Wie lernen wir? Flashcards
Definition Lernen (Hasselhorn und Gold)
Lernen ist ein Prozess, bei dem es zu überdauernden
Änderungen im Verhaltenspotenzial als Folge von
Erfahrungen kommt.
Gedächtnis
Gedächtnisinhalte und Speicherformen
Gedächtnisinhalte
´Deklaratives Gedächtnis und nicht deklaratives Gedächtnis
Deklaratives Gedächtnis
Episodisches und Semantisches Gedächtnis
Episodisches Gedächtnis
Erinnern an Ereignisse/ Umstände;
biographisches Gedächtnis
Semantisches Gedächtnis
Wissen über Fakten, Regeln, Tatsachen
Nicht deklaratives Gedächtnis
Prozedurales und Perzeptuelles Gedächtnis
Prozedurales Gedächtnis
Fertigkeiten, Handlungen, motorische Fähigkeiten,
assoz. Gelerntes
Routinen
Perzeptuelles Gedächtnis
Wiedererkennen, Einordnen von Strukturen
Speicherarten
Mehr(drei)- Speichermodell (Atkinson und Shiffrin 1968)
Mehrspeichermodell
sensorisches Gedächtnis, Arbeitsgedächtnis, Langzeitgedächtnis
sensorisches Gedächtnis
Erfassen von Sachverhalten über SInne
Kurzzeitgedächtnis (Arbeitsgedächtnis)
Hier erfolgen: Interpretieren, selegieren, organisieren
Begrenzt durch: Zeit, Kapazität und Fokus
Langzeitgedächtnis
Hier erfolgen: Elaborieren, stärken, generieren
Lernen als soziale Aktivität
Lernen als sozialer Prozess
Austausch mit anderen
Zentrale Annahmen: Wissen wird aufgebaut, Verständnis konstruiert Soziale Interaktion als Hilfsmittel Selbstregulierung Authentische/Herausfordernde Probleme motivierend /anregend
Lernen als Informationsverarbeitung
der Weg vom Arbeitsgedächtnis ins Langzeitgedächtnis
Metakognition: Wissen über Lernprozesse
Lernoptimierung durch Lern- und Gedächtnisstrategien
Wiederholung, Organisation, Elaborationsformen
Metakognition/Lernstrategien: erlernbar
Abruf von Informationen stets auch förderbar durch: Vorwissen, Mastery Learning, Häufige Anwendung, Cues
Konstruktivistische Lerntheorien
Grundidee
Lernen = individueller Aufbau von Wissen
kognitiver Konstruktivismus (Piaget) Fokus
Erklärung des Wissensaufbau
Assimilation
Prozess: Umsetzung von eintreffenden Situationen
–> übereinstimmen mit bereits vorh. Wissen
Akkomodation
Prozess: Anpassung vorhanden Wissensstrukturen mit neuen Erfahrungen
Sozio-Konstruktivistische Lerntheorie (Wygotsky)
Fokus: Lernen durch soziale Interaktion
Grundprinzipien der sozio - kontro. Lerntheorie
- aktiver Aufbau von Wissen –> Verständnis aktiv konstruiert
- Soziale Interaktion –> Aufbau zum Verständnis
- Lernen findet selbstgesteuert statt
- Motivation durch authentische, lebensnahe Probleme
Wichtige kognitive Lernvoraussetzungen
Arbeitsged.kapazität & Verabeitungsgeschw.
Vorwissen
Metakognitives Wissen
Generelle Problemlosefähigkeit
Intelligenz
Fähigkeit (interlektuelle) Problem zu lösen
Motivation
aktuelle & überdauernde Motivation
extrinsische und intrinsische Motivation
aktuelle Motiva.
Anstrengbereitschaft, Fokussierung, Neugier
Überdauern. Motiv.
ind. Interesse, Fähigkeitsüberzeugung, Zielorientierung
Ziel von Unterricht
Förderung akt. und überdauer. Motivation
intrinsische Motivation
Handlung selbst ist die Belohnung –> Ausführung mit mehr Anstrengung und Konzentration
extrinsische Motivation
Handlung wird nur wegen positiver Folgen ausgeführt oder durch Vermeiden negativer Folgen (externe Belohnung)
Adaptive Lernumgebung
Makroebene, Mikroebene
Makroebene
Innere und äußere Diff. (Anpassung des Curriculums)
Mikroebene
Laufende Anpassung innerhalb des Unterrichts (z.B. Auswahl best. Aufgaben)
Äußere Differenzierung
Diff. nach Schulform
Fördermaßnahmen
Neigungsdiff. (AGs in Sport)
Innere Differenzierung (innerhalb der Klasse)
Quantitative Diff. = nach Aufgabenumfang
Qualitative Diff. = Schwierigkeit/Komplexität
Method. Diff. = Methodeneinsatz/ Einsatz an Lehrerhilfe
Mediale Diff. = Abstraktionsgrad der Unt.mittel
zeitliche DIff. = Staffelung der Lern-/Bearbeitungszeit