Darm Flashcards
Überblick
Schließt sich an den Magen an
Gliedert sich in Intestinum tenue und Intestinum crassum
Funktionen
Transport und Zerkleinerung der Nahrung
Verdauung der Nahrung, Resorption der Nährstoffe
Immunabwehr
Ausschüttung von Botenstoffen und Hormonen zur Regulation der Verdauung
Eindickung des Speisebreis
Zwischenspeicherung und kontrollierte Ausscheidung des Stuhls
Funktionen
Dünndarm
Verdauung und Resorption von Nährstoffen
Funktionen
Dickdarm
Eindickung des Speisebreis
Kontrollierte Stuhlausscheidung
Funktionen
Peristaltik
Nach Entleerung des Magens
Weitertransport und Zerkleinerung des Speisebreis durch Peristaltik
Funktionen
Duodenum
Erster Abschnitt
Enzyme der Bauchspeicheldrüse und Gallensäuren aus Gallenblase werden hinzugefügt
Bewirken Verdauung der Nährstoffe, die von Zellen der Schleimhaut aufgenommen werden (=Resorption) -> gelangen über Blut der Pfortader und Lymphgefäße zur Leber
Funktionen
Dickdarm
Flüssigkeit wird entzogen -> Eindickung zum Stuhl
Funktionen
Mastdarm und Analkanal
Stuhl wird gespeichert und kontrolliert abgegeben
Funktionen
Dünndarm
Bildung von Botenstoffen und Hormonen durch Zellen der Darmschleimhaut, die Zusammenspiel von Magen, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse koordinieren
Funktionen
Immunabwehr
Fremdstoffe und Krankheitserreger erfordern Einleitung einer Immunabwehr durch Zellen des Immunsystems in der Darmschleimhaut
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Abschnitte
Duodenum (25-30cm) mit Pars superior (5cm), Pars descendens (10cm), Pars horizontalis (10cm), Pars ascendens (2,5cm)
Jejunum (ca.2m)
Ileum (ca.3m)
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Duodenum
Pars superior durch Lig.hepatoduodenale mit Leber verbunden
Partes descendens, horizontalis, ascendens durch retroperitoneale Lage von Bindegewebe umgeben
C-förmige Schleife, die Kopf der Bauchspeicheldrüse umgreift
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Duodenum
Pars superior
Häufig erweitert (Ampulla/ Bulbus)
Projektion auf I. Lendenwirbel
Flexura duodeni superior als Übergang zu Pars descendens
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Duodenum
Pars descendens
Übergang von Pars superior durch Flexura duodeni superior markiert
An Flexura duodeni inferior Übergang zu Pars horizontalis
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Duodenum
Pars horizontalis
Übergang von Pars descendens durch Flexura duodeni inferior markiert
Auf Höhe des III. Lendenwirbels
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Duodenum
Pars ascendens
Steigt bis zum II. Lendenwirbel auf
Flexura duodenojejunalis als Übergang in folgendes Dünndarmkonvolut aus Jejunum (ca. 2/5 der Gesamtlänge) und Ileum (ca. 3/5 der Gesamtlänge)
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Duodenum
Ductus choledochus und Ductus pancreaticus
Münden auf Papilla Vateri in Pars descendens
Ductus pancreaticus = Ductus Wirsungianus
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Duodenum
Papilla duodeni major
= Papilla Vateri
Schleimhauterhebung 8-10cm vom Pylorus entfernt an Pars descendens
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Duodenum
Plica longitudinalis duodeni
Häufig kurz vor Papilla duodeni major auftretende längs verlaufende Schleimhautfalte
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Duodenum
Papilla duodeni minor
Meist 2 cm proximal der Papilla Vateri
Ductus pancreaticus accessorius (Ductus Santorini) gibt hier sein Sekret ab
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Bezug zum Peritoneum
Intraperitoneal:
Pars superior des Duodenums, Jejunum, Ileum
Sekundär retroperitoneal:
Pars descendens, Pars horizontalis und Pars ascendens des Duodenums
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Mesenterium
Befestigt Intraperitoneal gelegene Teile des Dünndarmkonvoluts mit 14-16 Darmschlingen an dorsaler Rumpfwand
Umgibt Leitungsbahnen
Radix mesenterii deutlich kürzer als an Darm befestigter Ansatz
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Ileum
Pars terminalis
Letzter, nicht scharf definierter, ca. 30cm langer Abschnitt
Anteile des darmeigenen Immunsystems kommen gehäuft vor (Peyer-Plaques)
Ort spezifischer Resorptionsleistungen, wie die Aufnahme von Vitamin B12 und Gallensäuren
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Abschnitte und Längen
Gesamt: ca. 1,5m lang
Caecum: 7cm, mit Appendix vermiformis (8-9cm)
Colon: Colon ascendens (15cm), Colon transversum (50cm), Colon descendens (15cm), Colon sigmoideum (35-45cm)
Rectum: 12cm
Canalis analis: 3-4cm
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Bezug zum Peritoneum
Intraperitoneal:
Caecum mit Appendix vermiformis, Colon transversum, Colon sigmoideum
Sekundär retroperitoneal:
Colon ascendens, Colon descendens, Rectum (proximal)
Subperitoneal:
Rectum (distal), Canalis analis
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Caecum
Ca. 7cm lang
Schließt sich an Bauhin-Klappe an Ileum an
Ostium ileale (Öffnung) von 2 Lippen begrenzt
Frenulum ostii ilealis: laterale Fortsetzung der Lippen nach Vereinigung
Sympathisch aktivierte zirkuläre Muskulatur an Bauhin-Klappe zur Verhinderung von Reflux (in gewissem Maße -> kein echter Sphincter)
Projektion auf V. Lendenwirbel oder Os sacrum
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Appendix vermiformis
Am blinden Ende des Caecums
2-3cm unterhalb der Einmündung des Ileums
Am Abgang laufen 3 Taenien des Caecums zusammen
Meist eigenes Mesenterium (Mesoappendix) mit Leitungsbahnen
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Appendix vermiformis
Lage
Meist (65%): um Caecum nach hinten umgeschlagen (retrozäkal)
Am zweithäufigsten (30%): reicht gestreckt bis ins kleine Becken hinab, liegt bei Frauen in unmittelbarer Nähe von Eierstock und Eileiter (herabhängend)
Gliederung und Projektion - Dickdarm
McBurney-Punkt
Rechter Drittelpunkt der Verbindungslinie zwischen Spina iliaca anterior superior und Nabel
Projektion der Basis des Appendix vermiformis
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Lanz-Punkt
Rechter Drittelpunkt der Verbindungslinie zwischen Spinae iliacae anteriores superiores beider Seiten
Projektion der Spitze eines herabhängenden Appendix vermiformis
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Colon ascendens
Übergang aus Caecum ohne Grenze
Steigt sekundär retroperitoneal gelegen auf
Geht unterhalb der Leber in Flexura coli dextra in Colon transversum über
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Colon transversum
Intraperitoneal, über Mesocolon transversum verankert
Geht an Flexura coli sinistra in Colon descendens über
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Colon descendens
Sekundär retroperitoneal absteigend
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Projektion Kolonflexuren
Flexura coli dextra: I.-II. Lendenwirbel
Flexura coli sinistra: XI. - XII. Brustwirbel
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Colon sigmoideum
Grenze gut erkennbar
S-förmiger Verlauf
Eigenes Mesocolon sigmoideum
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Rectum
Übergang von Colon sigmoideum auf Höhe des II.-III. Sakralwirbels
Gliederung und Projektion - Dickdarm
Besonderheiten
Abschnitte bilden “Bilderrahmen” um Dünndarm
Länge der Abschnitte und Lage der Flexuren variabel
Meist linke Flexur weiter kranial, Verlaufsrichtungsänderung um nahezu 180°
Colon ascendens und descendens können intraperitoneal liegen (mit eigenem Mesocolon ascendens/ descendens)
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Valva ileocaecalis
Bauhin-Klappe
Ende des Ileums, an das sich Caecum als erster Abschnitt des Dickdarms anschließt
Gliederung und Projektion - Dünndarm
Dünndarmkonvolut
Aus Jejunum (2/5) und Ileum (3/5) Intraperitoneal, ohne scharfe Begrenzung zueinander
Baumerkmale
Innenrelief
Dünndarm: zirkuläre Falten (Plicae circulares, Kerckring-Falten)
Dickdarm: halbmondförmig (Plicae semilunares)
Baumerkmale
Caecum, Colon
(Unterscheidung von Dünndarm)
- Größerer Durchmesser
- Tänien: Längsmuskulatur auf 3 Streifen reduziert; Taenia libera sichtbar, Taenia mesocolica mit Mesocolon transversum, Taenia omentalis mit Omentum majus
- Haustren und Plicae semilunares: Haustra coli (Ausstülpungen, die von Einziehungen der Plicae semilunares hervorgerufen werden)
- Appendices epiploicae: Anhängsel durch in Tela subserosa liegendes Fettgewebe
Baumerkmale
Appendix vermiformis, Rectum, Canalis analis
(Unterscheidung von übrigen Dickdarmabschnitten)
- Keine Tänien -> geschlossene Längsmuskelschicht
- Keine Haustren
- Falten: in Appendix nicht vorhanden, im Rectum als 3 Plicae transversi recti, in Canalis analis Columnae anales
- Keine Appendices epiploicae
Topografie Dünndarm
Duodenum
Pars superior
Hinter Gallenblasenhals mit direktem Kontakt zur Facies visceralis der Leber (Verbindung über Lig.hepatoduodenale)
Topografie Dünndarm
Duodenum
Lig.hepatoduodenale
Enthält Leitungsbahnen der Leber und extrahepatische Gallengänge
Begrenzt Eingang in Bursa omentalis (Foramen omentalis/epiploicum)
Topografie Dünndarm
Duodenum
Ductus choledochus
Verläuft dorsal der Pars superior duodeni
Topografie Dünndarm
Duodenum
Pars descendens
Vor rechter Niere und Nebenniere (durch Hüllsysteme getrennt)
An nach links gewandter medialer Fläche: Pankreaskopf
Lateral steigt das Colon ascendens auf
Topografie Dünndarm
Duodenum
Pars horizontalis
Überquert unterhalb des Pankreaskopfs die Wirbelsäule, Aorta und V.cava inferior mit rechten Vasa testicularia/ovarica und rechten Ureter
Ventral von Jejunum und Ileum, Colon transversum und Mesenterialwurzel (mit A. und V.mesenterica superior) bedeckt
Topografie Dünndarm
Duodenum
Pars ascendens
Steigt bis zur Flexura duodenojejunalis auf
Wird dort über Lig.suspensorium duodeni (Treitz-Band) am Abgang der A.mesenterica superior fixiert
Hinter Pars ascendens: linke Niere mit Ureter, linke Vasa testicularia/ovarica
Topografie Dünndarm
Duodenum
Treitz-Band
Kann quergestreifte und glatte Muskulatur enthalten (M.suspensorius duodeni, Treitz-Muskel)
Häufig Bildung von Recessus duodenales superior et inferior (Aussackungen der Peritonealhöhle)
Topografie Dünndarm
Jejunum, Ileum
Lagebeziehung zu beiden Nieren und Abschnitten des Dickdarms
Liegen im Becken der Harnblase auf
Liegen bei der Frau den intraperitoneal gelegenen Anteilen der inneren Geschlechtsorgane (Gebärmutter, Eierstock, Eileiter) auf
Topografie Dünndarm
Radix mesenterii
Ca. 12-16cm lang
Erstreckt sich von Flexura duodenojejunalis bis zur Fossa iliaca
Überkreuzt Duodenum und rechten Harnleiter
Topografie Dickdarm
Caecum
In der rechten Fossa iliaca
Im Übergangsbereich zwischen Caecum und terminalem Ileum: oft Aussackungen der Peritonealhöhle (Recessus ileocaecales superior et inferior)
Liegt mit Appendix vermiformis rechtem M.iliopsoas auf, hat Lagebeziehung zu Nerven des Plexus lumbalis (N.cutaneus femoris lateralis, N.femoralis, N.genitofemoralis) und zur A.testicularis/ovarica
Topografie Dickdarm
Appendix vermiformis
Meist im Recessus retrocaecalis
Liegt mit Caecum rechtem M.iliopsoas auf (Lagebeziehung zu N.cutaneus femoris lateralis, N.femoralis, N.genitofemoralis und A.testicularis/ovarica)
Kann beim herabhängendem Typ in enge Nachbarschaft zu Eierstock und Eileiter kommen
Topografie Dickdarm
Colon ascendens
Steigt bedeckt von Dünndarmkonvolut vor Nn.cutanei femoris lateralis, iliohypogastricus et ilioinguinalis bis zur Unterfläche des rechten Leberlappens auf
Berührt an Flexura colica dextra den Fundus der Gallenblase
Hinter Flexura colica dextra: Niere
Medial davon: Pars descendens des Duodenums
Topografie Dickdarm
Colon transversum
Über Mesocolon transversum mit hinterer Rumpfwand
Über Lig.gastrocolicum nach oben mit Magen verbunden
Von Taenia omentalis hängt schürzenförmiger Abschnitt des Omentum majus herab -> bedeckt Dünn- und Dickdarm
Hinter Colon transversum: rechts Pars descendens des Duodenums und Pankreaskopf, mittig Dünndarmkonvolut aus Jejunum und Ileum, rechts Flexura duodenojejunalis
Topografie Dickdarm
Flexura colica sinistra
Meist weiter kranial und dorsal als rechte Kolonflexur
Bildet meist spitzeren Winkel
Über Lig.phrenicocolicum mit Rumpfwand verbunden -> Milznische Direkter Kontakt zur Facies visceralis der Milz
Dahinter: Pankreasschwanz, linke Niere (durch Hüllen getrennt)
Topografie Dickdarm
Colon descendens
Steigt ventral der Niere in linke Fossa iliaca ab
Überquert Nerven des Plexus lumbalis
Topografie Dickdarm
Colon sigmoideum
Im linken Unterbauch mit Mesocolon sigmoideum unterschiedlich weit in Peritonealhöhle des Beckens vorgewölbt Kontakt zu Dünndarm und Harnblase, bei der Frau zu intraperitoneal gelegenen inneren Geschlechtsorganen (Gebärmutter, Eierstock, Eileiter) Bildung eines (in Größe variablen) Recessus intersigmoideus Überquert linke Vasa testicularia/ovarica, linken N.obturatorius, Ureter, Vasa iliaca externa und interna
Arterien Dünn- und Dickdarm
Grundlagen
Versorgung durch die 3 großen unpaaren Eingeweidearterien: Truncus coeliacus, A.mesenterica superior und inferior
Umgehungskreisläufe durch Bühler- und Riolan-Anastomosen an den Grenzen der Versorgungsgebiete
Versorgungsgebiete entsprechen entwicklungsgeschichtlichen Unterteilungen des Darms in Vorder-, Mittel-, Hinterdarm
Arterien Duodenum
Ventral und dorsal ein doppelter Gefäßbogen, der je von kranial und kaudal gespeist wird (Bühler-Anastomosen)
Aa.pancreaticoduodenales superiores anterior et posterior
A.pancreaticoduodenalis inferior
Arterien Duodenum
Aa.pancreaticoduodenales superiores anterior et posterior
Endäste der A.gastroduodenalis aus dem Stromgebiet des Truncus coeliacus
Von kranial
A.gastroduodenalis verläuft direkt hinter Pars superior duodeni (verschiedene kleine Äste der A.gastroduodenalis oben und hinter der Pars superior duodeni werden als A.supraduodenalis und Aa.retroduodenales bezeichnet)
Arterien Duodenum
A.pancreaticoduodenalis inferior
Mit R.anterior und R.posterior aus A.mesenterica superior
Von kaudal
Arterien Jejunum, Ileum
A.mesenterica superior
Verläuft mit 4-5 Aa.jejunales und 12 Aa.ileales (als Äste) im Mesenterium des Dünndarms
Bilden entlang des Darms eine Folge aus 3 (Jejunum) bis 5 Arkaden (Ileum) absteigender Größe
Daraus: Gefäßäste bis zur Darmwand
Arterien Dickdarm
Caecum und Appendix vermiformis
A.ileocolica (Endabschnitt der A.mesenterica superior) Äste: R.ilealis R.colicus A.caecalis anterior und posterior A.appendicularis
Arterien Dickdarm
Caecum, Appendix vermiformis
A.ileocolica
R.ilealis
Zum Terminkalender Ileum
Anastomose mit letzter A.ilealis
Arterien Dickdarm
Caecum, Appendix vermiformis
A.ileocolica
R.colicus
Anastomose mit A.colica dextra
Arterien Dickdarm
Caecum, Appendix vermiformis
A.caecalis anterior und posterior
Äste der A.ileocolica
Ventral und dorsal Caecum
Arterien Dickdarm
Caecum, Appendix vermiformis
A.appendicularis
Ast der A.ileocolica Fast immer (99%) dorsal des Terminkalender Ileums Dann Eintritt in Mesoappendix -> Versorgung der Appendix vermiformis
Arterien Dickdarm
Colon ascendens und transversum
A.colica dextra
A.colica media
Arterien Dickdarm
Colon ascendens
A.colica dextra
Mit auf- und absteigendem Ast
Entspringt aus A.mesenterica superior
Anastomose mit A.colica media
Arterien Dickdarm
Colon transversum
A.colica media
Mit rechtem und linkem Ast
für Colon transversum
Entspringt aus A.mesenterica superior
Anastomose mit A.colica dextra
Arterien Dickdarm
Colon descendens und sigmoideum
A.mesenterica inferior Äste: A.colica sinistra Aa.sigmoideae A.rectalis superior
Arterien des Dickdarms
Colon descendens und sigmoideum
A.colica sinistra
Ast der A.mesenterica inferior
Mit auf- und absteigendem Ast für Colon descendens
Arterien Dickdarm
Colon descendens und sigmoideum
Aa.sigmoideae
2-5 Stück
für Colon sigmoideum
Arterien Dickdarm
Colon descendens und sigmoideum
A.rectalis superior
Versorgt Mastdarm und oberen Analkanal
Arterien Dickdarm
Riolan-Anastomose
Zwischen linkem Drittel des Colon transversum und linker Kolonflexur
Verbindung von A.colica media mit A.colica sinistra
Arterien Dickdarm
Drummond-Anastomose
In 93% der Fälle vorhanden
Verbindung zwischen A.mesenterica superior und inferior in darmnaher Arkade
Venen Darm
Entsprechen den Arterien
Münden in Hauptstämme der Pfortader
Venen Darm
V.mesenterica superior
Vereinigt sich hinter Pankreashals mit V.splenica zu V.portae hepatis Äste: V.gastroomentalis dextra Vv.pancreaticoduodenales (V.pancreaticoduodenalis superior posterior mündet direkt in Pfortader) Vv.pancreaticae Vv.jejunales und ileales V.ileocolica V.colica dextra V.colica media
Venen Darm
V.mesenterica inferior
Meist (70%) in V.splenica, (30%) in V.mesenterica superior oder Ursprung der Pfortader
Äste:
V.colica sinistra
Vv.sigmoideae
V.rectalis superior (drainiert meistes Blut aus Rectum und oberem Analkanal, Verbindung zur V.rectalis media und inferior)
Lymphgefäße
2 große Lymphabflussgebiete mit 100-200 Lymphknoten
Lymphgefäße
Nodi lymphoidei mesenterici superiores
Lymphe aus intraperitonealem Dünndarmkonvolut und rechtsseitigem Dickdarm (Caecum, Colon ascendens und transversum
Entlang A.mesenterica superior
Über Trunci intestinales zu Ductus thoracicus
Lymphgefäße
Nodi lymphoidei mesenterici inferiores
Lymphe aus linksseitigem Dickdarm (Colon descendens und sigmoideum, proximales Rektum)
Über Trunci lumbales in Ductus thoracicus
Lymphgefäße
Lymphabflussstationen des Duodenums
Nodi lymphoidei pancreaticoduodenales: am Pankreaskopf
Nodi lymphoidei hepatici: entlang der A.hepatica
Nodi lymphoidei gastroduodenales: entlang der A.gastroduodenalis
Nodi lymphoidei coeliaci: retroperitoneal
Nodi lymphoidei mesenterici superiores: entlang der A.mesenterica superior bis zum Abgang (überwiegend intraperitoneal)
Lymphgefäße
Lymphabflussstationen von Jejunum und Ileum
Nodi lymphoidei juxtaintestinales: direkt am Ansatz des Mesenteriums am Darm
Nodi lymphoidei superiores centrales: entlang der A.mesenterica superior
Nodi lymphoidei mesenterici superiores: entlang der A.mesenterica superior bis zum Abgang (überwiegend intraperitoneal)
Lymphgefäße
Lymphabflussstationen von Caecum, Appendix, Colon ascendens und Colon transversum
Nodi lymphoidei paracolici, precaecales, retrocaecales, appendiculares: an Gefäßarkade direkt am Darm
Nodi lymphoidei ileocolici: entlang der A.ileocolica
Nodi lymphoidei colici dextri: entlang der A.colica dextra
Nodi lymphoidei colici medii: entlang der A.colica media
Nodi lymphoidei mesocolici: am Mesocolon transversum
Nodi lymphoidei superiores centrales: entlang A.mesenterica sup.
Nodi lymphoidei mesenterici superiores: entlang A.mesenterica superior bis zum Abgang (überwiegend intraperitoneal)
Lymphgefäße
Lymphabflussstationen von Colon descendens, Colon sigmoideum und proximalen Rectum
Nodi lymphoidei paracolici, rectalis superiores: an Gefäßarkade direkt am Darm
Nodi lymphoidei mesenterici inferiores: an Stamm und Abgang der A.mesenterica inferior (retroperitoneal)
Lymphgefäße
Nodi lymphoidei pancreaticoduodenales und hepatici
Lymphe aus Duodenum (u.a.)
Zu Nodi lymphoidei coeliaci oder Nodi lymphoidei mesenterici superiores
Innervation
Duodenum
Sympathisch (T5-12) und parasympathisch (N.vagus) über Plexus coeliacus und Plexus mesentericus superior
(Partes superior et descendens bis zur Papilla duodeni major direkt von Truncus vagalis anterior über Rr.hepatici)
Innervation
Jejunum bis Colon transversum
Sympathisch (T5-12) und parasympathisch (N.vagus) über Plexus mesentericus superior
Innervation
Colon descendens bis oberer Analkanal
Sympathisch (L1-2) über Plexus mesentericus inferior
Parasympathisch (S2-4) über Plexus hypogastricus inferior
Innervation
Funktion Sympathikus
Hemmt Peristaltik, Sekretion der Drüsen der Darmschleimhaut und Durchblutung der Darmschleimhaut
-> Hemmt die Nährstoffresorption
Aktiviert Muskulatur der Ileozäkalklappe
Innervation
Funktion Parasympathikus
Fördert Peristaltik, Sekretion der Drüsen der Darmschleimhaut
Innervation
Plexus
Plexus coeliacus
Plexus mesenterici superior et inferior (Plexus aorticus abdominalis mit sympathischen Ganglien)
Enthalten sympathische und parasympathische Fasern
Klinik
Umgehungskreisläufe
Durch Anastomosen zwischen den 3 unpaaren Eingeweidearterien möglich
Falls ein Gefäß z.B. durch eine Embolie oder durch Arteriosklerose verschlossen ist
Verhinderung von Darminfarkten
Klinik
Rechts- oder linksseitige Hemikolektomie
Linke Kolonflexur als Grenze bei operativer Entfernung von Dickdarmanteilen
Klinik
Duodenalatresie oder Duodenalstenose
Duodenalatresie: vollständiger Verschluss
Duodenalstenose: Engstelle
Durch Ausbleiben der Rekanalisierung oder unvollständige Rekanalisierung
Äußert sich bereits wenige Stunden nach der Geburt durch starkes Erbrechen
Klinik
Malrotation
Bei gestörter Darmdrehung -> Hypo- oder Hyperrotation
Kann zu Ileus oder abnormer Lage der verschiedenen Darmabschnitte führen (erschwert z.B. Diagnose einer Appendicitis)
Klinik
Situs inversus
Alle Organe liegen spiegelverkehrt
Klinik
Omphalozele
Nabelschnurbruch
Bei unvollständiger Reposition des Darms
Bruchsack kann neben Darmanteilen auch andere Bauchorgane wie Leber und Milz enthalten, die sekundär verlagert wurden
Bruchsack nur von Amnion der Nabelschnur bedeckt (keine Haut)
Klinik
Nabelbruch
Entsteht im ersten Monat nach der Geburt, wenn sich der Nabel nicht richtig schließt
Nabel enthält Omentum majus und Darmanteile, die außen von Haut bedeckt sind
Bilden sich meist spontan zurück
Klinik
Meckel-Divertikel
Reste des Ductus omphaloentericus können als solches zurückbleiben
Bei 3% der Bevölkerung
Liegen meist in 100cm oral der Ileozäkalklappe gelegenen Abschnitt des Dünndarms
Enthalten oft versprengte Magenschleimhaut oder Pankreasgewebe
Können durch Entzündung und Blutung klinisches Bild einer Appendicitis vortäuschen
Klinik
Analstenose, Analatresie
Analstenose entsteht, wenn Septum urorectale nach dorsal abweicht
Analatresie liegt vor, wenn Analmembran nicht einreißt
Klinik
Ikterus durch Gallensteine
Z.B. Durch Verlegung der Gallenwege durch Gallenstein, der an der Papilla Vateri stecken geblieben ist oder durch Tumoren der Bauchspeicheldrüse und der Gallenwege
Gallenflüssigkeit staut sich bis in die Leber zurück
Dort gelangt der Gallefarbstoff (Bilirubin) ins Blutgefäßsystem
ERCP (endoskopische retrograde Cholezystopankreatikografie) zur diagnostischen Abklärung und Entfernung der Gallensteine
-> Aufsuchen der Papille, Darstellung der Ausführungsgänge mit Röntgenkontrastmittel
Plica longitudinalis duodeni als Orientierungsstruktur zum Auffinden der Papille
Klinik
Morbus Crohn
Häufig terminales Ileum betroffen
Chronische Darmerkrankung mit autoimmunologischer Komponente, die durch Vitamin B12-Mangel auch zu Anämie führen kann
Klinik
Appendizitis
Häufige Erkrankung im 2. und 3. Lebensjahrzehnt
Endogene Infektion
Durchwanderung der Wand durch Bakterien aus der Darmflora meist durch Verlegung des Lumens durch Kot oder (selten) andere Fremdkörper
Perforation mit lebensbedrohlicher Peritonitis kann die Folge sein
Klinik
Diagnose der Appendizitis
Zeichen wie erhöhte Anzahl weißer Blutzellen, Ultraschallbefunde oft nicht eindeutig
Schmerzen im rechten Unterbauch können auch auf Enteritis oder bei Frauen Entzündung von Eierstock und Eileiter hinweisen
Druckschmerz am McBurney- oder Lanz-Punkt ist ein sehr wichtiger diagnostischer Hinweis
Klinik
Obere und untere intestinale Blutung
Durch Aufhängung der Pars ascendens des Duodenums, kommt es distal davon i.d.R. nicht mehr zu Reflux von Speisebrei
Treitz-Muskel markiert Grenze zwischen oberer und unterer intestinaler Blutung
Häufige Blutungsquelle (Arrosion der A.gastroduodenalis): Geschwüre des Duodenums (Ulcera duodeni, lassen sich klinisch, nicht eindeutig von Magengeschwüren unterscheiden)
Bösartige Tumoren im Duodenum selten
Abklärung durch Röntgenkontrastdarstellung (inzwischen weniger bedeutend) oder Duodenoskopie mit Möglichkeit zur Biopsie
Klinik
Riolan-Anastomose
Kurzschlussverbindungen zwischen A.colica media und sinistra
Spielen bei Durchblutungsstörungen (z.B. bei Arteriosklerose oder durch Embolie) eine Rolle
Ähnliche Verbindungen im Bereich des Duodenums und Rectums
Auch kompletter Verschluss einer der 3 unpaaren Baucharterien (Truncus coeliacus, A.mesenterica superior, A.mesenterica inferior) kann dadurch meist kompensiert werden, ohne dass es zum Darminfarkt kommt
Durchblutungsstörungen des Darms sind meist durch postprandiale Bauchschmerzen gekennzeichnet
Kollateralkreisläufe über Rektum dienen der Versorgung des Dickdarms und können beim Verschluss der distalen Aorta oder der A.iliaca communis auch über A.mesenterica inferior (und deren A.rectalis media) und über A.iliaca interna eine gewisse Blutversorgung der Beine aufrechterhalten
Klinik
Hemikolektomie
Bei Kolonkarzinomen
Im Colon descendens: linksseitige Hemikolektomie; Entfernung des Colon descendens mit gesamter A.mesenterica inferior
Im Colon ascendens: rechtsseitige Hemikolektomie; Entfernung des Colon ascendens mit A.colica dextra (ohne A.mesenterica superior wegen der großen Beteiligung an der Versorgung des Dünndarms)
Erweiterte rechtsseitige Hemikolektomie: zusätzlich Colon transversum mit A.colica media
Klinik
Portokavale Anastomosen
Bei portaler Hypertonie z.B. durch Leberzirrhose
Öffnung/ Bildung von Verbindungen zum Stromgebiet der V.cava superior und inferior
Z.B. Verbindungen der V.rectalis superior zur V.rectalis media und V.rectalis inferior, die Blut zur V.cava inferior abführen
Bei Gabe von Suppositorien: Wirkstoffe werden gezielt über untere Venen des Rectums in Körperkreislauf eingebracht, um Pfortader und damit Leber zu umgehen (die die Wirkstoffe sonst teilweise abbauen und ausscheiden würde)
Klinik
Rolle der Lymphdrainage bei Kolonkarzinomen
Therapie vom Krankheitsstadium (Staging) abhängig
Tumor im Colon ascendens oder transversum: Lymphknotenmetastasen im Drainagegebiet der Nodi lymphoidei mesenterici superiores relevant
Tumor im Colon descendens: Lymphknoten im Einzugsgebiet der Nodi lymphoidei mesenterici inferiores relevant (aufgrund des retroperitonealen Verlaufs der A.mesenterica inferior häufiger Anschluss an andere retriperitoneale Lymphknoten (Nodi lymphoidei lumbales))
Klinik
Solarplexus
Plexus coeliacus = stärkstes Geflecht auf der Aorta abdominalis (Sonnengeflecht, Solarplexus)
Schlag in Bauchraum kann über viszerale Reflexe zu Blutdruckabfall und Atemnot führen
Klinik
Diagnose Appendizitis
(Verlauf der Schmerzen)
Typische Veränderung der Projektion der Schmerzen wichtig
Anfangs: diffus periumbilikal oder im zentralen Oberbauch, da Zuordnung der vegetativen Afferenzen zu bestimmten Abschnitten der Bauchwand sehr ungenau ist
Später: parietales Peritoneum auf der Faszie des M.iliopsoas wird gereizt, Schmerzverlagerung in Unterbauch
Klinik
Psoaszeichen
Bewegungsabhängige (durch Anspannung des Muskels bei Beugung in der Hüfte) Zunahme des Schmerzes
Erkrankungen in Colon descendens und sigmoideum (z.B. Divertikulitis bei Divertikulose) können zu Schmerzen im linken Unterbauch führen und über Plexus lumbalis auch auf Vorderseite des linken Oberschenkels ausstrahlen