Operante Konditionierung Flashcards

(41 cards)

1
Q

Operante Konditionierung

A
  • durch Lernerfahrungen
  • Denkfähigkeit erforderlich
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2
Q

OK Verstärker

A

Verhaltenskontingenter Stimulus, der die zukünftige Auftretenswahrscheinlichkeit je nach Qualität des Verstärkers erhöht oder senkt

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3
Q

OK Positiver Verstärker

A

Reiz, welcher durch Darbietung die Auftretenswahrscheinlichkeit erhöht

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4
Q

OK Negativer Verstärker

A

Aversiver Reiz, welcher zur Abnahme der Auftretenswahrscheinlichkeit der Verhaltensklasse führt
-> Entfernung führt zu negativer Verstärkung

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5
Q

OK Primäre Verstärker

A

Wirken ohne vorangegangene Lernprozesse; meist durch Triebreduktion erklärt
-> pos; Nahrung, Bewegung oder neg; akustische Reize, elektrische Schläge

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6
Q

OK Sekundäre Verstärker

A

Ursprünglich neutraler Reiz der zum Verstärker wird, wenn er mit dem primären Verstärker gepaart wird; erlernte Bedeutung dieser Verstärker
-> z.B. Spielzeuge, Kleider/Schmuck, Bücher, Ausflüge, etc.

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7
Q

OK Generalisierter Verstärker

A

Verstärker, der gegen primäre oder sekundäre Verstärker eingelöst werden kann
-> z.B. Geld, Tokens

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8
Q

OK Skinner-Boxen

A
  1. Basisrate (Verhalten wird nicht gezeigt)
  2. Lernphase (bei Verhalten wird Konsequenz dargeboten; z.B. Futter)
  3. Verstärkungsphase (Konsequenz bei jedem 5. Verhalten)
  4. Löschung (bei Verhalten keine Konsequenz mehr)
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9
Q

OK Zufällige Belohnung

A

Belohnung bei negativem Verhalten
-> Lernerfahrung, dass negatives Verhalten zu Belohnung führt; Verhalten wird durch Belohnung attraktiv

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10
Q

OK Positive Belohnung

A

Belohnung bei positivem Verhalten, dadurch wird Verhalten gestärkt
-> meistens keine Belohnung bei pos. Verhalten, also Löschung; da keine K auf R

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11
Q

OK Eskalationsfalle

A

Bei Höhepunkt des negativen Verhaltens wird Belohnung gegeben
-> positive Verstärkung des neg. Verhaltens und negative Verstärkung für z.B. die Eltern da neg. Verhalten aufhört

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12
Q

Dreigliedrige Kontingenz

A

Beziehung zwischen Verhalten, Konsequenz und Umgebungskontext.
-> Reize die regelmässig bei Reaktions-Konsequenz-Abfolge auftreten, erhalten Hinweisfunktion für diese Abfolge
-> Reize sind disrkiminativer Reiz

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13
Q

Sd

A

Hinweisreiz für Belohnung

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14
Q

S∆

A

Hinweisreiz für Bestrafung

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15
Q

Neurotisches Paradoxon

A

Verhalten wird gezeigt, obwohl es langfristig dysfunktional ist

  • kurzfristige, angenehme Konsequenzen stärker als langfristige negative Konsequenzen abschrecken
  • positive Verstärkung (durch kurzfristige pos. Konsequenzen) wirkt stärker als Bestrafung (langfristige neg. Konsequenzen)
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16
Q

Beispiel fü neurotisches Paradoxon

A

Rauchen, riskantes Sexualverhalten, Umweltverhalten (Autofahren, Heizen), Freiheit vor Sicherheit, Sensation Seeking (Rasen, Extremsportarten), exzessiver Alkohol- & Drogenkonsum, Gamen, Medienkonsum, Fastfood

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17
Q

Gesetz der Auswirkung - Thorndike

A

Verknüpfungen zwischen Handlungen und Konsequenzen als Basis des Lernens -> erfolgreiches Verhalten wird häufiger umgesetzt.

-> Belohnung ist wirksamer als Bestrafung

18
Q

Bindungs- vs. operantes Schreien bei Babys

A

bis 9 Monate ist Schreien eines Kindes ein Bindungsbedürfnis -> man muss sich unbedingt darum kümmern.
danach kann sich Schreien differenzieren (operant vs. Bindungsschreien)
- Bei Bindungsschreien: wenn man es aufnimmt wimmert es weiter, weil es hoch erregt ist
- beim operanten Schreien: Kind lächelt einem an, braucht kaum Beruhigung
=> Liebe und Struktur

19
Q

Zufällige Verstärkung

A

Verstärker ohne direkte Reaktion (oder ohne Zusammenhang mit Reaktion)

-> in Erziehung häufig; wichtig auf Kontingenz zwischen Reaktion und Konsequenzen achten!

20
Q

Kontinuierliche Verstärkung

A

Jede gezeigte Reaktion des definierten Typs wird verstärkt.
-> besonders wichtig in Anfangsphase der Intervention

21
Q

Intermittierende (partielle) Verstärkung

A

Reaktionen werden nur gelegentlich verstärkt -> höhere Löschungsresistenz as bei aufeinanderfolgenden Reaktionen

22
Q

Verstärkertypen

A

Intrinsisch:
- spirituelle Verstärker
- Handlungsverstärker

Extrinsisch:
- materielle Verstärker
- soziale Verstärker

23
Q

Fixe Quotenverstärkung

A

Verhalten wird nach definiertem Verhältnis verstärkt (z.B. 1:1, 1:5, etc.) -> hohe Reaktionsrate

Verstärkungsgradient zeigt, dass die Verstärkerwirksamkeit umso grösser ist, je unmittelbarer die Konsequenzen auf das Verhalten folgen. (je später desto weniger wirksam)

-> Verstärkungsplan umbedingt nach einiger Zeit variieren; sonst Habituation, Sättigung oder Ermüdung

24
Q

Variable Quotenverstärkung

A

Quoten werden auf einer umfassenden Skala variiert (z.B. im Schnitt jedes fünfte Verhalten) -> wirksamer als mit fixierter Quote
-> vor allem in Experimenten angewendet

25
Fixe Intervallverstärkungspläne
Nur Verhaltensweisen verstärken, die nach Ablauf einer best. Zeit auftreten -> Verhalten zu Beginn der Zeitspanne niedrig nimmt dann aber zu Reaktionsrate ist eine kurze Zeit nach jeder Verstärkung niedrig und steigt dann bis zum Zeitpunkt der erneuten Verstärkung charakteristisch an.
26
Variable Intervallverstärkungspläne
Verstärkung im Durchschnitt nach best. Zeit -> Verhalten wird stabil gezeigt, auch bei langen Intervallen
27
Aufbau von neuem Verhalten in Etappen
1. fixe Quotenverstärkung (1:1) 2. fixe Quotenverstärkung (1:5) 3. Variable Quotenverstärung (1:5) -> Aufbau 4. fixe Intervallverstärkung 5. Übergang von Femdverstärkung zu Selbstverstärkung -> Aufrechterhaltung
28
Verlust von Verstärkern durch:
▪ **Eingeschränktes Verstärkeruniversum** (wenig Verstärker insgesamt, kaum Hobbies, geringes Freundesnetz, geringe Interessen und Aktivitäten ) ▪ **Eingeschränkte Erreichbarkeit von Verstärkern** (z.B. schlechte geographische Erreichbarkeit, Erreichbarkeit infolge von Behinderung, schwerer Krankheit, Migration, Inhaftierung etc.) ▪ **Mangelnde soziale Fertigkeiten zur Erlangung von Verstärkern** (Wahrnehmungsdefizite, zu wenig soziale Responsivität, mangelnde Sozialkompetenzen)
29
Premack-Prinzip
Verhaltensweisen, welche sich häufig und von selbst zeigen als Belohnung nutzen um weniger häufiges Verhalten zu stimulieren -> hilfreich bei depressiven Personen ## Footnote Verhaltensdefizit: Aktivitäten; Verhaltensexzesse: Schlafen -> 5 Min aufstehen und dann wieder 30 min ins Bett, dann 15 Min aufstehen usw
30
Aufbau von Verhalten - Shaping
Schrittweiser Aufbau von komplexen Verhaltensmustern -> bereits kleinste Schritte in Richtung Ziel werden systematisch verstärkt
31
Aufbau von Verhalten - Chaining
Best. Reaktion dient als diskriminativer Hinweisreiz für nächste Reaktion -> gewünschtes Verhalten in Einheiten als Kette gliedern; fehlende Teile sollen durch Shaping aufgebaut werden (hinten anfangen -> Autonomie)
32
Aufbau von Verhalten - Token Economies
Symbole für spätere Verstärker abgeben -> erwünschtes Verhalten muss klar sein und kontingent belohnt werden
33
Aufbau von Verhalten - Response Cost
Verbindung des Token-Systems mit Bestrafung bei unerwünschtem Verhalten -> Token entzogen; indirekte Bestrafung
34
Methoden zur Reduktion von unerwünschtem Verhalten
- Sättigung: massiert mit Verstärkung reagieren -> Reaktion verliert an Attraktivität - Stiller Stuhl: Pause von negativem Verhalten - Time-Out: sämtliche potentielle Verstärker aus Situation entfernen -> Kind in Time-Out Raum
35
Ursprung für unerwünschtes Verhalten
Unbefriedigte Bedürfnisse -> Bedürfnis verstehen und darauf eingehen!
36
Wichtig beim Einsatz von operanten Methoden
- Konsequenzen ankündigen - Konsequenzen müssen kongruent, nachvollziehbar, umsetzbar und kontingent sein - nach Verhaltensalternativen suchen anstatt direkter oder indirekter Bestrafung - Korrekturhandlungen ermöglichen - neutrales & positives Verhalten verstärken
37
Zwei-Faktoren-Theorie / Mediatorentheorie des Lernens
Verbindet Lernprinzipien der klassischen und operanten Konditionierung -> Zeichenlernen und Lösungslernen
38
Zeichenlernen
Erlernen von emotionalen Reaktionen durch klassische Konditionierung -> Reizsubstitution (Lernen durch Kontiguität) -> Triebinduktion ## Footnote glatte Muskulatur
39
Lösungslernen
Emotionale Zustände führen zu Vermeidungsverhalten, was dieses wiederum negativ verstärkt und Löschung hindert -> Reaktionssubstitution ## Footnote quergestreifte Muskulatur
40
wie bestrafe ich richtig?
- Unangebrachtes Verhalten zuerst nicht beachten - Kind ablenken und auf positives Verhalten lenken - Neutrales oder positives Verhalten verstärken, sobald es auftritt (Shaping) - Verhalten mit Kind besprechen, Kontingenzen schaffen - Konsistenz - Wiedergutmachung leisten lassen und danach wieder normal interagieren - viel positive gemeinsame Zeit - Ergründen, weshalb Kind so reagiert - Verständnis zeigen, aber kommunizieren, dass es so nicht tolerierbar ist - Alternativverhalten ausarbeiten - Modell für Emotionsregulation, Impulskontrolle etc. sein - Kind loben und bestärken, wenn es Alternativverhalten zeigt
41
Wie bestrafe ich falsch?
- strafen ohne Zusammenhang - inkonsequentes Strafen - Strafen ohne Lernmöglichkeit - kein erkennbarer Zsmhang zwischen Verhalten und Strafe - unconditional love Strafen - körperliche Strafen - Liebesentzug - Abwertung - Vernachlässigung & laisser faire