Kommunikation
- Schulklima und Schulkultur
2. Unterricht
- Lehren und Lernen
- Bilden und Erziehen
- Fördern und Fordern
- Beraten und Beurteilen
- Weiterentwicklung und Innovieren
Was beinhaltet die Wirkungsqualität?
- Sachkompetenz
- Methodenkompetenz
- Sozialkompetenz
- Selbstkompetenz
- Zufriedenheit
- Anschlussfähigkeit
- gesellschaftliche Teilhabe
Was ist der Aufgabenbereich von Lehrern im Kompetenzbereich “Unterrichten”?
Kompetenz 1: Lehrerinnen und Lehrer planen Unterricht fach- und sachgerecht und führen ihn sachlich und fachlich korrekt durch.
Kompetenz 2: Lehrerinnen und Lehrer fördern die Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern zum selbstbestimmten Lernen und Arbeiten.
Kompetenz 3: Lehrerinnen und Lehrer unterstützen durch die Gestaltung von Lernsituationen das Lernen von Schülerinnen und Schülern. Sie motivieren Schülerinnen und Schüler und befähigen sie, Zusammenhänge herzustellen und Gelerntes zu nutzen.
Was beinhaltet die Kompetenz 1?
Standards für die theoretischen Ausbildungsabschnitte
Die Absolventinnen und Absolventen…
- kennen die einschlägigen Bildungstheorien, verstehen bildungs- und erziehungstheoretische Ziele sowie die daraus abzuleitenden Standards und reflektieren diese kritisch.
- kennen allgemeine und fachbezogene Didaktiken und wissen, was bei der Planung von Unterrichtseinheiten beachtet werden muss.
- kennen unterschiedliche Unterrichtsmethoden und Aufgabenformen und wissen, wie man sie anforderungs- und situationsgerecht einsetzt.
- kennen Konzepte der Medienpädagogik und -psychologie und Möglichkeiten und Grenzen eines anforderungs- und situationsgerechten Einsatzes von Medien im Unterricht.
- kennen Verfahren für die Beurteilung von Lehrleistung und Unterrichtsqualität.
Standards für die praktischen Ausbildungsabschnitte
Die Absolventinnen und Absolventen…
- verknüpfen fachwissenschaftliche und fachdidaktische Argumente und planen und gestalten Unterricht.
- wählen Inhalte und Methoden, Arbeitsund Kommunikationsformen aus.
- integrieren moderne Informations- und Kommunikationstechnologien didaktisch sinnvoll und reflektieren den eigenen Medieneinsatz.
- überprüfen die Qualität des eigenen Lehrens.
Was beinhaltet die Kompetenz 2?
Standards für die theoretischen Ausbildungsabschnitte
Die Absolventinnen und Absolventen…
- kennen Lerntheorien und Formen des Lernens.
- wissen, wie man Lernende aktiv in den Unterricht einbezieht und Verstehen und Transfer unterstützt.
- kennen Theorien der Lern- und Leistungsmotivation und Möglichkeiten, wie sie im Unterricht angewendet werden.
Standards für die praktischen Ausbildungsabschnitte
Die Absolventinnen und Absolventen…
- regen unterschiedliche Formen des Lernens an und unterstützen sie.
- gestalten Lehr-Lernprozesse unter Berücksichtigung der Erkenntnisse über den Erwerb von Wissen und Fähigkeiten.
- wecken und stärken bei Schülerinnen und Schülern Lern- und Leistungsbereitschaft.
- führen und begleiten Lerngruppen.
Was beinhaltet die Kompetenz 3?
Standards für die theoretischen Ausbildungsabschnitte
Die Absolventinnen und Absolventen…
- kennen Lern- und Selbstmotivationsstrategien, die sich positiv auf Lernerfolg und Arbeitsergebnisse auswirken.
- kennen Methoden der Förderung selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und kooperativen Lernens und Arbeitens.
- wissen, wie sie weiterführendes Interesse und Grundlagen des lebenslangen Lernens im Unterricht entwickeln.
Standards für die praktischen Ausbildungsabschnitte
Die Absolventinnen und Absolventen…
- vermitteln und fördern Lern- und Arbeitsstrategien.
- vermitteln den Schülerinnen und Schülern Methoden des selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und kooperativen Lernens und Arbeitens.
Nenne die Wesensmerkmale nach Glöckel über Unterricht!
- Elemente
- Akte des Lehrers und der SuS sowie Mitteln als Vertretern des
Gegenstandes - Struktur
- Dreipolige Struktur, die durch inneres (Aktualität des schulischen) und äußeres Feld (Gesellschaft, Kultur, Werte) beeinflusst wird
- Unterricht = zielstrebige und geplante Handlung
- Ziel = Lernen
- Unterricht ist Ereignis und Dialog
- Aber keine symmetrische Kommunikation, sondern gründet in einem Gefälle von Wissen und Können, Einsicht und Verantwortung
Warum gilt Unterricht als besondere soziale Situation?
- Sozialität
- Öffentlichkeit (fishbowl)
- Historizität (gem. Geschichte)
- Multidimensionalität (Aufgabenspektrum)
- Simultanität
- Unmittelbarkeit
- Intransparenz (Personen sind nicht verfügbar)
- Unvorhersehbarkeit
- Informalität (lose Regelungsprinzipien, Interaktion)
Warum gilt Unterricht als Struktur von Sprechakten?
- Sozialität ist nicht allein über den Handlungsbegriff, den Versuch des Verstehens der Interaktion oder systemtheoretische Konzepte fassbar, sondern Bedarf der Sprachanalyse
- Muster von Sprechakten dominieren Unterrichtssituationen
Was ist laut Leitgedanken der Thüringer Lehrpläne Unterrichtsqualität?
Unterricht leistet,
- Offenheit für neue Erfahrungen der Schüler
- Ein Angebot von Aufgaben mit mehreren Vorgehensweisen und unterschiedlichen Lösungsmöglichkeiten in immer wieder anderen Kontexten
- Die Entwicklung der Bereitschaft zur Überprüfung der eigenen Orientierungen
- Sensibilisierung für die Interaktion mit Anderen und Andersdenkenden
- Die Vermittlung von Toleranz, Respekt und Kommunikationsfähigkeit
- Reflexion und Analyse von Gruppenprozessen
- Entwicklung der Bereitschaft zur aktiven Gestaltung sozialer und gesellschaftlicher Aufgaben
- Didaktische, diagnostische und organisatorische Formen der
Differenzierung und individuellen Förderung liegen bei den Lehrkräften =
pädagogische Verantwortung