Weibliche Gametogenese Flashcards
Weibliche Gametogenese
Fachterminus
Oogenese
oder Ovogenese
Perioden der Oogenese
Vermehrungsperiode__: Keimballen, mitotische Teilung, Meiose I bis Prophase (Diplotän)
Wachstumsperiode:
- erste Wachstumsperiode: Vergrößerung der Oogonien mit Eintritt in die Prophase der Meiose I –> Oozyten 1. Ordnung
- zweite Wachstumsperiode: Follikulogenese
Reifeperiode
Primordialkeimzellen
Entstehung
in der Dottersackwand
wie?
Zeitpunkt?
Primordialkeimzellen
Wanderung
Dottersackwand
Dottersackstiel
Bauchhöhle über Darmgekröse zu laterodorsalen Bauchwand
in die indifferente Gonadenanlage
Rindenbereich der Ovaranlage
Primordialkeimzellen
Unterschied Oogense zu Spermatogenese
bei der Oogenese lagern sich die Primordialkeimzellen im Rindenbereich der Gonadenanlage ein, bei der Spermatogenese im Zentrum der Gonadenanlage
Die Induktion der Differenzierung und weiteren Entwicklung der Gonadenanlage wird angestoßen durch …
… die durch Einwanderung der Primordialkeimzellen.
Was passiert nach der Einwanderung der Primordialzellen in die Gonadenanlage?
Die Primordialzellen lagern sich zu Keimballen zusammen (Interzellularbrücken) und beginnen mit der Vermehrung durch mitotische Teilung (3x plus 1. Meiose bis Prophase).
Wann wird die Primordialkeimzelle zur Oogonie?
bei Einlagerung in den Rindenbereich der Gonadenanlage und Zusammenlagerung zu Keimballen
Wann werden Oogonien zu Oozyten 1. Ordnung?
mit Einsetzen des Größenwachstums bei Eintritt
in die Prophase der Meiose I
Merkmal: Interzellularbrücken lösen sich
Was ist das Diktyotän?
Das Wartestadium der noch im Diplotän befindlichen Eizellen, welches alle Keimzellen bis kurz nach der Geburt erreicht haben.
Die Reifeteilung wird erst kurz vor der Ovulation fortgesetzt.
Woher kommen die Follikelzellen?
sie wandern als Begleitzellen mit den Primordialkeimzellen in die Gonadenanlage
Wie werden Begleitzellen zu Follikelepithelzellen?
Nach Arretierung der Oozyten 1. Ordnung in der Prophase der Meiose I bilden die somatischen Begleitzellen einen Ring aus flachen, einschichtigen Epithelzellen um die Oozyte.
–> Primordialfollikel
Follikel
Definiton
= Eizelle + Nährzelle
Follikulogenese
Entwicklungsstufen
Primordialfollikel: einschichtiges, flaches Epithel
Primärfollikel: einschichtiges, iso- bis hochprismatisches Epithel
Sekundärfollikel: mehrschichtiges (bis 10) Epithel, Zona pellucida
Tertiärfollikel: Holhraumbildung im Follikelepithel
Graafscher Follikel: Sollbruchstelle für Eisprung
Follikelatresie
Was ist das und wie kommt es dazu?
Manche Primordialfollikel durchlaufen die Stadien bis zum Graafschen Follikel und andere gehen zugrunde (werden atretisch).
Nach welchem Konzept sich manche Primordialfollikel weiterentwickeln und andere nicht, weiß man bis heute nicht genau.
Zu welchen Zeitpunkt liegen beim weiblichen Säugetier die meisten Keimzellen vor?
zum Zeitpunkt der Oozyten 1. Ordnung bevor diese zu Primordialfollikeln werden
Wie kommt es zur Enstehung von 1 Eizelle und 3 Polkörperchen?
Sowohl in der ersten Reifeteilung als auch in der zweiten Reifeteilung kommt es zur asymmetrischen Teilung der Zelle.
Wie viele Eizellen hat eine Frau und wann werden sie gebildet?
viele, pränatal!, 90% degenerieren bis zur Pubertät
Entstehung der Eizelle
Übersicht
- Urkeimzellen (Dottersack)
- Oogonien (2. SM, Gonadenleiste) –> klonale Vermehrung durch mitotische Teilung
- Abschluss der Genitaldifferenzierung und Eintritt der Oogonien in die Meiose (12. SW)
- Arretierung der Zellen im Diplotän –> primäre Oozyten (bis kurz nach Geburt alle)
- Reifeteilung wird fortgesetzt (kurz vor Ovulation) –> sekundäre Eizelle
- erneute Arretierung in der Metaphase II
- nur bei Eindringen eines Spermiums wird die 2. Reifeteilung beendet
Zona pellucida
Entstehung
Eizelle bildet Mikrovillie und scheidet saure Mucopolysaccaride aus, die sich zwischen Plasmalemm der Eizelle und Follikelepithel die Zona pellucida bildet
Wann hat die Oozyte ihren größten Durchmesser erreicht?
am Ende ihres Daseins als Sekundärfollikel
Tertiärfollikel
Strukturen
Antrum folliculare –> Hohlraum im Follikelepithel
Theca interna/ externa –> innere/ äußere Schicht des Follikelepithels
Corona radiata–> Follikelepithel mit speziellem Aussehen
=
Cumulus oophorus
Graafscher Follikel
Enstehung
An einer Stelle der stark vaskularisierten Theca externa bilden sich die Blutgefäße zurück –> Sollbruchstelle für Eisprung
Was genau springt beim Eisprung?
Cumulus oophorus mit Follikelflüssigkeit
Wie wird der Eisprung ausgelöst?
LH-Peak
Wann wird die Meiose I der Oozyte fortgesetzt?
bei Follikelaktivierung
Wie kommt es zur Bildung von Polkörperchen und wo findet man diese?
Polkörperchen enstehen durch die asymmetrische Zellteilung in Meiose I und II und kommen im Spaltraum zwischen Eizelle und Zona pellucida zum Liegen
Gelbkörper
Fachterminus
Corpus luteum
Gelbkörper
Entstehung | Entwicklung
- das Corpus luteum entsteht aus dem Graafschen Follikel nach Eisprung (Anbildung)
- der Thrombus granuliert, es werden progesteronbildene Zellen entwickelt (Blüte) –> temporär inkretorische Drüse
- Inaktivierung durch - tierartlich unterschiedlich - Prostaglandin alpha (Rückbildung) –> Corpus (luteum) albicans
Gelbkörper
Besonderheit Hund
Bei den meisten Tierarten besteht das zyklische Corpus luteum wesentlich kürzer als das Corpus luteum graviditadis. Bei der Hündin besteht es jedoch 70 Tage, was auch der Grund für die hohe Neigung zur Scheinträchtigkeit ist.
Gelbkörper
Auslöser Rückbildung
- Corpus luteum periodicum: Prostaglandin alpha, Zeitraum tierartlich unterschiedlich, i.d.R. wesentlich kürzer als bei Schwangerschaft
- Corpus luteum graviditatis: durch Cortison aus der Fetalnebenniere
Wie heißt der Graafsche Follikel nach Eisprung noch bevor er zum Corpus luteum wird?
Corpus haemorrhagicum
Bei welchen Tierarten gibt es kein Corpus luteum periodicum?
bei Tierarten mit provozierter Ovulation
Eizellen
Aufbau
- größte Zelle des Körpers 60-180 Mikrometer
- Plasmalemm mit Mikrovilli
- corticale Granula von innen an Plasmalemm (verhindert Polyspermie)
- Zona pellucida von außen an Plasmalemm
- Fett-Dotter-Vakuolen
- Mitochondrien, Golgi-Apparat, ER
Zona pellucida
Funktion
hält Eizelle nach ersten Teilungen zusammen (bis Blastozysten-Stadium)