Anästhesie Flashcards
Definition von Narkose
Griech: Erstarrung, Lähmung,Betäubung
Toleranzherstellung von diagnostischen od. operativen Eingriffen durch Angriff am ZNS
Medikamenteninduzierter Bewusstseinsverlust, ohne Erwachen auch bei schmerzhafter Stimulation (ASA)
4 Komponenten einer Narkose
- Analgesie (Schmerzausschaltung im ZNS)
- Anästhesie (Beswusstseinsausschaltung im ZNS)
- Muskelralaxierung (Bewegungsausschaltung; Nervenübertragungshemmung an den peripheren (Muskel.) Rezeptoren (motorische Endplatte)
- Reflexdämpfung ( Beeinflussung vegetative Reflexe, Sympathikus/Parasypathikus)
Welche Narkosearten gibt es
- Sedierung (leicht, tief)
- Analgosedierung
- Vollnarkose
- Allgemeinanästhesie
- Lokalanästhesie
- Regionalanästhesie
- Neuroleptananalgesie
- Hypnose (Hypnoanästhesie)
Welche Anästhetika gibt es
- Propofol -> Gefäße weit, Brady
- Etomidat
- Benzodiazipine (Midazolam)
- Barbiturate
- Inahl. Anästhetika (Sevofluran,Isofluran, Desfluran)
- Ketanest -> immer mit Benzos geben wg. Albträumen
- alpha2-Agonisten (Clonidin, Dexdor)
Analgetika Arten
- Nicht-Opiat-Analgetiker
- Schwache Opiate
- Starke Opiate
- Ketanest (führt zu Hypertnoie+Tachykardie, gut bei RR instabilität)
Muskelrelaxanzien nicht depolarisierend
- Rocuronium (Esmeron) -> brennt sehr pH 3,7
- Cisatracurium (Nimbex)
- Atracurium ( Tracrium)
- Vecuronium (Norcuron)
- Mivacurium (Mivacron)
- Panvuronium
Woraus besteht eine Inhalationsanästhesie
- Sevofluran
Woraus besteht eine Balancierte Anästhesie
Kombi aus inhalativem Anästhetikum (Sevofluran) und Schmerzmittel (Sufenta, Ultiva)
Was ist eine TIVA und woraus besteht sie
Total Intravenöse Anästhesie
Kombi aus i.v. Anästhetikum (Propofol) und Opiat (Ultiva)
Muskelrelaxanzien depolarisierend
Succinylcholin
Narkose Medikamenten Kombination
1) Propofol + Opiat + Relaxans
2) Sevofluran + Ketanest
Propofol Wirkung und Nebenwirkugn
- schnelle Dynamik, antiemetisch
- Kreislaufdepressiv, fettlöslich
Opiate Vorteile und Nebenwirkung
- gut verträglich, Reflexdämfung
- Atemdepression, Brady, Übelkeit, Thoraxrigidität
Definition Muskelrelaxanzien
Medikamente die eine vorübergehende Lähmung der quergestreiften Muskulatur bewirken
Was für ein Narkosesystem ist das Kreisteil
Halbgeschlossenes Narkosesystem
Vorteile des Kreisteils
- messbare AMV´s + Atemwegswiederstände
- geringe Wärme+ Flüssigkeitsverluste ( partielle Rückatmung)
- geringer Frischgasflow
- Narkoseabsaugung leicht installierbar
Nachteile des Kreisteils
-Änderung der Narkosekonzentration durch Erhöhung des Flows
- höhere Atemwegswiderstände als beim halbgeöffneten System
Woraus besteht der Absorberkalk
Kohlendioxid+ Kalziumhydroxid = Kalziumcarbonat + Wasser + Energie (Wärme)
Vorteile des Absorberkalks
- Staubfrei (Stäube verlegen die Luftstraßen)
- keine Reizung des Atemwege
- nicht toxisch
- hohe Absorptionskapazität
- niedriger Preis
Warum sollte Trockener Atemkalk vermieden werden
- trockener Kalk reagiert heftig mit CO2 Bildung, wenn Enfuran, Isofluran od. Desfluran verwendet werden
- fällt der Wassergehalt des Atemkalks unter 5% nimmt die Absorptionswirkung drastisch ab
Besonderheiten bei der Nutzung von Sevofluran bei halbgeschlossenen Narkosesystemen mit Atemkalk
- Sevo reagiert mit dem Atemkalk, dabei entsteht “Compount A”
- Compount A ist potentiell nephrotoxisch
- Narkosen mit niedrigem Frischgasfluss (low- Flow / minimla Flow) sollten mit Sevu deshalb nicht durchgeführt werden
- besonders gefährlich bei trockenem Atemkalk -> Kalk wird schlagartig sehr heiß -> sehr schneller Farbumschlag -> Sevo wird zersetzt
DGAI Richtlinien zur Nutzung von Atemkalk
- trockenen Atemkalk vermeiden -> geringen Frischgasflow nutzen
- Routinewechsel wenn 2/3 des Absorber einen Farbumschlag (Cave: Farbumschlag= reversibel) hat, 1 x Wöchentlich oder bei CO2 in der Insp.
- Wechseldatum auf Absorber vermerken
- Dosierdosen gut verschließen
- wenig genutzte Geräte nicht mit kalk bestücken
( auf neueren Geräten werden geschlossene Kalkbehälter fertig geliefert)
Wirkungsweise von Nichtdepolarisierenden Muskelrelaxanzien
- binden sich an den ACh-Rezeptor, ohne eine Depolarisation zu bewirken -> Muskelkontraktion bleibt aus
- konkurrieren mit dem ACh um den Rezeptorplatz
-wenn das nichtdepolarisierende Muskelrelaxans in hoher Konzentration vorliegt, besetzt es alle ACh-Rezeptoren
- das nach einem Nervenimpuls freigesetzte ACh hat keine Chance an einen freien Rezeptor zu gelangen - > keine kontraktion möglich -> Relaxiert
- Muskelerregbarkeit tritt erst wieder ein wenn das Relaxans durch Blut+Lymphe abtransportiert wurde
Wirkung von Depolarisierendne Muskelrelaxanzien
- binden sich an den ACh Rezeptor und erzeugen dort eine Depolarisation
- werden am Rezeptor nicht von ACh-Estase abgebaut
- Depolarisierung hält einige Minuten an -> Muskelzelle ragiert mit kurzfristiger Muskelzuckung zu Beginn, danach erschlafft sie -> ACh kann so keine Muskelkontraktion auslösen, da der Rezeptor besetzt und die Muskelmembran depolarisiert ist
- Wirkende erfolgt duch Abtransport , Abbau durch das Enzym Pseudocholinesterase
- depolarisierende Muskelrelaxanzien können nicht durch erhöhte ACh- Konzentration aus der Rezeptorbindung verdrängt werden-> sind also nicht antagonisierbar !!!
Succinycholin Wirkeintritt, Dauer, Doesierung und Nebenwirkung
- depolarisierend
- Dosierung 1-2 mg/kgKG
- Wirkeintritt 30 sec.
- Wirkdauer ca. 3 min.
Nebenwirkung :
- Hyperkaliämie
- Brady, Asystolie, Arrhytmien, Hypotonie
- Histaminfreisetzung
- Muskelschmerz
- Steigerung v. gastralem, intraokulärem Druck + ICP
-Trigger f. maligne Hyperthermie
Succinylcholin Kontraindikationen + Indikation
Kontraindikationen
-Hyperkaliämie, term. Niereninsuff
- Verbrennung, Polytraume, Muskeltrauma
- Neuromusk. Störungen (Querschnitt)
- längere Immobilisation
- Perfoerierende Augenverletzung
- Pseudocholinesterasemangel
- Myotonien
- Neigung zur malignen Hyperthermie
Indikation
- Ileuseinleitung (RSI beim brechenden Pat.)
Laryngospasmus
-> nicht antagonisierbar
Relaxansüberhang Zeichen + Antagonisten
- hochfrequenter, flacher Atem
- Tachykardie + Hypertonus (Stress)
- Atemnitgefühl, Unruhe ZEichen des Pat.
-> Anatagonisten :
- Neostigmin (Prostigin)
>verdrängt Acetylcholin, Parasympathikus Aktivierung (Atropin zusätzlich)
>es kann zum Rebound kommen
- Sugammadex (Bridion) nur für Esmeron
>packt Esmeron ein bis es abgebaut ist
Benzodiazipinüberhang Zeichen + Antagonist
- Pat. nicht erweckbar
- normale AF, normale HF
Antagonist:
Flumazenil (Anexate)
Opioidüberhang Zeichen + Antagonist
- niedrige AF, niedrige HF
- Kommandoatmung
- Gefahr: Atem- und danach Herz- Kreislaufstillstand
Antagonist:
Naloxon (Narcanti)
Quergestreifte Muskulatur wo befindet sie sich und wie funktioniert die Innervation
- Muskeln des Bewegungsapparates (auch Atembewegung, Rachenmuskulatur etc. )
- Innervation über Acetylcholin/mot. Endplatte
Glatte Muskulatur wo befindet sie sich und wie funktioniert die Innervation
- u.a. Darm, Blutgefäße, Bronchien etc.
- Innervation elektromechanisch, über Neurotransmitter (NA, Hormone…) od. rein mechanisch durch Dehnung
Physiologie der Neuromuskulären Übertragung
- quergestreifte Muskelfasern (Atembewegung, Rachenmuskulatur) werden von motorischen Nerven innerviert
-> Verbindungsstellen : motorischeer Nerv -> Muskelzelle -> motorische Endplatte - Übertragungssubstanz = Acetycholin
- ankommender Impuls löst in d. Nervenendigung d. ACh Freisatzung aus
- ACh wandert durch den synaptischen Spalt zur Muskelzelle und bindet sich dort an Rezeptor -> Depolarisation d. Muskelzellmembran -> Kontraktion -> Acetycholinesterase spaltet ACh -> neuer Impuls kann übergeleitet werden
Wie Funktioniert die Antagonisierung von nichtdepolarisierenden Muskelrelaxanzien neostigmin
Cholinesterasehemmer hemmen die Acetylcholinesterase , dadurch wird der ACh- Abbau blockiert-> Folge : Starke ACh Konzentrationserhöhung -> Übersteigt diese Konz. die des Muskelrelaxans wird es vom Rezeptor verdrängt und es kann wieder Muskelkontraktion stattfinden
Cholinesterase-Hemmer, unerwünschte Nebenwirkungen und was diese abschwächt
Neostigmin
- Steigert aktivität des Parasympathikus
-> Brady , Salivation , Überlkeit, Erbrechen, Durchfall, Bronchokonstriktion
Gleichzeitige Gabe von Atropin schwächt diese NW ab
- senkt Parasympathikuserregung
> Kontraindikation= obstruktive Lungenerkrankung, bradykarde Herzrhytmusstörungen
Atropin was ist ist und wie wirkt es
-Parasymptholytikum (Anticholinergikum ,”Parasympathikus-relaxierung”)
- konkurriert am muskarinischen Rezeptor des Parasympthikus mit ACh (neurotransmitter steigert Parasymp.) -> Atropin verdrängt ACh und reduziert die Wirkung von ACh
-> Sympathikuswirkung überwiegt
- pos. chronotrop (HF ^), pos. inotrop (Herzkraft)
- pos. dromotrop (Erregungsweiterleitung)
- Gefäßengstellung
- Bronchodilatation
Mydriasis
- Schweißbildung reduziert
- Speichelbildung reduziert
- Spasmolyse
Nebenwirkungen von Neostigmin
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Bradykardie
- Salivatin
- Bronchokonstriktion
(eventl. kürzerer Halbwertszeit)
Sugammadex (Bridion)
-> Antagonist für steroidale Muskelrelaxanzien ( Rocuronium, Vecuronium)
- Neuromuskuläre Blockade kann zu jeder Zeit aufgehoben werden
- Beendigung der Wirkung der Muskelrelax. durch Enkapsulierung (Umschließung) der Relaxanzien
- Kaum Nebenwirkungen
- relativ teuer
Was ist die Maligne Hyperthermie
- seltene, vererbbare, bis vor wenigen Jahren letale Komplikation in der Anästhesie
- Geährdet sind Menschen mit einer Veränderung des Rezeptors (Ryandodin) der quer gestreiften Skelettmuskulatur
- es kommt zur aktivierung des Stoffwechsels der gesammten Muskulatur auf Zellebene
-> exzessive Muskelkomntraktionen
-> Stoffwechselvvorgänge werden überfordert
Bei welchen Erkrankungen liegt ein erhöhtes Risiko für eine Maligne Hyperthermie vor
- Central Core Disease ( Muskelerkrankungen)
- King-Denborough-Syndrom (Muskelerk. + Fehlbildung)
- Nemalin Myopathie
Bei welchen Erkrankungen können Maligne Hyperthermie ähnliche Symptome auftreten
- Muskeldystrophien
- Myotonien
Pathophysiologie der Malignen Hyperthermie
- Defekt der kcl speichernden Membranan der Skelettmukelzelle
- Stoffwechselentgleisung durch Dauerkontraktionen
- Gestörte Rückresorption von kcl
-> Vermehrte kcl-freisetzung
-> Exzessiver O2 Verbrauch, hohe Co2 Produktion, Lactatanstieg, Muskelzerfall
Klinische Zeichen der Malignen Hyperthermie
- Rigor / Masseterspasmus bei Intubation
- unklare Tachy (Arrhytmie)
- nicht erklärbarer et-C02-Anstieg
- Sättigungsabfall
- schwitz, marmoriertes Hautkolorit
- BGA : metab. Azidose, Hyperkapnie, Hypoxie, Hyperkaliämie
Spätzeichen und Sicherung der Diagnose einer Malignen Hyperthermie
Spätzeichen
- Absorbererwärmung
generelle Muskelrigidität
- Temp. Anstieg auf 40 - 43 Grad (1° pro 30 min) !!!
Sicherung der Diagnose
- Myoglobinämie, Myoglobinurie (brauner Urin)
- CK-Anstieg über 10.000 E/l
- GOT-, GPT-, K-, Ca-Anstieg
Spätfolgen der Malignen Hyperthermie
- Maligne Arrhythmien bei Hyperkaliämie, Herz-Kreislaufstillstand
- neurolog. Komplikationen bei Elektrolyverschiebung
- Disseminierte Gerinnung , Verbrauchskoagulopathie
- Nierenversagen bei Myoglobinämie/-urie
Vorgehen bei Verdacht auf die Maligne Hyperthermie
-> Triggersubstanz stoppen!
- Hyperventilation mit 100% O2 (AMV um Faktor 3 erhöhen, Flow 10 l/Min)
- > Hilfe holen (2. Arzt, 2. PK)
-> Dantrolen 2,5 mg/kgKG in 15 min.
-> Diagnostik: BGA, CK, Eĺyte, Myoglobin in Plasma u. Harn)
- erweiteretes Monitoring (Art., ZVK)
- BGA alle 10 Min
- Temp Senkung
- NaBi nach BGA
weiteres Vorgehen im Umgang mit der Malignene Hyperthermie nach den Sofortmaßnahmen
- Dantrolen alle 30 Min 2,5 mg/kg bis sich der hypermaetabole Stoffwechsel wieder normalisiert
- Fortführen der Dantrolen-Therapie über 24 h
-> bei einer Gesamtdosis von ü. 20mg/kg und Erfolgslosigkeit -> Diagnose fraglich - auf ausreichende Diurese achten
- ggf. Heparinisierung
- Laborverlaufskontrollen
Triggerfaktoren für die Maligne Hyperthermie
Inahalationsanästhetike
- Sevofluran, Isofluran, Desfluran, Halothan, Äther
Muskelrelaxanzien
- Depolarisierend -> Succinycholin
Stress
Wie sorge ich für eine Triggerfrei Narkose
- spülen der gasführenden Teile des Narkosegerätes ( 10l/min Flow ü 10 min.)
- entfernen des NArkosemittelverdampfers
- erneuern des Co2 Absorberkalks
- Schlauchwechsel
- gute Prämed.
- weglassen der Triggersubstanzen
- Dantrolene muss vorhanden sein
Wie wirkt Dantrolene
- vermindert die kcl freissetzung durch Hemmung des Ryanodinrezeptors
wirkt muskelrelaxierend - kann peripher gegeben werden, besser aber zentral (venen reizend)
- enthält Mannit -> gut für Diurese
- jede Flasche enthält 20 mg + wird in 60 ml Aqua gelöst
Was ist der MAC Wert
MAC = minimale alveoläre Konzentration
- Minimales alveoläre Konzentrattion eines Inhalationsanästhetikums
- Indirektes, altersabhängiges Mas für die Wirkungsstärke eines Inhalationsanästhetikums
Propofol Anwendung, Wirkdauer, Induktionsdosis, Erhaltungsdosis, Eliminationshalbwertszeit
- Induktion+ Aufrechterhaltung der Narkose bei Kindern ab 1 Monat u. Erw.
- 30 - 40 sec. nach iv Gabe
Anxiolyse, Amnesie, Bewusstlosigkeit - Wirkdauer 5- 8 Min.
- Induktionsdosis bei Kindern 2,5 - 4 mg/kgKg , Erhaltungsdosis 9 - 15 mg/kgKG
- Eliminationshalbwertszeit ca. 1h
Vorteile von Propofol bei einer TIVA
- angenehmes einschlafen, exzitationsarme Ausleitung
- Reflexdämfung
- geringes PONV Risiko
- geeignet für Sed. im CT,MRT
- kein dichtes Beatmungssystem nötig (geeignet für Broncho)
- keine Raumluftbelastung
- kein Trigger für Maligne Hyperthermie
Nachteile von Propofol bei einer TIVA
- keine analgetische + relaxierende Wirkung
- neg. inotro
- Dosisabhängig Vasodilatation, MAP fällt
- HZV fällt ca. 15 %
- Syst. vaskulärer Wiederstand fällt 15 - 25 %
- HF bleibt fast gleich
- Injektionsschmerz
- Bei Einleitung Myoklonien möglich
- Problem. bei Soja/Eu- Nussallergien (FAchinfo)
Was bedeutet PRIS und wie äußert sich dieser Zustand
Propofol-Infusionssyndrom
(Seltenene, letale Stoffwechselentgleisung)
- Herzinsuff.
- Hypertriglyzeridämie
- Lipidämie
- Laktatazidose
- Herzrhytmusstörungen
- Rhabdomyolyse
- Hayperthermie
- Nierenversagen
Thiopental Wirkung und Anwendung
- Wirkeintritt 15-45 sec.
- Wirkdauer 5-15 min (Hypnotische Wirkung)
- Dosierung 3-7 mg/kg/KG
Eliminations HWZ 5-10 h
-> stark alkalisch
-> keine Analgesie!
- bei status epilepticus
- senkt erhöhten ICP
Etomidat Wirkung und Anwendung + Nebenwirkung
- Wirkeintritt 15-45 sec.
- Wirkdauer 5- 10 min.
- Dosierung 0,15 - 0,3 mg/kgKG
- Eliminations HWZ 2-3h
-> hohe Sicherheitsbreite
-> kaum Kreislaufdepression : geeignet bei Kardio Pat.
Nebenwirkung:
- Myoklonien
- Hemmung der Cortisol-Biosynthese, daher keine TIVA
Midazolam Wirkung und Anwendung
gut zur Prämed -> kurze HWZ 1-3 h b. Kindern
- rektal: Wirkeintritt nach 10-15 min, Dosis 0,5 mg/kgKG
- oral: Wirkeintritt ca. 30 min., Dosis 0,5 mg/kgKG
- nasal: rascher Wirkeintritt, Dosis 0,2 - 0,4 mg/kgKG (schleimhaut reizend)
Vorsicht bei Kindern mit OSAS (obstruktives schlafapnoe syndrom), Muskelerkrankungen
- Einleitungsdosis: 0,15-0,3 mg/kgKG
falls nötig mit 10 mü./kgKG Anexate (Flumazenil) anatgonisieren
Ketamin Wirkung und Anwendung
- Wirkeintritt: 30 sec. i.V. / 2-10 min i.m.
- Wirkdauer: chir. Toleranz: 5-15 min i.V.
Analgesie 40-60 min
Amnesie 1-2 Std - Dosierung: Sedierung0 0,25- 0,5 mg/kgKG , Narkoseeinleitung 0,5-2mg/kgKG
Ketamin Nebenwirkungen und was es zu beachten gibt
Nebenwirkungen
- Psychomimetisch, Dyphorie, Hallus
- Sympthikus aktivierung
- Hypersalivation
- Bronchodilatation
zu beachten
- immer in Kombi mit Benzos oder Propofol
- weitesgehender Erhalt der Schutzrefelxe, aber kein sicherer Aspirationsschutz
- Einastz häufig in der Notfall Med. z.B. Traume, Status asthmaticus, Erstvers.
Was bedeutet CIRS
- critical Incidence Reporting System
Aufgaben einer CIRS AG
- Sammlung+ Sichtung
- Auswertung
- Rückmeldung
Wozu gibt es CIRS
-Instrument d. Risikomanagements zur Erhöhung der Patientensicherheit
- Meldung kritischer Ereignisse sollen den Schadensfall am Pat. verhindern
- Anonymität ist Priorität
Durch welche Aspekte kann sich die Patientensicherheit erhöhen
- Risikoidentifikation
_ Fallanalyse/Risikobewertung - Ursachenanalyse
- Lösung suchen
- Risikosteuerung (durch Führungskräfte )
- Maßnahmenplanung
- Umsetzung d. Maßnahmen
- Erfolgskontrolle
Das Eisbergmodell hat 4 Fehlerstufen, nenne sie
- Schadensereignisse
- Beinahe Komplikationen
- Kritische Ereignisse
-latente Fehler
Mallampati klassifikation wie viele Stadien gibt es und was wird geprüft
-4 Stadien
je größer die Zunge + kleiner der Mund raum desto schwieriger der Atemweg
1) das Zäpfchen ist gut sichtbar
4) das Zäpfchen ist komplett verdeckt von der Zunge
Was zeigt der MET Reiter im Anästhesieprotokoll an und was bedeutet MET
- Metabolischen Äquivalent
- Körperl. Belastbarkeit
-Punktesystem von 1 bis > 8
-1 -4 leichte Hausarbeit, langsames gehen
-4 -8 Treppensteigen, Gartenarbeit, Radfahren - > 8 Joggen
- Belastbarkeit < 4 MET = erhöhtes Narkoserisiko
Was bedeutet PONV und von welchen 3 Faktoren ist es abhängig
Post Operative nausea vomiting
- Medikamentenabtängig→ Opiate, volatile Anästhetika
-OP- Abhängig → HNO OP , Augen OP
- Altersabhängig
> 3]. → sehr selten
ab 3]. → ansteigende Häufigkeit
6-10 J. ca. 50%
danach abnehmend 1:10
Was kann zur PONV Prophylaxe gemacht werden
- keine inhalation Anästhetika (Kein Sevo)
-Opiate vermeiden (wenn mögl. Regionalanästhesie) - Dexamethason O,1mg/kg KG max 4 mg bei Narkosebeginn
- Ondensetron0,1mg/kg KG max.4-8 mg kurz vor Narkoseende
Welche Medi’s können für eine Pre Med. genutzt werden
-Midazolam
- Katanest
-Clonidin
- Nenne die 4 Narkosestadien
- Was passiert wann
1) Analgesie → Bewusstseinsverlust, Amnesie, Analogesie
2) Exzitation → unkontrollierte Aktivität von Reflexzentren im Mittelhirn
3) Toleranz → Stufenweise Abnahme der Reflextätigkeit
4) Asphyxie → Kreislaufstörung durch resp. bedingten o2 Mangel
Wie läuft eine TIVA ab
1) zugang legen + fixieren
2) Opiate verabreichen
3) Maske (mit Duft ggf. zur Präoxy. vorhalten
4) Propofol geben (Hypnotikum)
5) Relaxieren ( nur wenn intubert werden soll)
Kurz warten
ggf. Magen entlasten bei LAMA
LAMA einführen od intubieren
was ist der Blut- Gas- Verteilungskoeffizient
Der Blut-Gas-Verteilungskoeffizient beschreibt wie schnell ein inhalatives Gas über die Alveolen in das Blut diffundieren
Welche Möglichkeiten der Schmerztherapie bei Früh und Neugeborenen gibt es
-Medi’s (Opiate/ nicht opiate)
- Regional- und Lokalanästhesie
- psychologische Interventionen (Beruhigung, Beschäftigung , Ablenkung
- Alternative Verfahren (Wärme, Kälte, Akupunktur )
Nenne die 3 Säulen der Post OP Schmerztherapie
- nicht Opioide →NSAR, PCM, Metamizol
- Opioide
- Regionalanästhesie/ Lokalanästhesie
Rocuronium ( Esmeron)
Dosierung
Wirkeintritt
Wirkdauer
Zu 37 bridion
Dosierung: 0,6-1,0 mg/ kgKG
Wirkeintritt: 60 sec.-3 min
Wirkdauer: ca.40 min
Neostigmin und Atropin Dosierung und Kontraindikation
Zu 33
Neostigmin : 0,01-0,05 mg/ kg KG
Atropin: 0,01-0,02 mg/kg KG
KI: obstraktive Lungenerkrankungen
bradykarde Herzrhytmusstörungen
Nachteile der Antagonisierung von Neostigmin und Atropin
Übelkeit
HF Änderungen
wirkt nicht b. Vollrelaxierung
evente. höhere HWZ d. Antagonisten
Remifentanil
Dosierung, Wirkentritt, Dauer, Indikation, NW
- Dosierung: 1 bis 2 mü/kgKG BOLUS
0,1 - 0,5 (1) mü/kgKG/min CONT. PERFUSOR
- Wirkentritt: 60 sec.
- Wirkdauer: 5 - 10 min
- Indikation: Narkoseführung (TIVA)
- NW: Atemdepression, Bradykardie, Hypotonie, Miosis, Thoraxrigidität
→HWZ kurz = gute Steuerbarkeit
→post-narkotische Analgesie frühzeitig einleiten
→ Hyperalgesiesyndrom (Langzeitpotenzierung der Synapsenrregung (LTP) durch abrupten Wirkverlust)
Piritramid
Dosierung, Wirkentritt, Wirkdauer, Indikation, Nebenwirkungen
- Dosierung: 0,05 - 0,1 mg/kg/KG
- Wirkungseintritt: ca. 1-3 min
max. Wirkung 15- 20 min - Wirkdauer: 2-4 h
- Indikation : Post OP Analgesie
- NW: Atemdepression, Bradykardie, Miosis
→Mittel der Wahl bei PCA
BOLUS 0,025 - 0,03 mg/kg/KG
→ Fraktionierte Gabe im AWR 0,05 mg/kgKG (unmittelbar Post OP oft höhere Boli nötig)
Wie sind die Prä OP Nüchternzeiten
-bis 2 h vor OP: klare flüssigkeit 1-2 Gläser
- bis 4 h vor OP: Muttermilch
- bis 6 h vor OP: leichtes Essen, Kuhmilch
- bis 8 h vor OP: Vollwertige Mahlzeit auch frittiertes etc.
Naloxon Dosierung und Gabe
0,01 mg/kgKG
Alle 2 bis 3 Minuten bei ausbleiben einer Besserung
(Möglichkeit des Rebounds bedenken nach Gabe)
Sevofluran Vorteile
- kein i.V. Zugang nötig
- wenig Schleimhautreizend
- geringer Blut-Gas-Verteilungs-Quoeffiezient
- Bronchodilatativ
- Vasodilatativ
- zentrale Reflexdämpfung
- keine Brady in der Einleitung
-gerige Hämodynamische Wirkung - schnelles Einschlafen und erwachen