VL 1 Methoden Flashcards

1
Q

Nenne 3 Vorteile von Querschnittsstudien

A
  • ökonomisch
  • Einsatz modernster Erhebungsverfahren
  • Gewinnung größerer Stichproben
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2
Q

Nenne 3 Nachteile von Querschnittsstudien

A
  • Keine Berücksichtigung intraindividueller Veränderungen
  • Konfundierung von Alters- und Kohorteneffekt
  • Selektive Populationsveränderungen
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3
Q

Nenne 2 Vorteile von Längsschnittstudien

A
  • Untersuchung intraindividueller Veränderungen möglich

- Analyse des Zusammenhangs von Veränderungen in mehreren Merkmalen möglich

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4
Q

Nenne 4 Nachteile von Längsschnittstudien

A
  • Geringe zeitliche Ökonomie
  • Auftreten von Testungseffekten
  • Konfundierung von Alters- und Erhebungszeitpunkt
  • Selektive Populationsveränderungen
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5
Q

Wie heißt die Kombination aus Quer- und Längsschnittstudie?

Was ist das Prinzip?

A
  • Sequenzmodell

- Mehrere Kohorten werden in mehreren aufeinander folgenden Altersstufen untersucht

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6
Q

Nenne 6 experimentelle Methoden in der Säuglingsforschung

A
  • Habituation
  • Methode der Blickpräferenz
  • Methode der Erwartungsverletzung
  • Head-Turn Paradigma
  • High-Amplitude-Sucking
  • Imitation
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7
Q

Erkläre das Habituationsparadigma

Was ist das Ziel? (2)

In welchem Alter wird es eingesetzt?

A

Habituation:
Säuglinge verlieren ihr Interesse an einem bestimmten Reiz, wenn sie ihm länger oder häufiger ausgesetzt sind.

Dishabituation:
Präsentiert man anschließend einen neuen Reiz, löst dieser eine Orientierungsreaktion aus.

Ziel:
Untersuchung frühkindlicher Fähigkeit zur Reizdiskrimination und Kategorienbildung.

(Kategorienbildung: Darbietung unterschiedlicher Exemplare derselben Kategorie in der Habituationsphase. Darbietung eines Exemplars der kontrastierten Kategorie in der Testphase)

Alter:
bis 12 Monate

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8
Q

Erkläre die Methode der Blickpräferenz

preferential looking

A
  • erfaßt spontane Bevorzugungen für bestimmtes visuelles Material.
  • in der Regel Präsentation von zwei Abbildungen gleichzeitig
  • man mißt, welche spontan länger angeschaut wird.
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9
Q

Erkläre die Methode der Erwartungsverletzung

violation of expectation

A
  • Analysiert frühkindliche Vorstellungen über dynamische Ereignisse und kausale Zusammenhänge

-1. Phase: Habituation
dem Kind wird wiederholt ein bestimmter Vorgang gezeigt, der mit den Gesetzen der physikalischen oder der psychologischen Kausalität konform ist

    1. Phase:
      Anschließend sieht das Kind abwechselnd
      a) ein neues konformes Ereignis und
      b) ein unmögliches Ereignis.
  • Bevorzugen des unmöglichen Ereignisses = korrekte physikalische bzw. psychologische Vorstellungen
  • Beide Testdisplays müssen unter Kontrollbedingungen (ohne vorherige Habituation) gleichermaßen interessant sein.
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10
Q

Erkläre das Head-Turn-Paradigma

ab welchem Alter kann es angewendet werden

A
  • Analyse akustischer Präferenzen
  • Aufmerksamkeit wird mittels Lichtreiz und akustischem Reiz nach links oder rechts gelenkt
  • AV: Dauer der Zuwendung zu einer Seite
  • Alter: ab 4 Monate (Kopfdrehung möglich)
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11
Q

Erkläre die Methode des High-Amplitude-Sucking

A
  • Analyse von Wahrnehmungspräferenzen Neugeborener
  • Säugling lernt durch die Steigerung oder Reduzierung seiner Saugfrequenz bestimmte Reize “herbeizusaugen.”
  • Schlussfolgerung darüber möglich, ob Kind zwischen 2 Reizen diskriminieren kann und welchen es bevorzugt
  • Sehr aufwändig
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12
Q

Erkläre das Imitations-Paradigma

Nenne die 2 Untersuchungsphasen

Ab welchem Alter kann es angewendet werden?

A

Modellphase:
Kind beobachtet Modell beim Ausführen einer Handlung

Testphase:
Kind darf selbst mit Objekten spielen; gezeigte Handlungen werden analysiert

Handlungssteuerung:
sofortige Imitation

Gedächtnis:
verzögerte Imitation (Minuten bis Wochen)

Alter: ab 6 Monate (Ausnahme: Neugeborenen-Imitation)

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13
Q

Nenne 2 Beispiele der mündlichen Befragung

A
  • Puppenspielinterview

- Bildwahlverfahren

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14
Q

Nenne 3 Beispiele der schriftlichen Befragung

A
  • IBQ (Infant Behavior Questionnaire)
  • EAS (Emotionalitäts-Aktivitäts-Soziabilitäts-Temperamentinventar)
  • ELFRA (Elternfragebogen für die Früherkennung von Risikokindern)
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15
Q

Wie funktioniert das Puppenspielinterview?

A
  • Puppe wird Kind vorgestellt und geht dann schlafen

- Kind wird Geschichte erzählt & danach gebeten, die Geschichte für die Puppe nachzuerzählen

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16
Q

Erkläre das Bildwahlverfahren

A
  • es werde zwei Bilder gezeigt, wovon eines nach einem bestimmten Kriterium ausgewählt werden soll
  • es können bestimmte Fragen zu diesen Bildern gestellt werden oder es soll eine vom Versuchsleiter begonnene Geschichte zum Bild fortgesetzt werden
17
Q

Was ist der IBQ?

A
  • Infant Behavior Questionnaire
  • Elternfragebogen zur Erfassung von Temperament bei Säuglingen
  • 190 Fragen zu
    • Füttern
    • Schlafen
    • Baden und An-/Ausziehen
    • Spielen
    • Tagesaktivität
    • Beruhigungstechniken
  • Kodierung: 13 Skalen
  • verschiedene Normen –> Problem bei Übertragung von amerikanischem auf deutschen Test –> Forschung O.K., Anwendung eher nicht
18
Q

Was ist der EAS?

A
  • Emotionalitäts-Aktivitäts-Soziabilitäts-Temperamentinventar
  • Elternfragebogen
  • validiert an 2-14 Jahre alten Kindern
  • ca. 20 Fragen
19
Q

Was ist der ELFRA?

A
  • Elternfragebogen für die Früherkennung von Risikokindern
  • ELFRA-1: für 12 Monate alte Kinder
    • Sprachproduktion
    • Sprachverständnis
    • gestisches Verhalten
    • Feinmotorik
  • ELFRA-2: für 24 Monate alte Kinder
    • produktiver Wortschatz
    • wichtigste grammatikalische Entwicklungsschritte
20
Q

Nenne 2 Beispiele für systematische Beobachtungen

A
  • Fremde Situation

- CARE-Index

21
Q

Erkläre die Beobachtungsmethode

“Fremde Situation” (Mary Ainsworth)

A
  • Labortest zur Messung der Sicherheit einer Bindung
  • 8 Episoden der Trennung und Wiedervereinigung mit Bezugsperson
  • Interaktion mit fremder Person (mit und ohne Anwesenheit der Bezugsperson)

Ziel: Testung der emotionalen Belastbarkeit bzw. Reaktion des Kindes

  • Aufwändiges Verfahren

Kodierungssystem:

  • Häufigkeit von verschiedenen Verhaltensweisen
  • Interaktionsverhalten mit der Mutter
    (v. a. bei der Wiedervereinigung)
  • Verhalten gegenüber der fremden Person
    • Nähe und Kontakt suchen
    • Kontakt wiederherstellen
    • Kontakt vermeiden
22
Q

Erkläre den CARE-Index

Wie werden die Verhaltensweisen kodiert? (7)

Nenne die 3 Kategorien mütterlichen Verhaltens

Nenne die 4 Kategorien kindlichen Verhaltens

A
  • Child-Adult Relationship Experimental Index
  • bereits im ersten LJ anwendbar
  • Einfache Anwendung
    (Videoaufnahme einer 3-5min. Spielsequenz)
  • natürliche Spielsituation
  • Fokussierung auf Funktion des Verhaltens
    (nicht Morphologie)

Auswertung
- Kodierung der Verhaltensweisen auf
7 Ausdruckskanälen
(Gesichtsausdruck, Stimme, Körperhaltung und
-kontakt, Emotionen, Interaktionswechsel,
Kontrolle des Interaktionspartners,
Aufgabenstrukturierung)
- Verteilung von je 14 Punkten auf
- 3 Kategorien mütterlichen Verhaltens
(feinfühlig, kontrollierend, nicht-responsiv)
- 4 Kategorien kindlichen Verhaltens
(kooperativ, bemüht-angepasst, schwierig, passiv)

  • mehrtägiges Training nötig
  • aufwändige Auswertung
23
Q

Nenne 4 Beispiele für standardisierte Tests

was ist alles standardisiert?

A
  • Allgemeine Entwicklungstests
  • Intelligenztests
  • Schultests
  • Tests zur Prüfung spezieller Funktionen
    (z. B. Wahrnehmung, Motorik, Sprache)
  • Durchführung, Material & Auswertung sind standardisiert
24
Q

Was ist der
“Bayley Scales of Infant Development”?

Nenne und erkläre die 3 Skalen

A
  • allgemeiner Entwicklungstest
  • 1 - 42 Monate

Skalen:

  • MENTAL SCALE
    (Gedächtnis, Lernfähigkeit, Problemlösen, frühe
    Zahlenkonzepte, Generalisierung,
    Kategorisierung, Vokalisation, sprachliche und
    kommunikative Kompetenzen)
    Beispiel: nach 3 Würfeln greifen; Gegenstand an
    Tuch heranziehen
  • MOTOR SCALE
    (Grob- und Feinmotorik)
- BEHAVIOR RATING SCALE
  (Qualität des Verhaltens während der
  Untersuchung, Erregungsniveau,
  Aufmerksamkeitssteuerung, emotionale
  Regulierung)