Grundbegriffe Flashcards

1
Q

Nennen Sie anhand der Laswell-Formel die fünf zentralen Forschungsgebiete der Kommunikationswissenschaft.

A

Die Laswell-Formel lautet: Wer sagt was in welchem Kanal zu wem mit welchem Effekt?
Mit wer sind die Kommunikatoren gemeint, die bei der Kommunikatorforschung beleuchtet werden. Was sie sagen betrifft die Inhaltsforschung. Mit dem Kanal sind die Medien gemeint, die in der Medienforschung erforscht werden. Zu wem gesprochen wird sind die Rezipienten, die Zentum der Rezipientenforschung sind. Letztlich ist der Effekt der Kommunikation zu betrachten, der Kern der Medienwirkungsforschung ist.

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2
Q

Ist das Aufleuchten eines Smartphones nach Erhalt einer Nachricht eine Kommunikation nach dem verhaltensbiologischen Ansatz? Erklären Sie warum!

A

Der verhaltensbiologische Ansatz definiert Kommunikation als gegeben, wenn das Verhalten eines Individuums die Wahrscheinlichkeit erhöht oder senkt, dass ein anderes Individuum ein bestimmtes Verhalten zeigt. Das Aufleuchten des Smartphones ist Kommunikation, wenn der Smartphonebesitzer anschließend zum Telefon greift, um die Nachricht zu lesen, da das Verhalten des Smartphonebesitzers beeinflusst wurde. Hätte das Telefon nicht aufgeleuchtet, hätte der Besitzer vermutlich nicht zum Telefon gegriffen. Es können nach dem verhaltenbiologischen Ansatz also auch Maschinen kommunizieren.

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3
Q

Erklären sie knapp den Intentionalen Ansatz und dessen Unterschied zum verhaltensbiologischen Ansatz.

A

Nach dem Intentionalen Ansatz findet Kommunikation statt, wenn der Kommunikator seine Intention mitteilt und dies von seinem Publikum verstanden wird. Hier reicht es, wenn die Kommunikationsabsicht verstanden wird während beim verhaltensbiologischen Ansatz ein Antwortverhalten des Publikums Voraussetzung ist.

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4
Q

Worin unterscheiden sich der Intentionale Ansatz und der Zeichenorientierte Ansatz?

A

Der zeichenorientierte Ansatz definiert Kommunikation als solche, wenn Zeichen, die von einem Individuum vermittelt werden von einem anderen als solche richtig interpretiert werden. Im Gegensatz zum intentionalen Kommunikationsbegriff braucht man hier keine konkrete Mitteilungsabsicht und keinen Adressaten, den man direkt anspricht.

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5
Q

Erläutern Sie die drei Arten nach denen man Medien differenzieren kann.

A

Medien kann man man zum Einen nach ihrer Funktion differenzieren. Hier unterscheiden Bentele und Beck materielle Medien, die Signale transportieren, technische Medien, die Signale produzieren und reproduzieren, kommunikative Medien, so wie die gemeinsame Sprache, Gesten oder Symbole und außerdem Institutionelle Medien, beispielsweise die Verlage oder Fernsehsender.
Zum Anderen differenziert man Medien nach ihrer technischen Vermittlung. Primäre Medien, wie Sprache und Gestik benötigen keine technischen Hilfsmittel um Kommunikation herzustellen. Sekundäre Medien bedürfen einer technischen Encodierung, d. h. der Sender verwendet ein Hilfsmittel um die Kommunikation zu verbreiten. Beispiele sind der Buchdruck oder auch Rauchzeichen. Bei tertiären Medien braucht nicht nur der Sender sonder auch der Empfänger ein technisches Hilfsmittel, wie etwa einen Fernseher oder ein Telefon um die Botschaft zu empfangen. Der Begriff der Quartären Medien wurde bei Aufkommen der Online- Medien hinzugefügt. Hier gibt es verstärkt die Möglichkeit für Sender und Empfänger zu interagieren.
Letztlich kann man Medien nach den angesprochenen Sinnesmodalitäten differenzieren. Also kann es auditive, visuelle, taktile, thermale, olfaktorische sowie gustatorische Medien geben. Auch Mischformen wie beispielsweise das audiovisuelle Fernsehen sind möglich.

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6
Q

Was ist Massenkommunikation?

A

Massenkommunikation ist nach Maletzke öffentliche Kommunikation, die durch technische Verbreitungsmittel über eine räumliche und/oder zeitliche Distanz und einseitig an ein disperses Publikum vermittelt wird.

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7
Q

Diskutieren Sie ob nach den Kriterien von Maletzke die Übertragung eines Bundesliga-Fußballspiels im Pay-TV Massenkommunikation ist!

A

Die Übertragung des Spiels ist in jedem Fall eine Kommunikation, die über räumliche Distanz, mit technischen Verbreitungsmitteln an ein disperses Publikum gesendet wird. Fraglich ist jedoch, ob die Sendung öffentlich ist, da es eine Bezahlschranke für den Empfang gibt, und so nicht jeder ungehindert das Spiel empfangen kann. Prinzipiell wäre es jedoch für jeden im Publikum möglich eine Lizenz für den Pay-TV Sender zu erwerben und das Spiel zu sehen. Da also die Kommunikation nicht an eine begrenzte Empfängerschaft gerichtet ist, kann sie als Massenkommunikation nach Maletzke bezeichnet werden.

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8
Q

Wieso versteht man die Kommunikationswissenschaft auch als Integrationswissenschaft?

A

Intergrationswissenschaft heißt, dass das Fach sehr interdisziplinär ist. Die KW beschränkt sich nicht ausschließlich auf eigene Theorien und Methoden, sondern improtiert zahlreiche Theorien und Methoden aus anderen Disziplinen, wie beispielsweise der Psychologie oder der Soziologie.

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9
Q

Erklären Sie die drei Funktionen von Theorien!

A

Es gibt erstens die Darstellungsfunktion, die zur Beschreibung des Forschungsgegenstandes dient. Zweitens erfüllen Theorien eine Erklärungsfunktion, indem sie die Ursachen und Bedingungen für das Eintreten von Ereignissen erklären. Drittens haben Theorien eine Prognosefunktion, da sie Vorhersagen über zukünftige Ereignisse machen.

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10
Q

Erklären Sie das Falsifikationsprinzip!

A

Nach dem Falsifikationsprinzip können Theorien nie verifiziert sondern nur falsifiziert werden, da man nie sicher sein kann, ob die Theorie wirklich immer zutrifft. Um Theorien zu prüfen, versucht man sie zu falsifizieren, also Beispiele zu finden, bei denen die Theorie nicht stimmt. Gelingt einem das nicht, gilt die Theorie als nicht falsifizierbar, jedoch nicht als verifiziert, da man sonst annähme, dass die Theorie niemals auch in Zukunft nicht widerlegt werden könnte.

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11
Q

Erklären Sie die drei Teile des Forschungsprozesses!

A

Der Forschungsprozess wird in Entdeckungs-, Begründungs- und Verwertungszusammenhang gegliedert. Der Entdeckungszusammenhang beschreibt den Weg zur Wissenschaftlichen Fragestellung, entweder über ein Phänomen aus der sozialen Realität oder durch einen Auftrag. Der Begründungszusammenhang beinhaltet alle Schritte im Forschungsprozess von der Fundierung der Fragestellung durch eine Theorie über die Hypothesenbildung und Untersuchungskonzeption bis hin zur Auswertung und Ergebnisdarstellung. Der Verwertungszusammenhang bezeichnet die Publikation der Ergebnisse, hier wird der Forschungsprozess also öffentlich zugänglich gemacht.

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12
Q

Nennen Sie 3 Forschungsmethoden in der Kommunikationswissenschaft. Erfinden Sie Fragestellungen, bei denen die verschiedenen Methoden angewandt werden könnten.

A

Zu den Methoden der Kommunikationswissenschaft zählen die Befragung, die Inhaltsanalyse und die Beobachtung.
Eine Befragung eignet sich, um Motive und Nutzungsverhalten von Menschen herauszufinden, beispielsweise in ihrer Mediennutzung. Eine Frage, die man möglicherweise mit einer Befragung prüfen würde ist „Aus welchen Medien haben sich die Wähler über die Kanzlerkandidaten der letzten Bundestagswahl informiert?“ Die Inhaltsanalyse dient vor allem der Erforschung der Medieninhalte. Eine Fragestellung könnte hier sein „Wie wurden die die Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2013 in den Online-Medien dargestellt?“
Die Methode der Beobachtung kann man Verhalten von Mensch erfassen, dass sich schwer erfragen lässt. Ein Beispiel wäre die Beantwortung der Frage „Wie genau sieht der Arbeitsablauf eines Online-Redakteurs aus?!

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13
Q

Erläutern Sie den Unterschied zwischen Qualitativen und Quantitativen Verfahren!

A

Qualitative Verfahren beschreiben ein komplexes Phänomen in seiner ganzen Breite. Es wird also versucht, eine Forschungsfrage möglichst umfassend zu beantworten. Quantitative Verfahren sind solche, in denen empirische Beobachtungen über wenige, ausgesuchte Merkmale systematisch mit Zahlenwerten belegt und auf einer zahlenmäßig breiten Basis gesammelt werden. Hier gibt es meist eine theoretische Annahme, die mit großen Stichproben geprüft werden soll.

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