Trematoden Flashcards
Wie kann man die Digenea untergliedern?

Fasciola hepatica Morphologie

Eier Fasciola hepatica

Zwergschlammschnecke

Fasciola hepatica Entwicklung
- diheteroxene Entwicklung
- Geschlechtsreife in Gallengängen
- Ei —> Micracidium —> Sporozyste —> Redien (bis 3 Generationen) —> Cercarie —> Metacercarie —> juveniles Stadium — > Adultstadium
Ei zum Miracidium:
- Eier über Gallengänge in Dünndarm —> mit Kot ausgeschieden —> in Außenwelt in wässrigem Milieu Entwicklung zum Miracidium (Wimpernlarve) —> Schlupf im Wasser —> ZW = Lymnaea / Galba truncatula (Zwergschlammschnecke) — > Miracidium dringt durch Einbohren in Schnecke ein
- *Entwicklung im ZW:**
- Miracidium verliert Cilien —> wird zur. Sporozyste —> wandert in Verdauungsdrüsen —> aus Keimzellen der Sporozysten entstehen Redien (Mutterredien = Generation I) —> Mutterredien in Gewebe der Verdauungsdrüsen —> aus Keimballen der Mutterredien gehen Redien (Gen. II und III) oder Cercarien (Ruderschwanzlarve) hervor —> Cercarien verlassen Redien durch Geschlechtsöffnung —> Cercarien verlassen Schnecke
- *Entwicklung der Metacercarie:**
- Cercarien schwimmen nach Verlassen der Schnecke lebhaft im Wasser —> saugen sich an Vegetation mit Bauchsaugnapf fest —> bilden mehrschichtige Zystenwand —> Entstehung der Metacercarie = infektiöses Stadium
Infektion des EW und Wanderung zur Leber:
- perorale Aufnahme der Metacercarien —> im Vormagensystem oder Magen werden Metacercarien aktiviert —> Schlüpfvorgang wird durch Galle stimuliert —> Jungegel saugen sich an Darmwand fest —> dringen in Darmwand ein —> wandern durch Darmwand in Peritonealhöhle —> zu Leber —> Egel wandern durch Leberparenchym zu Gallengängen
Lebensdauer im Wirt: 9 Monate
- Eier in Außenwelt: mind. 10°C, max. 30°C, wässriges Milieu ist von Nöten

Fasciola hepatica Vorkommen
Diagnose Fasciola Hepatica
- Intravitaldiagnose: koproskopischer Nachweis von Eiern —> Sedimentationsverfahren
- serologischer Nachweis von Ak —> Milchtank- ELISA
- Blutparameter: erhöhte Leberwerte
- Postmortal: Leberveränderungen
Pathologie/ Klinik Fasciola hepatica
Wanderung juveniler Stadien von Dünndarm in Peritonealhöhle (6 d.p.i.):
- lokale Darmwanddefekte, Blutungen
- Fibrinablagerungen und Verklebungen
- an Darmmukosa geringfügige Läsionen
Migration juveniler Stadien im Leberparenchym:
- saugen Leberparenchym mit Mundkapsel ein
- gewundene Gänge im Parenchym —> Entzündungszellen und Granulationsgewebe
- Portalvenenentzündung —> Gefäßverschluss —> Leberzellnekrose, Gallengangsproliferation, Bindegewebszubildung
- interstitielle Hepatitis
- oberflächliche, gewundene, fadenförmige, rötliche Wanderwege, punktförmige Herde, Gewebszerfall
Besiedlung der Gallengänge durch juvenile und adulte Egel:
- zunächst kl. dann gr. Gallengänge
- Cholangitis —> verdickte Gallengänge
- chron. Entzündung der Gallengangswand, Fibrose, Zirrhose Anämie, Dysproteinämie, Stoffwechselstörungen
Immunologie:
- geringgradige Resistenz: Sch.f, Zg., Kaninchen
- mittelgradige Resistenz: Rd. Eq, Cervide, Msch (Zoonose)
- hochgradige Resistenz: Su, Ca, Fe
Therapie, Bekämpfung, Prophylaxe großer Leberegel
Therapie:
- Albendazol, Closantel + Ivermectin, Oxyclozanid - —> nur gegen Adulte
- Triclabendazol (nicht für milchgebende Kühe) — > auch gegen Juvenile
Phorphylaxe:
- Behandlung nach Aufstallung (nicht auf Weide)
- Auszäunen von Schneckenhabitaten
- Vermeidung von Sekundärhabitaten für Schnecken (z.B. Kunsttränken)
- Silierung und Heugewinnung (erster Schnitt)
Paramphistomum cervi Morphologie

Posthornschnecke

Paramphistomum cervi Entwicklung

Pansenegel Klinik

Nachweis Pansenegel
Therapie/ Bekämpfung Paramphistomum cervi

Dicrocoelium dendriticum ** = Kleiner Leberegel, Lanzettegel
Morphologie

Dicrocoelium dendriticum Eier

Kleiner Leberegel Entwicklung
- Adulte in Gallengängen und -blase
- Eier über Gallenwege in Darm —> Ei mit Miracidium mit Kot ausgeschieden —> Ei wird von Landlungenschnecke (Helicella) gefressen —> in Schnecke schlüpfen Miracidien —> wandern in Schnecke zu Mitteldarmdrüse —> entwickeln sich dort weiter zu Sporozysten —> aus Muttersporozysten werden Tochtersporozysten —> in Tochtersporozysten entwickeln sich 10-40 Cercarien —> Cercarien verlassen Tochtersporozyste —> wandern in Atemhöhle der Schnecke —> scheiden Drüsensekrete aus und hüllen sich darin ein und bilden Aggregate —> Schleimballen werden von Schnecke mit weiterer Schleimschicht umhüllt und ausgestoßen —> Ameisen verzehren Schleimballen mit Cercarien —> Cercarien werfen Schwanz ab —> durchwandern Verdauungstrakt —> gelangen in Coelomhöhle —> wandern weiter zu Unterschlundganglion —> hier etabliert sich ein „Hirnwurm“ —> Cercarien wieder nach caudal —> entwickeln sich zu Metacercarien —> Ameisen beißen sich an Spitzen von Pflanzen fest —> werden peroral vom EW aufgenommen —> aktivierte Metacercarien gelangen über Ductus choledochus in Gallenwege der Leber

Dicrocoelium dendriticum Klinik/ Pathogenese

Dicrocoelium dendriticum Diagnose
Koproskopischer Nachweis —> Flotationsverfahren (mit ZnCl2 oder ZnSO4 —> hohe Dichte)
Dicrocoelium dendriticum Therapie

Opisthorchis felineus * = Katzenleberegel (Katze, Hund, Fuchs —> alle Säuger, die rohen Süßwasserfisch fressen)
Morphologie

Schnecke die ZW für Opisthorchis felineus ist

Ei Opisthorchis felineus

Katzenleberegel Vorkommen
- Ukraine, Russland, Kasachstan, Baltikum, nördl. Gebiete von Polen und Deutschland
Opisthorchis felineus Entwicklung
Katzenleberegel Klinik
Katzenleberegel Nachweiß
Opisthorchis Felineus Therapie
