Tdwa Flashcards

1
Q

Was ist Wissenschaft ?

A
  • Ein system in dem mit wissenschaftlichen Methoden Erkenntnisse über Gegenstandsbereich gewonnen werden -Systematischer geplanter Prozess zur Ableitung von neuem Wissen und Fundierung von bestehendem -neue Erkenntnisse werden vorgestellt und Schwachstellen diskutiert (Fachzeitschriften, Bücher, Tagungen) - jede Wissenschaft hat ihre Konventionen (Methodiken) und ihre eigene Fachsprache
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
2
Q

Ansprüche an eine Wissenschaft

A

-objektiv -> forschender nimmt neutrale analysierende Position ein, Forschungsprozess sollte nachvollziehbar sein -präzise -> Untersuchungsgegenstand sollte klar definiert sein und für Fachleser eindeutig und verständlich sein. -Zuverlässig -> Messungen müssen exakt und reliabel sein Vollständig -> Informationsgrundlagen und Vorarbeiten müssen so vollständig wie möglich dargelegt werden Ehrlich-> Quellen offenlegen, keine Plagiate, keine erfundenen oder abgeänderten Forschungsergebnisse Ethisch-> orientiert an allgemeinen ethischen Standards (Menschlichkeit, Würde, Erhalt Umwelt, Freiwilligkeit, Aufklärung (Declaration of Helsinki)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
3
Q

Abgrenzung zum Alltagswissen

A

Entstehung von Wissen Wissenschaftlich -> kommt auf Grundlage von Studienergebnissen und ist transparent Alltag -> kommt aus Erfahrung (Lebenserfahrung, learning by doing) Objektivität des Wissens Wissenschaftlich -> ist Intersubjektiv, nicht durch Forschenden beeinflusst Alltag -> für Individuum hilfreich und subjektiv geprägt Weitergabe/ Vermittlung des Wissens Wissenschaftlich -> durch wissenschaftliche Veröffentlichung Alltag -> mündlich, Alltagssprache und Handlungsorientiert

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
4
Q

Philosophie der Wissenschaft

A

-> absolute Wahrheit ist nicht oder nur in seltenen Fällen (Logikfragen) erreichbar -> die Wissenschaft, nähert sich der Wahrheit an

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
5
Q

Formalwissenschaften

A

Sind : Logik,mathematisch - untersuchen im allgemeinen Logik oder Mathematik -nicht wahrnehmbar -Behauptungen sollen bewiesen werden

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
6
Q

Empirische Wissenschaft

A

Sind : Natur-, Ingeneurs-, Geistes-, Wirtschaft-, Sozialwissenschaften - untersuchen die physische, geistige oder soziale Welt -> meist wahrnehmbare Tatsachen -> Behauptungen können allenfalls belegt oder widerlegt werden

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
7
Q

Wie funktioniert Wissenschaft ? Der wissenschaftliche Prozess (Deduktion)

A

Deduktiv Theorie -> Forschungsfrage-> Operationalisierung-> Durchführung -> Analyse und Interpretation -> Rückschluss auf Theorie

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
8
Q

Theorien

A
  • System von Aussagen und Erklärungen - Aufgabe von empirischen Theorien —beschreiben (Deskription) —erklären (Explanation) —vorhersagen (Prognose)
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
9
Q

Woher kommt die Theorie

A

Als Mischung aus Induktionen und Deduktionen -> logischem Empirismus -> kritischen Rationalismus

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
10
Q

Was ist eine gute Theorie ?

A

-> ist Widerspruchsfrei und Konsistenz ( alle Teile müssen gleich wahr sein ) -> Präzision ( Eindeutigkeit der Begriffe) -> Sparsamkeit / Eindeutigkeit ( möglichst geringe Anzahl von Grundbegriffen und Annahmen) -> Informationsgehalt und Erklärungskraft ( Anwendbar auf möglichst verschiedene Situationen)

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
11
Q

Wie findet man eine gute Theorie

A

-Kreativität eigenes überlegen -Anregungen aus anderen Fächern -Funktionale Analogien ( Übertragungen bekannter Prinzipien auf neue Probleme - Untersuchung von Paradoxen -Analyse von Fachliteratur

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
12
Q

Wissenschaftliche Hypothesen

A

Sind: Annahmen oder Vermutungen zum klären eines fragwürdigen Sachverhalts -meist Konditional ( wenn dann Sätze) -müssen empirisch prüfbar sein - präzise -Widerspruchsfrei - kritisierbar (verifizierbar, falsifizierbar) -operationalisierbar

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
13
Q

Karl Poppers Ansprüche an Hypothesen (Kritischer Rationalismus)

A

Wissenschaftliche Aussagen müssen widerlegbar sein - dies ist gelungen wenn neue Beobachtungen,Messungen oder Experimente diese widerlegen -was nicht widerlegt wurde gilt vorläufig als wahr -durch wiederholte Falsifizierungsversuche ständige Überprüfung des gegenwärtigen Wissens

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
14
Q

Typen von Hypothesen

A

Universelle Hypothesen (UH) - „für alle x gilt…“ Hypothesen über Anteile -„ für x% gilt …“ Existenzielle Hypothesen (EH) -„Es gibt mindestens einen …“ Zusammenhangshypothese „Je desto …“

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
15
Q

Population vs Stichprobengröße (Überprüfbarkeit)

A

Für Population gilt UH, EH,HüA sind sowohl verifizierbar als auch falsifizierbar. Für Stichproben gilt UH nur falsifizierbar EH nur verifizierbar HüA -> gar keins von beiden

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
16
Q

Korrelation und Kausalität

A

Kausalität -> Ursache / Wirkungsverbindung, Aktion/Reaktion „Das eine verursacht das andere“ z.B „Regen führt zu Nässe “ Korrelation -> Beziehung zwischen zwei oder mehreren Merkmalen „Das eine steht in Beziehung zum anderen bedingt es aber nicht zwangsweise“ z.B Übergewicht und Lebenserwartung

17
Q

Untersuchungsplanung „ Operationalisierungen“

A
  • nicht beobachtbare Variable für die Beobachtung bzw. Manipulation zugänglich machen, indem man mit ihr verknüpfte gut zugängliche Variablen auswählt. Intelligenz -> Punkte in einem Test Hypothese werden konkrete Phänomene zugeordnet
18
Q

Gütekriterien von Messung

A

Reliabilität-> Messgenauigkeit, Verlässlichkeit „Sind 3+4 und 5+6 gleichermaßen geeignet um einfache Addition zu messen ?) Validität -> Gültigkeit Interne: Messe ich inhaltlich was ich messen möchte ? Externe : kann ich mein Ergebnis auf die Welt außerhalb des Labors übertragen Objektivität -> beeinflusst der Messende nicht das Ergebnis 3.Arten Durchführungsobjektivität Auswertungsobjektivität Interpretationsobjektivität

19
Q

Untersuchungsplanung Stichprobe und Population

A

Um Aussagen über Population zu machen, muss eine genügen große Stichprobe getestet werden.

20
Q

Arten von Studien

A

-Einzelfallstudie (z.B Krankengeschichte) -Feldstudie (Beobachtungen unter natürlichen Bedingungen) -Test, Interview, Umfragen ( IQ-Test) -Korrelationsstudie ( Zusammenhang zwischen Alter und Einkommen ) Experimentelle Studie ( Untersuchung Ursache- Wirkung) im Labor

21
Q

Experiment

A

Beobachtung mindestens einer AV um zu prüfen ob sie von mindestens einer unabhängigen Variable (UV) kausal beeinflusst wird. UV wird aktiv manipuliert und Störvariablen kontrolliert „ wenn a dann b „ „ wenn nicht a dann nicht b“

22
Q

Korrelationsstudie

A
  • keine Manipulation der UV wird vorgenommen - lediglich der Zusammenhang von Variablen wird untersucht
23
Q

Störvariablen

A

Sind Variablen die mit der UV kovariieren und mit der AV statistisch assoziiert werden In den Personen Between subject design ( Alter, Geschlecht, Persönlichkeit) Untersuchungssituation Within subject design ( Reihenfolge, Lerneffekt,Fehler, Material)

24
Q

Möglichkeit zur Kontrolle von Störvariablen

A
  1. Randomisierung 2. Ausbalancierung 3. Parallelisierung ( Matchen) 4. statistisch kontrollieren ( rausrechnen)
25
Q

Ethische Prinzipien nach Declaration of Helsinki DFG „good scientific practice“ Ethikkommissionen

A

1.) Wahrhaftigkeit -> Wahrheit sagen 2.) Autonomie -> Individuum Freiheit und Selbstbestimmung gewähren 3.) Gerechtigkeit -> gleichwertig respektieren und behandeln 4.) Gutes tun/Schaden vermeiden -> Andere in Wohlbefinden helfen und Schaden vermeiden. 5.) Integriät des Lebens -> Unantastbarkeit und Wert des Lebens wahren 6.)Treue -> Versprechen halten und verbindlich sein

26
Q

Interpretation der Ergebnisse

A

1.) was bedeuten meine empirischen Ergebnisse 2.) Einbettung in theoretischen Kontext Ggf. -> wenn die Ergebnisse nicht den Erwartungen entsprechen werden die Gründe dafür diskutiert

27
Q

Aufbau wissenschaftlicher Bericht

A

1.) Abstract/Zusammenfassung 2.) Einleitung und Theorie (Fragestellung theoretische Einbettung ) 3.) Methoden (Probanden, Material, Design, Durchführung) 4.) Ergebnisse ( statistische Prüfverfahren) 5.) Literaturverzeichnis 6.) Anhang

28
Q

Literaturtypen

A

1.) Bücher: Monografien, Herausgeberwerke, Lehrbücher 2.) Zeitschriften: Gebunden vs. nicht gebunden

29
Q

Monografie

A
  • ein oder mehrere Autoren - über ein spezielles Thema, kann sehr umfassen sein ( Psychologie von Zimbardo und Gerrig)
30
Q

Herausgeberwerke

A
  • Herausgeberteam - mehrere Autoren zu einem umgrenzten Thema - jeder Autor schreibt ein Kapitel
31
Q

Lehrbücher

A
  • sowohl Monografien als aus Herausgeberwerke -> auch Lehrbuchsammlung
32
Q

Problematik der wissenschaftlichen Bücher

A
  • kosten viel Geld (herausgeben, produzieren) - brauchen lange in Produktion, ca.10 Jahre ( wenn das Buch auf dem Markt ist gibt es schon neue Erkenntnisse)
33
Q

Lösung für Bücher Problematik

A

Zeitschriftenartikel - Veröffentlichung ca. 1 Jahr nach Einreichung

34
Q

Datenbanken für Artikelsuche

A
  • PsycInfo (APA Zeitschriften ) - PsycArticles ( Volltextdatenbank APA) - Psyndex ( Verzeichnis dt. Zeitschriften und Tests) - Web of science (Social Science Citation Index)