Landschaftsdiagnose Flashcards
Landschaftsdiagnose
- Bewertung von Landschaftseigenschaften
- Naturraumpotential und ökologischer Wert
- Kennzeichnung Nutzungsrisiko, Leistungsfähigkeit und Bedeutung für Funktion des Ökosystems
Geozentrische Bewertung
- geoökologischer Wert
- abhängig von Stabilität, Puffervermögen, Repräsentanz und Seltenheit/Gefährdung
Anthropozentrische Bedeutung
- humanökologischer Wert
- abhängig von Physiognomie, Klima und anthropogenen Belastungen
- Nutzungspotential und -Risiko
- Eignung für Nutzung und Gefahren
Ökosystemdienstleistungen
- Ressourcen und Prozesse aus Ökosystemen, die menschliches Leben aufrecht erhalten
- Endprodukte der Natur, die direkt genossen, konsumiert oder genutzt werden können
- unterstützend
- regulierend
- bereitstellend
- kulturell
Millennium Ecosystem Assessment
- dynamische Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft und Ökosystemen
- Dienstleistungen sind knappe Ressourcen, die nicht unendlich und kostenlos verfügbar sind
Bewertungen
- Eignungsbewertung (Nutzungsansprüche)
- Belastungsbewertung
- Wertanalyse
- Risikoanalyse
Strukturanalyse
-liefert statisches Bild der räumlichen Ordnung der Objekte in kartografischer Form
Funktionsanalyse
-liefert Abbild der dynamischen Beziehungen von Objekten, die durch definierbare Funktionen bestimmt werden
Interferenzanalyse
-bildet Beziehungen zwischen Prozessen innerhalb eines Territoriums ab
Landschaftsfunktion
Von der Landschaft realisierte Leistung im weitesten Sinne
Naturraumpotential
Vermögen gesellschaftlich nutzbare Leistungen zu erbringen.
Naturressource
Der Natur entnommenes Existenzmittel der Gesellschaft.
Landschaftsfunktionen
- ökonomische Funktionen (Erträge, Wasserdargebot, Wild- und Fischbestände)
- ökologische Funktion (Erosionswiderstand, Abflussregulation, Boden- und Gewässerschutz, Habitatfunktion)
- soziale Funktionen (Erholung, Information, Archiv)
Ökologische Tragfähigkeit
-bis zu welchem Umfang kann belastende Nutzung toleriert werden
Ökologische Belastung
Beeinträchtigung von Potential und Nutzbarkeit für bestimmte Zwecke.
Ökologischer Fußabdruck
Flächen, die von definierter Bevölkerungsgröße mit bestimmten materiellen Lebensstandard benötigt werden, um Ressourcen zu produzieren anfallenden Abfälle zu entsorgen.
Nachhaltigkeitsbestimmung
- substanziell: ökologische, ökonomische, soziale Ziele
- prozedural: Entstehungsbedingungen der Zielerreichung
Biotopwert
Natur- und kulturräumliche Bedeutung der Biozönose (Repräsentanz und Resilienz).
Räumlicher Bezug: Pflanzengesellschaft, Lebensraum einer Tierartgruppe, Biotop
Biotisches Ertragspotential
Vermögen nutzbare organische Substanz zu erzeugen und die Bedingungen dafür zu regenerieren.
Räumlicher Bezug: Realnutzfläche
Indikatoransatz
-vergleichsweise leicht erfassbar, hoher Erklärungsgehalt in Bezug auf Problem
Funktionsbestimmende Merkmale des Biotopwertes
- Natürlichkeitsgrad der Vegetation/Hemerobie
- Strukturvielfalt (Schichtung)
- Größe der Biotopfläche
- Isolation bzw. Biotopverbund
- Entwicklungsdauer, Alter
- Singularität
Ökologischer Bodenwert
Naturräumliche Bedeutung des Bodens als Nährstoffspeicher, Schadstofffilter sowie als Transfer- und Transformationsraum.
Landschaftliches Leitbild
Potentiell mögliches Grobziel bzw. Optimalziel für die nachhaltige und umweltgerechte Entwicklung eines Ökosystems bzw. einer Landschaft.
Grenzen der Bewertung
- Defizite bei Wissen über Zusammenhänge, Datenlage und Bewertungsverfahren
- Probleme bei Bewertungskriterien, Leitbildern
- Chaostheorie (kleine Abweichungen führen zu unvorhersehbaren Unterschieden)
—> Rest bleibt immer, der sich nicht berechnen lässt