Lateralisierung Flashcards
Cerebrale Commissuren
Verbinden Hemisphären
Funktionelle Lateralisierung
Hemisphären haben unterschiedliche Funktionen
Split-Brain-Patienten
Hemisphären sind durch eine Commissurotomie voneinander getrennt
Aphasie
Störung der Fähigkeit, Sprache zu produzieren oder zu verstehen. Ausgelöst durch Hirnschädigung
-Schädigung des Broncs-Areals, dem inferioren präfrontalen Cortex der linken Hemisphäre
Apraxie
-Schwierigkeiten Bewegungen auszuführen, wenn man sie aus dem Zusammenhang gerissen dazu auffordert
-geht auf Schädigung der linken Hemisphäre zurück
Cerebrale Dominanz
Eine Hemisphäre bei manchen Prozessen dominanter als die andere
Natrium-Amytal-Test
-für Sprachlateralisierung
-kleine Menge Natrium-Amytal wird in die Halsschlagader injiziert was eine Hemisphäre lähmt
-dann werden Sprachtests durchgeführt
-linke Seite wird betäubt: Patient verstimmt meist und macht Sprachfehler
-rechte Hemisphäre: selten Fehler
Dichotischer Hoertest
-Zahlenreihen werden gleichzeitig auf beiden ohren wiedergegeben
-kontralaterale Verarbeitung: ist linke Hemisphäre dominant, hört man auf dem rechten Ohr, anderesherum genauso, aber meistens links=dominant
Funktionelle Bildgebung des Gehirns
-mit PET oder fMRT
-dominante Hemisphäre bei Aktivitäten (lesen etc.) = aktiver
Händigkeit und sprachLateralisierung
-bei Rechtshändern fast alle bei Linkshändern die Mehrheit= Dominanz der Linken Hemisphäre
-Linkshänder sind bei Lateralsiierung verschiedener Funktionen variabler
Corpus Callosum
Größte Cerebrale Commissur
-zuständig für die Übertragung gelernter Infos in die andere Hemisphäre
-nach Durchtrennung: Hemisphären können unabhängig voneinander arbeiten
Skotom
=blindes Gebiet, verursacht durch die Durchtrennung des Chiasma Opticums, betrifft die ganze mediale Hälfte der Retina
Cross-Cuing
Externe Art der Kommunikation beider Hemisphären durch indirekte neuronale Pfade durch den Hirnstamm
-Bspl. Die Rechte Hemisphäre sah das grüne Licht und hörte die Linke Hemisphäre rot sagen, rechte Hemisphäre weiß dass das falsch ist und korrigiert Antwort
Helping-hand-Phänomen
Eine Hemisphäre denkt, die andere würde was falsch machen und schnellt mit der ihr ipsilateralen Hand zur Hilfe um das Verhalten zu korrigieren
Visuelle Ergänzung
-Jede Hemisphäre ist ein Patient mit Skotom, welches das ganze Ipsilaterale Gesichtsfeld umfasst
-im Schimären -Test —> Ergänzung der anderen Gesichtshälfte
Z-Linse
beschränkt den visuellen Input auf eine Hemisphäre
-Kontaktlinse, die auf einer Seite undurchsichtig ist und sich m it dem Auge mitbewegt
Sprache
Am stärksten lateralisiert, nach links
Überlegenheit der linken Hemisphäre bei der Kontrolle ipsilateraler Bewegungen
-bei komplexen kognitiv gesteuerten Bewegungen (z.B. Hand) tritt wie erwartet die Aktivität im der kontralateralen Hemisphäre auf
- allerdings auch geringe Aktivierung der ipsilateralen Hemisphäre
-diese ipsilaterale Aktivierung ist in der linken Hemisphäre ausgeprägter
-linkshemisphärische Läsionen verringern eher die Genauigkeit der Bewegung der linken Hand als eine rechthemisphärische Läsion in der rechten Hand
Überlegenheit der rechten Hemisphäre bei räumlichen Fähigkeiten
!
Spezialisierung der rechten Hemisphäre für Emotionen
!
Überlegene musikalische Fähigkeit der rechten Hemisphäre
Dichotomies Test: Ergebnis: linke Hemisphäre bei Wahrnehmung von Ziffern überlegen, rechte Hemisphäre bei Wahrnehmung von Melodien
Lateralisierung des Gedächtnisses
beides: links: verbales Gedächtnis, recht: nonverbales Gedächtnis
Der linkshemisphärische Interpret
Ein hypothetischer neuronaler Mechanismus, der laufend Ereignisabläufe beurteilt und versucht, einen Sinn darin zu erkennen
3 Cortexareale, die für Sprache wichtig sind
1) Operculum Frontale
2) Planum temporale (auch Wernicke-Areal)
3) Heschl-Gyrus
-wurden hinsichtlich neuroanatomischer Asymmetrien untersucht
-Probleme: auch bei gesunden Personen große Unterschiede in diesen Strukturen, Grenzen dieser Gebiete sind unklar
Analytisch-synthetische Theorie der cerebralen Asymmetrie
-es gibt 2 grundlegende Arten zu denken
1) linke Hemisphäre (analytisch): arbeitet auf eine eher logische, analytische, Computer artige Weise, analysiert und abstrahiert den Stimulusinput sequentiell und versieht ihn mit Labels
2) rechte Hemisphäre (synthetisch): organisiert und verarbeitet Infos hinsichtlich Gestalt oder Ganzheit
Die motorische Theorie der cerebralen Asymmetrie
-linke Hemisphäre ist nicht auf die Kontrolle von Sprache per se spezialisiert, sondern auf die Kontrolle von feinen Bewegungen, von denen Sprache ein Teil ist
Linguistische Theorie der cerebralen Asymmetrie
-Sprache = primäre Aufgabe der linken Hemisphäre
Wernicke-Geschwind-Modell
-zur Sprachlokalisation innerhalb der Hemisphären
- Wernicke Areal: Areal im linken Planum temporale, laut Wernicke zum Sprachverständnis
Expressive Symptome von Aphasie
-normales Verständnis von Sprache, Artikulierung schwer möglich
-Broca-Aphasie ( durch selektive Läsionen des Broca-Areals)
Rezeptive Symptome von Aphasie
- Verständnis von Sprache ist schlecht, Artikulierung ist gut aber sinnbefreit
-durch selektive Läsionen des Wernicke Areals auch Wernicke Aphasie
Fasciculus arcuatus
Faserzug der das Broca- und Wernicke-Areal verbindet
-Schädigung dieses Faserzugs führt zur Leitungs-Aphasie: Sprachverständnis und spontane Sprache sind intakt, Schwierigkeiten Wörter zu wiederholen, die sie gerade gehört haben
Gyrus angularis
Gebiet des linken temporalen und parietalen Cortex unmittelbar posterior zum Wernicke-Areal, wichtig für Sprache
-Schädigung hat Alexie (Unfähigkeit zu lesen) und Agraphie (Unfähigkeit zu schreiben) zufolge
7 Komponenten Wernicke-Geschwind-Modell
-7 Komponenten: 1) primäre visuelle Cortex 2) Gyrus angularis 3) primäre auditorische Cortex 4) Wernicke-Areal 5) Fasciculus arcuatus 6) Broca-Areal 7) primäre motorische Cortex
Belege des Wernicke-Geschwind-Modell durch Studien über die Auswirkungen von kortikalen Schädigungen
-kleine oder große Läsionen des Brocas- oder Wernicke-Areals können Sprachdefizite auslösen, aber nicht immer und in dem Maße wie es das Wernicke-Geschwind-Modell vorhersagt
Belege des Wernicke-Geschwind-Modell durch Studien mittels funktioneller Bildgebung
-sprechen in keiner Weise für das Modell
-andere Befunde:
-Läsionen bei Patienten mit Aphasie nicht nur aus Broca- oder Wernicke-Areal begrenzt
- Aphasische Patienten fast immer Schädigung der weißen Substanz
- Manche Aphasische Patienten haben Hirnschädigungen die keins der Areale betreffen
- große anteriore Läsionen rufen eher expressive Symptome hervor, große posteriore Läsionen eher rezeptive
Wernicke-G-M Belege durch Studien mittels elektrischer Cortexstimulation
-einzige Erkenntnis: bei der Stimulation der rechten Hemisphäre nie Sprachdefizite
-ansonsten ließ sich nicht genau kartieren, welche Areale für welche Sprachfunktionen vom Belang sind
Phonem
Die kleinste Lauteinheit, die in einer Sprache zahlreiche Worte voneinander abgrenzt
- Prämisse, die den kognitiv-neurowissenschaftlichen Ansatz der Sprache definiert
Sprache wird durch die Aktivität in all denjenigen Gehirngebieten vermittelt, die an den kognitiven Prozessen beteiligt sind, die zu dem besonderen sprachbezogenen Verhalten beitragen
- jeder komplizierte Prozess (Sprechen, Verstehen oder Lesen) selbst ist eine Kombination verschiedener konstituierender kognitiver Prozesse , die in verschiedenen Teilen des Gehirns getrennt organisiert sein können
- konstituierende kogn Prozesse, die an Sprache befeiligt sind, 3 Kategorien:
1) phonologische Analyse (Sprachlaute)
2) grammatikalische Analyse (Sprachstruktur)
3) semantische Analyse (Sprachbedeutung)
- Prämisse, die den kognitiv-neurowissenschaftlichen Ansatz der Sprache definiert
Viele konstituierende kogn Prozesse, die an Sprache beteiligt sind, sind auch für andere Verhaltensweisen bedeutsam
- Prämisse, die den kognitiv-neurowissenschaftlichen Ansatz der Sprache definiert
-Gebiete sind klein, weit verteilt und spezialisiert
fMRT Studie von Bavelier zum Lesen
-Ergebnis:
1) linke Hemisphäre beim Lesen stärker aktiv
2) Aktivität ging weit über das W-G-M hinaus
3) aktive Gebiete waren fleckensrtig verteilt und variierten zwischen dem Probanden selbst und anderen
Die PET Studie von Damasio zur Objekterkennung
-Benennen von Objekten aktivierte Areale im linken Temporallappen außerhalb des W-G-M