Gedächtnis Flashcards
Was ist das Gedächtnis?
= Fähigkeit Information aufzunehmen zu repräsentieren, abzuspeichern, modifizieren, abzurufen bzw. wieder zu erkennen
= Filter und Infospeicher
Wie ist das Gedächtnis aufgebaut?
Sensorische Speicher (= Ultrakurzzeitgedächtnis):
- visuell
- auditiv
- haptisch
- olfaktorisch
- gustatorisch
Kurzzeitgedächntis
Zentrale Exekutive –> Phonologische Schleife; visuell-räumlicher Notizblock
Langzeitgedächtnis:
- Deklaratives (explizites Gedächtnis)
- Nondeklarative (implizites) Gedächtnis
Was ist das Ultrakurzzeitgedächtnis?
= sensorisches Gedächtnis; Filter
- nur wenige Bruchteile von Sekunden
- Wirkt wie ein Filter: wenn nicht sofort wichtig eingestuft = Löschung
==> wichtig damit man sich auf Dinge konzentrieren kann und keine Reizüberflutung
Was ist das Kurzzeitgedächtnis? Wozu dient es?
KZG = Übergangsspeicher (Infoaufbewahrung)
- -> Speicherkapazität von 5-9 Dingen
- -> wenn nicht wieder abgerufen geht gespeicherte Info verloren
Was ist die phonologische Schleife des KZG?
= Wortlängeneffekt
nicht Anzahl der Einheiten, in der phonologischen Schleife ist begrenzt, sonder die Zeit, bis eine Errinerungspur verblasst, wenn sie nicht aufgefrischt wird
Wie kann man das KZG optimal nutzen?
- Nutzen mehrere sensorische Kanäle: Info visuell und sprachlich darstellen
- Chunking: Rekodierung einzelner Items durch Gruppierung
z. B. Anzahl von Linien; einzelne Buchstaben; ein Wort
In welche 2 Untereinheiten teilt sich das Langzeitgedächtnis ein?
Wissensgedächtnis: Deklarativ (explizit, bewusst)
- -> Episodisch (Ereignisse, Biografie)
- -> Semantisch (Wissen, Fakten)
Verhaltensgedächtnis: Non-Deklarativ (implizit, unbewusst)
- -> Priming (Bahnung)
- -> Nicht-assoziatives Lernen
- -> Fertigkeiten und Gewohnheiten
- -> Konditionierung
Was ist das Langzeitgedächtnis und wie wird die Info dort gespeichert (Länge, usw.)?
- -> Info wird in Form von Eiweißmolekülen sicher und stabil eingelagert
- -> Speicherkapazität = unbegrenzt
- -> geteilte Meinung: vergessen oder nicht mehr abrufbar
- -> nachhaltiger Wissenserwerb: wichtig hier abzuspeichern
Von welchen Faktoren hängt eine Infospeicherung im LZG ab?
Info muss…
- an Bekanntes anküpfen
- von persönlichem Interesse sein
- wiederholt oder geübt werden
- bewusst verarbeitet werden
Was ist das Arbeitsgedächtnis?
= operativer Bewusstseinsspeicher
–> Info können so lange im Gedächtnis zwischengelagert werden, bis größere Arbeit oder Lösen eines bestimmtes Problems benötigt werden (nicht vollständig im LZG)
–> Gedächtnisinstanz über UKZG, KZG, LZG
Wie werden zwei Nervenzellen gemeinsam neurophysiologisch aktiviert zur Infospeicherung im KZG bzw. LZG?
KZG: elektrische Impulse, die für eine bestimmte Zeit immer wieder Nervenzellen aktivieren
LZG: strukturelle Veränderung größerer Nervenzellen; weitere Vezweigungen; mehr Verknüpfungen (Synapse); starke Verknüpfungen; verbesserter Stoffwechsel
Was besagt das Gedächtnisgesetz I (Ebbinghaus-Gesetz)?
Schon eine geringfügige Vermehrung des Lernstoffs lässt die Anzahl der erforderlichen Wdh. wesentlich stärker anwachsen
Was besagt das Gedächtnisgesetz II?
verteiltes lernen ist besser als massiertes lernen
Was besagt das Gedächtnisgesetz III? (primacy und recency Effekt; Jostsches Gesetz)
Am laufenden Band
Primacy & Recency Effekt:
Inhalte, die am Anfang oder Ende gelernt, werden besser behalten
Jostsches Gesetz: sind zu einem Zeitpunkt 2 Lernverknüpfungen gleich stark, dann ist die ältere von beiden die stärkere
Was besagt das Gedächtnisgesetz IV? (Zeigarnieffekt)
Überlegenheit emotionaler, persönlicher bedeutsamer und sinnenhafter Inhalte
–> an vorhandenes anknüpfen
Zeigarniereffekt: unerledigtes wird besser behalten
Was besagt das Gedächtnisgesetz V? (Retroaktive Hemmung; Proaktive Hemmung)
Retroaktive Hemmung: erschwerter Abruf bereits gelernter Inhalte durch neu gelernte Inhalte (z.B. vergessen einer alten PIN)
Proaktvie Hemmung:
erschwertes lernen neuer Inhalte durch bereits gelernte Inhalte (z.B. Memory-Spiel)
Welche Lernbedingungen müssen gegeben sein?
- Aufmerksamkeit
- räumliche Bedingungen: Kontext-Kongruenz –> Abruf erfolgreicher bei gleichem Kontext (Enkodierungsspezifität)
- Aufnahmebereitschaft - physische Aktivierung
- Mittleres Stress- bzw. Aktvierungsniveau
- Stimmung: gute Stimmung
- Stimmungskongruenz: Abruf erfolgreicher bei gleicher Stimmung
- Elaboraten und Verständnis der Inhalte fördern
- Verknüpfen von Lerninhalten ermöglichen
- Motivation intrinsische Lernmotivation
- Wiederholung
- Verwenden megakognitiver Strategien (Lernen lernen)
Welche Bedürfnisse des Lernenden müssen erfüllt werden damit Interesse und Motivation gesteigert wird?
Bedürfnis nach:
- Kompetenzsteigerung
- Autonomie
- sozialer Eingebundenheit
Welche Bedeutung habe Erwartungen für den Lernerfolg? (Selbstwirksamtkeits- und Ergebniserwartung)
Warum ist es wichtig eine gewisse positive Voreinstellung zu haben damit man auch ein positives Verhalten bzw. Ergebnis erzielt?
Weil Wahrnehmung (Voreinstellung) und Verhalten eng miteinander zusammen hängen
–> das was man glaubt was man ist, spiegelt man in seinem leben wieder
Wie kannn man folgende Inhalte nutzen beim Lernen:
Klassische Konditionierung - Operante Konditionierung - Modelllernen -
Lernen durch Einsicht - Multisensorisch -
Chunking -
Ebbinghaus -
Retroaktive Hemmung - Proaktive Hemmung - Primacy- & Recency-Effekt - Zeigarnik-Effekt - Aufmerksamkeit am Bär-Bsp. Yerkes-Dodsen -
Positive Stimmung - Erfolgsmotivation -
Klassische Konditionierung -Cue (gleicher Stift/Bewegung) als CS
Operatne Konditionierung-Verstärken durch bspw. Belohnung
Modelllernen -Kommilitonen, Lerngruppe
Lernen durch Einsicht-Aha-Effekte schaffen, Abstraktes übertragen
Multisensorisch-Lesen, sehen, hören, sagen
Chunking- Eselsbrücken
Ebbinghaus -Wiederholungen, Stoff reduzieren
Retroaktive Hemmung-Wiederholungen
Proaktive Hemmung-Ähnliches nicht hintereinander
Primacy- und Recency Effekt-Wdh. am Anfang & am Ende
Zeigarnier-Effekt -Wecker stellen & Lernen unterbrechen
Aufmerksamkeit am Bär Bsp.-Auf Wesentliches fokussieren
Yerkes-Dodsen-Aktivierungsübung, Biorhythmus beachten
Positive Stimmung-Stift in Mund
Erfolgsmotivation-Herausforderungen, Erfolge internal attribuieren, an Erfolge denken
Wie sollte der Arbeitsplatz zuhause aussehen damit optimale Lernbedingungen geschaffen werden?
- Ordnung
- Alle nötigen Materialien am Platz verfügbar
- Möglichst ein fester Platz; deutliche Trennung zw. Arbeitsplatz und Plätzen zur Erholung
- Ungestört!
- Individueller Anregungsgehalt •Nicht zu bequem
- Sauerstoff!!!
- Temperatur (knapp unter behaglich) •Sinnvolle Pausen
Wie sollte man die Arbeitszeit des Lernens gestalten damit man effizient lernen kann?
- Überblick über den zu lernenden Stoff verschaffen •Kurz- und langfristige Planung kombinieren
- Teil- und Zwischenziele setzen
- Wochenplan
- Tagesplan
Wie sollte man am besten Lernziele formulieren?
Nach der SMART Methode:
Specific - So konkret wie möglich
Measurable - Quantifizierbar
Achievable - Erreichbar
Realistic - Realistisch bleiben Timely - Mit Zeitlimit
Wie sollte man das Pausenmanagement gestalten?
- Aktive kleinere Pausen (Bewegen, Tee/Kaffee kochen, Wäsche aufhängen, …)
- Nicht gemeint: Handypause!
- Pausen zum Essen und nach dem Essen •Längere Erholungsphasen einplanen
Wie kann man die Prokrastination begrenzen bzw. umgehen?
- Mit den angenehmen/leichten Aufgaben anfangen – stärkt die Selbstwirksamkeit, Erfolgserlebnis bewirkt Lustgewinn
- 5-Minuten-Regel
- Zukunftsphantasien: die Handlungs-Folge-Erwartung stärken und sich vor Augen führen, wozu man das alles macht
- In Vergangenheit schwelgen: Erfolge/Leistungen erinnern – stärkt Selbstwirksamkeit und Handlungs-Ergebnis-Erwartung
- Erinnerungen im Smartphone, Klebezettel, Nachrichten am Bildschirm - verhindern Verdrängen von unangenehmen Aufgaben und macht Prokrastination weniger angenehm (reduzierte Unlustvermeidung)
Wie kann man einen erfolgreichen lernplan erstellen?
Erst feste Termine eintragen Dann Wichtiges (Prioritäten setzen) Realistische Zeiteinschätzung Wiederholungen einplanen Puffer einplanen Pausen und Erholungszeiten einplanen (Belohnung) Biorhythmus beachten (Pflichten im Leistungshoch) Etappenplanung Pareto-Prinzip bedenken Ausreichend Schlaf