Teil A Flashcards
Belief-Bias-Effekt
Unlogische Schlussfolgerung aus zwei verknüpften Aussagen.
Homo Oeconomicus
Eine immer rational entscheidende Person, Nutzenmaximierer im Sinne der Erwartungsnutzentheorie.
Ultimatumspiel
Beim Ultimatumspiel muss Spieler 1 einen fixen Geldbetrag zwischen sich und einem Spieler 2 aufteilen, wobei Spieler 2 anschließend entscheiden darf, ob er das Angebot annimmt. Falle er ablehnt, bekommt keiner etwas.
Diktator-Spiel
Das Diktatorspiel ist eine spezielle Variante des Ultimatumspiels, bei der Spieler 1 einen fixen Geldbetrag nennt, der unter ihm und Spieler 2 aufgeteilt wird. Spieler 2 kann daran nichts ändern.
Loyalität
Grundverständnis eines Menschen, positive Handlungen einer anderen Person/Institution zu erbringen, bei der man nicht reagiert, sondern diese Handlung von sich aus (proaktiv) bringt.
Reziprozität
Art und Weise, wie Menschen auf Handlungen anderer reagieren. Man unterscheidet zwischen positiver Reziprozität (= Bereitschaft, freundliche Handlungen zu belohnen) und negativer Reziprozität (= Bereitschaft, negative Handlungen zu betrafen). Hierbei verursachen die Belohnung und die Bestrafung Kosten.
Einflussdiagramm
Grafische Darstellung, um die drei Komponenten “Ziele”, “Alternativen” und “Zustände” bzw, “Ereignisse” mit deren Verknüpfungen zu strukturieren und visualisieren.
Ergebnismatrix
Tabellarische Übersicht über Ziele, Alternativen und Unsicherheiten.
Fundamentalziel
Ein Ziel, welches einen eigenen Wert besitzt.
Instrumentalziel
Ein Ziel, welches nur Mittel zum Zweck ist.
Zielgewicht
Relative Wichtigkeit der einzelnen Ziele. Meist mit “w” abgekürzt.
Zielhierarchie
Ziele, welche von einer Ebene in die nächst-tiefere Ebene hierarchisch dargestellt werden.
Zielsystem
Aufstellung aller relevanten Ziele.
Symmetrieabhängige Interpretation
Alle Wahrscheinlichkeiten werden als gleich groß interpretiert. Ein bekanntes Beispiel sind Laplace-Experimente.
Frequentistische Interpretation
Wahrscheinlichkeiten werden aus beobachteten historischen relativen Häufigkeiten abgeleitet.
Subjektivistische Interpretation
Wahrscheinlichkeiten werden als subjektives Maß des Vertrauens verstanden, quasi als Schätzungen, welche auf Erfahrungen beruhen.
A-priori-Wahrscheinlichkeit
A-priori heißt, dass sich diese Wahrscheinlichkeit auf einem Informationszustand beziehen, der zu Beginn der Analyse, das heißt noch ver dem Einholen weiterer Informationen, vorliegt.
A-posteriori- Wahrscheinlichkeit
A-posteriori bezieht sich auf die bedingte Wahrscheinlichkeit, “unter der Bedingung, dass A eingetroffen ist”, somit bei bereits bekannter Information.
Likelihood
„Likelihoods“ (engl. = Wahrscheinlichkeit) sind in diesem Sinne nur die umgedreht
bedingten Wahrscheinlichkeiten. Wenn die A-posteriori Wahrscheinlichkeit „P(A)
unter der Bedingung, dass B eingetroffen ist“ ist, dann ist unser entsprechendes
Likelihood: „P(B) unter der Bedingung, dass A bereits eingetroffen ist.“