Veredlung Flashcards
Eigenschaften die durch Veredlungsprozess eingestellt werden
Trage- und Pflegeeigenschaften, Griff, Aussehen
Textile Kette
o Rohstoff (Faser, Flocke)
o Garn
o Textile Struktur (Gewebe, Gewirke)
o Konfektionierter Artikel
4 Bereiche der Textilveredlung
Vorbehandlung, Hilfsprozesse, Farbgebung, Appretur
Textilvorbehandlung
- Entfernung von …
- … natürlichen Verunreinigungen
- … Verschmutzungen von Maschinenschmierstoffen, Transport oder Lagerung
- … Präparationsmittel - Vergleichmäßigung der Oberfläche
- Abbau von Spannungen aus dem Herstellungsprozess
Trockenvorbehandlung
Bürsten: Entfernung von lose anhaftenden mechanischen Verunreinigungen
Rauen: Einstellen eines flauschigen Griffs
Scheren: Entfernung von abstehenden Faserenden aus der Ware
Sengen
o Entfernung von Faserenden
o Erzeugung einer glatten Oberfläche
o Bessere Lauf des Garnes durch Fadenführer oder Nadelöhre
o Bessere Bedruckbarkeit durch vollständige Benetzung Verfahren:
o Direkt: offene Flamme
o Indirekt: heiße Keramikplatten
Scheren
Entfernung von abstehenden Faser- und Garnenden mit Spezialmessern
Nassvorbehandlung
Netzen, Entschlichten, Fixieren
Entschlichten
Ziel: Entfernen von Schlichte, die in vorgeschalteten Prozessen aufgebracht worden ist
Verfahren:
o Mögliche Verfahren → Enzymeinsatz, Oxidieren, Hydrolysieren
o Heißes Imprägnieren der Ware → Foulard, Rollenkufe
o Foulard:
- Ziehen der Ware über Umlenkwalze durch Tränkbad
- Anschließendes Abquetschen
- Einstellung der Durchtränkung durch Quetschdruck
o Rollenkufe:
- Umlaufen mehrerer Walzenpaare
- Jeweils eine Walze unter Flottenpegel
- Imprägnierflotte wird entgegen der Warenrichtung durch Kufe gepumpt
- Quetschwerk zum Entfernen von überschüssiger Ware
o Schlichterückgewinnung → Kostenersparnis, Umweltauflagen
Alkalische Reinigung (Baumwolle)
o Beseitigung von Verunreinigung, die in Wasser nur schwer löslich sind
o Aufquellen der Verunreinigungen durch alkalische Lösungen
o Verseifen, Emulgieren, Lösen und anschließendes Auswaschen
o Erhöhung der Netzfähigkeit → schnellere, gleichmäßigere wässrige Veredlungsprozesse
o Verfahren: kontinuierlich, diskontinuierlich
Filzfrei-Ausrüstung Wolle
o Reduzierung oder Aufhebung der Verfilzung von Wolle
o Behandlung mit Oxidationsmitteln
o Teilweise oder vollständige Entfernung der Schuppenschicht
o Oxidationsmittel: Chlo
Entbasten Seide
o Seidenbast → mattes Aussehen, harter und strohiger Griff
o Entfernung des Seidenbasts → Glanz, weicher und geschmeidiger Griff
o Höhere Saugfähigkeit → einfachere Färbung
3 typische Hilfsprozesse bei der Textilveredlung
Entwässern, Trocknen, Kondensieren
Kalander
Ein Kalander ist ein System aus beheizten Walzen, die durch direkten Kontakt die Ware trocknen.
Durch Druck und Temperatur können unerwünschte Nebeneffekte auftreten
Spannrahmen
Spannrahmen sind Trockner für Flachgewebe, die auf Konvektionstrocknung basieren. Im
Spannrahmen wird durch einen Brenner und spezielle Düsen erhitzte Luft auf die Ware geleitet,
wobei die Führung der umlaufenden Luft so gestaltet ist, dass ein optimaler Feuchtigkeitsentzug
realisiert wird. Im Luftgang sind auswechselbare Siebe angesiedelt, die den aufkommenden Staub
aufnehmen
Wichtigsten Methoden zur Farbgebung
Färben und Drucken
Farbmetrik
Die Farbmetrik ist die Lehre der Maßbeziehungen der Farben untereinander.
Die Farbmetrik ist besonders wichtig …
o … zur Kontrolle von Farbstoffen und Färbeflotten
o … zur Berechnung von Rezepturen und Bemusterungen
o … zur Ausgangskontrolle der Ware
Ziele des Färbens
- Egalität des Farbauftrags
- Gleichmäßige Durchfärbung des Textils
- Gute Farbechtheit
- Wirtschaftlichkeit
- Umweltverträglichkeit
Farbküche
In der Farbküche erfolgt die Zusammenstellung der Farben, die Verteilung der Färbestationen und
die Speicherung der Farbstoffe
Flottenverhältnis
Das Flottenverhältnis ist das Verhältnis von Menge an Textil zu Menge an Färbeflotte
Färbprozess
Prinzipien des Färbens: o Ausziehverfahren o Auftragsverfahren Ausziehverfahren: o Diskontinuierlicher Prozess o Farbstoff hat Zeit, aus dem Färbebad auf die Ware aufzuziehen o Flottenverhältnis: 1:20 bis 1:40 o Maschinen: Jigger, Rollenkufe Auftragsverfahren: o Kontinuierlicher Prozess o Klotzen von konzentrierten Flotten o Flottenverhältnis: 1:1 o Maschinen: Foulard, Rollenkufe
Färbmethoden nach Faserart
Spinnfärben: Chemiefasern
Färben in der Flocke: Wolle, selten BaumwolleFärben von Kammzug und Kabel: Wolle
Garnfärben: Wolle, Baumwolle, Chemiefasern
Stückfärbung: Baumwolle, Chemiefasern
Farbstoffe und Bindungsarten
Möglichkeiten zur Färbung:
o Physikalische Bindung des Farbstoffs an die Faser → Adhäsion
o Echte chemische Bindung des Farbstoffs auf der Faser → Kovalenz
o Lösung des Farbstoffs in der Faser → Dispersionsfarbstoff
o Lichtstreuung → Pigment
Farbstofftypen:
o Baumwolle: Küpen-, Direkt- und Reaktivfarbstoffe
o Wolle: Säure- und Metallkomplexfarbstoffe
o Polyester: Dispersionsfarbstoffe
Druckprozess
- Druckvorbehandlung:
- Saubere, glatte Oberfläche
- Gute Saugfähigkeit
- Hohe Flächenstabilität - Drucken:
- Flachdruck
- Rotationsdruck
- Rouleauxdruck - Drucknachbehandlung:
- Trocknen
- Fixieren
- Waschen
- Aufhellen
Druckprinzipien
Aufdruck:
Farbstoff wird mustergemäß auf die vorbehandelte textile Fläche örtlich aufgetragen. Anschließend
wird der oberflächlich haftende Farbstoff fixiert
Ätzdruck:
Ware wird zunächst eingefärbt. Anschließend wird an den gewünschten Stellen die Farbe durch
Ätzen wieder entfernt, so dass die ursprüngliche Farbe des Textils sichtbar wirdReservedruck:
Zunächst wird die textile Fläche an den gewünschten Stellen mit einer Druckpaste (Reserve)
bestrichen. Diese verhindert beim anschließenden Farbauftrag, dass der Farbstoff an diesen Stellen
haftet
Vor- / Nachteile Flachschablone
Vorteile: große Rapporte, billig, wirtschaftlich auch für kleine Druckauflagen
Nachteile: langsam (diskontinuierlich), geringere Druckgenauigkeit, großer Platzbedarf
Appretur
Die Appretur umfasst alle Veredlungsverfahren, die dazu dienen, den Textilien einen bestimmten
Charakter (Griff, Warenbild) zu verleihen. Die Appretur wird vorwiegend als letzter Prozess am Textil
hauptsächlich für Stückwaren durchgeführt
Chemische Appretur
Chemische Appretur:
o Glanzausrüstung
o Weichmachen
o Füllen
Mechanische Appretur
Mechanische Appretur:
o Rauen
o Scheren
o Bürsten
Thermische Appretur
Brennen