COPD Flashcards
COPD
Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
ist ein Mischbild aus chronisch-obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem
Symptome COPD
Dyspnoe, zunächst nur bei Belastung, im weiteren Verlauf auch in Ruhe
Husten
Auswurf (Hyper- und Dyskrinie)
im Spätstadium kann es zum Cor pulmonale kommen
Die Hauptsymptome Atemnot, Husten, Auswurf werden auch als AHA-Symptomatik bezeichnet.
Diagnose
Anamnese
Lungenfunktionsanalyse
Blutgasanalyse ( O2 im Blut an)
Einige Lungen- und Herzkrankheiten verursachen ähnliche Beschwerden wie eine COPD, deshalb können weitere diagnostische Verfahren notwendig sein:
Röntgen
EKG
weitere Blutuntersuchungen
Insbesondere die Abgrenzung gegenüber dem Asthma bronchiale ist wichtig.
Behandlung COPD
Nikotinabstinenz
Vermeidung von Staubbelastung
Medikamente:
- entzündungshemmende M. (Kortikoide)
- schleimlösende M. (Mukolytika)
- bei bakteriellen Infekten Antibiotika
O2-Langzeittherapie im fortgeschrittenen Stadium
Physio:
Sekretmobilisation
Weithalten der Atemwege
Detonisierung von hypertonem Gewebe/Muskulatur
Verbesserung der Belastbarkeit
Verbesserung der (Thorax)beweglichkeit
Ausgleichen des Atemrhythmus
Verbesserung der Atembewegung
Kräftigung der Atemmuskulatur
Verbesserung der Entspannungsfähigkeit
Chronische Bronchitis
eine Bronchitis wird dann als chronisch bezeichnet, wenn Husten und Auswurf an den meisten Tagen von mindestens 3 Monaten zweier aufeinanderfolgender Jahre bestehen
einfache chronische Bronchitis
Husten mit schleimig-weißem Auswurf ohne bronchiale Obstruktion («Raucherhusten»)
chronisch-obstruktive Bronchitis
Husten mit Auswurf bei
Bronchialobstruktion
obstruktives Emphysem
zusätzlich mit irreversibel vergrößertem Residualvolumen (COPD)
Allgemeines COPD
häufigste chronische Lungenerkrankung
häufigste Ursache des Cor pulmonale und der respiratorischen Insuffizienz
betrifft in 75% Männer
COPD
Klinik
praktisch alle Pat. klagen über:
Husten
Dyskrinie (v.a. morgens)
rezidiv. bronchiale Infekte
Sekundäre Erkrankungen COPD
zusätzlich bestehen meist:
Zeichen der Atemwegsobstruktion: Belastungsdyspnoe,
Engegefühl, nächtlicher Husten
Zeichen der respiratorischen Insuffizienz: Tachypnoe, Dyspnoe, Zyanose
Zeichen des Cor pulmonale: im Spätstadium untere und obere Einflussstauung, symmetrische Beinödeme, Zyanose
Ursachen COPD
Hauptursache ist das Rauchen
≥ 90% der Pat. sind Raucher oder Exraucher
weitere Ursachen sind Luftverschmutzungen
Therapie COPD
Krafttraining der Extremitäten
Ausdauertraining
Vermeidung der auslösenden Noxe, aufhören zu rauchen
medikamentöse antiobstruktive Therapie
physiotherapeutische Atemtherapie
Lungenemphysem
irreversible Erweiterung der terminalen Bronchien und Alveolen infolge einer Destruktion der Alveolarsepten
Lungenemphysem
Folgen
Hypoxämie durch vergrößerten alveolären Totraum und verminderte Gasaustauschfläche
pulmonale Hypertonie aufgrund der Abnahme der Anzahl der Lungengefäße
Cor pulmonale als Folge der pulmonalen Hypertonie
Lungenemphysem
Formen
zentriazinären (= zentrilobulären)
panazinären (= panlobulären)
Narbenemphysem
Klinik
Lungenemphysem
Belastungsdyspnoe bei lang bestehender chronischen Bronchitis
besonders nach Infekten (Infektexazerbation) wird vermehrt eitriges Sekret produziert (Dyspnoe verstärkt sich)
bei ausgeprägtem Emphysem ist der Thorax in Inspirationsstellung fixiert → Fassthorax
Diagnostik
Lungenemphysem
Röntgen
Lungenfunktionsuntersuchung zur Quantifizierung
Anamnese
Therapie
Lungenemphysem
- Behandlung der Grunderkrankung
- antibiotische Therapie pulmonaler Infekte.
- Atemtherapie
Cor pulmonale
Vergrößerung und Verdickung des rechten Herzventrikels aufgrund einer zugrunde liegenden Lungenerkrankung, die eine pulmonale Hypertonie (Bluthochdruck in den Lungen) verursacht
Ursache
Cor pulmonale
fortgeschrittenes Lungenemphysem
rezidivierende Lungenembolien
fortgeschrittene Lungenfibrose
Inspiratorische Atemhilfsmuskel
A: Musculus sternocleidomastoideus
B: Musculus pectoralis major
C: Musculus pectoralis minor
D: Musculus serratus anterior
Dyspnoe
subjektives Empfinden die Atemtätigkeit steigern zu müssen
Zeichen der Dyspnoe
Tachypnoe (AF > 20/min)
Jede Dyspnoe führt zur Tachypnoe aber nicht jede Tachypnoe ist eine
Dyspnoe z.B. Sport
Tachycardie
Einsatz der AHM
Angst
ggf. Zeichen der Hypoxämie: periphere oder zentrale Zyanose
Dyspnoeformen
Belastungsdyspnoe Atemnot bei körperlicher Betätigung
Ruhedyspnoe Atemnot in Ruhe
Orthopnoe höchste Atemnot, die nur in aufrechter
Haltung und unter Einsatz der
Atemhilfsmuskulatur kompensiert werden kann
Schweregrade der Dyspnoe (WHO)
Grad 1 Atemnot bei schnellem Gehen in der Ebene, beim
Bergaufgehen oder beim Treppe steigen
Grad 2 Atemnot bei normalem Gehen in der Ebene mit
Altersgenossen
Grad 3 es muss angehalten werden, um Luft zu holen,
wenn in der Ebene das eigene Tempo gegangen wird
Grad 4 Atemnot in Ruhe