Behaviorismus Flashcards
Metapher
Lernen durch Verstärkung
Hintergründe
biologische Prozesse, klassische und operante Konditionierung
wichtige Kennzeichen
- Frontalunterricht
- Annahme: Alle Lernenden sind gleich > Das vermittelte Wissen wird in der selben Art und weise erworben und kann auch wiedergegeben werden.
- Belohnungen und Bestrafungen
Inhalte
Inhalte werden vom Lehrenden vorgegeben
Rolle des Lehrenden
Vermittler, berücksichtigt kein Vorwissen
Rolle des Lernenden
Rezipient, Inhalte sind für alle gleich
Vorteile
- Geleitetes Lernen (linear)
- keine Orientierungsprobleme
Nachteile
- Lineares Vorgehen
- Lernvoraussetzungen bleiben unberücksichtigt
Ziel des Behaviorismus
Vorhersage und Kontrolle von Verhalten
Es kann nur das Verhalten untersucht werden, keine geistigen und inneren Prozesse
Beeinflussung des Verhaltens durch Konditionierung
Wesentliche Metapher: Blackbox
Input verursacht Output (Stimulus-Response-Modell). Das Was und Wie bleibt in der Blackbox verborgen. Das Gehirn wird als passiver Wissensspeicher gesehen.
bedeutsame Rolle beim Wissenserwerb
der Lehrende
Lernziel
richtige Antwort geben können. Das zu erlernende Wissen wird vom Lehrenden vorgegeben. Ob und wie es verarbeitet wird, ist irrelevant.
Um den Lernprozess zu steigern fragt der Lehrende das Wissen ab und vergibt beispielsweise Noten > Motivation steigt das Wissen zu lernen und bessere Noten zu bekommen
Erklärung: Klassische Konditionierung
Eine Reaktion wird durch einen Stimulus hervorgerufen die mit einem biologisch bedeutsamen Stimulus assoziiert ist. Wichtig ist dabei der vorhandene biologische Reflex.
3 Arten von Reizen
Auf einen Reiz folgt immer eine Reaktion
unbedingter Reiz > unbedingte Reaktion
neutraler Reiz > neutrale Reaktion
bedingter Reiz > bedingte Reaktion
Ablauf der klassiches Konditionierung
vor der Konditionierung:
unbedingter Reiz löst eine unbedingte Reaktion aus
Beispiel: Fütterung > Speichelproduktion
während der Konditionierung:
Es wird eine Verbindung zwischen dem unbedingten Reiz und dem neutralen Reiz geschaffen (Kopplung) > bei jeder Fütterung ertönt die Klingen
nach der Konditionierung:
der neutrale Reiz hat sich zu einem bedingten Reiz entwickelt und löst die nun bedingte (erlernte) Reaktion (Speichelproduktion) aus
bei der klassischen Konditionierung wird also ein unbestimmter Reiz mit einem neutralen Reiz verknüpft
Palovscher Hund (Bei Klingel > Speichelproduktion)
Erklärung: Operante Konditionierung
Bei der operanten Konditionierung lernt der Organismus, das eine bestimmte Verhaltensweise eine bestimmte Konsequenz nach sich trägt.
“Erfolgt eine Verstärkung auf eine Reaktion, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Reaktion unter ähnlichen Umständen wieder gezeigt wird.”
Ist die Konsequenz auf eine Verhaltensweise angenehm, dann wird diese Verhaltensweise eher wiederholt. Ist die Konsequenz auf eine Verhaltensweise unangenehm, dann wird die Verhaltensweise eher nicht wiederholt. Es geht also um das Verstärken oder Abschwächen bestimmter Verhaltensweisen.
Arten von Konsequenzen
- positive, negative Verstärkung (Belohnung)
- positive, negative Abschwächung (Bestrafung)
Verstärkung
positive Verstärkung: ein angenehmer Reiz folgt auf eine Reaktion: Kind ist Gemüse auf > bekommt Eis
negative Verstärkung: ein aversiver Reiz wird durch die Reaktion vermieden: Es regnet, Sie spannen einen Schirm auf > es wird vermieden das Sie nass werden
Bestrafung
positive Bestrafung: auf eine Reaktion folgt eine aversiver Reiz: Sie verbrennen sich die Zunge beim Tee weil er noch zu heiß ist
negative Bestrafung: ein angenehmer Reiz wird weggelassen: Der Salat wurde nicht aufgegessen, das Kind bekommt kein Eis
Merkmale: Drill and Practise
- Lernziele sind direkt und indirekt für Lernende erkennbar
- Abfolge von Frage und Antwort
- Rückmeldungen und unmittelbares Feedback
- Bewältigung im eigenen Lerntempo und interaktiv
- Erfolgssicherheit ist gegeben
- Schwierigkeitsgrad steigt an und passt sich dem Lernfortschritt an
- Lernverhalten wird durch Belohnungen verstärkt