1. Einführung Flashcards
Definition Psychologie
- wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Verhalten und den mentalen Prozessen; Lehre vom Verhalten und Erleben
Definition allgemeine Psychologie
grundliegende Gesetzmäßigkeiten stehen im Vordergrund, statt individuelle Unterschiede
Universalismus
Was sind Grundstrukturen, die bei allen Menschen gleich sind?
Funktionalismus
Welche Funktion haben Verhaltensweisen? Funktion steht im Vordergrund
Falsifizierung, statt Verifizierung, da Beeinflussbarkeit durch:
- induktives schließen
- Repräsentativität
- Glaubwürdigkeit
- Generalisierbarkeit
Mögliche Verzerrungen
- Versuchsleitereffekt/rosenthal-Effekt
- Placebo Effekt
- Sich selbsterfüllende Prophezeiung/Pygmalion Effekt
- Hawthorne-Effekt/Einfluss sozialer Zuwendung
Verzerrung
unbeabsichtigte systematische Verfälschung der Daten in der unbewussten Interaktion zwischen Versuchsleiter und Versuchsperson
Versuchsleitereffekt/rosenthal-Effekt
Erwartungen des Versuchsleiters führen dazu, dass erhobene Daten in gewissem Ausmaß den Erwartungen entsprechen
Placebo Effekt
Scheinwirksamkeit, die auftritt wenn Gabe eines wirkstofffreien Scheinpräparates (Placebo) ebenfalls Wirkung/Besserung hervorruft, wie von aktiven Wirkstoff erwartet
Sich selbsterfüllende Prophezeiung/Pygmalion Effekt
Vorhersage, die ihre Erfüllung selbst bewirkt
Hawthorne-Effekt/Einfluss sozialer Zuwendung
Einfluss, den die bloße Teilnahme an einem Experiment auf die Versuchsperson und damit auf das Experimentsergebnis auszuüben vermag
Doppelblind-Studien
Versuchsleiter & Auswerter (und auch die Versuchspersonen nicht) wissen vorher nicht, zu welcher Versuchsgruppe die von ihnen gerade untersuchten Personen gehören
Prinzipien der Datensammlung
Standardisierung
Objektivität
Prinzipien der Datensammlung - Standardisierung
einheitliche Festlegung für Erhebung, Registrierung und Messung der Daten
- Entscheidend für Vergleichbarkeit
Prinzipien der Datensammlung - Objektivität
intersubjektive Übereinstimmung, Überprüfbarkeit
- Genaue Beschreibung der Methoden
- Reproduzierbarkeit der Daten bei Wiederholung des Experiments (auch durch andere)
Reliabilität
Messgenauigkeit
- Re-Test-Reliabilität/ Replizierbarkeit: Wiederholte Messungen einer Eigenschaft mit den gleichen Verfahren (Tests) und unter denselben Bedingungen sollen annähernd gleiche Ergebnisse erbringen
- Inter-Rater-Reliabilität: 2 Beobachter/innen sollen annähernd zum selben Ergebnis kommen
- Interne Konsistenz: Der Anfang des Fragebogens soll dasselbe messen wie das Ende des Fragebogens
Validität
Misst ein Test das, was er zu messen vorgibt?
- Verschiedene Tests, die das gleiche messen, sollen zum selben Ergebnis kommen
- hohe Korrelation der Tests
Objektivität
Verwendung operationaler Definitionen – genaue Angaben wie das Konstrukt gemessen wird
Methoden
Fallstudien
Korrelationsstudien
Korrelationsstudien +/-
- Vorteil: kann nicht manipuliert werden
- Nachteil: mögliches Konfundieren mit anderen Faktoren, kein kausaler Schluss möglich, zufällige Korrelation kann nicht ausgeschlossen werden
Prinzip des Experiments
einige wenige Bedingungen werden variiert (= unabhängige Variablen), von denen man annimmt, dass sie für ein bestimmtes Verhalten verantwortlich sind (= abhängige Variablen), während man alles andere (= Störvariablen) konstant hält oder kontrolliert
Elemente des Experiments
- Eine oder mehrere unabhängige Variable(n)
- Eine oder mehrere abhängige Variablen
- Mögliche Störvariablen
Randomisierung
zufällige Zuweisung der Versuchspersonen zu Versuchsbedingungen/Gruppen - bekannte & unbekannte Störvariablen werden gleichmäßig auf verschiedene Gruppen verteilt