MS Flashcards
Wie kommt das Massenspektrum einer Verbindung zustande?
Das Massenspektrum einer Molekülverbindung kommt durch Ionisation der (neutralen) Moleküle und nachfolgender Bestimmung der Molekülmasse der beim Ionisationsprozess gebildeten primären Ionen und deren Zerfallsprodukten im Hochvakuum zustande.
Was ist ein prinzipieller Unterschied zwischen MS und den eigentlichen spektroskopischen Methoden (UV-, IR-, NMR-, ESR-Spektroskopie)?
Bei den eigentlichen spektroskopischen Methoden wird die Probe nicht verändert oder zerstört, d.h. man kann sie nach der Messung wieder zurückgewinnen (indirekter Nachweis). Es werden dabei Energiebeträge, die für die Übergänge zwischen verschiedenen Energieniveaus eines Moleküls erforderlich sind, gemessen.
Die Massenspektrometrie befaßt sich mit chemischen Zerfallsreaktionen der beim Ionisationsprozess entstandenen Molekül-Ionen.; d.h. die Probe bzw. der Teil, der Probe, der für die Untersuchung verwendet wird, ist nach der Untersuchung verloren.
Aufbau MS
- Probeneinlass (Normaldruck oder Vakuum)
- Ionenquelle (ab hier Vor- oder Hochvakuum)
- Massenanalyse/Ionen-Trennung
- Detektor, Ionen-Detektor
- Datenauswertung
Beziehung zwischen Druck und freie Weglänge der Ionen
je niedriger der Druck (Vakuum) desto länger die erreichte Weglänge der Ionen
Was ist der Basispeak?
stärkstes Signal, alle anderen werden in Relation hierzu dargestellt
Was ist das Molekülion?
einfach geladenes Molekül
Was ist der Molpeak?
Höchste Masse im Massenspektrum
Die übrigen Ionen sind daraus direkt oder mehrstufig gebildete Fragmentionen
→ Primär- und Sekundär-Fragmentionen
Welche Methoden zum Probeneinlass gibt es?
- Indirekte Probenzuführung
- Direkte Probenzuführung
- Desorption
- Spray-Techniken
Prinzip der verschiedenen Methoden zum Probeneinlass
Indirekte Probenzuführung
- Probe wird verdampt und über eine Kapillare in die Ionenquelle eingelassen
- best reproduzierbare Spektren
- Unterdruck erforderlich
- flüchtige Verbindungen
- hoher Probenaufwand (1000-100 µg)
Direkte Probenzuführung
- Probe wird beim Zusammenführen mit dem ionisierenden Elektronenstrahl verdampft
- verminderte Reproduzierbarkeit, thermische Zersetzung
- 1 µg - 1 ng
- hoher Dampfdruck
Desorption
- Proben werden auf Probenträgern in den Ionisationsraum geführt
- werden durch starke elektrische Felder oder Beschuss mit energiereichen Photonen, Ionen oder Neutralpartikeln in die Gasphase desorbiert
- DI-Methoden - (desorption ionisation) z.B. Matrix Assisted Laser Desorption/Ionisation,
MALDI
Spray-Techniken
- Bildung von elektrisch geladenen, feindispersen Tröpfchen (Aerosol) aus einer Probenlösung unter Normaldruck /oder mbar → (API - Atmospheric Pressure Ionization)
- Abzug vom Lösungsmittel, Anstieg der el. Feldstärke an der Oberfläche über einen kritischen Wert, Zerfall von mehrfach geladenen Ionen → zB ESI (Elektrospray-Ionisation)
Wie kann die Ionisation ausgelöst werden (physikalisch)?
- thermisch
- durch elektrische Felder
- Beschuss der Probe mit energiereichen Elektronen, (atomaren) Ionen oder Photonen, energiereichen neutralen Atomen, elektronisch angeregten Atomen, Cluster-Ionen, elektrostatisch aufgeladene Mikrotropfen
Welche Techniken zur Ionisierung werden meist bei GC-MS eingesetzt?
GC-MS: häufig Elektronenstoßionisation (EI) oder chemische Ionisation (CI)
Welche Techniken zur Ionisierung werden meist bei (HP)LC-MS eingesetzt?
LC-MS: vor Ionisierung muss das Lösungsmittel verdampft werden, oft Elektronensprayionisation (ESI) oder Atmospheric pressure chemical ionisation (APCI)
Nenne Möglichkeiten der Ionenerzeugung
APCI - atmospheric pressure chemical ionisation
API - atmospheric pressure ionisation
CI - chemical ionisation
EI - electron impact (Elektronenstoßionisation)
ESI - electrospray ionisation
FAB - fast atom bombardement
ICP - inductively coupled plasma
MALDI - matrix-assisted laser desorption ionisation
Wie funktioniert die Ionisation (grober Mechanismus)?
neutrale Spezies wird von einem energetischen Elektron getroffen, das mehrere Elektronenvolt (eV) kinetische Energie trägt
es kommt zu einem Ausstoß eines Elektrons aus der neutralen Spezies, wodurch es zu einem positiven Radikalion wird
M + e- → M(+°) + 2e-
es können auch doppelt oder dreifach geladene Ionen entstehen (hängt von Analyt und Energie der Primärelektronen ab)
Wie funktioniert die EI?
Elektronenstoßionisation (electron impact)
- harte Ionisationsmethode
- Beschuss der Moleküle bei 10^-5 bis 10^-6 mbar mit e- hoher kinetischer Energie
- bereits bei Ionisation radikalische Spaltung
- Fragmentierung in Ion und Radikal (M+° → A+ + B°)
- oder Umlagerungsfragmentierung (M+° → C+° + D)
- sehr schnell (schneller als Molekülschwingungen)
- Energie durch Elektronenbeschuss muss größer sein als die Ionisierungsenergie (größer als 7-15 eV)
- bei 70 eV liegt ein Plateu, hier ist die Ionenausbeute für die meisten Substanzen vergleichbar und optimal, die Ionenausbeute und Reproduzierbarkeit sind optimal
Was ist die Ionisierungsenergie?
die Energie, die benötigt wird, um ein in der Gasphase befindliches Atom oder Molekül zu ionisieren, dh um ein Elektron von einem Atom oder Molekül zu trennen
Probleme bei der EI
- oft kein Molpeak, da zu starke Fragmentierung → dann weiche Ionisationsmethode wählen (weniger eV): CI oder FI (Feldionisation)
- Probenzersetzung vor Verdampfung: bei schwer verdampfbaren Verbindungen wählen: → Feld-Desorption oder FAB
Wie funktioniert die CI?
- durch elektronenstoss wird zuerst ein hilfsgas ionisiert (zB Methan, Isobutan, Ammoniak, Wasser)
- Reagenzionen bilden dann weitere Ionen aus der Probe (durch Protonen-Anlagerung, Protonen-Abstraktion oder Elektronenübertragung)
- geringe Tendenz zur Bildung von Fragmentionen → sanfte Ionisierung
- Analyse negativer Ionen auch möglich (durch Elektroneneinfang: M + e- → M-)
Wie funktioniert APCI?
Atmospheric pressure chemical ionisation
Probe und Lösungsmittel werden durch eine beheizte Kapillare geleitet und verdampfen bei Atmosphärendruck. Die Kationisierung/Anionisierung findet in der Gasphase statt. Eine Metallnadel erzeugt Ionen aus den Luftmolekülen (durch Koronaentladung). Die Probenmoleküle reagieren bei Atmosphärendruck mit den ionisierten Lösungsmittelmolekülen, die Ladung wird auf den Analyten übertragen.
(Korona-Entladung ionisiert atmospherische Gase → Ladung wird auf Wasser übertragen → Ladung wird auf organisches Lösungsmittel übertragen → Ladung wird auf Analyten übertragen)
- effizient wegen hoher Stoßfrequenz bedingt durch hohen Druck
- es entstehen Molekülionen
- Stärke der Methode: mild <> ESI <> APCI <> EI <> stark
- Fragmentierungen möglich bei labilen Verbindungen
- geeignet für: un- bis mittelpolare Substanzen mit kleinem bis mittlerem MW
- wichtig für: Ionisierung von Tryglyceriden und Carotinoiden
Wie funktioniert ESI?
Elektrospray-Ionisation
Bei Atmosphärendruck wird eine Lösung des Analyten aus einer Kapillare in ein starkes elektrisches Feld gesprüht (Inertgasstrom von N2 unterstützt die Verneblung). Die Ionisierung findet durch die angelegte Spannung an der Kapillarspitze statt, es bildet sich ein Spray mit geladenen Tröpfchen (charged droplets). Durch Abzug des Lösungsmittels steigt die elektrische Feldstärke an der Oberfläche und der Analyt zerfällt zu Ionen. Die Methode hat sehr hohe Ionenbildungseffizienz.
Wie funktioniert MALDI?
Matrix-unterstützte Laserdesorption/Ionisation
Methode, um große Moleküle wie Proteine oder DNA-Fragmente zu verdampfen und ionisieren. Die Moleküle sind in einer festen Matrix, z.B. Nicotinsäure, dispergiert (co-kristallisiert). Im Vakuum wird die Matrix durch einen UV-Laserpuls (meist N2-Laser, 337 nm) angeregt (Chromophore) und abgetragen. Dadurch werden die Moleküle in ionisierter Form in die Gasphase befördert und können in ein MS extrahiert werden. Es entstehen größtenteils einfach geladene Ionen.
- bevorzugte Verwendung von flüchtigen Lösungen mit Trifluoressigsäure, weil ein niedriger pH-Wert von Matrixanalyselösungen zu vorgebildeten Ionen führt (M+H)+
- direkte Photoionisation möglich bei UV-Licht absorbierenden Analyten
- Matrix-Substanzen sind kristalline Feststoffe mit niedrigem Dampfdruck, die im Ionenquellenvakuum nicht verflüchtigen
Welche Methoden der Ionisierung sind für welche Polarität und Molmasse der Analyten geeignet?
EI: unpolare Analyten und niedrige Molmasse
CI: beides leicht höher als EI
APCI: Polarität variabel, Molmasse kann größer sein, hängt von Polarität ab
ESI: Polarität variabel aber eher ionisch, auch große Molmasse möglich
MALDI: Polarität mittig, vor allem große Molmassen, erst ab 10^2
Magnetisches Sektorfeld, kurz
In (Doppelfokussierende) Magnet-Sektorfeldgeräten nutzt man magnetische (B) und elektrische (E) Sektorfelder senkrecht zur Flugrichtung der Ionen zur Trennung
eines kontinuierlichen Ionenstrahls nach m/z.
Sektorfeldgeräte sind groß, schwer und recht
teuer. Sie werden daher heute nur noch selten
angeschafft. Im Bereich der GC-HR-MS (Dioxinanalytik) und in der Element-MS sind sie noch verbreitet.
Linearer Quadrupol, kurz
Überlagerung zeitlich konstanter und hochfrequenter elektrischer Quadrupolfelder in linearen Quadrupolen bewirkt Trennung eines Ionenstrahls nach m/z. Es sind kompakte Geräte für GC-MS und LC-MS, Tripelquadrupolgeräte (QqQ: Massentrennung - Ionentransport - Massentrennung) eignen sich zu Quantifzierung im Spurenbereich, da sie MS/MS und großen dynamischen Bereich vereinen
Dreidimensionale Quadrupol-Ionenfalle, kurz
Überlagerung zeitlich konstanter und hochfrequenter elektrischer Quadrupolfelder in einer Paul-Falle zur Speicherung und Massenanalyse der Ionen. QITs werden gepulst betrieben, d. h., Ionenpakete werden eingelassen und dann nach m/z getrennt auf einen Detektor ausgeschossen. QITs können wiederholt Ionen selektieren, fragmentieren und analysieren. Es sind sehr kompakte Geräte für niederaufgelöste Spektren, Anwendungen in GC-MS und LC-MS und LC-MS/MS bevorzugt in der Strukturaufklärung
Orbitrap, kurz
Ionenpakete kreisen in elektrostatischem Feld um eine spindelförmige Elektrode und schwingen in axialer Richtung entlang. Diese Schwingung wird zur Massenanalyse aufgezeichnet. Schwingung ist m/z-spezifisch. Bei der Orbitrap wird ebenfalls Fourier-Transformation zur Signalanalyse verwendet.
TOF, kurz
zeitliche Trennung von Ionen unterschiedlicher m/z-Werte, nachdem sie mit gleicher kinetischer Energie versehen eine definierte feldfreie Strecke zurückgelegt haben
Warum wird manchmal vor der GC eine Derivatisierung durchgeführt?
GC: kleine, flüchtige, unpolare Substanzen
- es werden Schutzgruppen in ein Molekül eingeführt, um sie für die GC-MS besser zugänglich zu machen
- verbessert die Flüchtigkeit von Verbindungen - reduziert polare Substanzen in der Polarität und verbessert somit die Peakform)
- erhöht die Empfindlichkeit
- um schwer verdampfbare oder leicht ersetzliche Substanzen gaschromatographisch zu erfassen
- bei der Derivatisierung werden stark polare in weniger polare Gruppen umgewandelt
- Derivate zeichnen sich durch eine erhöhte Flüchtigkeit und durch eine größere thermische Stabilität aus
- für Substanzen mit aktiven Wasserstoffatomen (wie Alkohole, Säuren, Amine u. a.) sind Silylierungen gebräuchliche Derivatisierungsreaktionen
MS Kopplungstechniken mit GC
GC-MS
- Kapillarsäule endet direkt in der Ionenquelle (geringer Gasfluß)
- Ionisierung der Analytmoleküle -> Massentrennung -> Interpretation
Kopplungstechniken mit LC
LC-MS
ESI-Technik
Elektrospray-ionisation durch Bildung von Addukt-Ionen:
* H+, Na+, NH4+…
* Cl-, NO3-…
APCI-Technik (Atmospheric pressure chemical ionisation)
* LC-Eluat wird zerstäubt
* Ionisierung durch Hoch-Spannung an Corona-Nadel
* LM, Vaporiergas wird ionisiert (H2O → H3O+, N2 → N2+)
* LM überträgt Ladung auf Analytmolekül
Trennprinzip der Umkehrphasen-HPLC
Material der hydrophoben Säule: Kieselgel, dessen Silanolgruppen alkyliert (hydrophobiert) wurden (Alkylketten, z.B. Octadecyl- bzw. C18-Ketten)
Stationäre Phase ist apolar/hydrophob
Mobile Phase ist polar (zB Wasser, Acetonitril, Methanol)
Moleküle werden in umgekehrter Reihenfolge nach Polarität getrennt.
Trennprinzip der Umkehrphase: Verteilung (und Adsorption)
Trennung beruht auf Verteilung des Analyten zwischen zwei fluiden Phasen. Eher apolare Substanzen verbleiben länger in der apolaren stationären Phase (werden stärker retendiert) und eluieren später als polare Stoffe.
Externer Standard
- Standardreihe unterschiedlicher, bekannter Konzentration vom Analyten hergestellt
- Daten aus Vermessung haben Kalibrierfunktion
- Der Analytgehalt der Proben wird dann unter den gleichen Bedingungen wie der Standard gemessen
- Beispiel: Gemisch aus verschiedenen Aminosäuren und Konzentrationen
Interner Standard
- was ist es und was sind die Anforderungen an ihn?
Probenfremde Substanz, die dem Analyten chemisch ähnlich aber nicht identisch ist. Wird zusammen mit dem Analyten untersucht.
Beispiel: Norleucin bei der Aminosäuren-Analyse (Leucin, Isoleucin)
Relative Bezugsgröße (hat sich die Konz verändert, wird angenommen, dass sich der Analyt genauso verändert hat)
wird eingesetzt um:
- Verlust von Probenkomponenten oder andere systematische Fehler während der Probenvorbereitung zu erfassen
- Analyse-bedingten Verlust zu ermitteln
- Fehler bei Schwankungen bei der Probenvorbereitung und Messung können kompensiert werden
Anforderungen:
- ähnliche Verteilungsverhältnisse der Atome/Moleküle
- kein ursprünglicher Probenbestandteil
- gleiche Stabilität in Kalibrierstandards und Proben
- simultan bestimmbar mit der gleichen Methode wie der Analyt
SRM/MRM
Selected-reaction monitoring/multiple-reaction monitoring
Ein sehr spezifischer und sensitiver Massenspektrometer-Scan, der selektiv verschiedene Komponenten komplexer Mischungen quantifizieren kann (quantitativer Target-Analyt-Scan). Wird für die quantitative Zielanalyse verwendet. Es wird eine Triple Quad MS verwendet. Das Ion von Interesse wird fragmentiert und die Tochterionen werden quantitativ analysiert. Alle anderen Ionen werden ignoriert.
Q1 und Q3 werden so eingestellt, dass nur bestimmte m/z gescannt werden: Q1 Massenanalysator lässt nur das gewünschte Ion (definiertes m/z) in die Kollisionszelle durch, Q3 lässt nur das Produkt-Ion eines eingestellten m/z zum Detektor durch - nur dieses Ionenprodukt wird gesannt.
Gute Selektivität und Signal-Rausch-Verhältnis
Wie ist ein Triple Quad aufgebaut?
- Ionenerzeuger
- Q0: transportiert Ionen zum Q1 Massenanalysator
- Q1: Massenanalysator. So eingestellt, dass nur Ionen bestimmten m/z in die Q2 Kollisionszelle gelangen
- Q2: Kollisionszelle. Ionen stoßen mit Argon oder N2 zusammen –> Fragmentierung
- Q3: Produkt-Massenanalysator. So eingestellt, dass nur ein m/z-Produktfragment zum Detektor gelangt.
- Detektor
Wie ist der Triple Quad beim SRM eingestellt?
Q1: Fixed m/z
Kollisionszelle: Gas
Q3: Fixed m/z
Aufbau eines einfachen Quadrupol-MS
- Massenspektrometer, dessen Analysator ein elektrischer Quadrupol ist
- besteht aus vier achsenparallelen
Stäben, deren Achsen an den Ecken eines Quadrates angeordnet sind - je ein Paar zweier diagonal gegenüberliegender Stäbe wird an den gleichen Pol einer
Radiofrequenz-Wechselspannungsquelle angeschlossen. Außerden wird eine Gleichspannung darüber gelegt. - Ionen werden erst durch ein statisches elektrisches Feld (quer zur Flugrichtung) beschleunigt und fliegen dann entlang der Achse zwischen vier parallell liegenden Stabelektroden
- Ionen schwingen um die Feldachsen
- Ionen mit stabiler Bahn werden behalten (getunnelt), Ionen mit instabiler Bahn werden aussortiert
- es wird eine Mischung aus Wechselspannung und Gleichspannung angelegt, je nachdem was für Ionen gefiltert werden sollen
- Hochpassfilter (AC plus positiver DC): niedrige Massen tunneln
- Tiefpassfilter (AC plus negativer DC): hohe Massen tunneln
- nur Ionen eines bestimmten m/z erreichen für ein gegebenes Spannungsverhältnis den Detektor
- Auswahl eines bestimmten Ions oder das Scannen durch Variieren der Spannungen
Ion-trap MS
Eine Ionenfalle ist eine Kombination aus elektrischen oder magnetischen Feldern, die Ionen in einem Bereich eines Vakuumsystems oder einer Röhre einfängt. Die zwei häufigsten verwendete Arten von Ionenfallen sind die „Penning-Trap“ und die „Paul-Trap“ (Quadrupol-Ionenfalle). Möglichkeit der Speicherung von Ionen.
Paul-Ionenfalle: benutzt Gleichstrom und Radiofrequenz zum Einfangen von Ionen und als Massenspektrometer
Penning-Ionenfalle: nutzt konstantes Magnetfeld und konstantes elektrisches Feld. Arbeitet diskontinuierlich.
Welche Methoden der Ionentrennung (Massenanalysator) gibt es?
- Quadrupol
- Magnetisches Sektorfeld
- Elektrisches Sektorfeld
- Flugzeitanalysator (TOF)
- Elektrische Ionenfalle (ion trap)
- Elektromagnetische Ionenfalle (Ionencyclotron)
- Hybrid-Geräte
Magnetisches Sektorfeld (B-scan)
- Ablenkung eines kontinuierlichen Ionenstrahls; Trennung des Impulses in einem Magnetfeld aufgrund der Lorentzkraft
- das Magnetfeld trennt die Ionen in Abhängigkeit von ihrem Masse-Ladungs-Verhältnis
- Richtungsfokussierung: Jede Masse m/z hat bestimmten Bahnradius, fliegen nicht parallel, werden aber am Ende auf den Austrittsspalt fokussiert
- Aufnahme des Massenspektrums durch Änderung des Magnetfeldes B (Magnet-(B)scan)
- Problem: Unterschiede in der kinetischen Energie von Ionen gleicher m/z und dadurch unterschiedliche Geschwindigkeit und unterschiedliche Ablenkung
Elektrisches Sektorfeld (E-scan)
- ist kein Massenanalysator sondern ein Energieanalysator (nur Energiedispersion)
- sortiert die Ionen nach ihrer kinetischen Energie, Bahnradius unabhängig von ihrer Masse
- alle Ionen haben bei Eintritt die gleiche kinetische Energie, je nach ihrer Masse haben sie aber unterschiedliche Geschwindigkeiten → E-scan
- Problem: Ionen mit größerem m und kleinerem v oder umgekehrt haben den gleichen Bahnradius
Sektorfeld-Kombi
Lösung der Sektorfeld-Probleme: Kombination aus beiden Systemen:
Doppel-fokussierende Sektorfeld-Massenspektrometer (doppel = richtungsfokussierend und geschwindigkeits bzw. energiefokussierend)
→ Beste Auflösung wenn erst elektrostatisches Sektorfeld, dann magnetisches Sektorfeld
Was ist MRM/SRM?
Was ist der Vorteil von MRM?
Klausurfrage
Wie funktioniert eine triple quadrupol MS?
Klausurfrage
Wie ist der Ablauf eines MS/MS-Experiments?
Klausurfrage
Was sind interne und externe Standards, was ist der Unterschied?
Klausurfrage
Warum ist die interne Kalibrierung mittels isotopenmarkierter Verbindungen für MS besonders geeignet?
Klausurfrage
- die chemische Struktur ist der Zielverbindung sehr ähnlich
- durch strukturelle Vergleichbarkeit ionisieren die Zielverbindungen und der IS identisch
- durch die strukturelle Vergleichbarkeit verhält sich der IS im chromatographischen System sehr ähnlich
Wofür stehen die Abkürzungen APCI, EI, ESI, CI?
Ordne die Begriffe der HPLC-MS bzw. der GC-MS zu!
Klausurfrage
GC-MS
* EI: electron impact ionisation/Elektronenstoßionisation
* CI: Chemische Ionisation
HPLC-MS
* ESI: Elektronensprayionisation
* APCI: atmospheric pressure chemical ionisation
Erkläre den Aufbau einer QToF MS.
Wie geht man bei MS/MS Experimenten vor und welche Vorteile ergeben sich daraus?
Klausurfrage
QToF MS verwendet einen
* Quadrupol (vier parallele Stäbe, die in einer quadratischen Formation angeordnet sind),
* eine Kollisionszelle, und
* eine Flugzeiteinheit,
um Spektren zu erzeugen.
- leichtere Ionen beschleunigen schneller dqurch das Flugrohr zum Detektor und bestimmen so das Masse-Ladungs-Verhältnis der Ionen
- QTof MS-Systeme haben MS/MS-Fähigkeiten und können mit GC- oder LC-Systemen gekoppelt werden
- zu den Ionenquellen gehören MALDI, ESI, APCI und APPI
Vorgang:
- die zu bestimmende Probe wird im ersten MS mithilfe von EI oder CI ionisiert
- es entsteht eine sehr große Anzahl verschiedener Ionen, von denen jene Massen im ersten MS (manchmal auch Massenfilter genannt) ausgewählt wird, die die substanzspezifischen Ionen enthält
- die ausgewhälten Ionen werden in eine Stoßkammer geleitet, wo sie mit einem neutralen Gas (in der Regel Argon) zusammenstoßen und weiter zerfallen
- Zerfallsprodukte werden im nachgeschalteten zweiten Spektrometer weiter aufgetrennt und registriert
→ Erhöhung der Selektivität
Woran kann man den Ladungszustand eines Ions in der LC-MS ableiten? Welche Ladungen tragen die Ionen bei positiver Ionisierung, wenn die Differenzen delta = 1 bzw. delta = 0,25 betragen?
Klausurfrage - kommt nicht dran
Man verwendet zwei Signale, die von Molekülionen mit unterschiedlicher Ladung resultieren. Im Fall positiver Ionen geht man davon aus, dass die gebildeten Ionen mit n Ladungen durch Anlagerung von n Protonen entstanden sind. Wird diese Betrachtung für zwei benachbarte Ionen im Spektrum durchgeführt, deren Ladung und Protonenzahl sich ja um 1 unterscheiden, erhält man folgende Gleichung:
delta = 1 / n
→ Ladung = 1 bei delta = 1
→ Ladung = 4 bei delta = 0,25