3. VO Flashcards
EKG Polanzahl und Ableitungen
3-polig -> Ableitungen I, II und III
5-polig -> Ableitungen I, II, III, aVF, aVL, aVR und V
Atemfrequenz-Monitoring durch elektrische Widerstandsänderungen bei In/Exspiration (Impedanz Prinzip)
Blutsruckmessung
Nichtinvasiv
- Standardmonitoring bei jeder Narkose zur
Überwachung des Kreislaufes
Invasiv
- Durchmesser Standard ???
- spezielle Indikationen
(Guidelines für invasives Blutdruckmonitoring)
Berechnung des mittleren arteriellen Druckes:
MAP = APdia + 1/3 (APsys-APdia)
Pitfalls bei der invasiven Blutdruckmessung
Transducer muss auf Höhe des linken Vorhofs (vordere Axillarlinie) genullt werden
Transducer zu tief - Blutdruck zu hoch
Transducer zu hoch - Blutdruck zu tief
Gedämpfte Kurve durch Luft, Gerinnsel etc. (MAP stimmt dabei meist!)
Venflon - Zugang, versch. Größe versch. Farbe
ZVK Indikation
Messung des zentralen Venendrucks zur Beurteilung des
- Intravasalen Volumenstatus
- Rechtsventrikulären Funktion (bei guter LVF)
LVF=Linksventrik. Funktion
Zentralvenöse Applikation von Medikamenten
- Katecholamine
- Hyperosmolarer Lösungen
Kontraindikationen vom ZVK
Zentralenvenösen Katheter
- Relativ:
- Blutungsneigung
- Ausgeprägte Hyperkoagulabilität
- Infektion, Hautveränderungen an Einstichstelle
Komplikationen des ZVK
Zentralven. Kathether
- Blutung, Hämatom d. Nadel
- Arterielle Punktion (Hämatom, Gefäßläsion:
Dessektion, Aneurysma, avFistel) - Luftembolie
- Nervenschäden
- Perforation (V. subcl., rechter Vorhof/Ventrikel)
- Pneumothorax
- Hämatothorax
- Chylothorax
- Infektion
- Venenthrombose
- Katheterfehllage
- Herzrythmusstörungen
- Luft in Carotis Art. -> Schlaganfall
Pulsoxymetrie
"Pulsoxy", "Sättigung" - Spektrofotometrische Messung der partiellen Sauerstoffsättigung SpO2 - Wo: Finger, Zehen, Ohrläppchen, Lippen - Geht nicht an kalten, schleht perfundierten Extremitäten - Ungenau bei SpO2 < 80% - Nagellack entfernen - kann auch Herzfrequenz messen
NIRS
Near InfraRed Spectometry
- Mittels Nah-Infrarot-Spektroskopie (INVOS) wird der
Sauerstoffgehalt und das Blutvolumen des zerebralen
Kortex nichtinvasiv gemessen
- Messung der regionalen Sauerstoffsättigung = rSO2
(z.B. bei geklemmter Carotis, um Schlaganfall zu verhindern)
Kapnographie
- etCO2 + art. pCO2 niedrig (<30 mmHg)
Hypokapnie - Cerebrale und coronare
Vasokontriktion (Gehirn verengt, zu viel Druck im
Hirn) - etCO2 niedrig, pa CO2 hoch:
Pulmonale Hypoperfusion (Totraumventilation)
Typisch: Lungenembolie
(aber auch jeder andere Kreislaufschock)
Bispektraler Index (BIS)
- nicht kompl. EEG, nur 4 Ableitungen
- Messung d. Narkosetiefe
- EEG-Rohdaten werden über einen Sensor auf der Stirn
des Patienten erfasst - Das BIS-System verarbeitet die EEG-Daten und
berechnet eine Zahl zwischen 0 und 100, die ein
direktes Maß für den Bewusstseinsgrad des Patienten
ist - Ein BIS_Wert von 100 zeigt an, dass der Patient ganz
wach ist - Ein BIS-Wert von 0 zeigt an, dass keine Hirnaktivität
vorhanden ist
(ist er dann tot?)
Neuromuskuläres Monitoring
- Muskelrelaxiert -> Muskel bewegt sich nicht bei Reiz
- Überwachung der neuromuskulären Reizübertragung
an der motorischen Endplatte beim Einsatz von
Muskelrelaxanzien im Rahmen einer Narkose - Die Nervenstimulatoren setzen verschiedene
Reizmuster:
- Single-Twitch (ST, Einzelreizung)
- Train-of-Four (TOF, Vierer-Reizserie)
- Double Burst Stimulation (DBS)
- tetanische Stimulation sowie Post-Tetanic Count
(PTC, Anzahl der posttetanischen
Muskelkonstraktionen)
Train of four (TOF)
Beim Train-of-Four-Reizmuster beträgt der zeitliche Abstand zwischen vier einzelnen Stimuli 0,5 Sekunden (2 Hz)
Harn Monitoring
sollte mind. 1 ml/kg/h sein
Pulmonaliskatheter
2 Druckmessvolumen: - ZVD - Lumen 25-30 cm proximal der Spitze ZVD = Zentralvenöser Druck - PAP - Messung an der Spitze PAP = Pulmonalarteriendruck
- Ballon zur PCWP - Messung
(Lungenkapillaren-Verschlussdruck) - Thermistor - HZV - Messung
(Herzzeitvolumen) - Glasfiberoptik zur distalen Spitze : kontinuierliche Registrierung der SvO2
(zentralvemöse Sauerstoffsättigung???)
Indikation für den Pulmonaliskatheter
Intraoperative Überwachung bei
- High-risk Patienten mit hohen Volumenumsätzen
- Schwerer Herzinsuffizienz (NYHA III-IV)
- Phäochromozytom
- Große Lebereingriffe
- Herzchirurgische Eingriffe
- Pulmonaler Hypertension
- …
Kontraindikationen für den Pulmonaliskatheter
Relativ:
- Blutungsneigung
- Ausgeprägte Hyperkoagulabilität
- Medikamentös nicht kontrollierbare ventrikuläre
Herzrythmusstörungen
- Überleitungsstörungen
- Aortenvitium
Absolut:
- Latexallergie
- Trikuspidal- oder Pulmonalstenose
- Tumor od. Thromben im rechten Atrium/Ventrikel
- div. kongenitale Vitien (z.B. Single Ventricle)
Komplikationen des Pulmonaliskatheters
- Arrythmien
- Lungeninfarkt durch “Dauer-Wedge”
- Thrombenbildung - Pulmonalembolie
- Thrombophlebitis
- Knotenbildung
- Katheterannaht
- Pulmonalarterienruptur
- Pulmonalklappen- /Endokardläsion
- Endokarditis / Infektion
- Mitralstenose
Gefahr der PA-Ruptur, da bei pulm. Hypertension
starre Gefäße vorliegen - Mitralinsuffizienz
Gefahr der Perforation, da Wedge-Position
schwerer zu erkennen ist -> Katheter wird ev. zu
weit vorgeschoben - Aortenstenose
Schwerwiegende Rythmusstörungen bis zum VF
Herz-Zeit-Volumen
HZV = SV x Herzfrequenz
Ohm’sches Gesetz
I = U/R Q = g.deltaP/R R = g.deltaP/Q
system. GefäßR (SVR) = (MAP - ZVD) / HZV
pulm. GefäßR (PVR) = (PMAP - LAP) / HZV
Monitoring Definition (Wikipedia)
“Monitoring ist ein Überbegriff für alle Arten der unmittelbaren systematischen Erfassung, Beobachtung oder Überwachung eines Vorgangs oder Prozesses mittels technischer Hilfsmittel oder anderer Beobachtungssysteme.
Die Funktion des Monitorings besteht darin, bei einem beobachteten Ablauf bzw. Prozess steuernd einzugreifen, sofern dieser nicht den gewünschten Verlauf nimmt bzw. bestimmte Schwellenwerte unter- bzw. überschritten sind. Monitoring ist deshalb ein Sondertyp des Protokollierens.”
Determinanten (Einflussfaktoren) des HZV
- Vorlast
- Kontraktilität
- Nachlast
Vorlast (Determinanten des HZW)
=preload
- Last, die einen ruhenden Muskel dehnt
- (CVP) RVEDP, (LAP) LVEDP
Kontraktilität (Determinanten des HZW)
= contractivity
- Geschwindigkeit der Muskelkontraktion (Last ix)
- SV (HZV)
bei konst. Vor- u. Nachlast
Nachlast (Determinanten des HZW)
= afterload
- Gesamtlast, die bewegt werden muss
- PVR, SVR
Körperoberfläche
KÖF (m2) = [Größe (cm) + Gweicht (kg)-60] / 100
O2 - Konzentration im Blut
CaO2 = (1,34 x Hb x SaO2) + (0,003 x PaO2)
O2-Konzentration im Blut (Normal, Hypoxämie, Anämie)
PaO2:
Normal: 90 mmHg Hypoxämie: 45 mmHg Anämie: 90 mmHg
SaO2:
Normal: 98% Hypoxämie: 80% Anämie: 98%
Hb
Normal: 15 g/dL Hypoxämie: 15 g/dL Anämie: 7,5 g/dL
CaO2:
Normal: 200 ml/L Hypoxämie: 163 ml/L Anämie: 101 ml/L
gr.delta % CaO2:
Normal: — Hypoxämie: -18,5% Anämie: -49,5%