Gentechnik Flashcards

1
Q

Definition für
Pflanzenzüchtung

A

Erbliche Veränderung an Nachkommen weitergeben, die eine Anpassung an die Bedürfnisse des Menschen als
Ziel haben

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2
Q

Welches sind die vier wichtigsten
Zuchtziele (Oberbegriffe) bei Pflanzen und
Beispiele?

A

Ertrag (z.B. Kornanzahl),

Qualität der Ernteprodukte (z.B. Eignung für menschl. Direktverzehr – Erucasäure in Raps),

Widerstandsfähigkeit (z.B. gegen Viren bei Kartoffeln),

Agronomische Eigenschaften (z.B. Kühletoleranz bei Mais -> frühreife)

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3
Q

Unterschiede zwischen Wild- und
Kulturpflanzen

A

Wildpflanzen haben viele Eigenschaften, die für einen planmäßigen Anbau hinderlich sind:

Reife Samen fallen von alleine aus → dies soll erst während des Erntens (Mähdrescher) erfolgen.

Landwirt möchte gleichmäßige und gleichzeitige Keimung, Blüte und Reifung. Dies ist in der Natur bei
Wildpflanzen nicht zu beobachten

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4
Q

Zeichnen Sie ein allgemeines Schema
der drei Phasen A, B und C zur
Züchtung von neuen Sorten

A
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5
Q

Wo liegen die züchterischen
Schwierigkeiten, wenn ein Merkmal
durch die Umwelt stark modifiziert
werden kann?

A

Kulturpflanzen wie Weizen, benötigen sehr unterschiedliche Anforderungen je nach Klima (Großbritannien,
Frankreich, Deutschland).

Daher ist es nicht mehr möglich eine einheitliche Sorte zu finden, die allen Umwelten gerecht wird und vergleichbar hohe Erträge liefert. Hier ist es dann nötig, unterschiedliche Sorten zu Züchten

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6
Q

Wie kann ein Züchter die Genotyp-
Umwelt-Wechselwirkung erkennen?

A

Durch umfangreiche Versuche von verschiedenen Sorten in mehreren Umwelten (verschiedene Orte
und/oder Anbaujahre) können die Umweltbedingungen herausgerechnet werden.

Verwendung von Klonen

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7
Q

Welche beiden Wissenschaften spielen
heute in der Pflanzenzucht ebenfalls eine
wichtige Rolle?

A

Genetik und Molekular-/Biotechnologie

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8
Q

Welche Vor- und Nachteile sehen Sie bei
der Verwendung von künstlich erzeugten
Mutationen aus Sicht eines
Pflanzenzüchters?

A

Durch Röntgenstrahlung oder chemische Mutagene kann die Mutationsrate erhöht werden -> doch das Auffinden von positiven Mutationen ist sehr aufwendig (meistens rezessiv und müssen durch Langjährige Selbstung in den homozygoten Zustand gebracht werden) Viele Merkmale sind polygen

-> Es ist unwahrscheinlich, dass alle
betroffenen Gene gleichzeitig durch Mutation verbessert werden können.

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9
Q
A

Klonsorte

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10
Q
A

Liniensorte

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11
Q
A

Populationssorte

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12
Q
A

Hybridsorte

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13
Q

Klonsorte Vermehrung

A

Asexuell
(vegetativ, Meristem-Kultur)

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14
Q

Liniensorte Vermehrung

A

Sexuell-Selbstung

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15
Q

Populationssorte Vermehrung

A

Sexuell- Fremdbestäubung
(VGF = Vollgeschwisterfamilie)

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16
Q

Hybridsorte Vermehrung

A

Sexuell, oder Doppelhaplonten

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17
Q

Klonsorte Besonderheit

A

polyploide Pflanzen

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18
Q

Liniensorte Besonderheit

A

Ein-Korn-Ramsch,
Doppelhaplonten

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19
Q

Populationsorte Besonderheit

A

Restsaatgut aus vorherigen Stämmen
Isolierhauben, Spannwände

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20
Q

Hybridsorte Besonderheit

A

Aufwendige Kombinationsprüfung der
Eltern

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21
Q

Klonsorte Genotyp

A

Heterozygot

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22
Q

Liniensorte Genotyp

A

Homozygot

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23
Q

Populationssorte Genotyp

A

heterozygot

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24
Q

Hybridsorte Genotyp

A

Heterozygot

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25
Q

Klonsorte Phänotyp

A

Homogen

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26
Q

Liniensorte Phänotyp

A

Homogen

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27
Q

Populationsorte Phänotyp

A

Heterogen

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28
Q

Hybridsorte Phänotyp

A

Homogen

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29
Q

Klonsorte Beispiel

A

Kartoffel

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30
Q

Liniensorte Beispiel

A

Weizen

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31
Q

Populationssorte Beispiel

A

Roggen

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32
Q

Hybridsorte Beispiel

A

Mais

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33
Q

Klonsorte Vorteile

A

Virusfrei, einheitlich,
Phase B (Selektionszyklen) reduziert →
schnellere Sorten-Erfolge

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34
Q

liniensorte Vorteile

A

Sehr einheitlich (Blüte, Reife, Ernte)
Ausgangssorte für Hybrid-Sorten

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35
Q

Populationssorte Vorteile

A

Witterungsunempfindlicher,
garantierter Mindestertrag

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36
Q

Hybridsorte Vorteile

A

Höchsterträge (nur) in F1 möglich
durch Heterosis

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37
Q

Klonsorte Nachteile

A

Saatgut bzw. Kartoffeln müssen immer
vom Züchter neu hergestellt werden,
da nur vegetative Vermehrung möglich

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38
Q

Liniensorte Nachteile

A

nzucht-Depression bei homozygot
vorliegenden rezessiven Allelen

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39
Q

Populationssorte Nachteile

A

Blüte, Reife sehr uneinheitlich -
Dünge-, Pflanzenschutz-, Erntezeit
nicht leicht zu erfassen

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40
Q

Hybridsorte Nachteile

A

F1 Generation muss vom Züchter
immer neu hergestellt werden
Ab F2 Leistungsrückgang (50%) wegen
Aufspaltung (1:2:1)

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41
Q

Was unterscheidet die Liniensorte
von der Hybridsorte?

A

Liniensorten erhält man durch Selbstung (Inzucht) bzw. Kreuzung eng verwandter Pflanzen über
mind. 6 Generationen (→ zu 98,4% identische Pflanzen)
Hybridsorten erhält man in der F1 Generation aus der Kreuzung von nicht verwandten Liniensorten
oder Hablonten

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42
Q

Warum gibt es bei der Klonsorte
keine Phase B?

A
  • Klonsorten wie die Kartoffel sind auto-tetraploid (A1A2A3A4, a1a2a3a4) und sehr Virusanfällig,
    wäre eine Selektionsphase (B) extrem aufwendig und langwierig. Neue Merkmale würde man nur
    äußerst schwer erkennen.
  • Nach der Kreuzung in der Parentalgeneration wird nicht mehr gekreuzt, sondern unter sterilen
    Bedingungen (Sterilbank) geklont
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43
Q

Welche Kriterien muss eine Sorte
erfüllen, damit sie den Sortenschutz
erhalten kann?

A
  • Unterscheidbarkeit von anderen Sorten (morphologisch)
  • Homogenität
    (Morphologische Merkmale, bei der Saatgut Herstellung → Ausschluss von Fremdpollen)
  • Beständigkeit (Morphologische Merkmale)
  • Neuheit
    (genaue Beschreibung der neuen Eigenschaften, Verbesserung gegenüber anderen Sorten)
  • Sortenname
    → Klonsorten, Liniensorten und Einfach-Hybride erreichen o.g. Kriterien leicht
    → Bei Populationssorten ist dies sehr schwierig, da die Sorte heterogen und heterozygot ist!
    Das Saatgut muss unter strengsten Blüh-Voraussetzungen erzeugt werden, sodass die Bestäubung
    nur innerhalb der Sorte stattfindet
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44
Q

Welche Verfahren der
Biotechnologie kennen Sie?

A

Vermehrung durch Zell- und Gewebekultur (Meristem-, Haplonten-, Kallus-,
Suspensionskultu

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45
Q

Welche Vorteile hat die Meristem-
Kultur?

A

Möglichkeit aus Einzelzellen oder Verbänden (Gewebe) schnell
wieder vollständige Pflanzenklone zu regenerieren

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46
Q

Beschreiben Sie das Vorgehen bei
einer Meristemkultur

A

Entnahme von Meristemzellen unter dem Mikroskop
* in vitro Zellen auf sterilen Nähragar kultivieren
(Mineralstoffe: Nitrat, Ammonium; Spurenelemente…,
Vitamine und Pflanzenhormone A>C: Auxin für Wurzelwachstum
Cytokinin für Sprosswachstum)

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47
Q
A
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48
Q

Wie können Doppel-Haploide
Pflanzen erzeugt werden?

A

→ Klonierung der F1-Generation nach Kreuzung reinerbiger Eltern (PA + PB)
→ männliche Linie: unreife Polenkörner (n) oder
Staubbeutel (Antheren) (n), (Raps, Wintergerste)
→ weibliche Linie: unbefruchtete Eizellen (n)
(Sommergerste, Kartoffel, Weizen, Mais)
→ werden auf Nähragar (siehe oben) kultiviert
→ es entstehen haploide Pflanzengewebe (n)
→ Colchicin (Zellteilungsgift) beeinflusst die Mitose dieses Kallusgewebes
→ es entstehen diploide (2n) Pflanzen
→ mit identischen homologen Chromosomen = Doppelhaplont
→ reinerbige Hybride

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49
Q

Welche Vorteile hat die DH-
Methode?

A

→ sofortiges Ergebnis gegenüber der Selbstung (Inzucht) - Methode
→ rezessive Merkmale treten sofort hervor (z.B. Resistenzgene)
→ Heterosis-Effekte (z.B. für Gewinnung von mehr Pflanzeninhaltstoffe)

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50
Q

Erklären Sie die Ziele der Methode der
Protoplasten-Fusion

A

Optimierung von züchterischen Eigenschaften
(Ertrag, Qualität, Resistenzen)
- Asexuelle Kreuzungen zwischen verschiedenen
Arten → Hybride

  • „Regeneration“ bzw. Rückkreuzung von
    Eigenschaften aus „Wildtyp“ oder anderen
    verwandten Arten (z.B. Raps: Nemathoden-
    Resistenz aus Rettich)
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51
Q

Erklären Sie die Methode der
Protoplasten-Fusion

A
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52
Q

Nennen Sie weitere Biotechnologische
Methoden

A

Molekulare Marker (Identifizierung von gewünschten Eigenschaften)
* Genomanalyse

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53
Q

Was sind Marker und welche
Einsatzgebiete gibt es in der
Züchtung?

A

Aufspüren von natürlichen DNA-Sequenzen von gewünschten Merkmalen Mittels Gensonden
= Smart Breeding
* Beschleunigt die Selektion: Pflanzenembryo-Zellen entnommen und gentechnisch untersucht

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54
Q

Welche Vorteile hat der Gentransfer
gegenüber der klassischen Kreuzung?

A
  • Ein genau definiertes Gen kann in die Pflanze „gezielt“ eingebracht werden. Dabei kann das
    genetische Material auch aus anderen Organismen: Bakterien, Mensch (Gen Pharming) stammen.
  • Züchtungserfolge werden beschleunigt und sind effizienter
  • Ergänzen die Klassische Züchtung
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55
Q

Welche Nachteile sehen Sie beim
Einsatz von Gentechnik?

A
  • Unkontrollierte Ausbreitung neuer Gene (Resistenzen) auf verwandte Wildpflanzen oder Bakterien
  • Gesundheitsschäden (Allergien) bei Mensch (über Nahrung) und Tier (über Futterpflanze
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56
Q

Was versteht man unter dem
Verfahren der Gen-Editierung und
welche Vorteile besitzt es gegenüber
dem Gentransfer?

A
  • Sammelbegriff für molekularbiologische Techniken zur zielgerichteten Veränderung von DNA mittels
    CRISPR-Cas-Technik
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57
Q
A

Doppel Haploiden Kultur

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58
Q
A
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59
Q

Selektionszüchtung

A

Klassische Züchtung / klassisches Verfahren
→ “kreuzen von gewünschten Merkmalen”, selektieren und vermehren
→ keine Gentechnik!

→ positive Auslese (+)
nur gewünschte Merkmale werden ausgewählt (selektiert) und weitervermehrt
→ negative Auslese (-)
unerwünschte Merkmale werden verworfen

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60
Q

Kombinationszüchtung

A

→ Vereinen verschiedener Merkmale durch gezielte Kreuzung von Pflanzen zweier Arten oder Sorten
mit unterschiedlichem Erbgut in neuer Pflanzensorte
Zusammenwirken dieser Gene führt zu neuen Phänotypen
→ erwünschte Merkmale werden verstärkt (+) und unerwünschte zurückgedrängt (-)
alle Nachkommen reinerbiger Eltern in der F1-Generation sind gleich (Uniformitätsregel)
→ Selektion in der F2-Generation (Spaltungsregel 1 : 2 : 1)
→ 3. mendelschen Unabhängigkeits- und Neukombinationsregel (9 : 3 : 3 :1)

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61
Q

Problematik von Kombinationszüchtung

A

Je mehr Gene an einem Merkmal beteiligt (polygen) sind, und je mehr Merkmale gekreuzt (polyzygot) werden, desto schlechter können die einzelnen Genotypen voneinander anhand des Phänotyps unterschieden werden

Die neuen Sorten müssen auch an verschiedenen Standorten (3-4) getestet werden, da nicht alle Merkmale eine
hohe Erblichkeit (Heritabilität) besitzen.
D.h. die Merkmale besitzen eine bestimmte Modifikation Anpassung an die abiotischen Faktoren)
Sortenzüchtung benötigt viel Zeit: 10-16 Jahre

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62
Q

Mutationszüchtung

A

z.B. durch Röntgenstrahlung oder mutagene Chemikalien wie EMS (Ethylmethansulfonat)

Mutationsrate erhöhen
→ anschließend gewünschtes Merkmal “auslesen” und weitervermehren

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63
Q

Stammbaum-/Sortenzüchtung

A

→ nach erfolgter Kreuzung zweier Elternindividuen über mehrere Generationen hinweg aus den
Stämmen Einzelpflanzen ausgelesen und weiterzüchten
reproduzierbar mithilfe des Herkunftsnachweises jedes züchterischen Endprodukts;
→ häufigstes Zuchtverfahren bei Selbstbefruchtern und bei vegetativ vermehrten Pflanzen.
→ Bei Fremdbefruchtern kann in der Regel nur die mütterliche Abstammung nachgewiesen
werden (»Mutterstammbaumzüchtung«).
Unterschieden werden: Klon-, Linien-, Populations- und Hybridsorten
(bzw. Züchtung von Stammbäumen)

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64
Q

Wie wählt man die geeignete Stammbauzüchtungsmethode?

A

Je nach Pflanzenart gibt es Selbstbestäuber,
vegetative Vermehrer und Fremdbestäuber

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65
Q
A
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66
Q
A
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67
Q
A
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68
Q

Klonsorte Vorteil

A

schnelle Vermehrung, Erreger (Viren, Bakterien, Pilze) und Schädlingsfrei

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69
Q

Klonsorte Nachteil

A

muss von Landwirt jährlich nachgekauft werden,
denn bei eigener Vermehrung häufen sich die Ernteausfälle an

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70
Q

Klonsorte

A

Kartoffeln sind tetraploid (4n):
→ nach der ersten Kombinations-Kreuzung (P1xP2)
F1 heterozygot in den Merkmalen
F2 → gäbe starke Aufspaltung der Genotypen
→ zunächst Vermehrung F1 durch Klonen
der Sprosse unter Labor-Bedingungen
für Viren und Pilz-Freiheit!
→ am Ende der Züchtung vegetative Vermehrung
der Knollen für den Verkauf

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71
Q

Liniensorte Vorteil

A

essere Planbarkeit durch gleiche Ernte-Zeit, Düngebedarf…

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72
Q

Liniensorte Nachteil

A

reinste Monokulturen!
→ anfälliger für Witterungsabweichungen, Schädlingsbefall…

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73
Q

Liniensorte

74
Q

Populationssorte Nachteil

A

sehr langsamer Zuchterfolg
geringerer Ertrag, Blüte-, Dünge-, Reife-,
Erntezeit variiert

75
Q

Populationssorte Vorteil

A

Witterungseinflüsse, Krankheitsbefall → resistenter!
→ Mindest-Ertrag garantiert, keine kompletten Ernteausfälle

76
Q

Populationssorte

A

→ Selektion über mehrere Genotypen (über das Mittel)
→ sehr heterogen und heterozygot

77
Q

Hybridzüchtung /-sorte

A

→ gezielte Kreuzung von zwei Elternlinien, bei denen die gewünschten Merkmale
reinerbig vorhanden sind (aus Inzuchtlinien) (1) Mais, Weizen
→ Linie A und B soll nicht sehr nah Verwandt sein
→ aber auch Doppelhaploten-Linien (2) möglich

78
Q

Heterosis-Effekt

A

Mehrleistung der F1-Hybride
→ je mehr Genorte in einer Kombinationskreuzung heterozygot vorliegen,
desto höher ist der Heterosis-Effekt bzw. die Mehrleistung der F1-Hybride
Es zählt aber nicht nur der Heterosis Effekt, sondern auch die Eigenleistung der PA und PB
-Generationen
Vorteil:
Hohe Leistung der Hybride → mehr Erträge, hohe Qualität
Blüte-, Dünge-, Reife-, Erntezeit gleich → Geld und Zeitersparnis für Landwirt
Nachteil:
→ Saat muss immer aus der Elterngeneration gewonnen werden
→ F2-Saat verliert den Heterosis-Effekt und Homogenität!

79
Q

Polyploidisierung -> Nennung der
Ausgangssorten und
Beschreibung der
Entstehung bzw.
genetischen Veränderung

A
  1. Wildeinkorn (AA) x Wildgras (BB) = Emmer (AABB) 2n→4n
  2. Emmer (AABB) x Wildgras (DD) = Dinkel (AABBDD)4n→6n
  3. Durch Selektion des Dinkels ist der Saatweizen (AABBDD) entstanden
80
Q

Triticale Ausgangspflanzen

A

Weizen – kurzes Stroh, hoher Ertrag, Backqualität
Roggen – Winterhärter, Krankheitsresistenz, Stresstoleranz

81
Q

Triticale Genetische Veränderung

82
Q

Prinzipien der Sortenprüfung

83
Q

Züchtungsziele Pflanzen

84
Q

Züchtungserfolge Pflanzen

85
Q

Meristemkultur Beispiele

A

Kartoffeln, Spargel, Zierpflanzen

86
Q

Meristemkultur

A

Gewebe aus Sprossen-, Wurzelspitzen, Achselknospen

  • Totipotentes Zellgewebe mit hoher Zellteilungsaktivität
  • Gewebe kann mehrfach geteilt und vermehrt werden → schnelle und kostengünstige
    Vermehrung, einfache
    Lagerung im
    Reagenzglas
  • Virenfrei, Bakterienfrei,
    Pilzfrei

    → wegen schneller
    Zellteilungsrate ist keine
    Einwanderung / Infektion
    möglich
87
Q

Kalluskultur

A
  • Kallusgewebe einsteht an Rändern als Wundverschlussgewebe
  • Differenzierte Zellen erzeugen neue wieder totipotent
  • Undifferenzierter Zellhaufen wird im sterilen Nährmedium gezogen
  • Zellen vermehren sich Tumorartig durch schnelle Mitose
88
Q

Suspensionskultur

A

Eine Zellkultur, in der im Idealfall alle enthaltenen Zellen einzeln in Suspension
vorliegen
→ dient der Vereinzelung der Zellhaufen in Zellsuspension
→ erleichtert die Vermehrung und Aufteilung auf weitere Nährmedien

89
Q

Haplontenkultur / Doppelhaplonten

A
  • Klonierung der F1 nach Kreuzung reinerbiger Eltern
  • männliche Linie: unreife Pollenkörper/ Staubbeutel oder
    weibliche Linie: unbefruchtete Eizellen, hat Meiose schon durchlaufen
  • Ausbringung auf Nähragar und Behandlung mit Pflanzenwachstumshormonen
    → haploide Pflanzengewebe entstehen
  • Colchicin Behandlung, beeinflusst Mitose des Kallusgewebe
    Entstehung diploider Pflanzenzellen mit identischen homologen
    Chromosomen = Doppelhaplonten
  • Reinerbige hybriden → Heteros-Effekt
  • Rezessive Merkmale treten schneller hervor (Resistenzgene)
90
Q

Marker-Technik → Fingerprinting
„Smart-Breeding“ Vorteile

A
  • Schnelle Vermehrung, kostengünstig
  • Virusfrei Pflanzen
  • Züchtung von transgenen Pflanzen (bei Agrobakterium tumefaciens Technik)
91
Q

Was ist eine Haplonten-/Doppelhaplonten-Kultur?

A
  • Kultivierung unreifer Pollen/Eizellen
  • Erzeugung haploider Pflanzen, Chromosomenverdopplung → Doppelhaplonten
92
Q

Wie funktioniert die Transgenierung mit Agrobacterium tumefaciens?

A
  • Infektion über Haarwurzelzellen
  • Übertragung des Ti-Plasmids, Integration ins Pflanzengenom
93
Q

Warum müssen Ti-Plasmide entschärft werden?

A
  • Vermeidung von Tumorbildung (Wucherungen)
  • Verbesserung der Pflanzengesundheit und -ästhetik
94
Q

Wie funktioniert die Partikelkanone (Genkanone)?

A
  • Gene auf Gold/Wolfram-Kügelchen aufgebracht
  • Mit Luftdruck in Pflanzenzellen geschossen, Integration ins Genom
95
Q

Was ist das Cre/lox-P-System?

A
  • Entfernt Marker-Gene nach erfolgreicher Transgenierung
  • Vermeidung von Allergien durch Markergene
96
Q

Welche Pflanzen sind in der EU gentechnisch zugelassen?

A
  • Bt-Mais MON810
  • Keine kommerzielle Nutzung in Deutschland seit 2011
97
Q

Welche Produkte müssen in der EU als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden?

A
  • Produkte, die GVO enthalten oder daraus hergestellt sind (z.B. Öl, Lecithin)
  • Ausnahme: <0,9% gtv-Bestandteile, Futtertiere, bestimmte Zusatzstoffe
98
Q

Was versteht man unter klassischer Pflanzenzüchtung?

A
  • Keine Gentechnik
  • Kreuzung gewünschter Merkmale
  • Selektion und Vermehrung
99
Q

Wie werden Pflanzen mit Agrobacterium tumefaciens transformiert?

A
  • Nutzung des Ti-Plasmids
  • Übertragung gewünschter Gene in Pflanzenzellen
100
Q

Was ist die Partikelkanone (Genkanone) in der Pflanzenzüchtung?

A
  • Physikalische Methode zur Genübertragung
  • Beschuss von Pflanzenzellen mit DNA-beschichteten Partikeln
101
Q

Was sind Vorteile der Meristemkultur in der Pflanzenzüchtung?

A
  • Virusfreie Pflanzen
  • Schnelle Vermehrung
  • Einfache Lagerung
  • Günstige Produktion
102
Q

Was versteht man unter Kalluskultur?

A
  • Bildung eines undifferenzierten Zellhaufens (Wundgewebe)
  • Wachstum auf Nährmedium
103
Q

Was ist eine Suspensionskultur?

A
  • Einzelzellen oder kleine Zellaggregate in Flüssigmedium
  • Vermehrung durch Schütteln und Belüften
104
Q

Wie funktioniert die Haplonten-/Doppelhaplonten-Kultur?

A
  • Kultivierung unreifer Pollen/Eizellen
  • Erzeugung haploider Pflanzen
  • Chromosomenverdopplung zur Erzeugung von Doppelhaplonten
105
Q

Welche gentechnischen Methoden gibt es zur Pflanzenveränderung?

A
  • Agrobacterium tumefaciens (Ti-Plasmid)
  • Partikelkanone (Genkanone)
  • Mikroinjektion
  • Elektroporation
106
Q

Welche Rolle spielt das Cre/lox-P-System bei der Gentechnik?

A
  • Entfernt Markergene nach erfolgreicher Transformation
  • Erhöht Sicherheit für Verbraucher (z.B. Allergien vermeiden)
107
Q

Welche gentechnisch veränderte Pflanze ist in der EU zugelassen?

A
  • Bt-Mais MON810
108
Q

Welche Produkte müssen in der EU als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden?

A
  • Alle Produkte mit GVO oder daraus hergestellt
  • Ausnahmen: <0,9% gtv-Bestandteile, Futtertiere, Zusatzstoffe wie Enzyme
109
Q

Nenne Vor- und Nachteile der Gentechnik in der Pflanzenzucht.

A
  • Vorteile: Resistenz gegen Schädlinge, höhere Erträge, weniger Pestizideinsatz
  • Nachteile: Ethikfragen, mögliche Umwelt- und Gesundheitsrisiken, Kennzeichnungspflicht
113
Q

Beschreibung des Ablaufs der
Transgenierung einer Tabakpflanze

114
Q

Züchterisches Potenzial Ti-Plasmide

A
  • Transformierung wichtiger Information für Selektion z.B. mit molekularen Makern
    zur Unterstützung der Zierpflanzenzüchtung
  • Transfer von Pflanzen-Resistenzen
115
Q

Warum muss ein ti-plasid entschärft werden?

A
  • Um Tumorbildung zu vermeiden
  • Unschön, nicht ästhetisch → Wucherung an Zierpflanzen zu vermeiden
  • Entschärfen der Pathogenität: aufteilen der beiden Komponenten 1+2 auf zwei
    Plasmide
  • Vermeidung der Übertragung auf andere Bodenorganismen
117
Q

Was ist die Bedeutung von Marker für die Selektion
transformierter Agrobakterien

A

mpicillin-Resistenz: ampR → Selektion 1 auf Bakterien, die das Plasmid mit
Klonierungsvektor aufgenommen haben
Neomycin-Resistenz: neoR → Selektion 2 auf Pflanzenzellen, die das Transgen nach der
Infektion integriert haben

118
Q

Was ist die Bedeutung von Genetische Marker für die
Erkennung von transformierten
Pflanze

A

Fluoreszenz-Gene anstelle der Neomycin-Resistenzgene:
→ Verhelfen zur enzymatischen Fluoreszenz in gtv-Pflanzenzellen und somit
zu einer mikroskopischen Selektionsmöglichkeit

119
Q

Was ist die Bedeutung von der Entfernung von
Genetischen Markern

A

Maker-Problematik:
Maker wichtig für Selektion, um zu sehen, welche Zellen das Transgen aufgenommen
haben
* Gefahren:
→ Antibiotikaresistenz durch horizontalen Gentransfer auf Bodenbakterien und andre
Organismenüberragen
→ Viele Antibiotika wirken nicht mehr
→ Einbau andere Maker: Erzeugen Enzyme die bestimmte Stoffe Abbauen könne
(Intoleranz wird zu Toleranz)
→ Floreszenz Gen→ Für Selektion
→ Enzyme Können zu Allergene werden, welche Allergien hervorrufen

121
Q

Was ist CRISPR/Cas und wie funktioniert es grundsätzlich?

A
  • CRISPR/Cas ist eine molekulare Genschere
  • crRNA dient als Erkennungssequenz
  • tracrRNA verbindet sich mit crRNA
  • Cas9-Protein schneidet DNA an Zielstelle
  • DNA-Reparaturmechanismus führt zu Mutation oder Einfügung neuer DNA
122
Q

Wofür steht die Abkürzung CRISPR?

A
  • C = clustered (gehäuft)
  • R = regulatory (regelmäßig)
  • I = interspaced (mit Zwischenräumen versehen)
  • S = short (kurz)
  • P = palindromic (palindromisch)
  • R = repeats (Wiederholungen)
123
Q

Wie schützt das CRISPR/Cas-System Bakterien vor Viren?

A
  • Virale DNA wird in Bakterium eingeschleust
  • DNA-Abschnitte werden als Spacer-Sequenzen ins CRISPR-Genom eingebaut
  • Bei erneutem Angriff: CRISPR-RNA + Cas9 erkennen virale DNA
  • Cas9 schneidet virale DNA -> Immunität
124
Q

Warum gilt der CRISPR/Cas-Komplex als Baukastensystem?

A

Besteht aus variablen CRISPR-RNA und konstantem Cas9-Protein
- Verschiedene Viren-Steckbriefe speicherbar
- In der Forschung gezielte DNA-Modifikation möglich

125
Q

Was ist eine transgene Pflanzenzelle?

A
  • Pflanzenzelle mit artfremdem Gen im Erbgut
  • Gentechnisch veränderte Zelle mit rekombinanter DNA
126
Q

Wie funktioniert CRISPR/Cas bei der Erzeugung resistenter Maispflanzen?

A
  • Genschere schneidet Pflanzen-Genom
  • Resistenzgen wird an gewünschter Stelle eingefügt
  • Keine Fremd-DNA notwendig
  • Genschere wird vollständig abgebaut
127
Q

Nenne Contra-Argumente gegen grüne Gentechnik.

A
  • Risiko unkontrollierter Genübertragung
  • Resistenzentwicklung bei Schädlingen
  • Abhängigkeit von Großkonzernen
  • Unabsehbare ökologische Folgen
128
Q

Was ist Glyphosat und warum ist es umstritten?

A
  • Totalherbizid
  • Vernichtet Unkraut, schont resistente Pflanzen
  • Umweltbedenken, Rückstände in Lebensmitteln, Wirkung auf Artenvielfalt
129
Q

Welche Vorteile bietet CRISPR/Cas in der Grundlagenforschung?

A
  • Zielgenaue Genom-Editierung
  • Effizient, schnell und kostengünstig
  • Hohe Präzision beim Austausch einzelner Basen
130
Q

Was sind Off-Target-Effekte bei CRISPR/Cas?

A
  • Unscharfe Zielerkennung
  • Schneiden an falschen DNA-Stellen
  • Mögliche unvorhersehbare Konsequenzen
131
Q

Was unterscheidet klassische Gentechnik von CRISPR/Cas?

A
  • Klassisch: Einfügen artfremder Gene (transgen)
  • CRISPR: Zielgerichtetes Schneiden ohne Fremd-DNA
  • CRISPR = Genome Editing, nicht klassische Gentechnik
133
Q

Was sind die Hauptziele der Tierzucht?

A
  • Leistungssteigerung (Milch, Fleisch, Wolle)
  • Verbesserung der Gesundheit
  • Verbesserung der Fruchtbarkeit
  • Anpassung an Umweltbedingungen
134
Q

Welche Zuchtmethoden gibt es in der konventionellen Tierzucht?

A
  • Reinzucht
  • Inzucht
  • Veredelungszucht
  • Kombinationszucht
  • Verdrängungszucht
135
Q

Was versteht man unter Reinzucht?

A
  • Paarung verwandter Tiere gleicher Rasse
  • Ziel: Erhaltung und Verbesserung gewünschter Merkmale
136
Q

Welche Gefahren birgt Inzucht?

A
  • Erhöhung der Wahrscheinlichkeit für Erbkrankheiten
  • Inzuchtdepression (z.B. verminderte Fruchtbarkeit)
137
Q

Was ist der Heterosiseffekt?

A
  • Überlegenheit der F1-Generation gegenüber den Elterntieren
  • Höhere Leistung durch genetische Vielfalt
138
Q

Was ist künstliche Besamung (KB)?

A
  • Gewinnung und Aufbereitung von Sperma
  • Besamung durch Techniker
  • Verwendung von Tiefgefriersperma für weite Verbreitung
139
Q

Wie funktioniert der Embryotransfer (ET)?

A
  • Superovulation der Spendertiere
  • Spülung zur Gewinnung der Embryonen
  • Übertragung der Embryonen auf Empfängertiere
140
Q

Welche modernen biotechnologischen Methoden werden in der Tierzucht verwendet?

A

Welche modernen biotechnologischen Methoden werden in der Tierzucht verwendet?

141
Q

Was ist das Ziel der Genomanalyse?

A
  • Analyse genetischer Marker zur Ermittlung des Zuchtwerts
142
Q

Welche Bedeutung hat die Genotypisierung?

A
  • Bestimmung der genetischen Ausstattung eines Individuums
  • Grundlage für Selektion in der Zucht
143
Q

Was ist Klonierung?

A
  • Herstellung genetisch identischer Individuen durch Zellkerntransfer
144
Q

Was versteht man unter Gendiagnostik?

A
  • Untersuchung von Tieren auf bestimmte Gene oder Genveränderungen
145
Q

Was ist das Ziel der Gentransfer-Technologie?

A
  • Übertragung spezifischer Gene in das Erbgut von Tieren
  • Erzeugung transgener Tiere mit neuen Eigenschaften
146
Q

Was versteht man unter CRISPR/Cas9?

A
  • Gen-Schere zur gezielten Veränderung des Erbguts
147
Q

Welche Vorteile bietet der Einsatz von CRISPR/Cas9?

A
  • Hohe Präzision
  • Kosteneffizienz
  • Schnelligkeit im Vergleich zu traditionellen Methoden
148
Q

Was ist der Unterschied zwischen transgener und konventioneller Zucht?

A
  • Transgen: direkte Veränderung des Erbguts
  • Konventionell: Auswahl und Paarung aufgrund beobachteter Merkmale
149
Q

Welche ethischen Bedenken gibt es bei der Gentechnik in der Tierzucht?

A
  • Tierwohl
  • Unvorhersehbare Langzeitfolgen
  • Auswirkungen auf Umwelt und Biodiversität
150
Q

Was sind mögliche Vorteile gentechnisch veränderter Tiere?

A
  • Höhere Leistung
  • Krankheitsresistenz
  • Geringerer Ressourcenverbrauch
151
Q

Welche gesetzlichen Regelungen gibt es für Gentechnik in der EU?

A
  • Strenge Zulassungsverfahren
  • Kennzeichnungspflicht
  • Rückverfolgbarkeit der Produkte
152
Q

Was ist der Unterschied zwischen direkter und indirekter Gentechnik?

A
  • Direkt: gezielte Veränderung des Genoms
  • Indirekt: Nutzung genetischer Marker zur Selektion
153
Q

Welche Rolle spielt die molekulare Marker-gestützte Zucht?

A
  • Einsatz genetischer Marker zur Auswahl zuchtgeeigneter Tiere
  • Vermeidung unerwünschter Gene
  • Beschleunigung der Zuchtprogramme
154
Q

Was sind genetische Marker?

A
  • DNA-Sequenzen, die mit bestimmten Merkmalen assoziiert sind
  • Erleichtern die Vorhersage der Eigenschaften eines Tieres
155
Q

Wie funktioniert die Marker-gestützte Selektion (MAS)?

A
  • Identifikation nützlicher Gene
  • Selektion anhand genetischer Marker statt phänotypischer Merkmale
156
Q

Was ist der Vorteil der genomischen Selektion?

A
  • Zuchtwert kann frühzeitig und genauer bestimmt werden
  • Einsatz bei jungen Tieren ohne Wartezeit auf Leistung
157
Q

Welche Herausforderungen bestehen bei der Klonierung von Nutztieren?

A
  • Niedrige Erfolgsrate
  • Gesundheitsprobleme bei Klonen
  • Ethische und wirtschaftliche Bedenken
158
Q

Was versteht man unter Tierwohl im Kontext der Tierzucht?

A
  • Physische und psychische Gesundheit der Tiere
  • Vermeidung von Leiden, Schmerz und Stress
  • Artgerechte Haltung und Zuchtziele
159
Q

Welche Kritikpunkte gibt es an der Intensivtierhaltung?

A
  • Platzmangel
  • Eingeschränkte Bewegungsfreiheit
  • Höhere Krankheitsanfälligkeit
  • Belastung für Umwelt
160
Q

Wie kann Tierzucht zur nachhaltigen Landwirtschaft beitragen?

A
  • Züchtung ressourcenschonender Tiere
  • Verbesserung der Futterverwertung
  • Verringerung des CO2-Ausstoßes
161
Q

Welche Bedeutung hat das Tierzuchtgesetz in Deutschland?

A
  • Regelt Anforderungen an Zuchtorganisationen und Zuchtprogramme
  • Sicherstellung der Tiergesundheit
  • Schutz genetischer Vielfalt
162
Q

Was ist das Ziel des Erhaltungszuchtprogramms?

A
  • Erhaltung alter, gefährdeter Nutztierrassen
  • Sicherung der genetischen Diversität
163
Q

Welche Organisationen überwachen die Tierzucht in Deutschland?

A
  • Zuchtverbände
  • Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
164
Q

Was versteht man unter Hybridzucht?

A
  • Kreuzung von genetisch unterschiedlichen Linien zur Nutzung des Heterosiseffekts
165
Q

Welche Probleme können durch Hybridzucht entstehen?

A
  • Verlust genetischer Vielfalt
  • Abhängigkeit von bestimmten Zuchtlinien
166
Q

Was ist die somatische Zellkerntransfer-Klonierung?

A
  • Übertragung eines Zellkerns in eine entkernte Eizelle
  • Erzeugung genetisch identischer Tiere
167
Q

Was ist Genom-Editing?

A
  • Zielgerichtete Veränderung von DNA-Sequenzen mit Werkzeugen wie CRISPR
168
Q

Wie unterscheidet sich Genome Editing von klassischer Gentechnik?

A
  • Genome Editing: punktuelle Veränderungen
  • Gentechnik: Einbau fremder Gene
169
Q

Welche Rolle spielt Epigenetik in der Tierzucht?

A
  • Erforschung der Vererbung nicht-genetischer Faktoren
  • Einfluss auf Merkmal-Ausprägung ohne DNA-Veränderung
170
Q

Welche Zukunftstrends zeichnen sich in der Tierzucht ab?

A
  • Präzisionszucht
  • Integration von Big Data und Künstlicher Intelligenz
  • Nachhaltige Zuchtprogramme
171
Q

Was sind mögliche Risiken von Genome Editing?

A
  • Off-Target-Effekte
  • Ungewollte Mutationen
  • Unklare Langzeitfolgen
172
Q

Warum ist Transparenz in der Biotechnologie wichtig?

A
  • Akzeptanz in der Gesellschaft
  • Nachvollziehbarkeit von Zuchtmethoden
  • Ethische Verantwortung
173
Q

Was sind die Züchtungsziele beim Hund?

A

Familienhund (Zahmheit), Jagdhund (kleine längliche Größe), Lawinenhund (Geruchssinn), Schäferhund (Schutzverhalten)

174
Q

Welche Merkmale sind für die Züchtung bei Rindern interessant?

A

Quantitative Mengenmerkmale wie Milchleistung, Fett- und Eiweißgehalt, Mast- und Schlachtleistung

175
Q

Wie lautet die Formel zur Berechnung der Standardabweichung in einer Stichprobe?

A

s = sqrt(1/(n-1) * Σ(xi - x̄)²)

176
Q

Was beschreibt der Erblichkeitsgrad (Heritabilität) h² in der Tierzucht?

A

Anteil der genetischen Varianz an der Gesamtvarianz; h² = σ²G / (σ²G + σ²U), Wert zwischen 0 und 1

177
Q

Welche Zuchtmethoden gibt es in der konventionellen Tierzucht?

A

Reinzucht, Inzucht, Veredelungszucht, Kombinationszucht, Verdrängungszucht

178
Q

Wie funktioniert der Embryotransfer (ET) beim Rind?

A

Gewinnung von Embryonen durch Spülung nach Superovulation, Übertragung auf Empfängertiere zur Austragung

179
Q

Was versteht man unter künstlicher Besamung (KB)?

A

Entnahme und Aufbereitung von Sperma, Besamung durch Techniker, Einsatz von Tiefgefriersperma für große Verbreitung

180
Q

Welche biotechnologischen Zuchtmethoden werden eingesetzt?

A

Künstliche Besamung, Embryotransfer, Klonierung, Genomanalyse, Gendiagnose, Gentransfer

181
Q

Was ist das Ziel der Genomanalyse?

A

Ziel ist die Analyse genetischer Marker zur Ermittlung des genomischen Zuchtwerts