Terminologie Flashcards

1
Q

Ökologie

A

Ernst Haeckel (1866) in „Generelle Morphologie der Organismen“:

Unter Oecologie verstehen wir die gesamte Wissenschaft von der Beziehung des Organismus zur umgebenden Außenwelt, wohin wir im weiteren Sinn alle „Existenzbedingungen“ rechnen können. Diese sind teils organischer teils anorganischer Natur.

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2
Q

Ökosysteme

A
  • Umgebung in der Organismen mit ihrer spezifischen Umwelt in Wechselbeziehung treten
  • besitzen strukturelle und funktionelle Eigenschaften
  • Stabilität durch Komplex an Komponenten gewährleistet
  • gesetzmäßig und regelhaft angeordnet
  • stehen in Wechselwirkung > positiver oder negativer Einfluss
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3
Q

Biozönose

A
  • belebte (biotische) Komponenten in einem Ökosystem
  • die Gesamtheit aller Organismen in einem Biotop
  • Individuen stehen miteinander direkt oder indirekt in Wechselwirkung
  • setzt sich aus einer Phytozönose(Pflanzengesellschaft), Zoozönse(Tiergemeinschaft) und Mikroorganismengemeinschaft (Bakterien & Pilze) zusammen
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4
Q

Biotop

A
  • unbelebte (abiotische) Komponenten in einem Ökosystem
  • bestimmter Lebensraum mit gleichen Umweltbedingungen
  • beherbergt lokale Populationen verschiedener Arten
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5
Q

Habitat

A
  • typischer Standort einer Art (Pflanze/Tier) (von Carl de Linné)
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6
Q

Assoziation

A
  • Pflanzengemeinschaft (von Alexander von Humboldt)
  • Regionen mit ähnlichem Klima beherbergen Pflanzen mit ähnlichem Lebensformtyp
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7
Q

Zootaxozönose

A
  • bei Zoozönosen Arterfassung kaum möglich
  • Charakterisierung anhand ausgewählter Tiergruppen (Taxa)
  • z.B. Gemeinschaft der Vögel, der Laufkäfer => Käferzönose
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8
Q

Synusien

A
  • abgrenzbare Teillebensgemeinschaften
  • an Kleinstandorten innerhalb des Biotops
  • aus Artengruppen des gleichen Lebensformtyps
  • z.B. Baumstumpf mit typischer Moosgesellschaft => Moossynusium
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9
Q

Funktionelle Gruppe / ökologische Gilde

A
  • Arten mit einheitlichem Lebensform- oder Ernährungstypus
  • Lebensform: Sukkulenten, Helophyten (Sumpfpflanzen)
  • Ernährung: Saftsauger, Blattminierer, Blütenbesucher, Räuber
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10
Q

Konzept zur Biozönose

-

Superorganismustheorie

A
  • holistischer Ansatz (Systeme als Ganzes und nicht aus einzelnen Teilen gesehen)
  • Lebensgemeinschaften als sich selbst organisierendes System
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11
Q

Konzept zur Biozönose

-

Individualistisches Konzept

A
  • Artengemeinschaft zufällig
  • Ähnlichkeiten nur aufgrund ähnlicher Ansprüche
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12
Q

Konzept der Biozönose

-

Darwinistisches Konzept

A
  • Biozönosen sind räumlich abgrenzbare funktionelle Einheiten
  • organismische Interaktionen wichtig für Selektion und Adaptation
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13
Q

Primärproduktion

A
  • Prozess bei dem durch Photosynthese organische Verbindungen und damit Biomasse aufgebaut wird
  • in Energieeinheiten pro Flächeneinheit und Zeiteinheit (z.B. kcal/m2/Jahr)
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14
Q

Bruttoprimärproduktion (BPP)

A
  • gesamte organismische Substanz, die im Laufe eines Zeitraums (i.d.R. eines Jahres) durch photoautotrophe Pflanzen in einem Ökosystem gebunden wird
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15
Q

Nettoprimärproduktion (NPP)

A
  • Primärproduzenten (Photoautotrophe) verbrauchen Energie über die Atmung (Respiration = R)
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16
Q

Bestandsbiomasse

A
  • gesamte Biomasse von Populationen, funktionellen Gruppen oder ganzen Ökosystemen zu einem bestimmten Zeitpunkt.
17
Q

Konvergenz

A
  • Entwicklung ähnlicher Merkmale bei NICHT miteinander verwandten Arten
  • im Laufe der Evolution durch Anpassung an eine ähnliche Funktion und ähnliche Umweltbedingungen ausgebildet

⇒ Merkmale lassen sich direkt auf ihre Funktion zurückführen

18
Q

Analogie

A
  • Ähnlichkeit in Form und Funktion (Körperstrukturen, Organe, Stoffwechselwege, Verhaltensweisen)
  • konvergente Entwicklung aufgrund gleicher Selektionsfaktoren

⇒ überlappende ökologische Nischen

19
Q

Homologie

A
  • Übereinstimmung aufgrund gemeinsamen evolutionären Ursprungs
20
Q

Pflanzenformationen

A
  • sind Kategorien für Pflanzen mit physiognomisch (äußere Erscheinung) ähnlichem Erscheinungbild welche die dominierenden Gestalttypen der Vegetationszonedarstellen
21
Q

Biom

A
  • Ein Biom ist ein Großlebensraum der Biosphäre zu dessen Abgrenzung Pflanzenformationen herangezogen werden. Die den Biomen entsprechenden Landschaftsräume, die klimazonentypisch sind, bezeichnet man als Zonobiome.
22
Q

Endemiten

A
  • Pflanzen die nur in einer bestimmten, räumlich klar abgegrenzten Umgebung vorkommen und nicht in den vergleichbaren Biomen anderer Kontinente.
23
Q

Primärproduktion

A
  • Prozess bei dem durch Photosynthese organische Verbindungen und damit Biomasse aufgebaut wird
  • in Energieeinheiten pro Flächeneinheit und Zeiteinheit (z.B. kcal/m2/Jahr)
24
Q

Bruttoprimärproduktion (BPP)

A
  • gesamte organismische Substanz, die im Laufe eines Zeitraums (i.d.R. eines Jahres) durch photoautotrophe Pflanzen in einem Ökosystem gebunden wird
25
Q

Nettoprimärproduktion (NPP)

A
  • Primärproduzenten (Photoautotrophe) verbrauchen Energie über die Atmung (Respiration = R)
26
Q

Bestandsbiomasse

A
  • gesamte Biomasse von Populationen, funktionellen Gruppen oder ganzen Ökosystemen zu einem bestimmten Zeitpunkt
27
Q

Habitatnische e („Adresse einer Art“)

A

der konkrete Raumabschnitt, den eine Art besiedeln kann

28
Q

Trophische Nische („Beruf einer Art“)

A

die Stellung einer Art im Ökosystem

29
Q

Fundamentale Nische (fundamentale ökologische Potenz)

A

N-dimensionaler Raum als Bereich ökologischer Faktoren (Ressourcen und Umweltbedingungen), innerhalb deren eine Art existieren kann

30
Q

Realisierte Nische (reale ökologische Potenz)

A

Teil der fundamentalen Nische, der unter Berücksichtigung der biotischen Faktoren ( z.B. Konkurrenten, Prädatoren) übrig bleibt

31
Q

Koexistenz

A
  • Variabilität mit einer Periodenlänge von einigen Generationszeiten kann dem Ausschluss unterlegener Konkurrenten wirksam zuvorkommen ⇒ zeitliche Trennung
  • Ressourcenpulse ermöglichen es Arten mit hohen maximalen Reproduktionsraten dem Ausschluss durch überlegene Konkurrenten zu entgehen ⇒ Ressource nicht limitierend