Pulmonale Hypertoni Flashcards

1
Q

Pathophysiologie der Entstehung Pulmonale Hypertonie im Rahmen der Links und rechtsherzinsuffizienz

A

Eine pulmonale Hypertonie kann durch sowohl eine Rechts- als auch eine Linksherzinsuffizienz entstehen, aber die Mechanismen unterscheiden sich je nach der zugrunde liegenden Problematik:

Linksherzinsuffizienz → Pulmonale Hypertonie

Die häufigste Ursache der pulmonalen Hypertonie ist die Linksherzinsuffizienz, da sie den Druck in den Lungengefäßen erhöht.
1. Mechanismus:
• Bei einer Linksherzinsuffizienz (z. B. bei diastolischer Dysfunktion, systolischer Dysfunktion oder Mitralklappenstenose) staut sich das Blut aus dem linken Ventrikel in den linken Vorhof.
• Dieser Rückstau führt zu einem Druckanstieg im Lungenkreislauf (postkapilläre pulmonale Hypertonie).
• Langfristig kann es durch den chronischen Druckanstieg zu einer Verengung der Lungengefäße und einer Remodeling-Reaktion kommen, was den pulmonalen Gefäßwiderstand zusätzlich erhöht.
2. Folge:
• Der rechte Ventrikel muss gegen den erhöhten Widerstand im Lungenkreislauf arbeiten, was zu einer Rechtsherzbelastung und letztlich zu einer Rechtsherzinsuffizienz führen kann.

Rechtsherzinsuffizienz → Pulmonale Hypertonie (indirekt)

Eine Rechtsherzinsuffizienz verursacht primär keine pulmonale Hypertonie, kann aber im Kontext bestimmter Erkrankungen mit einer erhöhten pulmonalen Druckbelastung assoziiert sein:
1. Mechanismus:
• Wenn die Rechtsherzinsuffizienz durch eine zugrunde liegende Erkrankung wie chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD), interstitielle Lungenerkrankungen oder Hypoxie ausgelöst wird, kann dies direkt zu einer pulmonalen Hypertonie führen (präkapilläre pulmonale Hypertonie).
• In solchen Fällen entsteht die Rechtsherzinsuffizienz sekundär durch die chronische Druckbelastung im Lungenkreislauf.
2. Zusammenhang:
• Eine schwere Rechtsherzinsuffizienz kann die Perfusion der Lunge beeinträchtigen und zu Hypoxie führen, die wiederum eine Vasokonstriktion der Lungengefäße auslöst, wodurch sich die pulmonale Hypertonie weiter verschärft.

Zusammenfassung:
• Linksherzinsuffizienz ist die häufigste Ursache einer pulmonalen Hypertonie, da der Rückstau in den Lungenkreislauf den Druck erhöht.
• Rechtsherzinsuffizienz kann indirekt mit pulmonaler Hypertonie assoziiert sein, wenn sie durch Lungenerkrankungen oder Hypoxie bedingt ist.

Beide Zustände sind oft miteinander verbunden, da eine unbehandelte pulmonale Hypertonie eine Rechtsherzinsuffizienz auslösen und umgekehrt eine Linksherzinsuffizienz die Druckverhältnisse in der Lunge beeinflussen kann.

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2
Q

Pathophysiologie der Cor Pulmonale

A

Aufgrund der pathologischen Veränderungen kommt es zu einer alveolären Hypoxie, die mittels des Euler-Liljestrand-Mechanismus zu einem erhöhten Widerstand im Lungenkreislauf führt. Die entstehende pulmonale Hypertonie erhöht die rechtsventrikuläre Nachlast. Damit das anfallende Volumen bewältigt werden kann, kommt es kompensatorisch zu einer Hypertrophie des rechten Ventrikelmyokards (oder zu einer Dilatation).

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