1.5 Flashcards

1
Q

Was sind die Teilbereiche des Jahresabschlusses und deren Funktionen

A

Konzernabschluss (gefüge von mehreren unternehmen) -> Dokumentation

Dokumentiert die finanzielle Lage des Unternehmens gemäß gesetzlichen Vorschriften
Beispiel: Jahresabschluss der Deutsche Bank AG
Information

Informiert die Stakeholder über die finanzielle Situation des Unternehmens
Beispiel: Geschäftsbericht der Bayer AG
Rechenschaft

Dient zur Rechenschaftslegung gegenüber den Stakeholdern
Beispiel: Handelsrechtlicher Abschluss der Siemens AG

Handelsrechtlicher Abschluss Dokumentation/Information/Rechenschaft
Ausschüttung

Grundlage für die Bemessung der Ausschüttungen an die Anteilseigner
Beispiel: Steuerrechtlicher Abschluss der BASF SE
Zahlungsbemessung

Bemessung der Steuerzahlungen an das Finanzamt
Beispiel: Steuerrechtlicher Abschluss der Allianz SE
Steuern

Gibt Aufschluss über die steuerliche Leistungsfähigkeit des Unternehmens
Beispiel: Steuerlicher Jahresabschluss der Deutsche Bank AG

Steuerrechtlicher Abschluss: Ausschüttung, Zahlungsbemessung, Steuern

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2
Q

Was ist der Hauptfokus der HGB-Abschlüsse für kleine Einzelkaufleute (Kleine Einzelkaufleute)?

A

Sie unterliegen § 241a HGB, was bedeutet, dass sie minimale Anforderungen an die Rechnungslegung haben.

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2
Q

Welche Abschnitte des HGB gelten für Kaufleute und was erfordern sie?

A

Kaufleute sind verpflichtet, eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) gemäß § 242 HGB aufzustellen.

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3
Q

Welche zusätzlichen Berichterstattungspflichten haben kleine Kapitalgesellschaften (Kleine Kapitalgesellschaften) gemäß § 267 (1) HGB?

A

Sie müssen zusätzlich zur Bilanz und GuV einen Anhang zu den Jahresabschlüssen erstellen.

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4
Q

Welche Anforderungen gelten für mittelgroße Kapitalgesellschaften (Mittelgroße Kapitalgesellschaften) gemäß § 267 (2) HGB?

A

Mittelgroße Kapitalgesellschaften müssen einen Lagebericht erstellen und höhere formale Anforderungen sowie zusätzliche Erläuterungen im Anhang erfüllen.

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5
Q

Welche zusätzlichen Dokumente müssen große Kapitalgesellschaften (Große Kapitalgesellschaften) gemäß § 267 (3) HGB erstellen?

A

Sie müssen eine Kapitalflussrechnung und eine Eigenkapitalspiegel (§ 264 (1) S. 2 HGB) vorlegen.

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6
Q

Welche Anforderungen gibt es für kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaften (§ 264d HGB)?

A

Sie müssen alle Anforderungen von großen Kapitalgesellschaften erfüllen und zusätzlich noch eine Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) abgeben.

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7
Q

Allgemeine Regeln für den Ablauf in der Buchführung

A

Schlussbilanz erstellen (zum Abschluss des Geschäftsjahres) Beispiel: Schlussbilanz 31.12.01

Eröffnungsbilanz erstellen (zu Beginn des neuen Geschäftsjahres) Beispiel: Eröffnungsbilanz 01.01.02

Konten eröffnen (zu Beginn des neuen Geschäftsjahres) Beispiel: Konten eröffnen 01.01.02

Geschäftsvorfälle buchen (laufend während des Geschäftsjahres) Beispiel: Geschäftsvorfälle während des Geschäftsjahres

Inventur durchführen (am Ende des Geschäftsjahres) Beispiel: Inventur 31.12.02

Bewerten (am Ende des Geschäftsjahres) Beispiel: Bewertung der Vermögenswerte und Schulden 31.12.02

Zeitlich abgrenzen (am Ende des Geschäftsjahres) Beispiel: Abgrenzung von Einnahmen und Ausgaben 31.12.02

Konten abschließen (am Ende des Geschäftsjahres) Beispiel: Kontenabschluss 31.12.02

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8
Q

Allgemeine Regeln für den Ablauf im Jahresabschluss

A

Jahresabschluss aufstellen (nach Abschluss des Geschäftsjahres)
Beispiel: Jahresabschluss aufstellen für 01 nach 31.12.01

Jahresabschluss prüfen (zu Beginn des neuen Geschäftsjahres) Beispiel: Jahresabschluss prüfen für 01 im Jahr 02

Jahresabschluss feststellen (im neuen Geschäftsjahr) Beispiel: Jahresabschluss feststellen für 01 im Jahr 02

Jahresabschluss offenlegen (im neuen Geschäftsjahr) Beispiel: Jahresabschluss offenlegen für 01 im Jahr 02

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9
Q

Was versteht man unter der Vermögenslage und welches Abbildungsinstrument wird zur Darstellung verwendet?

A

Die Vermögenslage beschreibt das Reinvermögen zu einem bestimmten Zeitpunkt und wird durch die Bilanz abgebildet.

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10
Q

Was versteht man unter der Finanzlage und welche Abbildungsinstrumente werden zur Darstellung verwendet?

A

Die Finanzlage umfasst die finanziellen Mittel zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum und wird durch die Bilanz und die Kapitalflussrechnung abgebildet.

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11
Q

Was versteht man unter der Ertragslage und welches Abbildungsinstrument wird zur Darstellung verwendet?

A

Die Ertragslage beschreibt das Ergebnis (Gewinn oder Verlust) in einem bestimmten Zeitraum und wird durch die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) abgebildet.

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12
Q

Was zeigt die Bilanz zum 31.12.01 und welche Hauptkategorien enthält sie?

A

Die Bilanz zum 31.12.01 zeigt die finanzielle Lage eines Unternehmens an einem bestimmten Stichtag. Sie besteht aus zwei Hauptkategorien:

Aktiva (Vermögen): Dies sind die Ressourcen, die das Unternehmen besitzt.
Passiva: Dies umfasst das Eigenkapital und das Fremdkapital (Verbindlichkeiten).
Beispiel:
Ein Unternehmen hat am 31.12.01 Vermögenswerte (Aktiva) in Höhe von 500.000 Euro und Verbindlichkeiten (Fremdkapital) in Höhe von 200.000 Euro. Das Eigenkapital beträgt somit 300.000 Euro.

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13
Q

Was zeigt die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) und welche Hauptbestandteile hat sie?

A

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zeigt die Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum, in diesem Fall vom 1.1. bis 31.12.01. Sie besteht aus:

Erträge: Diese repräsentieren die Vermögensmehrungen.
Aufwendungen: Diese stellen die Vermögensminderungen dar.
Jahresüberschuss: Dies ist das Ergebnis nach Abzug der Aufwendungen von den Erträgen und zeigt die erfolgswirksame Veränderung des Eigenkapitals.
Beispiel:
Ein Unternehmen hat im Jahr 2021 Erträge in Höhe von 600.000 Euro und Aufwendungen in Höhe von 400.000 Euro. Der Jahresüberschuss beträgt somit 200.000 Euro.

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14
Q

Was zeigt eine Bilanz und wie ist sie strukturiert?

A

Eine Bilanz zeigt die Gegenüberstellung der Vermögenswerte (Aktiva) und des Kapitals (Passiva) eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie besteht aus Bestandsgrößen und der Bestandsrechnung, bei der das Vermögen abzüglich der Schulden das Eigenkapital ergibt.

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15
Q

Was versteht man unter Anlagevermögen und wie wird es genutzt?

A

Anlagevermögen (Teil der Aktiva) umfasst Vermögensgegenstände, die dazu bestimmt sind, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen.

Beispiel:

Gebäude
Maschinen
Fuhrpark

16
Q

Was versteht man unter Umlaufvermögen und wie wird es genutzt?

A

Umlaufvermögen (Teil der Aktiva) umfasst Vermögensgegenstände, die nur vorübergehend im Unternehmen genutzt oder verbraucht werden.

Beispiel:

Wertpapiere (Aktien, Anteile an sonstige Unternehmen)
Rohstoffe
Hilfsstoffe
Betriebsstoffe

17
Q

Was versteht man unter Eigenkapital und wie wird es definiert?

A

Eigenkapital (Teil der Passiva) umfasst die Mittel von Eigentümern, die zeitlich unbefristet als Haftkapital zur Verfügung stehen. Es wird auch als Residualgröße definiert:
Vermögen
− Fremdkapital/Schulden
=Eigenkapital/Reinvermögen

Beispiel:

Eingezahltes Kapital
Gewinnrücklagen

18
Q

Was versteht man unter Fremdkapital und welche Arten gibt es?

A

Fremdkapital (Teil der Passiva) umfasst die Mittel von Gläubigern, die zeitlich befristet mit festem Rückzahlungsanspruch zur Verfügung gestellt werden und nicht für Verluste haften.

Beispiel:

B: Rückstellungen
C: Verbindlichkeiten
Kurzfristige Verbindlichkeiten (z.B. Lieferantenkredite)
Langfristige Verbindlichkeiten (z.B. Bankdarlehen)