VO9 Flashcards
Joseph Beuys - Architektur des Dekonstruktivismus - Wolkenkratzer
Joseph Beuys –> Deutscher Aktionskünstler, Bildhauer und Kunsttheoretiker.
-bis 1972 Professur an der Kunstakademie Düsseldorf; beginnt mit Zeichnungen, schließlich Aktionen (ab 1963), öffentliche Reden, Rauminstallationen und -interventionen

Joseph Beuys, Fischerin mit Korb, 1960

Joseph Beuys, Gesprächszeichnung, 1972

Joseph Beuys, Hauptstrom, 1967
Sein Kunstbegriff gründet auf dem Konzept „Sozialen Plastik“.
“jeder Mensch ein Künstler” –> er fordet kreatives Partizipation von Allem an Gesellschaft und Politik.
Fluxus-Künstler : gegen elitäre „Hochkultur“ , Einheit von Kunst und Leben, Auflösung der Kunstgattungen. (die Gattung = la catégorie).
Materialien: Filz (feutre) (Wärme, Intuition) und Fett (Kälte, Rationalität)

Joseph beuys, Hauptstrom, 1967
Ziel: Ansprüche an Kunst neu definieren. Redefinir les exigences de l’art. (Kunst <-> Leben)

Joseph Beuys, Wie man einem toten Hasen die Bilder erklärt, 1965
Aktion: Kopfmaske mit Gold und Honig (Symbole für Leben und Spiritualität)
Ziel : Das Bewusstsein (la conscience) auf intuitive Fähigkeiten (capacité) des Menschen

Joseph Beuys, Zeige deine Wunde, 1975
Installation mit Werkzeugen (outils), Fett, Zeitung, kreide (craie), Schultafen (tableau d’école).
Ziel:
Tod/Vergänglichkeit (éphémérité) und „Sprache der Dinge“ thematisieren; Verdoppelung der Gegenstände (objet) soll auf Dualitäten des Lebens verweisen (faire ressortir) (Leben und Tod, Individuum und Gesellschaft, Gegenwart und Geschichte)

Joseph Beuys, 7000 Eichen (chênes) – Stadtverwaldung (autorité municipale) statt , 1980
II. Architektur des Dekonstruktivismus (ab den 1980ern)
- Begriff „Dekonstruktivismus“ gründet auf Jacques Derrida (1970), die Analysemethode der „Dekonstruktion“ in Literatur.
- Begriffsübertragung (retransmission) auf die Architektur 1988: Ausstellung „Deconstructivist Architecture“ im MOMA New York
Formale Kriterien: Schräg Wände, zertrümmerte Volume, Fragmentierung der architektonischen Formen –> Dynamisierung der Räume –> sichtbar Instabilität.
Historische Grundlagen:
Expressionistische Malerei: schräge, zertrümmerte Linien:
Ludwig Meidner, Das Eckhaus, 1913.

Ludwig Meidner, Das Eckhaus, 1913

Weil am Rhein, Feuerhaus, Vitra Museum, Zaha Hadid, 1990

Weil am Rhein, Vitra-Design Museum, Franck Gehry, 1990

Wladimir Tatlin, Tatlin Turm, Modell, 1920
Modell auf der Weltausstellung 1925, nicht realisiert, Initiative durch Lenin, 400 m hoch
2.2 Frank Owen Gehry: Haus in Santa Monica

Frank Gehry, Haus in Santa monica, 1980
- Pionerbau des Dekontruktivismus–> Die Inszenierung der Instabilität.
- Material: Holzplatten, Drahtgitter, Wellbech (billig, Artefakte der Industriegesellschaft).
- Eindruck (impressions) der Zufälligkeit (le hasard) –> Montageprozess sichtbar.
2.2 „Deconstructivist Architecture“ (1988, MOMA NY.)

New York, moma, Ausstellung “Deconstructive Architecture”, 1990
Ausstellungskurator: Philipp Johnson
- extrait du catalogue : dekontruktivischer Ar ist nicht jemand, der Gebäude demontiert, sondern jemand, der den Gebäuden inhärente Probleme lokalisiert”.
- Gehry, Libeskind, Koolhaas, Eisenman, Hadid, Tschumi, Himmelbau.

Peter Eisenman: Wexner-Center, Ohio, 1990
Eisenman arbeitet auf Basis philosophischer und literarischer Texte, ebenso Bernhard Tschumi

Peter Eisenman: Wexner-Center, Ohio, 1990, interior
Neuformulierung der Ästhetik und Kompositionslehre des sowjetischen Konstruktivismus

Cincinnati, Rosenthal Center, Zaha Hadid, 2000

Bilbao, Guggenheim Museum, Frank Gehry, 1997

innenraum : dynamisch, lonkav/konvex Formen

Bilbao, Guggenheim Museum, Skizze, Frank Gehry, 1993 - 1997
neue Entwurfmedien : computergestützte (par ordinateur) Herstellung der Titanverkleidung. Fabrication assissté par ordi pour le revêtement en titane.
fabrication assistée par ordinateur du revêtement en titane
2.4 Daniel Libeskind: Jüdisches Museum Berlin

Berlin, Jüdisches Museum, Daniel Libeskind, 1990 - 2000
- Erweiterungbau des alten Berlin-museum
- Formale Dekonstruktion als politische Aussage (déclaration)
- Zick-Zack-Struktur (Bezug auf Judenstern) Form für Erinnerung.
- aggressive Formesprache. gezackte, asymmetrische Wandeinschnitte.
- Lichtschlitze (fente de lumière) (Symbol der Leere, die durch den Holocaust in der westl. Welt entstand).
- drei mögliche Wege.
III. Wolkenkratzer
3.1 Entwicklung des Hochhausbaues seit den 1880ern

New York City, Anschlag auf das World Trade Center, 11.09.2001

Tokio, Projekt Millenium Tower, Norman Foster, ab 1990

Taiwan, Taipei 101, C.Y. Lee & Partners, 2000

Dubai, Burj Khalifa, Adrian Smith, 2005 – 2010

New York, Entwurf Sky Town, United Architects, 2000

New York, Singer Building, Ernest Flagg, 1900

Chicago, Skyline mit Sears Tower, 1970

New York, Woolworth Building, Cass Gilbert,
1910
Seine Forderungen: höchstes Gebäude der Welt

Chicago, Entwurf zum One Mile High Projekt,
Frank Lloyd Wright, 1950

New York, World Trade Center, Minoru Yamasaki, 1970

Nach dem Krieg –> Wolkenkratzen als Vorführung (demonstration) amerikan Technik und Wirtschaft.
Damit ist des Turm aus Glas, Stahl und beton festgelegt (établir).
–> Klahrheit, Rationalität, !uberlegenheit (supériorité) soll vermittelt (véhiculé) werden.

William Pereira: Transamerica-Pyramide, San Francisco, 1970
ab den 1970ern: signatur buildings (Suche nach Typologischen Alternativen, Individualität).

NY, Philipp Johnson, AT&T Building, 1980
erstes Hochhaus der Postmoderne, Bezug auf Klassische Säulengliederung (Basis, Schaftt (fut), Kapitell (chapiteau).

HongKong Skyline
Asien–> Impulsgeber (moteur) für den Wolkenjkratzen-Bau.

Hongkong, Hauptverwaltung der Hongkong &
Shanghai Bank, Norman Foster, 1980 - 1985
mehr als 93 000 m2 wurden in kurzer Zeit gebaut

Hongkong, Norman Foster, hauptverwaltung der HK & Schanghai Bank, 1980

London, Swiss Re Tower, Norman Foster, 2000
Wolkenkatrzer –> sollen Dynamik und wisrschaftliche Aktivität vermitteln.
3.2 Neue formale Konzepte
Kuala Lumpur, Petronas Tower, César Pelli, 1990-2000
Ziel : bezugnahme auf Architektur des Islam. (geometrie, arabische Ababesken, achtzackiger stern (étoile à 8 dents)

Gazna, Minarett

Kontextualisierung der Bauten im Kulturellen Erbe (patrrimoine) des Landes.
Taiwan, Taipei 101, C.Y. Lee & Partners, 2000

Lee & Partners errichteten das Gebäude im Pagodenstil :
- grüne Verglasung (Jade-farben )
- Acht Stock –> acht = chinesische Glückzahl.
- Blütenform an der Spitze (à la cime/pointe) –>Blüte steht traditionell für Vitalität
Nanjing, Nieuhof Joan, Porzellanpagode, 1660

3.3 Neue typologische Konzepte: Das Hochhaus als monumentale Plastik

Norman Foster, Swiss Re Hauptquartier, 2000
Rundplastische Form.

New York, United we stand , Foreign Office Architects, 2000
Gegenkonzept zum Kuben-Typus

Richard Meier und Partner : Projekt „Memorial Square“, 2000
„neue Typologie von horizontalem und vertikalem Raum“

Peking, CCTV Headquarter, Rem Koolhas, 2008
-Gebäude als Monumentalplastik; Schrägen lassen an Dekonstruktivismus denken
3.4 Neue bioklimatische und energetische Konzepte
neues Bewwustsein (conscience) Für:
- den Energiebrauch eines Gebäude
- den Energiebrauch neir der Material
- die Emission der Gebäude
- die Gesunfheit der Nutzer_innen

New York, Freedom Tower, Daniel Liebeskind
und SOM, 2005

Kuwait, Al Ghorfa Tower, Ken Yeang, 2005
> Klimaregelung durch intelligente Fassaden

Foster and Partners, Ventiform, 2001
integrierte Windturbine

3.5 Neue Materialkonzepte
Atkins und Partner: Burj Al Arab, Dubai, 1999 fertiggestellt
(321 m)
Forme–> arabischen Schiffe. (cf Kontextuelle Architektur).
wichtige Rolle bei der Belüftung: größte Membrane, die je als Gebäudefassade eingesetzt wurde

Werner Sobek: Projekt „Skin Tower“, Entwurf 2004
textile Gebäudehülle deren Wärmespeichervermögen mehreren Zentimetern Beton entspricht.
Gebäudehülle (revêtement) nur aus Stoff –> neue Dimension im Bereich aussenbau und innenraum. Neue Wege Für die Ar!