Tastsinn Flashcards
Wie ist die Haut aufgebaut?

Welche Sensoren gibt es in der Haut?

Was kann man zum Ruffini-Körperchen sagen?
- in Corneum
- aufgeknäulte, Flüssigkeitsgefüllte Strucktur
- langsam adaptierend (SAII)
- Registration:
- laterale Zugspannung der Haut
- dass etwas die haut berührt und wie tief es eindrückt
- große rezeptive Felder
- P-Sensor:
- Reizantwort proportional zur Intensität ( Druck)
- Aktionspotential proportional I(p) Frequenz
- außerdem angesiedelt in :
- Gelenken (Propriozeption)
- peridontal ( Zahnstellung, Beißkraft)
⇒Wenn Positionsveränderung ( Eindrücken) → auslösen von AP … je größer der Druck desto schneller AP-Frequenz

Was kann man zu den Merkel-Zellen sagen?
- in basaler Epidermis
- langsam adaptierend (SAI)
- Registration:
- vertikaler Druck (p)
- Geschwindigkeit des Druckänderung
- kleine rezeptive Felder
- Rezeption von Form und Oberflächenstruktur (z.B. Pfotenballen)
- PD-Sensor → Aktionspotential abhängig von Druckintensität und Geschwindigkeit der Druckänderung
- umso schneller sich der einwirkende Druck ändert, umso mehr AP gefeuert
- je stärker der Druck, desto mehr AP ( deswegen auch AP wenn keine Druckänderung mehr)

Was kann man zu Meisser-Körperchen sagen?
- im Corneum
- schnell adaptierend (RA)
- Registration:
- Eindrücken der haut
- Bewegung eines Gegebstandes auf der Oberfläche
- Griffkontrolle und Griffkraft
- kleine rezeptive Felder
- D-Sensor: Berührungen und vibration ( 10-100 Hz)
- AP wird nur gefeuert, wenn Druck- bzw. Positionsänderung

Was machen die Haarfolikel?
- äquivalent zu den Meisser-Körperschen, aber auf behaarter Haut (Meisser meist auf unbehaarter Haut)
- RA-Sensor
- Registration: Auslenkungsgeschwindigkeit
- kleine rezeptive Felder
- AP frequenz proportional zur Geschwindigkeit der Reizbewegung

Was kann man zu Vibrissen sagen?
- spezielle, steife, lange Tasthaare
- leblos, keine Nerven wie alle Haare
- Registrierung:
- taktile reize
- Orientierung/ Nahrungssuche
- Blutsinus:
- = spezieller Folikel = blut gefülle Kapsel
- Reizdämpfung, Verhinderung von Reizüberflutung
- hohe Anzahl an Nervenendigungen
- Wahrnehmung minnimaler Reize
- verschiedene Sensoren -> alles Wahrnehmen
- teilweise mit Muskelgewebe an Folikeln -> aktive Erkundung

Was kann man zu Pacini-Körperchen sagen?
- in Subcutis
- schnell adaptierend (RA)
- Registrierung:
- Übergang zw. Bewegung und Stillstand -> keine gleichförmigen Bewegungen
- AP Frequenz ist proportional zur Vibrationsfrequen (100-400 Hz)
- große rezeptive Felder
- AP feuert zu Beginn und Ende. einerDruck und Positionsänderung

Was kann man zur Sensorendichte und dem räumlichen Auflösungsvermögen der Haut sagen?
Was gibt es für Mechanorezeptoren auf der Haut?
- Merkel steht immer unter politischem Druck.
- Meissner-Porzellan darf nur vorsichtig berührt werden.
- Pacini ist ein Opernsänger mit prominentem Vibrato in der Stimme.
- Bleibt nur noch Ruffini: Aber der „schert“ sich nicht darum, wie man sich seine Funktion am besten merken kann.

Welche Kanäle haben wir auf der Haut?

Wie läuft die Reizleitung ab?

Was sind Kaltsensoren?

Was sind die Transduktionskanäle der Kaltsensoren?

Was sind Warmsensoren?

Was sind die Transduktionskanäle der Warmsensoren?

Wie verläuft die Reizleitung von der Haut zum Rückenmark?
- Dichte der Mechanosensoren ca. 10-100/cm2
- Axone dieser Zellen werden in 62 Spinalnerven zusammengefasst und dem Rückenmark zugeführt
- Zellkörper der Spinalnerven liegen in den Spinalganglien direkt an den Wirbeln
- von dort verläuft von jeder Zelle ein Axon durch die Hinterwurzel ins Hinterhorn des Rückenmarks
- Die afferenten Axone der Hautsinneszellen enden in einer Synapse im Hinterhorn. Das sensorische Signal wird auf Rückenmarksneurone weiterverschaltet
- Leitung zum Gehirn entweder über den ipsilateralen Hinterstrang (Tastsinn) oder den kontralateralen Vorderseitenstrang (Temperatur- und Schmerzsinn) in Richtung Gehirn geleitet.
Wie verläuft die Reizleitung vom Rückenmark zum Thalamus?
- Die Leitung von sensorische Meldungen d. Haut zum somatosensorischen Kortex erfolgt über das Hinterstrang-Lemniskus System. Meldungen von Tast- und Propiosensoren laufen ohne Umschaltung in den Hinterstrangbahnen weiter zu den Hinterstrangkernen der Medulla oblongata
- Medulla oblongata (verlängertes Mark): gehört zum Hirnstamm (Teil des ZNS)
- Die sekundär-afferenten Neurone d. Hinterstrangkerne kreuzen im Lemniscus medialis auf die andere Seite
- Aufgabe des Hinterstrang-Lemniskus Systems: Weiterleitung der Tastreize mit hoher räumlicher und zeitlicher Auflösung an die Hirnrinde
- Afferenzen von Thermo- und Nozisensoren werden bereits im Rückenmark umgeschaltet, nachgeschaltete Neurone kreuzen auf die Gegenseite, Leitung erfolgt über den Vorderseitenstrang
- die Signale der Mechanosensoren erreichen den Thalamus
- die Verarbeitung erfolgt somatotopisch (nach Hautbereichen getrennt)
- mediale Abbildung des Gesichts
- laterale Abbildung von Rumpf und Extremitäten
- Im Thalamus erfolgt eine primitive Informations- verarbeitung
- Vom Thalamus aus werden die Signale zur Großhirnrinde geleitet und damit dem Bewusstsein zugeführt

Wie erfolgt die Reizleitung vom Thalamus zur Großhirnrinde?

Was bedeutet Somatotopie?
