Landschaft Als System Flashcards
Landschaftskomplex
Anordnung von Landschaftskomponenten
Landschaftskomponenten
- Luft
- Energie
- Flora
- Fauna
- Mensch
- Relief
- Boden
- Humus
- Grundwasser
- Gestein
Landschaftselemente
Zum Beispiel N2 und CO2 bei Luft
Landschaftlicher Partialkomplex
Besteht aus Komponenten und deren Elementen aus einer/wenigen Sphären
Prinzip der Korrelativität
- Existenz korrelativer Zusammenhänge zwischen Partialkomplexen
- Charakteristik der Vertikalstruktur
Vertikalstruktur
Stockwerks- und Schichtfolge
- atmosphärisches Stockwerk (natürlicher Wasser-,Stoff-, Energieeintrag) -> Klima
- landschaftliches Hauptstockwerk (Wasser-,Stoff-, Energieaustausch) -> integrative Landschaftsmerkmale
- Untergrundstockwerk (Wasser-, Stoff-, Energieaustrag) -> geologischer Bau
Ökon
- konkreter Teil der Landschaft mit vertikaler Struktur der Landschaftskomponenten
- charakteristische Prozesse zwischen Sphären
Prinzip der Arealität
- Merkmalskombinationen sind räumlich begrenzt
- Areal- und Horizontalstruktur durch Ökotone
Merkmalsdaten
Kontinuierliche:
- Analyse von Merkmalsvariabilität in Wertefeldern
- keine primäre Abgrenzung von Einheiten
- feine Rasterdaten, Isolinien, Fernerkundung
Diskrete:
- Analyse von Merkmalen durch Abgrenzung von Einheiten
- Klassifizierung der Werte
- Polygonkonturen, Nutzungsareale
Patches
-nicht lineare Areale mit spezifischem Erscheinungsbild, welches sich von Umgebung unterscheidet
1) disturbance patches (Feuer, Schädlinge)
2) remnant patches (inselartig verschont)
3) introduced patches (Acker, Grundstücke)
4) environmental resources patches (Quelle, Gestein)
Matrix
-Ausgedehnte, dominierende Landschaftsbedeckung, hohe Konnektivität
Corridor
- lineares Landschaftselement, das sich von beidseitiger Umgebung unterscheidet
- kann trennen oder verbinden
Prinzip der Polarität
- Existenz schrittweise ausgleichender Übergänge zwischen gegensätzlichen Ausprägungen
- durch Potentialgefälle entstehen nach Ausgleich strebende Kräfte, die Prozesse zwischen entgegengesetzten Polen Prozesse antreiben
- Pole sind Erdpole und Äquator, Küsten und Kontinente, Luv und Lee, Quellen und Senken für Stoffe
Gefügetypen
1) Hochflächen- und Plattengefüge
2) Kuppen-, Rücken, Hang- und Senkengefüge
3) Talgefüge
Prinzip der Hierarchie
-Ordnung oder Gliederung der ausgegrenzten Areale
1) räumliche (jedes Areal besteht aus Teileinheiten und ist Teil einer Einheit)
2) Prozess (Überlagerung langer über kurze Prozesse
3) Modell (physikalisch-chemische, biologische, psychische, Handlungssysteme)
Aufstieg Betrachtungsebene
Grad der Deutlichkeit/Detailschärfe
-Verlust an Detailwissen mit Gewinn an Überblickswissen
Holistischer Ansatz
Gesamtheit von Elementen, die so interagieren, dass sie eine Einheit sind.
- Koexistenz verschiedener Phasen (stofflich und energetisch)
- Strukturiertheit (Elemente mit Wechselwirkungen)
- Systemgrenzen
- typische Systemeigenschaften
Systemgrenzen
1) anhand von Strukturmerkmalen
(Merkliche Änderungen in Struktur)
2) anhand von Interaktionen zwischen Elementen (Änderung Anzahl/Qualität Interaktionen)
- Kontinuität (Übergang) oder Diskontinuität (scharfe Grenze)
- keine Linien sondern Räume
Arten von Grenzen
- permanente (Gebirge, Täler, Schichten, Falten)
- periodische (Schneegrenze, Ufergrenze, Reviergrenze)
- episodische (Hochwasserlinie)
- chaotische (nicht vorhersehbar)
Emergenz/Submergenz
Auftreten/Verschwinden qualitativ und funktional neuer Eigenschaften beim Skalensprung
Irreversibilität
- viele landschaftliche Prozesse sind nicht umkehrbar
- Materialverlagerung, Etablierung invasiver Arten
Historizität
In der Vergangenheit abgelaufene Prozesse beeinflussen gegenwärtige und zukünftige Prozesse.
Nichtlinearität
Fast alle landschaftlichen Prozesse verlaufen nicht-linear.
- Rückkopplungsprozesse (positiv=Verstärkung, negativ=Dämpfung)
- Stabilität und Instabilität (Kippelemente wie Windsysteme, Abschmelzen Inlandeis, Auftauen Permafrostboden)
Entropieänderungen
Maß für den Grad, in dem die Energie einer Landschaft in andere Energieform umgewandelt werden kann.
-um Entropie zu verringern, muss Energie aufgewandt werden