Vorlesung 9: Informationsverarbeitung Flashcards
Was wissen wir bereits über Informationsverarbeitung?
- Informationsverarbeitung beginnt mit der Wahrnehmung
- Wir speichern Informationen als Assoziationen (Schemas, Images, Skripte etc.)
- Gespeicherte Information beeinflusst, was wir wahrnehmen
- Wir speichern und erinnern nur wenige Informationen und füllen die Lücken, um eine kohärente Story zu erinnern
Was wurde bei der Studie von Asch herausgefunden? (man erhält diverse Adjektive einer Person und muss danach diese Person nach weiteren Adjektiven einschätzen)
- Es reichen bereits sehr wenige Informationen, um uns einen Eindruck zu bilden
- Dies funktioniert, da wir die neue Information in bestehende Information einbetten
Wie funktioniert Bottom-up processing?
- In der Umgebung wird nach spezifischen Merkmalen gesucht
- Zusammensetzen von Merkmalen zu komplexeren Formen
- Erkennen eines Stimulus
- > macht man sehr selten (bsp. in Nahrungsmittel nach Zusammensetzung suchen)
Wie funktioniert Top-Down Processing?
- Formulierung einer “wahrnehmungshypothese”, um was es sich handelt
- Prüfung, ob Merkmal mit Hypothese übereinstimmt
- Erkennen des Stimulus
(bsp. Change Blindness)
Was moderiert, ob wir Informationen bottom-up der top-down verarbeiten?
- gedrückte Stimmung= Bottom up
- Gefühl von Unbehagen= bottom up
- ungenügend Informationen im Gedächtniss= bottom up
- je höher die Motivation und Gelegenheit, desto…
…mehr bottom up und weniger top down
… weniger theoriegeleitet
…systematischer
… weniger heursitiken
…kontrollierter
Beschreibe die Ergebnisse der Elektroladenstudie (Einfluss von Motivation und Gelegenheit)
- Bei hoher Motivation und Gelegenheit kommt es zu einer bewussten Überlegung. Die generelle Einstellung zum Laden spielt keine Rolle. Vpn rufen die spezifischen Attribute für die Fotoabteilung ab.
- Bei geringer Motivation und geringer Gelegenheit rufen die Vpn ihr Wissen über die Fotoabteilung nicht ab, sondern entscheiden aufgrund der generellen Einstellung über den Elektroladen
Beschreibe das Elaboration-Likelihood Modell
Bei der wahl der Informationsverarbeitung wird entschieden ob die Fähigkeit& motivation vorhanden sind. Wenn ja= zentrale Route (Systematische Informationsverarbeitung, Qualität der Argumente, langanhaltende& stabile Einstellung). Wenn nicht= periphere Route (oberflächliche Informationsverarbeitung, Anwesenheit von persuasiven Cues, kurzfristige, instabile Einstellung)
Durch was wird die periphere Route beeinflusst?
persuasive Cues (oberflächlich):
- Marke
- Farbe
- Gefühl der Familiarität
- Name Letter Branding
- Prototyp
- Herkunft
- Gewohnheit
- Humor
- Sexuelle Anreize/ Attraktivität
- Prominente
- Ähnlichkeit
- Glaubwürdigkeit der Quelle
Wie bilden wir eine Einstellung bei der peripheren Route?
- wenig cues benötigt
- Familiarität/ Vertrautheit
- Konditionieren
- Gewohnheit
- spontanes Verhaltne
Beschreibe die zentrale Route (theory of planned behavior)
Einstellung zum Verhalten+ Subjektive Norm+ wahrgenommene Verhaltenskontrolle verursachen eine Absicht. Diese Intention führt danach zum Verhalten
Was ist bei der Qualität der Argumente wichtig? (zentrale Route)
- starke Argumente
- Faktenwissen
- Überprüfbare Informationen
- Message darf nicht zu simpel sein
- > bei der zentralen Route will der Käufer mehr über das Produkt wissen und lernen= es müssen anspruchsvolle Informationen gegeben werden
was ist die Ein- vs zweiseitige Kommunikation?
- > wenn man in der Werbung schon selbst die negativen Aspekte sagt. (bsp Nikonwerbung= schreiben selbst, dass Kamera schwer ist etc.) = man versucht den Kunden den “Wind aus den Segeln” zu nehmen
- vermindert Gegenargumente
- wirkt ehrlich
- Besonders effektiv, wenn andere Merkmals die Glaubwürdigkeit unterstreichen
- wenn Involvement hoch (zentrale Route)
- Wenn Einstellung bereits vorhanden ist und umgelernt werden soll
Wann ist vergleichende Werbung sinnvoll?
- wenn das Produkt besser ist als das Vergleichsprodukt
Wie bilden wir eine Einstellung, bei hohem Involvement?
- Theorie der überlegten handeln/geplanten Verhaltens
- Qualität der Argumente
- Zweiseitige Kommunikation
- Vergleichende Werbung
- > motivated reasoning
Was ist die Theorie der kognitiven Dissonanz?
- Grundidee: Unstimmigkeiten innerhalb des kognitiven System werden als unangenehm erlebt und motivieren zur Auflösung (bsp. wenn man Tattoo hat von Exfreund= Dissonanz->man will Tattoo entfernen)
- Unstimmigkeiten zwischen Einstellung und Verhalten
was sind Kognitionen und welche Beziehungen gibt es nach Festinger?
- Bsp.: Überzeugungen, Gedanken, Meinungen, …
- Kognitionen können irrelevant (spielt keine rolle) oder relevant (ist wichtig)sein.
- wenn Kognitionen relevant sind, können sie entweder Konsonant sein (übereinstimmend) oder dissonant (nicht übereinstimmend)
Welche Aspekte beeinflussen die kognitive Dissonanz?
- wahlfreiheit (wenn nicht gegeben= Dissonanz)
- Relevanz für Selbstkonzept (bsp Rauchen= keine Dissonanz wenn “gesund” nicht teil des Selbstkonzeptes ist)
- Commitment (wenn man etwas tut ohne richtigen Grund, versucht man dieses Verhalten zu rechtfertigen)
- Overjustification