Tumorpathologie Flashcards
Nenne die Rolle des Pathologen bei einer Neoplasie
- korrekte Diagnosestellung
- Therapierelevante Veränderungen im individuellen malignen Tumor finden = personalisierte Onkologie
Welche grundliegenden Tumorformen werden unterschieden?
Dignität von Tumoren = biologisches Tumorverhalten
1. benigne = gutartig
- > verdrängendes Wachstum
- > keine Metastasen
i. d.R. chirurgisch heilbar
2. maligne = bösartig
- > infiltratives Wachstum
- > Metastasierung
potentiell lebensbedrohlich
Wie unterscheiden sich benigne und maligne Tumore in folgenden Kriterien
- Wachstum
- Proliferation
- Mitosen
- Begrenzung
- Metastasierung
- Differnzierung
- Zellatypie
- Umgebung
- Komplikationen
B = Benigne // M = Maligne
1. Wachstum:
B = eher langsam / verdrängen
M = eher schnell / invasiv-destruierend
2. Proliferation:
B = niedrig
M = hoch
3. Mitosen:
B = selten
M = zahlreich, atypisch
4. Begrenzung:
B = scharf / Kapsel
M = unscharf
5. Metastasierung:
B = keine
M = Metastasierung
6. Differenzierung:
B = hoch
M = Differenzierungsverlust
7. Zellatypie:
B = niedrig
M = hoch
8. Umgebung:
B = Kompression
M = Invasion/ Destruktion
9. Komplikation:
B = Kompression
M = Lokalrezidive, Metastasen
Systematik maligner Tumore
Was sind:
Karzinome, Sarkome, Lymphome, Keimzelltumore, Keimstrangstromatumore, maligne Melanome, Blastome
Karzinom: –> 80%
immer Epithelial, immer Maligne
Sarkome:
Mesenchymal
Lymphome / Leukämie:
Lymphatisches Gewebe / Knochenmark
Keimzelltumore:
Keimzellen
Keimstrangstromatumore:
-> Keimzellen umgebendes Stroma
maligne Melanome:
Neuro-Ektoderm
Blastome:
Embryonal unreife Zellen/ Tumore häufig im Kindesalter
Epidemiologie Tumorerkrankungen
Nenne häufigste Tumorerkrankungen bei Mann und Frau und die dazugehörigen wichtigen Letalitäten
Inzidenz Frau:
- Brustdrüse / 27%
- Darm / 17,5%
- Lunge / 6%
Letalität Frau:
- Brustdrüse / 18%
- Darm / 14%
- Lunge / 11%
Inzidenz Mann:
- Prostata / 25%
- Darm / 16%
- Lunge / 14%
Letalität Mann:
- Lunge / 26%
- Darm / 12,4%
- Prostata / 10,1%
Erkläre die TNM Klassifikation
TNM-Klassifikation
T = Tumor: Ausbreitung im ENtstehungsorgan
N = Nodus: Metastasierung in regionale Lymphknoten
M = Metastase: Fernmetastasierung
T: 1-4 –> für jeden Tumor definiert
N: 0-3 –> relevante LK für jedes Organ definiert
M: 0-1 (Metastase ja / nein)
wichtige Präfixe:
c = Klinisch
p = postoperativ (pathologisch)
r = Rezidivtumor (nach tumorfreiem Intervall)
y = nach Therapie
a = autoptisch
zusätzliche Angioinvasion:
V = Veneninvasion (V0-2) / mikroskopisch / makroskopisch
L = Lymphgefäßinvasion (L0-1)
zusätzlich Beurteilung Residualtumor:
R0 = kein Residualtumor
R1 = mikroskopisch
R2 = makroskopisch
RX = nicht beurteilbar
erkläre die Klassifikation des hier gezeigten Präparats eines Kolonkarzinom
pT3, pN1(2/16), MX, L1, V0, R0

pT3 = postoperativ ausbreitung 3
pN1 = postoperativ Lymphknotenmetastase regional
MX = Metastasierung weiter nicht beurteilbar
L1 = Lymphgefäßinvasion
V0 = keine Veneninvasion
R0 = kein Residualtumor
Was bedeutet Metastasierung
Nenne die Metastasierungswege und erkläre die Bedeutung der Metastasierung
Verschleppung der Tumorerkrankung vom primären Entstehungsort an einen anderen Ort
Bedeutung:
potentiell chirurgisch beherrschbare Erkrankung wird zur
- > systemischen Erkrankung
- > systemische Therapie
Metastasierungswege:
Hämatogen
Lymphogen
Kavitär
Erkläre den Vorgang der Metastasierung (beispiel Hämatogen)
maligner Tumor wächst invasiv und destruierend
- wächst in die Blutgefäße ein = Intravasation
- besteht im Blutgefäß
- wächst aus dem Blutgefäß aus = Extravasation
dann. .. mehrere Möglichkeiten
- > die metastasierten Tumorzellen benötigen im Zielorgan eine Pre-metastatische Nische!!
- > diese Nischenentstehung ist noch nicht genau verstanden aber man weiß dass schon vor der letztendlichen Metastasierung im Zielorgan diese Nische gebildet wird!
–> ein Teil der Matsatasierten Zellen “schlafen” teilweise = diese Zellen proliferieren nicht mehr und deshalb wirken hier uch viele Wirkstoffe nicht mehr die auf Zellproliferation setzen -> fangen Jahre später wieder an zu Metastasieren (bis zu 20-30 Jahre nach entstehung)
–> ein anderer Teil der Zellen fängt an zu wachsen und bildet dann nach einiger Zeit einen sichtbaren Metastatischen Tumor

Erläre wichtige Aspekte der Lymphknotenmetastasierug
Was sind Sentinel-Lymphknoten
Lymphogene Metastasierung
die Metastasierung beginnt bei einem s.g. Sentinel (Wächter) Lymphknoten
- > von da aus dann weitere nachgeschaltete regionale Lymphknoten
- > dann weiter in weitere Lymphknoten (nicht mehr regionär)
Lympknotenmetastasen sind Indikatoren für gerelle Metastasierungsfähigkeit eines Tumors
Nenne zu
Mamma-CA
Melanom
Kolon-CA
Magen-CA
die Operationsform und die Lymphknoten-Untersuchungen
Mamma-CA -> Brustdrüsenoperation
-> Lymphknoten: Axillektomie oder Sentinel-Lymphknoten
Melanom -> Hautoperation
–> Resektion der regionalen Lymphknoten oder Sentinel Lymphknoten
Kolon-CA -> partielle Colektomie
–> am Präparat enthaltene Lymphknoten
Magen-CA -> partielle Gastrektomie
–> am Präparat enthaltene Lymphknoten
Erkläre die Hämatogene Metastasierung
welche Formen werden unterschieden?
Hämatogen = Tumorinfiltration in die Blutbahn
unterschieden:
Cava-Typ
Pfortader-Typ
(je nach anatomischem Stromgebiet des Ursprungsorgans des Tumors)
Nenne die Hämatogen-Metastasierenden Organe des Cava-Typs
Niere
Zervix
Harnblase
Endometrium
Prostata
Schilddrüse
–> metastasieren in die Lunge
Nenne die hämatogen-metastasierenden Tumore des Pfortader-Typs
Magen
Kolon
Pankreas
Dünndarm
-> metastasieren in die Leber
Was ist eine kavitäre Metastasierung?
Nenne Beispiele
Kavitär = Lokale Ausbreitung nach Einbruch in eine Körperhöhle
Beispiele:
Ovarial-CA –> zu Peritonealkarzinose
Bronchus-CA –> Pleurakarzinose
Welche Karzinome führen potential zu einer Peritonealkarzinose?
Peritonealkarzinose potentiell durch:
Magen-CA
Ovarial CA
Pankreas CA
Gallenblasen CA …
Lokalisartion: Douglas meist maximal involviert!!
Welche Karzinome führen potentiell zu einer Pleurakarzinose?
durch:
Bronchus CA
Mamma CA …
Lokalisation:
ganze Pleura
DD: zu Pleuramesotheliom
Wodurch kommt es potentiell zu eienr Pericarditis carcinomatosa
durch Bronchus / Mamma / andere Karzinome die durchbrechen
Komplikationen: Perikarderguss -> Tamponade
konstriktive Kardiomyopathie
Nenne lokale Tumorkomplikationen
- Stenosen von Hohlorganen:
Bronchus, Darm, Gallenwege, andere
(am Darm beispielsweise erkennbar wo oral und aboral ist weil sich vor der Stenose der Stuhl staut und das Darmlumen erweitert wird)
- Einwacsen in Nachbarorgane:
Gefäße, Stenosen, Ulkus, etc.
- Fistelbildung
Tumorfiltration von 2 Hohlorganen:
- > Tumorzerfall
- > Lumenbildung
Beispiele:
Ösophagus-Trachea
Rektum-Vagina-Harnblase
Nenne humorale Komplikationen von Tumoren
1. Kachexie (ungewollte gewichtsabnahme)
- > Auszehrung, Kräftezerfall, Gewichtsabnahme
- > Infektionsanfällig
Pg: Tumorstoffwechselprodukte
- > kataboler Proteinumsatz
- > Mobilisierung von Fetten
- > vermehrter Energieverbrauch
- > Störung im Hugerzentrum
- TNF alpha (Kachexin)
2. Anämie
- > häufig
- > Blutverlust
- > Mangel an AS, Vitaminen
- > Hämolyse
- > Verdrängung der Myelopoese
–> paraneoplastisch
3. Paraneoplastische Syndrome
- > Krankheitszustände durch abnormale Sekretion von Produkten durch Tumor
- > oder immunologische Interaktion von Tumorproteinen mit körpereigenen Proteinen (tumorbedingte Autoimmunreaktion)
- > Hormone
- > Gerinnungsfaktoren
- > Wachstumsfaktoren
- > Antukörperbildung
Arten:
- > Endokrinopathie
- > Neurologische und muskuläre Syndrome
- > Dermatologische Störungen
- > Vaskuläre Veränderungen
- > Hämatologische Veränderungen
Paraneoplastische Syndrome
erkläre die Endokrinopathie / nenne Beispiele
Endokrinopathien:
Cushing Syndrom (ACTH und analoge Substanzen)
Hyperparathyreodismus (Parathormon)
Karzinoidsyndrom (Serotonin, Histamin)
Polyzythämie (EPO)
Hyponatriämie (ADH)
Hypoglycämie (Insulin und analoge SUbstanzen)
Beta-HCG
Nenne Tumore mit höufigen Knochenmetastasen
Prostata CA
Mamma CA
Schilddrüsen CA
Nieren CA
Bronchus CA
Histologische Klassen von Knochenmarksmetastasen:
- Osteoblastisch: Mamma oder Prostata
- Osteolytisch
Komplikationen
zu welchen Knochenmarksveränderungen kann es kommen
Vorkommen:
Hämatologische Neoplasien (Lymphome oder Leukämie)
Karzinome (sehr selten)
Komplikationen:
Anämie - extramedulläre Blutbildung
Thrombopenie
Leukopenie
Nenne zu den Gewebe jeweils den Namen der benignen und malignen Neoplasie
- Epithelien
Plattenepithel
Urothel
Drüsenepithel
- Mesenchymal:
Bindegewebe
glatte Muskulatur
quergestreifte Muskulatur
Fettgewebe
Knorpelgewebe
Knochengewebe
Blutgefäße
Lymphgefäße
Meningen
lymphatisches Gewebe
hämatopoetisches Gewebe
Epithelien:
Papillom / Plattenepithelcarzinom
Papillom / Urothelcarzinom
Adenom / Adenocarzinom
Mesenchymales Gewebe:
Fibrom / Fibrosarkom
Leiomyom / Leiomyosarkom
Rhabdomyom / Rhabdomyosarkom
Lipom / Liposarkom
Chondrom / Chrondrosarkom
Osteom / Osteosarkom
Hämangiom / Angiosarkom
Lymphangiom / Lymphangiosarkom
Meningeom / Menigeosarkom
- / Lymphom
- / Leukämie
Was ist die Definition eines malignen Tumors?
- Epigenetische Erkrankung:
- > Neubildungen aus Zellen, die sich der Regulation durch andere Zellen entziehen und autonom wachsen - Immunologische Erkrankung:
- > die Tumorzellumgebung (das Minkromilieu)
Aus welchen Zellen setzt sich ein Karzinom zusammen?
1. Tumorzelle
2. das Tumormikromilieu:
- > Entzünsungszellen (Makrophagen (TAM), T- und B-Lymphozyten
- > Fibroblasten (CAF)
- > Gefäße (Endothelzellen, Perizyten)
- > Stroma (Kollagen, Hyaluronsäure, u.a.)
Nenne die 6 Hallmarks of Cancer (Kennzeichen von Krebs)
- Proliferationssignale dauerhaft sicherstellen
- Zelwachstumshemmende Signale unterdrücken
- Invasives, destruierendes Wachstum und Metastasenbildung
- Dauerhafte Zellteilungsmöglichkeit sicherstellen (keine relev. Telomerverkürzung)
- Eigene Gefäßversorgung sicherstellen
- Apoptose verhindern
Welche Funktion haben beispieldweise (RAS, PTEN, p53) bei alterierten physiologischen Signalwegen in der Krebszelle
- Proliferationssteigernde Prozesse hochregulieren:
= Onkogene - Beispiel RAS
- Proliferationshemmende Prozesse herunterregulieren
= Tumorsuppressorgene - Beispiel PTEN
- Apoptose verhindern
Beispiel: TP53-Mutation (p53 Protein)
Erkläre das Prinzip der Mehrschrittkanzerogenese
Grundsätzlich:
es gibt Modelle nach denen nur einige wenige Mutationen wichtig sind für die ENtstehung eines Tumors
Mehrschittkanzerogenese:
- Karzinome entstehen schritt für schritt
- es sind Vorläuferläsionen sichtbar
Viele Mutationen sind unwichtige “Bystander-Mutationen”
die wichtigen Treiber-Alterationen sind:
1. aktivierende Mutation in Onkogenen: Proteine sind ohne externen Stimulus aktiv
2. Ausfall von Tumorsuppressorgenen notwendig (Deletion oder epigenetische Methylierung mit “Stummschalter” der Expression - proliferationshemmende Funktion der Proteine unterbleibt)
Erkläre die Theorie der “Three strikes to cancer”
1. Breakthrough phase
eine spezifische Zelle hat “driver-Gene” mutation -> entwickelt sich dann abnormal
Beispiele:
Melanom: BRAF
Pankreatisches adenokarzinom: KRAS
Cervixcarzinom: TP53 / RB
Colorektalcarzinom: APC
2. Expansionsphase:
-> es kommt eine zusätzliche “driver-gene” Mutation dazu die das Wachstum des noch benignen Tumors beschleunigt
Beispiele:
Melanom: TERT
Pankreas CA: CDK2NA
Cervix CA: PIK3CA
Colorektal CA: KRAS
3. Ivasive Phase:
die Zelle bekommt eine neue “driver-gene” Mutation in einem “Pathway” der es der Zelle ermöglicht das ursprungsgewebe zu verlassen und zu metastasieren
Beispiel:
Melanom: CDK2NA / TP53 / PIK3CA
Pankreas CA: SMAD4 / TP53
Cervix CA: MAPK1 / STK11
Colorektal CA: SMAD 4 / TP53 /

erkläre die Mehrschrittkanzerogenese beim Kolonkarzinom
1. normales Kolongewebe
- > Methylierungsabnormalitäten
- > Inaktivierung von APC (Teil des Wnt-Signalwegs) und Tumorsuppressor
2. hyperproliferatives Epithel
- > KRAS Mutation
- > Deletionen / Allelverluste
3. Adenom
-> p53 Deletion
4. Karzinom
Wie entsteht das Adenokarzinom des Ösophagus
Welche Besondere Schleimhautveränderung ist hier wichtig?
Ausgangspunkt:
eine oder eine häufige Refluxösophagitis
(Klinik: Pat. hat immer wieder Refluxbeschwerden aber die haben irgendwann aufgehört)
durch:
- Genussmittel:
Alkohol, scharfes Essen, Zigarettenrauch, Schokolade, fettiges Essen
- Abdominell:
Adipositas, Hernienbildung, Schwangerschaft, Bauchpresse, Liegen
durch den Reflux bildet sich im Ösophagus die Barrettmucosa:
-> Intestinalisierte Zylinderepithel-Schleimhaut (Darmartig) mit Becherzellen im distalen Ösophagus
ist Beispiel für eine Metaplasie = Plattenepithel wird zu Zylindrischem Epithel mit Becherzellen (Stimulus ist unbekannt)
- > die Muzine der Becherzellen sind dann Schutz vor Magensäure!! (Patienten haben weniger Symptome - nach jahrelangem Sodbrennen sind die Symptome weg)
- > Barrettmukose ist genomisch instabil -> es entwickelt sich also häufig ein invasives Adenokarzinom der Ösophagusschleimhaut
Nenne die weiteren Kennzeichnen von Krebs
- Energiemetabolismus entkoppeln
- Immunattacke gegen mutationsbedingte Neuantigenpräsentation hemmen
- Wachstumsfördernde Entzündungszytokine steigern
Erkläre die Funktion des PD-L1 Protein
& den Zusammenhang mit der Krebsentstehung
PD-L1
= Programmend cell death 1 Ligand
Physiologisch:
Zytotrophoblasten der Plazenta exprimieren PD-L1 und hemmen (via PD1-Schloss auf Lymphozyten) die T-Zell-Antwort der Mutter gegen die fetalen Fremdantigene
PD-L1/PD1-Interaktion = Checkpointblockade (T-Lymphozyten ignorieren dann Fremdproteine)
dadurch ist überhaupt die Entstehung neuen Lebens möglich
Beispiel bei Krebsentstehung:
Magenkarzinom durch Epstein-Barr-Virus (EBV) = EBV assoziiertes Magenarzinom
- > die Karzinomzellen schützen sich vor T-Lymphozyten durch ummantelung durch PD-L1 und dadurch können die T-Lymphozyten die Tumorzellen nicht angreifen
- > das wird seit einigen Jahren Therapeutisch genutzt -> durch Einsatz von PD-L1-Inhibitoren die hemmen das Protein und fördern damit die Immunreaktion (Beispiel Avelumab)
Erkläre die pathophysiologie des Adenokarzinoms des Kolon
Was mutiert / Welche Signalwege sind betroffen?
- EGFR (epithelial growth factor receptor)
- > bindet Liganden und aktiviert 2 Pathwas - RAS - RAF - MEK - ERK
- PI3K -
Kolonkarzinom:
RAS - Pathway:
heir treten Mutationen auf die RAS Protein autoaktiviert
KRAS / NRAS / HRAS - sind dan autoaktiv
BRAF (V600E) - sind dann autoaktiv
2. PIK3CA - Mutation = autoaktivierung
- > AKT - mTOR - S6K - EIF4E
- > PTEN (ist Tumorsupressor) -> auch dieser PTEN loss kann zur Aktivierung von PIC3 führen!!
wichtig: RAS / RAF / PIK = Alles Onkogene -> deren Mutation treibt die Proliferation an!!!

Nenne 2 Onkogene und 2 Tumorsuppressorgene
2 Onkogene
KRAS
NRAS
PIC3
2 Tumorsuppressorgene
APC
PTEN
Wie kann sich ein maligner Tumor vor dem Zugriff des Immunsystems schützen?
durch exprimierung von PD-L1
-> der bindet an PD1-der T-Lymphozyten und verhindert damit die Immunreaktion
Welche Analyse wird in der Pathologie durchgeführt, wenn eine Therapie mit einem monoklonalen-EGFR-Antikörper (Cetuximab) beim metastasierenden Kolonkarzinom durchgeführt werden soll?
KRAS und BRAF Analytik
Was meint der Begriff Metaplasie und welches Beispiel haben Sie kennengelernt?
Metaplasie
= Umwandlung eines reifen Gewebes in ein Anderes
Beispiel:
die Ösophagusschleimhaut die sich durch chronischen Reflus von einem Plattenepithel in ein Zylindrisches Drüsenepithel (Barrett Mukosa) umwandelt (mit Becherzellen)
Definiere:
Dysplasie / Intraepitheliale Neoplasie (nenne Beispiel)
Dyspalie / Intraepitheliale Neoplasie
= Neuplastisches Epithel (erste Treiberalteration erfolgt), das auf die Epithelgrenzen begrenzt bleibt (intakte Basalmembranbegrenzung)
Beispiel: Adenom im Kolon
/ oder eine Dysplasie der Cervix Uteri, die noch nicht die Basalmembran durchbrochen hat
-> wichtig weil diese Dysplasien chirurgisch entfernt werden können und somit dann keine Gefahr einer Metastase mehr darstellen
Definiere:
Karzinom
Neoplastisches Epithel (Mehrschrittcancerogenese abgeschlossen) - das über die Basalmembran hinaus invasiv-destruierend in das umliegende Stroma vorwächst. Möglichkeit einer Gefäßinvasion
Erkläre die Mehrschrittkanzerogenese beim Kolonkarzinom
mit den einzelnen Schritten und den Mutationen
1. Normales Epithel
-> Mutation/ Verlust APC-Tumorsuppressorgen
2. Adenom I = < 1 cm tubulär
- geringgradige Dysplasie
- > Mutation K-RAS-Onkogen
3. Adenom II
1-2 cm tubulo villös
- mittelgradige Dysplasie
- > Mutation / Verlust DCC-Tumorsuppressorgen
4. Adenom III
> 2 cm - villös
hochgradige Dysplasie
-> Mutation/ Verlust p53-Tumrsuppressorgen
5. Karzinom

Erkläre die Mehrschrittkanzerogenese beim Plattenepithelkarzinom
Einteilung früher:
- normal
- Dysplasie 1
- Dysplasie 2
- Dysplasie 3
- Carcinoma in situ
- invasives Karzinom
Einteilung heute:
Low grade Dysplasie
= Dysplasie 1
High grade Dysplasie
= Dysplasie 2,3 und carcinoma in situ
invasives Karzinom:
durch die Basalmembran und invasiv-destruierendes Wachstum
diese Stadien hat man bei “NICHT-virusgetriebenen” Tumoren
-> bei Virusgetriebenen Tumoren beginnt die Mutation nicht unbeding in der Nähe der Basalmembran
bei HPV beispielsweise durch (E6 und E7)
wie diagnstiziert man histologisch einen malignen Tumor?
Morphologische Zellveränderungen bei malignen Tumoren
-> typische Färbung - Hämatoxilin Eosin
1. Kern und Zellmorphologie:
Unterschiedliche Kern und Zellformen
“Kein Kern sieht aus wie der andere”
2. Kern-Plasma Relation
-> zu gunsten des Kerns verschoben
3. Kernhyperchromasie
-> stärker enfärbbares Chromatin wegen erhöhtem DNA-Gehalt “Blue-Look”
4. Atypische Mitosen
-> Tri, Tetrapolar (Mercedesstern)

Erkläre das hier gezeigte Bild

- > ein Bild einer Desmoplastischen Stroma-Reaktion
- > Vom Tumor induzierte, selbst aber nicht neuplastische Bindegewebsproliferation
besteht aus: Carcinom-assoziierten Fibroblasten (CAF), Kollagen, Hyaluronsäure u.a. + Entzündungszellen
- > diese Desmoplastische Stroma-Reaktion ist essentieller Bestandteil eines invasiv wachsenden Tumors
- > die desmoplastische Stroma-Reaktion ist indirektes Zeichen eines invasiv wachsenden Tumors
- > ist auch grund warum diese Tumore “derb” zu tasten sind und nicht prall-elastisch -> weil eben viel Kollagen da ist und wenig Wasser
Erkläre die hier gezeigten Präparate

diese Präparate zeigen die Invasion von zytologisch atypischen Zellen
dienen damit der Diagnostik maligner Tumore
- Präparat:
Hämangio-Invasion
- Präparat:
Lymphangio-Invasion
- Perineuralscheiden-Invasion
erkläre das hier gezeigte Präparat
Welcher Befund?
Welche Besonderheiten?

Fall:
Patientin mit Z.n. Mamma-Ca 2006
hat mediastinale Raumforderung
DD: Bronchialcarzinom bei langjährigen Nikotinabusus (wichtigster Risikofaktor für entstehung eines Bronchialkarzinoms)
+ sie hatte nur kleines Tumorstadium des Mammakarzinoms vor 13 Jahren (pT1b, pN0)
Zu sehen:
solide wachsender Tumor,
unterminierendes Wachstum -> der Tumor wäcst also unter das noch funktionale Flimmerepithel (linkes Bild)
desmoplastische Stromareaktion -> unten Tumorzellen umgeben von CAF (Carzinom assoziierten Fibroblasten)
- > invasiv wachsender Tumor
- > vergrößerte Zellkerne mit Blue Look
- > in der mitte (linkes Bild) rosa-rotes Gebilde = Zwiebelschalenartig -> das ist eosinophile Verhornung!!! (wie Stratum corneum der Haut) werden aktiv vom Karzinom gebildet
Diagnose:
Plattenepithelkarzinom des Bronchus
- > alle Plattenepithelkarzinome unabhängig von der Herkunft gleichartige Histologie:
- > Solide Zellverbände von Karzinomzellen mit Interzellularbrücken und Verhornung
- > Plattenepithelkarzinome entstehen dort, wo Plattenepithelien vorkommen
Was haben alle Plattenepithelkarzinome histlologisch gemeinsam?
bilden Solide Zellverbände von Karzinomzellen mit Interzellularbrücken (Hemidesmosomen) und Verhornung
+ Eiweißnachweise: p40, p63, CK5/6
Wo gebildet:
über alle da, wo auch physiologisch Plattenepithelien vorkommen
Haut, Ösophagus, Cervix-Uteri, Mundhöhle, Anus, Vulva, Vagina
NICHT: GI-Trakt!!!
Beantworte folgende Fragen:
- Wie kommt es zu einem Plattenepithelkarzinom im Bronchus?
- Kann es die Metastase des Mammakarzinoms sein?
- Wie beweise ich, dass es ein primäres Plattenepithelkarzinom des Bronchus ist?
- Wo kommen typischerweise sonst Plattenepithelkarzinome vor?
- Was meint (wenig) differenziertes Karzinom?
- vergleichbar zu dauerhaftem Reizzustand der Barrett Mukose des Ösophagus
- > durch dauerhaften Nikotinabusus bei Rauchen wird das Flimmerepithel umgewandelt zu Plattenepithel -> das ist gegen die Schadstoffe beständiger = Metaplasie!! -> die Stammzelle wird erst umgewandelt und durchläuft dann mehrere Mutationen -> dadurch dann Dysplasie / Intraepitheliale Neoplasie
= Metaplasie - Dysplasie - Karzinom Sequenz
- J/ein: meist sind Mammakarzinome Adenokarzinome, selten sog. metaplastische Mammakarzinome, die plattenepithelial differenziert sein können (also eher unwahrscheinlich)
- Dysplasie/ Intraepitheliale Neoplasie-Nachweis im Randbereich
- Mund, Larynx, Ösophagus, Anus, Cervix Uteri, Vagina, Haut, Vulva, Penis,
- Ein Karzinom, das morphologisch nur noch wenig Ähnlichkeit mehr hat mit Plattenepithel (keine Verhornung, keine Interzellularbrücken)
Erkläre die Einteilung und Häufigkeitsverteilung der großen Gruppen der Bronchialkarzinome
- Nicht-Kleinzellkarzinome (85%)
- > Adenokarzinome -> Schleimbildend
- > Plattenepithelkarzinom -> Hornbildung
- > Larg-Zell Karuinome -> weder Schleim noch Verhornung - Klein-Zell Karzinome (15%)
- > in der Lunge das kleinzellige neuroendokrine Karzinom
Erkläre das hier zu sehende Präparat

Adenokarzinom der Lunge
- > gut zu erkennen die hyperchromatischen großen dunklen Zellkerne der Karzinomzellen
- > diese haben helles Zytoplasma und scheiden als Produkt Schleim aus
- > machen also Drüsenbildung und Muzinbildung
Nenne Subtypen des Adenokarzinoms
azinär
papillär
mikropapillär
siegelringzellig
lepidisch
solide
gemischt
Was ist auf diesem Präparat zu sehen?

Siegelringzelliges Adenokarzinom
hier Magenkarzinom / aber auch in Lunge oder Gallenblase oder Kolon zu finden
Definition: Einzellzelliges Adenokarzinom (keine Drüsenbildung), Muzine im Zytoplasma drücken Zellkern an den Rand
Wo kommen Adenokarzinome vor?
Überall wo auch physiologisch Epithelien Drüsen bilden und Sekret bilden
-> Mamma, Pankreas, Speicheldrüsen, Magen, Kolo, Dünndarm
Karzinome, die sich aus Hepatozyten oder Nierentubuli entwickeln: Hepatozelluläres Karzinom oder Nierenzellkarzinom
-> das sind dann alles Zellen die primär keine Muzine bilden = deshalb auch keine Adenokarzinome
Wie werden Neuroendokrine Tumore unterteilt?
Für die Einteilung entscheidend ist die Zytomorphologie und Zellproliferation
1. Gut differenzierte neuroendokrine Tumoren (ist ein maligner Tumor) - weniger große Wahrscheinlichkeit einer Metastase
G1 (in der Lunge typisches Karzinoid) - sinnlose eigene Namen in der Lunge
G2 (in der Lunge atypisches Karzinoid) - sinnlose eigene Namen in der Lunge
G3
–> Unterteilung hier erfolgt nach Proliferationstyp/ Mitoseumfang
2. Neuroendokrine Karzinome (Pat. versterben in der Regel in wenigen Monaten)
- Kleinzellige
- Großzellige
- > schnell proliefrierend und Metastasierend
Erkläre das gezeigte Präparat

ein kleinzelliges Neuroendokrines Karzinom
- > kleine Zellen ohne prominenten Nukleolus, Kerhyperchromasie, keine Kernpleomorphie, Kernmuldig (Einbeulungen = eine Art Löffelchenstellung)
- > quasi kein Zytoplasma zu erkennen
- > kaum Zytoskelett deshalb häufig langgezogen
diese Tumorzellen bilden:
Hormone = Paraneoplastisches Syndrom
-> beispielsweise ACTH ähnliches Hormon = mehr Cortisol in der Nebennieren = Cushing-Syndrom
Nenne die Häufigsten Mutationen bei Adenokarzinomen
und Plattenepithelkarzinomen in der Lunge
Adenokarzinome
- nicht bekannt
- KRAS (Onkogen)
- EGFR
- ALK
Plattenepithelkarzinome:
- unbekannt
- FRFR1amp
- PTENmut (Suppressor ausgeschaltet)
- PTENloss
- PIK3CAmut
Nenne die Mutationen bei Nicht-Kleinzelligen Lungenkarzinomen NSCLC für die es 1. line Therapie gibt (welche?)
- EGFR Gene -> Mutation
= Standard 1. line - EGRF Inhibierung
- ALK Gene -> Rearrangement
= Standard 1. line - EGFR Inhibierung
- ROS -> Rearrangement
- > Crizotinib - MET -> Amplifikaiton
- > Crizotinib
mindestens 1 welcher histologischen Kriterien muss ein Karzinom erfüllen?
- zytologische Malignitätskriterien
- > Blue Look - Hyperchromatischer Kern
- > Kernpolymorphologie
- > Kern-Plasma-Relation zu gunsten des Kerns
- > Atypische Mitosen - desmoplastische Stromareaktion auslösen (Fibroblasten und Kollagen und ENtzündung -> gehört zu Tumormilieu)
- andere Invasionszeichen aufweisen -> Lymphangioinvasion, Perineuralscheideninfiltration …
Was ist auf diesem Präparat gezeigt?

Zu sehen ist primär mediastinaler Keimzelltumor des Thymus vom Typ eines Seminoms
Tumorzellen hier hell zu sehen
eosinophiles Material = Bindegewebe -> darin eingebunden liegen kleine Lymphozyten
Tumorzellen:
weißes / durchsichtiges Zytoplasma
dunkler großer runder Kern
–> das sind erstmal dann Kriterien, die man aus der HE-Färbung erkennen kann
-> dann braucht man eine Immunhistochemie um genau zu differenzieren um welche Art von Tumor es sich hier handeln kann
Was ist auf den Präparaten zu sehen
Welche Merkmale eines Tumors lassen sich über Immunhistochemie abklären?

Zu sehen:
eine Immunhistochemie einer Biopsie aus dem vorderen Mediastinum nach raumforderung
in der HE Färbung wurden schon Tumorzellen festgestellt, die nun weiter untersucht werden
Abklärung:
1. Antikörper gegen epitheliale Differenzierung (=Zytokeratine) -> nein (hier das AE1/AE3)
2. Antikörper gegen lymphatische Differenzierung: nein
3. Antikörper gegen Keimzelldifferenzeirung: positiv = Keimzelltumor (hier zu sehen das SALL4)
Subtypisierung des Keimzelltumors:
Positiv: Antikörper gegen D2-40 und CD117
Negativ: AK gegen Sox2, CD30 und Glypican 3
Erkläre grundsätzliche wo Keimzelltumore auftreten können
10-20% der Mediastinaltumoren sind maligne Keimzelltumore
Aberrante Migration primordialer Keimzellen in den Thymus während der Embryogenese
Durch die Wanderung der Keimzellen können davon einzelne im Körper “verteilt” liegen bleiben
-> deshalb Keimzelltumore im Mediastinum oder Retroperitoneal im Steißbein, aber natürlich auch in Eierstöcken und im Hoden
wie werden maligne Keimzelltumoren des Hodens, Ovar, Mediastinum eingeteilt und was ist für diese Einteilungen charakteristisch?
1. Seminome (45%) - Hoden
// Seminom bei der Frau = Dysgerminom - Ovar
2. Nicht-Seminome (55%)
- Embryonales Karzinom -> epithelial auf Proteinebene (bildet Zytokeratine) (hier währen also beispielsweise AE1/AE3 nachweisbar)
- Chrionkarzinom (ß-HCG+) -> epithelial (Zytokeratine nachweisbar) + bildet ß-HCG (Schwangerschaftshormon des Mannes)
- Dottersacktumor (alpha-Fetoprotein) -> keine epitheliale Differenzierung // auch alpha Fetoprotein bildet das Hepatozelluläres Karzinom
- Teratom -> entwickelt sich aus allen drei Keimblättern, das tumorbiologische Verhalten hängt vom Entstehungszeitpunkt ab, kann sich aber muss sich nicht maligne verhalten, Teratome des Ovars sind immer benigne
Häufigkeit:
Hoden, Mediastinum, Ovar, Retroperitoneum
Was meint der Begriff:
B-Symptomatik
B-Symptomatik
(wurde in Köln zuerst beschrieben)
Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust
-> zeichen für malignes Lymphom
Was zeigt das Präparat?
+ Anamnese:
Nachtschweiß, Fieber, Gewichtsverlust, Schmerzen der Lymphknoten am Morgen nach Alkoholkonsum

–> durch Anamnese schon verdacht auf:
malignes Lymphom
Präparat:
klassisches Bild - DAS MUSS MAN ERKENNEN!!
- dunkel blaue Zellen = Lymphozyten
- eosinophile Granulozyten
- ganz im Zentrum ist die eigentliche Tumorzelle
Kennzeichen: zwei große Zellkerne mit leuchtend eosinophilem Nukleolus -> Sternberg-Reetzellen
die Lymphozyten umranden die Tumorzellen
+ nach 12 Uhr nach oben auch noch eine einzelne Tumorzelle mit hellen breiten Zytoplasma = “Hof”
Also: einzellige oder zweikernige Tumorzellen mit markantem Nukleolus mit hellem Hof und Lymphozyten die diese Zelle umranden
+ typisch eosinophile Granulozyten die diesen Tumor begleiten
Befund:
Tumor mit viel Kollagen
- viele kleine unauffällige Lymphozyten
- Hintergrund: eosinophile Granulozyten
- Atypische Zellen = Tumorzellen:
- > große ein bis zweikernige Zellen
- > großer eosinophiler Nukleolus
Was ist auf dem Präparat zu sehen und wofür sprechen Zellen, die CD-30 positiv gefärbt werden?

Immunhisochemie mit CD-30
-> Membranöse Markiereung mit Golgipunktakzentuierung
DD CD30 positive Tumore:
- klassisches Hodgkin-Lymphom
- Anaplastisch-großzelliges (T-Zell)-Lymphom
- Embryonales Karzinom
- Primär kutane CD30 positive T-Zell-lymphoproliferative Erkrankung
vorher in diesem Fall schon ausgeschlossen:
keine Antikörper gegen AE1/AE3 = kein Karzinom
keine Antikörper gegen CD45
keine Antikörper gegen SALL4 = kein Keimzelltumor
Hier zu sehen:
klassisches Hodgkin-Lymphom
Wie/ Wo entstehen Lymphome?
Entstehen durch maligne Entartung des lymphatischen Gewebes:
- > Lymphknoten
- > Mediastinum (lymphatisches Gewebe im Thymus, Lymphknoten im Mediastinum)
- > Mucosa-assoziiertes lymphatisches Gewebe
Wie werden die Lymphome eingeteilt?
+ Merkmale
lymphatisches System:
1. Non-Hodgkin-Lymphome
-> alle Lymphome ohne Hodgkin-Zellen / oder Hodgkin-Sternberg-Reed-Zellen
weitere einteilung:
B-Lymphozyten -> B-NHL
T-Lymphozyten -> T-NHL
Hochmaligne / Niedermaligne
Nodal / extranodal
2. Hodgkin-Lymphome
- > haben einkernige Hodgkin-Zellen (maligne monoklonale B-Lymphozyten)
- > oder Hodgkin-Reed-Sternberg-Zellen (durch Fusion mehrerer Hodgkin Zellen) = sind CD30 und CD15 positiv
weitere Einteilung:
1. klassisches Hodgkin-Lymphom
- > nodulär sklerosierend
- > lymphozytenreich
- > lymphozytenarm
- > Mischtyp
2. Lymphozyten-Prädominantes Hodgkin-Lymphom

Welche zytologischen Malignitätskriterien gibt es?
1. Kernpleomorphie
-> kein Kern wie der Andere
2. Kernhyperchromasie
- > Blue-Look
- > durch basisches Hämatoxilin in saurem Kern
3. besondere/ atypische Mitoseformen
- Merzedesstern beispielsweis
4. Kern-Plasma-Relation zu gunsten des Kern verschoben
Wofür spricht die immunhistochemische Positivität von Antikörpern, die Epithelien darstellen?
> sind Zellen epithelialer Herkunft
Beispiele: AE1/AE3
-> zeigen dass Proteine in den Tumorzellen vorhanden sind, die Zytokeratine / also Teil des Zytoskeletts sind
= Merkmal für Epithelzellen
-> durch die Immunhistochemie wird keine malignität ermittelt
Was ost ein embryonales Karzinom?
- > maligner Keimzelltumor
- > bildet Zytokeratine und ist deshalb anfärbbar/nachweisbar über einen Antikörper, der epitheliale Proteine markiert
Was sind typische lokalisationsorte für ein Seminom?
Mediastinum
Retroperitonealraum
Ovar -> hier Dysgerminom genannt
Hoden
Was ist ein siegelringzelliges Adenokarzinom und wo kann es entstehen?
siegelringzellig: die produzierten Muzine verbleiben in der Zelle und drängen den Kern an den Rand - einzelne Zellen - kein Zellverband
Adenokarzinom: tumorzellen stammen aus Drüsenepithel / produzieren Muzine (in Umgebung oder im Zytoplasma)
Wo entstehen?
-> überall da, wo Adenokarzinome entstehen können
Welche Ursache kennen Sie für die Entstehung eines Plattenepithelkarzinoms des Oropharynx?
eine mögliche Ursache ist die INfektion mit HPV
Humanes papilloma Virus
weitere Ursachen:
Alkohol und Nikotinabusus
Nenne sie 2 Viren, die maligne Tumoren induzieren können
HPV - humanes pappiloma Viren
EBV - Ebstein Barr Virus (Hodgkin-Lymphom)
Welcher Tumr liegt vermutlich vor bei einer deutlichen Serumerhöhung von ß-HCG beim 21 jährigen Mann?
Chorionkarzinom
Nenne zu den Fällen die möglichen DD / welche Zusatzinformationen sind zur Eingrenzung hilfreich
a) 29 jähriger Mann Lymphknotenvergrößerung rechter Hals?
b) 69 jöhrige Frau mit einem Knoten in der rechten Mamma
c) 31 jähriger Mann mit multiplen Lymphknotenvergrößerungen retroperitonealer Lymphknoten
d) Raumforderung im linken oberen Lungenlappen?
e) Raumforderung in der Niere?
a) malignes Lymphom:
/ oder Lymphknotenvergrößerung im Rahmen eines Entzündungsprozess
- B-Symptomatik?
b) Mamma-CA - > bis zum Beweis des Gegenteils
c) malignes Lymphom? - > B-Symptomatik?
- > Hodentumor mit retroperitonealen Metastasen? / Keimzelltumoren
d) Bronchial-CA
oder Tbc?
e) Nierenezellkarzinom
Urothelkarzinom?
Welche Tests am Tumorgewebe müssen beim Nicht-Kleinzelligen Lungenkarzinom heute durchgeführt werden?
eine Genanalyse um das mutierte Gen und damit das veränderte Protein zu detektieren und damit auch Therapieentscheidungen treffen zu können
-> durch Next-Generation-Sequenzing
EGFR-Mutationen
ALK-Mutation
ROS-Transformationen
Diagnose?

Hodgkin-Lymphom!!
- > ein / zweikernige Zellen
- > prominenter Nukleolus umgeben von hellem Hof
- > um die Tumorzelle Lymphozyten angeordnet
- > vereinzelt eosinophile Granulozyten zu sehen
Diagnose?
Ösophagus

Plattenepithelkarzinom des Ösophagus nach Metaplasie zu Barrett Mukosa
Worauf lassen folgende Hinweise schließen?
Tumor der Ösophaguswandung
Hirschgeweihartiges Gefäßmuster
Ovalär-spindelige Zellen
Zellen ohne spezielle Ordnung (patternless pattern)
Immunhistochemie:
positiv auf: CD34 und STAT6
negativ auf DOC1 und Desmin
Diagnose:
Solitärer fibröser Tumor (SFT) der Ösophaguswandung
wichtig hier! die Zellform heir ist das besndere und weicht von bisher gesehenen malignen Tumoren ab

Diagnose?
33 jähriger Patient
HIV-Infektion
Lokalisation eines rötlichen Tumors: linker Unterschenkel

Diagnose:
Kaposi-Sarkom (HIV-Assoziiert) - maligner Tumor der Gefäßdifferenzierung
linker Unterschenkel typisch + HIV Infektion typisch
Befund:
In der Peripherie des Tumors: Dilatiere spalt-artige Gefäße mit wenigen perivaskulären Spindelzelen, wenig begleitenden Lymphozyten
Im Zentrum: Dichte, nodulär gelagerte Spindelzellen mit zellulären Atypien und begleitenden Erythrozyten, mitosefiguren erkennbar
Immunhistochemie:
Spindelzellen positiv für: ERG, CD31 (Marker der Endothelherkunft)
Auch immunhistochemischer Naschweis von Humanen Herpes Virus Typ 8 in den Tumorzellen
Nenne die Einteilunngen des Kaposi-Sarkom
Kaposi-Sarkom
- > HHV8 (Herpes Virus) assoziierte, lokal aggressive endotheliale Neoplasie
- > Lokalisation: überwiegend Haut
Formen:
- klassische, indolente Form
- endemische Form
- latrogene Form
- AIDS-assoziierte Form
Diagnose?

spindelzellige Zellen
im Zytoplasma sind dunkle rote Punkte neben dem Zellkern
Akrale Lokalisation
typisch bei Kindern an den Fingern/Zehen gelegen
Diagnose:
Inklusionskörper Fibromatose / infantiles digitales Fibrom (bei Kidern an Fingern) / rekurrierendes digitales Fibrom (häufig ein Rezidiv)
75% Lokalrezidivrate

Nenne Merkmale mesenchymaler Tumore
häufig spindelzellige Kernform
große Vielfalt an benignen, lokal aggressiven und malignen Tumoren
Sarkome sind selten! Zytologische Kriterien wie bei Karzinom
Lokalisation: höufig im Weichgewebe/Knochen, innerhalb von Organen seltener aber auch möglich
Höufige benigne mesenchymale Tumore: Lipom, Leiomyom des Uterus
Häufige maligne mesenchymale Tumoren: Liposarkom
Anamnese:
3 jähriger Junge
Anfallsartiges Schreiben, das Gesicht des Jungen ist dabei blass
Tumor in der Nebenniere
Im Urin ein erhöhtes Monovanillinmandelsäure
Befund der Biopsie:
Tumor besteht aus kleinen, blauen hyperchromatischen Zellen
Tumorzellen ordnen sich in Rosetten an
im Zentrum der Rosetten blass eosinophiles Material
Differentialdiagnosen: maligner klein-blau-rundzelliger Tumor
-> Neuroblastom - maligner Sympathikustumor
- -> Nephroblastom (Wilmstumor) - raus weil der in der Niere ist*
- -> Hepatoblastom (Leber) - raus*
- -> Primitiver Neuroektodermaler Tumor* (PNET, Ewing Sarkom) - typisch bei Kindern im Knochengewebe - also auch raus
- -> Non-Hidgkin-Lymphom/Leukämie*
- -> Desmoplastischer klein-rundzelliger Tumor* (Bindegewebsreaktion mit Kollagen) - sehen wir hier nicht
- -> Kleinzelliges neuroendokrines Karzinom* (beispielsweise in der Lunge) sind Aber erkrankungen des Erwachsenenalters
Pathophysiologie:
plötzliches Abgene von Adrenalin -> Gefäße Eng, + mehr Abbauprodukt die Monovanillinmandelsäure
Nenne alle kindlichen Tumoren-blastom
Neuroblastom
Nephroblastom (Wilms-Tumor)
Medulloblastom
Hepatoblastom
Ausnahmen:
Glioblastom: maligner Hirntumor meist der Erwachsenen
Lipoblastom und wenige andere: benigne Tumoren
Diagnose?
52 Jähriger Patient mit Analtumor
-> wird operativ entfernt

Histologischer Befund:
Zellen Pleomorph
Kern Hyperchromatisch
große Kerne also relation Kern/Zytoplasma zum Kern hin verschoben
Mitosefiguren
= maligner Tumor
einige Tumorzellen haben braunes Material
= malignes Melanum der Analschleimhaut
Primärlokalisationen eines malignen Melanoms?
Nenne zudem:
ursachen
Immunhistochemie
alle Pigmentierten Eipthelien
Anus
Vulva
gesamte Haut - UV Bedingt - 90%
Retina
- < 10% der Pat sprechen auf Standardtherapie mit Dacarbazine an
- 5-Jahres Überleben liegt zwischen 20 und 90%
- klassische Mutationen: BRAF Exon 15V600E + GNA Q/11
-> liegt BRAF Mutation vor kann man Vemurafenib
Ursache:
intermittierende Exposition hoher UV-Sodesn
- verschiedene Subtypen
Immunhistochemie:
S100, HMB45, MelanA, MITF, SOX-10, CD117, NK1-C3
Woraus setzt sich der Name Vemurafenib zusammen?
V gegen E mutiert (bei BRAF V600E Mutation) das Gen raf
“nib” Endung für Kinasehemmer
Merke: Alle metastasierten oder nicht resektierbaren malignen Melanime BRAF-Mutationstestung:
Bei Wildtyp: kein Vemurafinib
Bei Mutation V600E : Vemurafinib