01 Grundlagen Kreislaufwirtschaft Flashcards
Sustainability Goals (Liste)
- No Poverty
- Zero Hunger
- Good Health and Well-Being
- Quality Education
- Gender Equality
- Clean Water and Sanitation
- Affordable Clean Energy
- Decent Work and Economic Growth
- Industry, Innovation and Infrastructure
- Reduced Inequalities
- Sustainable Cities and Communities
- Responsible Consumption and Production
- Climate Action
- Life below Water
- Life on Land
- Peace, Justice and strong Institutions
- Partnership for the Goals
Hintergrund der Sustainability Goals
- Wurden 2015 von allen Mitgliedsstaaten angenommen
- Sollen das Grundgerüst für Frieden und Wohlstand in der Welt darstellen
- Sind ein Aufruf zum Handeln an alle Mitgliedstaaten
Nachhaltige Entwicklung (Definition)
Nachhaltige Entwicklung ist Entwicklung, die den Bedarf der Gegenwart erfüllt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen, ihre jeweiligen Bedarfe zu erfüllen, einzuschränken.
Ökologische Ziele der Nachhaltigkeit
- Material
- Emissionen
- Wasser
- Naturschutz
- Energie
- Tierwohl
Wirtschaftliche Ziele der Nachhaltigkeit
- Profitabilität
- Resilienz
- Qualität
- Geschäftsmodell
- Liquidität
- Investitionen
Soziale Ziele der Nachhaltigkeit
- Gleichberechtigung
- Gesundheit
- Diversität
- Fairness
- Sicherheit
- Menschenrechte
4 Aufgaben bei der Erstellung einer Ökobilanz
- Festlegung des Ziels un des Untersuchungsrahmens
- Sachbilanz
- Wirkungsabschätzung
- Auswertung
Direkte Anwendungen einer Ökobilanz
- Entwicklung und Verbesserung von Produkten
- Strategische Planung
- Politische Entscheidungsprozesse
- Marketing
Definition Kreislaufwirtschaft
Die Organisation des volkswirtschaftlichen Produktionsprozesses nach Möglichkeit in der Form geschlossener Kreisläufe. Ziele der Kreislaufwirtschaft sind ein möglichst sparsamer Umgang mit knappen Rohstoffen und ihre wirksame Nutzung (-> Systemzuflüsse minimieren)
Definition Primärmaterial
Material, dass den Kreislauf zum ersten Mal betritt
Definition Sekundärmaterial
In den Kreislauf rückgeführte (recycelte) Materialien
Grundsätze der Kreislaufwirtschaft (Liste)
- Reduktion von Ressourceninput
- Erhöhter Anteil erneuerbarer und recyclebarem Energien und Rohstoffen
- Werterhaltung innerhalb des Kreislaufs
- Verringerte Emissionen
Grundsätze der Kreislaufwirtschaft -> Reduktion von Ressourceninput (Detail)
- Minimierte und optimierte primäre Rohstoffgewinnung
- Mehr Wertschöpfung mit weniger Materialien
- Reduzierte Abhängigkeit von primären Rohstoffen
- Effizientere Nutzung natürlicher Rohstoffe
- Minimierung von Energie- und Wasserverbrauch
Grundsätze der Kreislaufwirtschaft -> Erhöhter Anteil erneuerbarer und recyclebarer Energien und Rohstoffe (Detail)
- Ersetzen von nicht-erneuerbaren Ressourcen mit erneuerbaren
- Schließen von Materialkreisläufen
- Nachhaltig produzierte Rohmaterialien
Grundsätze der Kreislaufwirtschaft -> Werterhaltung innerhalb des Kreislaufs (Detail)
- Verlängerung der Produktlebenszeit
- Wiederverwendung von Komponenten
- Zurückgewinnung von Materialien und Rohstoffen
Grundsätze der Kreislaufwirtschaft -> Verringerte Emissionen (Detail)
- Verwendung von weniger Primärmaterialien
- Nachhaltigere Gewinnung von Materialien
- Weniger Verluste/Abfall entlang der Wertschöpfungskette
- Minimierung von thermischer Verwertung und Deponielagerung
R-Strategien (Liste -> Abnehmende Wirkung)
- Refuse
- Rethink
- Reduce
- Reuse
- Repair
- Refurbish
- Remanufacture
- Repurpose
- Recycle
- Recover
Refuse
Produkte obsolet werden lassen (Substitution oder Verzicht)
Substitution:
Ersatz von nicht kreislauffähigen Produkten durch kreislauffähige
Beispiel: Substitution von Plastiktüten durch Mehrwegalternativen
Verzicht:
Verzicht auf nicht zwingend notwendige Produkte um Abfall und unnötigen Energieverbrauch zu verhindern
Beispiel: Verzicht auf Lebensmittelverpackungen in verpackungsfreien Geschäften
Rethink
Intensivierung der Nutzung eines Produkts (z.B. sharing)
Sharing:
Höhere Nutzungsfrequenz des Produktes durch das Nutzen durch mehrere Personen
Beispiel: Carsharing
Vereinen von Funktionen:
Intensivierung der Nutzung durch multifunktionale Produkte
Beispiel: Smartphone
Reduce
Erhöhen der Effizienz/min. Materialverwendung in Produktion
Erhöhung der Effizienz im Fertigungsprozess:
Erhöhte Effizienz in der Fertigung durch Energie- oder Betriebsmitteleinsparungen
Beispiel: Wassereinsparung in der Jeansproduktion
Verringerung verwendeter Materialien:
Verringerung von verwendeten Materialien durch Einsatz alternativer Materialien
Beispiel: Plastikeinsparung in der Lebensmittelindustrie
Verringerung verwendeter Primärmaterialien:
Vermehrter Einsatz von recycelten Materialien
Beispiel: Zahnbürsten aus recyceltem Plastik
Reuse
Weiterverwendung von gebrauchten, aber funktionellen Produkten
Weiterverwendung von bereits gekauften Produkten:
Verlängerung der Nutzungsdauer durch Verschiebung eines Upgrades
Beispiel: Verlängerte Nutzungsdauer eines Smartphones
Wiederverwenden von Second-Hand-Produkten:
Substitution von Neuware durch gebrauchte Produkte
Beispiel: Kauf von gebrauchten Büchern
Repair
Reparieren & Instandsetzen von defekten Produkten
Reparieren:
Reparieren von defekten Produkten, sodass der Wert des Produktes erhalten bleibt
Beispiel: Reparieren einer Waschmaschine
Fördern der Reparierbarkeit:
Erleichtertes Reparieren von Produkten durch Anpassungen im Produktdesign (z.B. Modularität)
Beispiel: Modulare Fördertechnik von Ligenium
Refurbish
Wiederherstellen der Funktionsfähigkeit und erneuter Verkauf
Wiederherstellen:
Wiederherstellen der Funktionalität und des Erscheinungsbildes des Produktes
Beispiel: De Kringwinkel
-> Refurbishment lässt sich gut in neuartigen Geschäftsmodellen (z.B. Upgrade-Abo-Modelle) umsetzen
Remanufacture
Aufarbeitung ausrangierter Produkte (gleiche/höhere Fähigkeit)
Remanufacturing von ausrangierten Produkten:
Austauschen von defekten Komponenten und Aufwertung mit technischen Neuerungen zur Wiederherstellung der Funktion
Beispiel: Austausch von Verschleißteilen im Motor
Transformation von Verbrauchsgütern zu Gebrauchsgütern:
Mehrfache Wiederherstellung von klassischen Gebrauchsgütern
Beispiel: Remanufacturing von Autoreifen durch Materialauftrag (Continental)
-> Remanufacturing ist die effektivste R-Strategie, da der Wert des Produktes vollständig erhalten bleibt oder sogar erhöht werden kann. Der Aufwand ist dabei vergleichsweise gering
Repurpose
Verwendung ausrangierter Produkte mit anderer Funktion
Modifikation der intendierten Funktion:
Verarbeitung zu einem neuen Produkt mit anderer Funktion, wobei der Ursprung des neuen Produktes weiterhin erkennbar bleibt
Beispiel: Ölfass als Grill
-> Um den Wert eines Produktes möglichst lange hochzuhalten, sollte die Möglichkeit des Repurpose vor der Umsetzung mit anderen R-Strategien verglichen werden.
Recylce
Wiedergewinnung von Materialien (gleiche/geringere Qualität)
Gleichbleibende Qualität:
Recycling von Rohstoffen, die ihre Qualität beibehalten
Beispiel: Glas
Verringerte Qualität:
Recycling in Werkstoffe, die sich schlechter erneut recyclen lassen
Beispiel: PET Sitzbezüge
-> Das Recycling kann durch den Einsatz von Materialbanken / Materialleasing befähigt werden.
Recover
Thermische/energetische Verwendung von Materialien
Thermische Energierückgewinnung:
Verbrennung des Produkts, wobei der Rohstoff verloren geht und nur Energie in Form von Wärme zurückgewonnen wird
Beispiel: Plastikmüllverbrennung
-> Da die meisten Abfälle nicht restlos verbrennen, landen die Reste weiterhin auf der Deponie. In einer Kreislaufwirtschaft sollte Recover demnach nur die letzte Möglichkeit sein.
Ziele der Kreislaufwirtschaft
- Ressourceneffiziente und nachhaltige Nutzung von natürlichen Rohstoffen
- Wiederverwendung und Recycling im Rahmen eines geschlossenen Kreislaufs
- Abfallvermeidung