Textlinguistik Flashcards

1
Q

Ansatz zur Unterscheidung von Mündlichkeit

A

Medium: graphischer / phonischer Kode

Konzeption: gesprochen / geschrieben

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2
Q

Geschichte der Textlinguistik

A
  • Entwickelt sich Mitte der 1960er Jahre in Abgrenzung zur satzzentrierten
    Systemlinguistik (pragmatische Wende)
  • Text wird als originäres sprachliches Zeichen begriffen (im Gegensatz zum
    Satz), weil bestimmte grammatische Phänomen ihre Funktion (semantische
    und syntaktische) erst im Text entfalten können (z.B. Anaphern)
  • Ursprünglicher Fokus: Textinterne Textlinguistik, weitere Entwicklung in
    pragmatischer und kognitiver Ausrichtung (vgl. folgende Folie)
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3
Q

Textlinguistische Zugänge

A

transphrastischer Ansatz
Fokus: sprachliche Mittel der Kohärenzherstellung in Abfolgen von Sätzen
→ Text als strukturierte Ganzheit

kommunikativ-funktionaler Ansatz
Fokus: Textfunktionen → Text als Sinnträger

kulturanalytische Ansätze
Fokus: kulturelle Bedeutung von Texten, Textmustern
→ Texte als Ausdruck von Kultur (Vgl. Schröter 2022)

kognitiver Ansatz
Fokus: Prozesse der Textproduktion und –rezeption
→ Text als Produkt mentaler Prozesse (kognitive Textmodell, Textweltmodell)

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4
Q

Kognitives Textmodell

A

Textweltmodell: vom Rezipienten (1) konstruierte (2)
mentale Repräsentation (3) des Textes (4)
(1) aus der Rezipientenperspektive modelliert: Text entsteht
im Kopf des Rezipienten
(2) konstruiert: Interaktion von Textinhalten, Textfunktion mit
Vorwissen (Weltwissen, Handlungswissen, Sprachwissen)
(3) Aufbau im Arbeitsgedächtnis, Speicherung im
Langzeitgedächtnis
(4) Rezipienten konstruieren ihr TWM aus der Textbasis:
d.h. aus den Propositionen (Sinneinheiten auf der Ebene
Satz), die aus referentiellen Sachverhalten bestehen
(Referenz und Prädikation)

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