Gattungstheorie Flashcards

1
Q

Großgattungen

A

(Lyrik, Drama, Epik)
=>nicht triadisch voneinander abgrenzbar, sondern bestenfalls
binär

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2
Q

Untergattungen

A

Epik: Roman, Autobiografie, Kriminal- und Abenteuerroman, Kurzgeschichte, Märchen, Novelle, Fabel, Anekdote.

Lyrik: Ode, Ballade, Sonett, Elfchen.

Drama: Tragödie, Komödie.

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3
Q

Untergruppen

A

Ode: sapphische Ode, alkäische Ode

Tragödie: bürgerliches Trauerspiel, barocke Trauerspiel

Roman: Briefroman, Bildungsroman

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4
Q

Naturformen

A

Gattungen ≠ Naturformen

In einem weiten Sinne bezeichnet man mit ›Gattung‹ die drei von Goethe irreführenderweise als »Naturformen« bezeichneten Textgruppen Lyrik, Drama und Epik.

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5
Q

Gattungsbegriffe

A
  • Gattungsbegriffe und -konzepte sind Konstrukte, Abstraktionen
  • Gattungen unterliegen einem historischen Wandel (historische
    Varianz, Vielfalt) hinsichtlich Merkmalen, Bewertung, Funktionen

=> historische Betrachtung der Entwicklung von Gattungen

=> Gattungen und Gattungslandschaften als offene Systeme
==» „diachrone Systemtransformation“

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6
Q

diachrone Systemtransformation

A

Gattungen unterliegen einem starken historischen Wandel → Versuche der Festschreibung haben die Veränderung und Entwicklung von Gattungen nicht verhindert (Nominierung)

  • Bewertung, Merkmale von Gattungen ändern sich (z.B.: Roman entwickelt sich zu beliebter Gattung)

Phasen in denen…

  • Viele Texte einer Gattung werden verfasst
  • Gattung wenig Relevanz hat
  • Gattungen können aus System fallen, durch andere/neue substituiert werden oder neue hinzukommen.

→ Aufgrund dieser Entwicklungsprozesse auf den Ebenen der Gattungen im Einzelnen und der Gattungslandschaft kann man von „eine[r] dia- chrone[n] Systemtransformation“ sprechen.

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7
Q

Epik

A

erzählerische Mittelbarkeit, Prosa, ungebundene Rede

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8
Q

Drama

A

szenischer Unmittelbarkeit, narrativ

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9
Q

Lyrik

A

gebundene Rede

  • Seit Mitte des 18. Jahrhunderts
  • kurze Texte in Versform
  • in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts → Gattungsbezeichnung Lyrik.
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10
Q

Gattungslandschaft

A

Gesamtheit der Gattungen einer Epoche

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11
Q

Gattung ist ein offenes System

A

→ gibt keine systematisierte vollständige Gattungstheorie

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12
Q

Sinn und Nutzen von Gattungsbegriffen

A
  • Abgrenzungen
  • Merkmalskomplexe (inhaltliche, formale Merkmale)
    → Kriterien-/Merkmalsbündel für prototypischen Effekt bzw.
    Familienähnlichkeit
  • Partizipationsmodell
  • präzise u. transparente Kommunikation
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13
Q

Rezeptionsmuster

A

(→ Erwartungshorizont)
→ Schemaerfüllung, -variation oder -bruch

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14
Q

heuristisch

A

→ stammt von dem griechischen Wort „heuriskein“ für „entdecken“ ab

→ beschreibt einen Prozess, bei dem ein bestimmtes Wissen oder ein erwünschtes Ergebnis durch vorläufige Annahmen erlangt werden

Gattungskonzepte als heuristische Instrumente

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