Lernen am Modell Flashcards

1
Q

Als was wurde das Modelllernen in der Vorlesung noch bezeichnet?

A

Als sozial-kognitive Lerntheorie

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2
Q

Definiere Modelllernen

A

“Modelllernen ist ein Prozess, in dem ein Individuum die Kompetenz zur Ausführung von Handlungen durch die Beobachtung des Verhaltens anderer erwirbt.”

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3
Q

Was war der theoretische Ausgangspunkt von Bandura?

A
  1. “Watson had shown that emotions are learned (Der kleine Albert)”
  2. Harry Harlow: Wir sind soziale Wesen (Affenexperiment [Zogen Puppe mit Fell der Puppe mit Nahrung vor…Sobald unser Grundbedürfnis des Hungers gestillt ist suchen wir soziale Nähe])
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4
Q

Was war so bahnbrechend an Banduras Studie?

A

Sie widerspricht der Katharsishypothese (Dass das Ausleben innerer Konflikte und verdrängter Emotionen durch den “Konsum” von Gewalt zu einer Reduktion dieser Konflikte und Gefühle führt…Das Wahrnehmen von Gewalt reinigt uns von unseren eigenen Gewaltfantasien)

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5
Q

Was waren die zentralen Ergebnisse von Banduras Experiment?

A

People imitate what they see! (Wir sehen etwas und machen es nach)

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6
Q

Erläutere die Testphase von Banduras Experiment

A
  1. 4-5 Jährige sahen Film im Einzelversuch
  2. Handlung des Films: Erwachsener malträtiert große Plastikpuppe
  3. Es wurden drei verschiedene Filmvarianten Gruppen gezeigt:
    Film A: Modell wird belohnt
    Film B: Modell wird getadelt/bestraft
    Film C: Modell erfährt keine Konsequenzen
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7
Q

Erläutere die Lernphase von Banduras Experiment

A

Diejenigen die gesehen hatten, dass das Modell belohnt wird zeigten ein größeres Gewaltpotenzial als die anderen Gruppen. In dem Moment wo allen eine versprochen wurde zeigten alle das gleiche Gewaltpotenzial (Kompetenz ungleich Performanz). Gelernt haben sie es also alle, auch wenn sie es nicht direkt umgesetzt haben.

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8
Q

Wie wurde Banduras Experiment interpretiert?

A
  1. Es wird nicht unmittelbar aus eigener Erfahrung gelernt, sondern stellvertretend durch Beobachtung eines Modells
  2. Die aggressiven Handlungen wurden gelernt, auch wenn sie nicht ausgeführt wurden.
  3. Ob sie ausgeführt werden, wird von den Konsequenzen bestimmt.
  4. Der Lernprozess selbst wird jedoch nicht durch Verstärkung gesteuert. (Deswegen ist Kompetenz ungleich der Performanz)
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9
Q

Was ist Kompetenzerwerb und wie steht er in Beziehungzu Aufmerksamkeit und Verstärkung?

A

Kompetenzerwerb (Aneignung)
- Setzt Aufmerksamkeit und Gedächtnisprozesse voraus. (Ich muss erstmal etwas wahrnehmen und mir merken)
- Verstärkung hat eine informative Funktion und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass sich am Modell orientiert wird.

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10
Q

Was beschreibt Performanz?

A

Performanz (Ausführung)
- setzt Motivation und Fähigkeiten voraus (Z.B. Das Streben nach Belohnung)
- Verstärkung des Modellverhaltens erhöht die Bereitschaft zur Ausführung des gelernten Verhaltens

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11
Q

Was sind die Phasen und Prozesse des Modelllernens?

A
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12
Q

Was sorgt dafür, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf ein Modell lenken?

A
  1. Persönlichkeitsmerkmale des Modells
    - Sympathie
    - Soziale Macht (Modell ist beliebt bzw. respektiert)
    - Ähnlichkeit (Menschen die uns ähnlich sind beachten wir mehr im Hinblick auf Modelle)
  2. Merkmale der Beobachtenden die dazu führen, dass sie ihre Aufmerksamkeit auf das Modell richten:
    - Soziale Unsicherheit
    - Interessen, Stimmungen (Was interessiert mich gerade?)
  3. Soziale Beziehung zwischen Modell und Beobachtenden (Wenn wir jemanden mögen werden wir ihn eher als Modell wahrnehmen)
  4. Komplexität und Deutlichkeit
  5. Bekräftigung der Aufmerksamkeit
  6. Aufmerksamkeit ist die Grundlage für jeden Lernprozess (Was ich nicht wahrnehme kann ich nicht lernen)
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13
Q

Welche Beispiele für Gedächtnisprozesse wurden gegeben?

A
  1. Symbolische Kodierung (Vorstellungsbilder und Sprache)
  2. Wiederholung (Physisch wie im Geiste)

Je weiter sich die Nachahmung vom Event entfernt desto höher die Anforderung an die Gedächtnisleistung (Unmittelbare Nachahmung vs. Verzögerte Nachahmung)

Am besten möglichst direkt nach dem Lernen nochmal abrufen.

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14
Q

Worauf beziehen sich die Motorischen Reproduktionsprozesse?

A
  1. Physische Fähigkeiten die zur Nachahmung benötigt werden (z.B. Zeichenfähigkeiten beim Nachmalen)
  2. Selbstbeobachtung bei den Reproduktionen (Spiegelfunktion/Kann ich mich selber korrigieren)
  3. Feedback zur Angemessenheit (Leute die uns mitteilen, dass wir es richtig nachmachen)
  4. Teilschritte
  5. Kreativität zur Anpassung des beobachteten Schemas an die konkrete Situation
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15
Q

Was für Motivationsprozesse gibt es?

A
  1. Äußere Bekräftigung (“Du schaffst das!”)
  2. Stellvertretende Bekräftigung (“Dein Bruder schafft das” bzw. Dein Bruder hat das schon geschafft)
  3. Selbstbekräftigung (“Ich schaffe das”)
  4. Stellvertretende Selbstbekräftigung (“Ich schaffe das, sagt mein Bruder”)
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16
Q

Was sind Konsequenzen des Modelllernens für die Schule?

A
  1. Lernende müssen Verhaltenskonsequenzen nicht selbst erfahren, sondern können diese auch durch Beobachtung erlernen. (In dem Moment wo wir es einem durchgehen lassen lernen es alle)
  2. Beobachtung von Erfolg und Versagen im Zusammenhang mit Belohnung und Bestrafung erzeugt Erwartungshaltungen bei Beobachtern.
  3. Ablösen der Fremdkontrolle durch Selbststeuerung. (Ich entscheide für mich selbst ob ich das umsetze, was ich gelernt habe oder nicht)
  4. Lehrerinnen können sehr einflussreiche Modelle für Schülerinnen sein (Darüber sollten sie sich bewusst sein und sich dies immer wieder gewahr machen).
17
Q

Modelllernen in der Schule ist nicht nur das Aneignen von Handlungen, sondern vermittelt auch?

A
  1. Handlungswissen (z.B. Welche Handlungen muss ich nacheinander durchführen, um die Hauptgedanken eines Textes zu unterstreichen?)
  2. Metakognitionen (z.B. Planen von Lernhandlungen und Lernziele)
  3. Werte und Einstellungen (z.B. in der Schule gut zu sein, ist mir wichtig; Mathematik ist ein Fach, das Spaß macht vs. In Mathe schlecht sein ist nicht schlimm)
  4. Emotionen
  5. Wissen über die Umwelt (z.B. Wie verhalte ich mich im Settting Klassenzimmer?)
  6. Generelle Verhaltensweisen
18
Q

In welchen Bereichen nehmen Schüler*innen Lehrkräfte nur selten wahr?

A
  1. Beim Lernen (Kinder nehmen die Schwierigkeiten der Lehrer*innen in eigenen Lernprozessen nicht wahr)
  2. Beim Anwenden von Lernstrategien
  3. Beim Nachschlagen unbekannter Inhalte
  4. Im Umgang mit eigenen Fehlern
  5. Dabei, wie sie mit Prüfungsangst oder Motivationslöchern umgehen.
19
Q

Definiere Selbstwirksamkeit

A
  1. Die Erwartung einer Person, aufgrund eigener Kompetenzen gewünschte Handlungen erfolgreich selbst ausführen zu können.
  2. Der Glaube daran, selbst etwas bewirken und auch in schwierigen Situationen selbständig handeln zu können.
20
Q

Was sind die Einflussfaktoren für einen Zuwachs an Selbstwirksamkeit?

A
  1. Eigene Erfolgserlebnisse (Lernenden gute Erfolgserlebnisse mittlerer Schwierigkeit schaffen und ihnen in der Attribution diese als solche wahrzunehmen helfen)
  2. Stellvertretende Erfahrung
  3. Verbale Ermutigung (Von Innen wie von Außen)
  4. Emotionale Erregung
21
Q

Inwiefern ist Modelllernen explizit und implizit?

A

Explizit: Als Lehrkraft/Trainer versuche ich aktiv und bewusst als Modell Einfluss zu nehmen.
Implizit: Oft nehmen wir nicht wahr wann wir als Modelle wahrgenommen werden.

22
Q

Nenne ein Beispiel wie Modelllernen angewandt werden kann um eine Problemsituation aufzulösen.

23
Q

Wie kann Modelllernen bei der Vorbeugung von Mobbing helfen?

A
  1. Empathie entwickeln
  2. Verschiedene Perspektiven und Argumente kennen lernen, andere Meinungen respektieren lernen.
  3. Positive Identifikation untereinander schaffen
  4. Bsp. Streitschlichterprogramm
24
Q

Was trägt dazu bei das Gelernte auch in Performanz umzuwandeln?

A

Selbstwirksamkeit (Unsere eigene Erwartungshaltung an uns selbst)

Ich glaube daran, dass ich eine Situation bewältigen kann.

25
Q

Wo kann uns Selbstwirksamkeit helfen?

A

In so ziemlich allen schwierig erscheinenden Situationen ist es hilfreich, davon auszugehen, dass man in der Lage ist diese zu meistern.