Vorlesung 1 Flashcards

1
Q

In welche Teilbereiche unterteilen sich die Professionalisierungswege?

A
  1. Vorlesungen und Seminare
    - Theorien, Konzepte, Forschungsbefunde, etc.
  2. Übungen, Trainings
    - Anwendung spezifischer Konzepte, z.B. Sprachübungen (Modul 4) oder professionsbiographische Übungsseminare (Zusatzangebot)
  3. Praktika
    - Ausprobieren, Erfahrungen sammeln, reflektieren
  4. Selbststudium
    - Wissenschaftliche Zeitschriften, Handbücher, sonstige Publikationen
    - Tagungen, Fort- und Weiterbildungsangebote
    - Lerngemeinschaften
    - Tagespresse (insbesondere Überregional, Die Zeit, Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung, Der Spiegel, etc.
    - Pubscience
  5. Non-Formale Bildungsmöglichkeiten
    - Jugend- und Freizeitarbeit
    - Nachhilfe
    - uvam.
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2
Q

Was sind die drei wissenschaftlichen Traditionen?

(Krüger 1999)

A
  1. Geisteswissenschaftliche Pädagogik
    • Dilthey begründet die Geisteswissenschaften (Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir)
    • Sinn kann nur hermeneutisch und damit nur entlang von historisch verdichteten Objektivationen des Lebens entschlüsselt werden.
    • Pädagogik als Reflexionspraxis (drei Stufen der Theoriebildung, vgl. Weniger 1929)
  2. Kritische Erziehungswissenschaft
    • Kritische Theorie (Adorno, Horkheimer, Habermas)
    • Normatives Programm – Mündigkeit als Zielvorgabe
    • Ideologiekritik (kritische Analyse von Erziehungsprozessen im Kontext von Gesellschaft und deren Institutionen vor allem durch Handlungsforschung)
  3. Empirische Erziehungswissenschaft
    • Experimentelle Pädagogik, Tatsachenforschung, deskriptive Päd.
    • Integrationswissenschaft
    • Kritischer Rationalismus (Popper), Weiterentwicklung zum großen Bereich der empirischen Bildungsforschung
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3
Q

Was für weitere Traditionslinien bzw. Ansätze gibt es?

(Krüger 1999)

A
  • Praxeologische Erziehungswissenschaft (siehe auch Bourdieu, Giddens als sozialtheoretische Beispiele dieser Richtung)
  • Psychoanalytische Pädagogik
  • Phänomennologische Pädagogik
  • Systemtheoretische Ansätze der EW
  • Strukturalistische Ansätze der EW
  • Postmoderne Ansätze der EW
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4
Q

Was sind die Erkenntnisquellen pädagogosicher bzw. erzeihungswissenschaftlicher Wissensbestände und deren Methoden?

A
  1. Geschichte und ihre Objektivationen HERMENEUTIK und TEXTEXEGESE
  2. Pädagogische (Lebens- )Praxis SOZIALWISSENSCHAFTLICHE HERMENEUTIK und REKONSTRUKTIVE FORSCHUNGMETHODEN
  3. Erziehungswirklichkeit als Objekt SOZIALWISSENSCHAFTLICHE FORSCHUNGMETHODEN
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5
Q

Welche Wissenssorten bzw. Wissenstypen gibt es?

A
  1. Wissenschaftliches Wissen – wissenschaftliche Theorien
  • Das Referenzsystem des Autors ist kein Garant für die Qualität des Wissens
  • Wissenschaftliche Theorien sind notwendig abstrakt
  • Konkretisierung der Theorie bedarf der empirischen Prüfung
  1. Alltägliches Wissen - Alltagstheorien
  • Tradierte Sinnzusammenhänge
  • Vorurteile
  • Vulgärempirismus (das habe ich auch schon erlebt, bei mir war es so, also ist es wohl so)
  1. Professionelles Wissen – Professionswissen
    • Entscheidungen und Handlungen begründen können
    • Alternativen diskutieren und argumentieren können
    • Wissenschaftliches und alltägliches Wissen reflexiv aufeinander beziehen können
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6
Q

Welche Fragen sind zwecks der Wissenserosion zu stellen?

A
  1. Was können wir wissen?
  2. Wie ist Wissen entstanden?
  3. Wer behauptet etwas zu wissen?
  4. Was und wer legitimiert wissen?
  5. Wer kann wissen?
  6. Was soll unter diesen Bedingungen gewusst werden?
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7
Q

Was resultiert aus der Wissenerosion?

A

Wissen zwischen Beliebigkeit und Gewissheit

Was wissen Sie wirklich über Schule, ihren Berufswunsch, etc.

Ziel: Auffinden plausibler Orientierungsmarken durch Nutzung des eigenen Verstandes, sapere aude, unter kritischer Beobachtung desselben

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8
Q

Welche Punkte sind unter Wissensbedürfnisse und Wissensängste zusammen zu fassen?

A
  1. Wissen und Sicherheit – der Wunsch nicht irritiert zu sein, nicht irritiert zu werden.
  2. Wissen entsteht durch soziale Zusammensetzung von Wissenden, also „Gleichwissende“ aufsuchen zur Minimierung von Irritation – Wissensillusion
  3. Wissen und Nicht-Wissen
    • Nicht-Wissen-Können (Was wird einmal aus Peter)
    • Nicht-Wissen-Wollen (Neue Erkenntnisse o. andere Meinungen über Unterricht interessieren mich nicht)
    • Nicht-Wissen-Sollen (SuS müssen meien Beurteilungskriterien nicht kennen)
    • Nicht-Wissen-Dürfen (Was ich in der nächsten Klausur für Aufgaben stelle)
  4. Wie ist Wissen entstanden?
    • Die Frage nach der Legitimation von Wissen

->
• Autorität/Herrschaft (Lehrpläne, Grundgesetz, Schulgesetz)
• Diskurs – Argument (schuleigene Curricula)
• Gewissheit, Wahrheit (Mündigkeit als Bildungsziel)

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9
Q

Was ist als relevantes Studienziel bestimmt worden?

A

Ziel: professionelles Handeln
- Etwas können
- Es weiterentwickeln
- Es kritisch befragen
- Es beurteilen
- Dabei gibt es keine zeitliche Endbestimmung,
Fehlerfreundlichkeit und Lernen als Lebensform

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10
Q

Wie wurden die Fachinhalte zum Studienziel zusammengefasst?

A

Fachinhalte für Wissens“vermittlung“

…im Medium eines Faches, welches eine Perspektive der Weltbeschreibung, die in sich wiederum sehr ausdifferenziert sein kann, anbietet und nur insofern zur Bildung der Person und ihrer Mündigkeit beiträgt

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11
Q

Wie wurden die Gesellschaft und institutionellen Rahmenbedingungen zum Studienziel zusammengefasst?

A

Gesellschaft und institutionelle Rahmenbedingungen

…im Kontext eines Systems, welches horizontal wie vertikal ausdifferenziert ist, das es zu kennen gilt und dessen (Aus)wirkungen auf das eigene Handeln wahrnehmbar und analysierbar zu machen sind

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