VA Flashcards

1
Q

Was ist das Straßenrecht?

A

Regelt die spezifische Verkehrsaufgabe einer Straße durch Widmung

Träger der Straßenbaulast muss die Art der Nutzung festlegen

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2
Q

Was beschreibt das Straßenverkehrsrecht?

A

Regelt, welche Verkehrsvorgänge innerhalb des Nutzungsrahmens zulässig sind

Fokus auf Gefahrenabwehr und Gewährleistung der Verkehrssicherheit

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3
Q

Was bedeutet ‘Vorbehalt des Straßenrechts’?

A

Widmung legt den Nutzungsrahmen fest, innerhalb dessen Straßenverkehrsvorschriften gelten

Ausnahme: Einschränkung durch Straßenverkehrsrecht

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4
Q

Was ist der ‘Vorrang des Straßenverkehrsrechts’?

A

Das Straßenverkehrsrecht verdrängt als höherrangiges Bundesrecht andere Verkehrsregelungen

Gilt insbesondere für ruhenden und parkenden Verkehr

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5
Q

Was ist eine ‘Widmung’ nach § 6 NStrG?

A

Eine Erklärung, dass eine Sache zur öffentlichen Sache wird und ihre öffentliche Zweckbestimmung erhält

Erfolgt durch Gesetz, Verordnung oder als Verwaltungsakt

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6
Q

Was ist eine ‘Teileinziehung’?

A

Beschränkung der Nutzung auf bestimmte Benutzungsarten, -zwecke oder -kreise

Kann nachträglich auf bestimmte Arten von Benutzungen angewendet werden

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7
Q

Was bedeutet ‘Umstufung’ im Straßenrecht?

A

Änderung der Klassifizierung einer Straße nach ihrer Bedeutung

Muss durch eine Umstufung nach § 7 NStrG korrigiert werden

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8
Q

Was ist ‘Gemeingebrauch’?

A

Nutzung ohne besondere Zulassung zu Zwecken im Rahmen der Widmung

Umfasst allgemeine Nutzung von Straßen durch die Öffentlichkeit

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9
Q

Was ist ‘Sondernutzung’?

A

Erfordert eine Sondernutzungserlaubnis, die im Ermessen der Behörde steht

Ausnahmen bei Straßenkunst und religiösen Betätigungen können bestehen

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10
Q

Was ist ‘Ruhender Verkehr’ im Kontext des Gemeingebrauchs?

A

Umfasst das Parken, solange das Fahrzeug betriebsbereit ist

Dauerparken ist zulässig, solange es nicht für Werbezwecke genutzt wird

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11
Q

Was sind die Kriterien für ‘kommunikativen Verkehr’?

A

Umfasst politische, künstlerische oder religiöse Kommunikation

Grenze ist überschritten, wenn Hilfsmittel verwendet werden oder die Sicherheit gefährdet wird

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12
Q

Was ist das ‘Anliegerrecht’?

A

Recht des Anliegers gegen Maßnahmen, die seine Situation nachhaltig ändern

Bezieht sich auf straßenrechtliche oder straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen

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13
Q

Was besagt die Auffassung des BVerwG zur Sondernutzung für Straßenkunst?

A

Erlaubnisvorbehalt ist gerechtfertigt, wenn die Rechte Dritter nicht beeinträchtigt sind

Ermessensreduzierung auf null kann in bestimmten Fällen gelten

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14
Q

Was ist die ‘Öffentliche Ordnung’?

A

Gesamtheit ungeschriebener Regeln für das Verhalten in der Öffentlichkeit

Ihre Beachtung ist Voraussetzung für ein geordnetes Zusammenleben

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15
Q

Was ist eine ‘Gefahr’ im polizeilichen Kontext?

A

Ereignis, bei dem eine Beeinträchtigung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung droht

Unterscheidung zwischen abstrakter und konkreter Gefahr

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16
Q

Was bedeutet ‘Anscheinsgefahr’?

A

Liegt vor, wenn eine Gefahr nur in der irrigen Vorstellung des handelnden Beamten existiert

Legitmiert behördliches Einschreiten, ist aber nicht tatsächlich gegeben

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17
Q

Was ist der Unterschied zwischen ‘Verhaltensstörer’ und ‘Zustandsstörer’?

A

Verhaltensstörer verursacht Gefahr durch eigenes Verhalten, Zustandsstörer durch einen gefährlichen Zustand

Zustandsstörer können auch Eigentümer sein, wenn ihre Gewalt ohne ihren Willen erfolgt

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18
Q

Was ist die ‘Theorie der rechtswidrigen Verursachung’?

A

Nur rechtswidriges Verhalten ist ursächlich für polizeiliche Maßnahmen

Versagt, wenn keine speziellen Ge- oder Verbotsnormen existieren

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19
Q

Was besagt die ‘Theorie der Sozialadäquanz’?

A

Verursachung ist nur kausal, wenn sie auf sozialinadäquatem Verhalten beruht

Bezieht sich auf Verletzung geschützter Rechtsgüter

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20
Q

Fülle die Lücke: ‘Die Widmung wird durch _______ erwirkt.’

A

Gesetz, Verordnung oder Verwaltungsakt

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21
Q

Fülle die Lücke: ‘Der __________ des Anliegers bezieht sich auf Maßnahmen, die seine Situation verändern.’

A

Anliegerrecht

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22
Q

Was ist ein Anlasser?

A

Derjenige, der durch sein Verhalten das Verhalten des unmittelbar Verantwortlichen hervorruft.

Dies bezieht sich auf die Ausdehnung der Verhaltensverantwortlichkeit.

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23
Q

Wie wird das Merkmal ‘hervorruft’ in der Verantwortlichkeit interpretiert?

A

Es gibt subjektive und objektive Bestimmungen.

Subjektiv: Jemand will, dass ein anderer die Gefahr setzt. Objektiv: Verhalten führt typischerweise dazu, dass der Störer sich animiert fühlt.

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24
Q

Was ist ein latenter Störer?

A

Eine Sache, die erst bei Hinzutreten eines weiteren Umstands eine Gefahr hervorruft.

Dies bezieht sich auf die Ausdehnung der Zustandsverantwortlichkeit.

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25
Q

Was sind die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme eines Nichtverantwortlichen?

A
  1. Abwehr einer gegenwärtigen erheblichen Gefahr
  2. Unmöglichkeit anderweitiger Gefahrenabwehr
  3. Einhaltung der Opfergrenze beim Nichtstörer

Der Nicht-Störer darf nicht in Gefahr gebracht werden.

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26
Q

Was ist das Opportunitätsprinzip im Gefahrenabwehrrecht?

A

Es bezieht sich auf das Ermessen der Behörden, ob und wie sie gegen eine Gefahr vorgehen.

Es steht im Zusammenhang mit dem Gebot effektiver Gefahrenabwehr.

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27
Q

Was bedeutet Entschließungsermessen?

A

Die Entscheidung, ob eine Maßnahme ergriffen werden soll.

Dies beinhaltet die Auswahl des richtigen Verantwortlichen.

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28
Q

Was ist die rechtliche Grundlage für die Inanspruchnahme des Nichtstörers?

A

§ 8 NPOG

Der Nichtstörer kann Adressat von Maßnahmen sein, wird aber nicht zum Verantwortlichen.

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29
Q

Was ist die Anforderung an die Rechtsnachfolge in die Verantwortlichkeit?

A

Es muss eine zivilrechtliche Nachfolge vorausgesetzt werden.

Auch muss ein öffentlich-rechtlicher Rechtsgrund für die Nachfolge bestehen.

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30
Q

Wie unterscheidet sich die konkrete von der abstrakten Verantwortlichkeit?

A

Die Verantwortlichkeit ist konkret, wenn bereits ein Verwaltungsakt (VA) vorliegt.

Bei der abstrakten Verantwortlichkeit liegt kein VA vor.

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31
Q

Was sind die Kriterien für die Auswahl des richtigen Mittels im Gefahrenabwehrrecht?

A
  1. Geeignetheit
  2. Erforderlichkeit
  3. Angemessenheit

Diese Aspekte müssen im Rahmen des Verhältnismäßigkeitsprinzips beachtet werden.

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32
Q

Was sind Standardmaßnahmen im NPOG?

A
  1. Identitätsfeststellung (§ 13 NPOG)
  2. Platzverweisung (§ 17 NPOG)
  3. Ingewahrsamnahme (§ 18 NPOG)
  4. Durchsuchung (§ 22 NPOG)

Diese Maßnahmen sind Teil der ordnungspolizeilichen Maßnahmen.

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33
Q

Was versteht man unter Realakten?

A

Maßnahmen, die keinen Regelungscharakter haben und einen tatsächlichen Erfolg herbeiführen wollen.

Sie sind nicht gleichzusetzen mit Verwaltungsakten.

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34
Q

Was ist eine Generalklausel im Ordnungsrecht?

A

Eine Regelung, die eine allgemeine Handlungsbefugnis für die Ordnungsbehörden beschreibt.

Sie ermöglicht ein schnelles Handeln in unvorhergesehenen Situationen.

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35
Q

Was sind die allgemeinen Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen im Gefahrenabwehrrecht?

A
  1. Möglichkeit (§ 44 II VwVfG)
  2. Bestimmtheit (§ 37 VwVfG)
  3. Verhältnismäßigkeit (§§ 4, 5 NPOG)

Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um rechtmäßige Maßnahmen zu ergreifen.

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36
Q

Was ist das Ermessen im Gefahrenabwehrrecht?

A

Das Ermessen umfasst:
1. Entschließungsermessen
2. Auswahlermessen

Es geht darum, wie und gegen wen Maßnahmen ergriffen werden.

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37
Q

Was ist die Rolle der Polizei als Behördenprinzip?

A

Die Polizeidirektion ist der richtige Klagegegner.

Dies bezieht sich auf die Zuständigkeit im Ordnungsrecht.

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38
Q

Was sind die Voraussetzungen für die Rechtmäßigkeit von Gefahrenabwehrverfügungen?

A
  1. Ermächtigungsgrundlage
  2. Formelle Rechtmäßigkeit
  3. Materielle Rechtmäßigkeit

Diese Aspekte sind entscheidend für die Wirksamkeit von Maßnahmen.

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39
Q

Kann ein Anscheinsstörer oder Gefahrenverdachtsstörer verantwortlich sein?

A

Ja, wenn er den Anschein zurechenbar gesetzt hat.

Es gibt eine Unterscheidung zwischen Primär- und Sekundärebene.

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40
Q

Was sind die Kriterien für die Störerauswahl?

A
  1. Gefahrennähe
  2. Sachkenntnis
  3. Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

Diese Faktoren helfen, die effektivsten Maßnahmen zu ergreifen.

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41
Q

Was bedeutet ‘Zuständigkeit der Polizei’ im Kontext von Gefahrenabwehr?

A

Die Polizei ist zuständig, wenn ein Spezialgesetz greift oder in Eilfällen.

Dies bezieht sich auf die rechtlichen Grundlagen für das Handeln der Polizei.

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42
Q

What is Platzverweis?

A

A temporary prohibition of access to a certain area or location

Platzverweis is often enacted as a preventive measure against potential disturbances.

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43
Q

What does Gewahrsam refer to?

A

Custody or detention of individuals by authorities

Gewahrsam can be preventive or punitive and is subject to legal regulations.

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44
Q

What is the primary purpose of Durchsuchung?

A

Search of persons, objects, or premises for evidence or contraband

Durchsuchung may involve the seizure of items deemed relevant to an investigation.

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45
Q

What are the sections that regulate Aufenthaltsverbote?

A

Sections 18-21 NPOG

Aufenthaltsverbot refers to prohibiting individuals from remaining in specific locations.

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46
Q

What is required for a Platzverweis to be enacted?

A

Existence of a concrete danger, § 17 I 1 NPOG

This measure is temporary and location-specific.

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47
Q

True or False: A Platzverweis can apply to any person.

A

True

However, the application of the measure must consider the individual’s status.

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48
Q

What does § 18 NPOG regulate?

A

Preventive detention measures

This section outlines the conditions under which preventive custody may be applied.

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49
Q

What are the three types of Gewahrsam defined in § 18 NPOG?

A
  • Schutzgewahrsam
  • Unterbindungsgewahrsam
  • Durchsetzungsgewahrsam

Each type serves a different purpose in terms of law enforcement.

50
Q

What is the significance of § 19 NPOG?

A

It mandates a judicial decision for certain detentions

This ensures oversight and legality in the use of preventive custody.

51
Q

What does § 22 NPOG allow regarding searches?

A

Conducting searches without consent if health is not jeopardized

Generally, a judicial order is required, with specific exceptions.

52
Q

Fill in the blank: A Durchsuchung refers to the ______ of individuals or premises.

A

searching

It may involve looking for evidence or contraband.

53
Q

What factors must be considered for a legal Durchsuchung?

A
  • Legal basis for the search
  • Proportionality
  • Presence of a judicial order

These factors ensure that the search does not violate rights.

54
Q

What is the role of § 24 I NPOG in residential searches?

A

Regulates the seizure of items for danger prevention

This section establishes the conditions under which searches and seizures can occur.

55
Q

What is the primary aim of §§ 26, 27 NPOG?

A

Ensure that the purpose of seizure is to exclude others from influence

This reflects the legal principle of preventing harm to others.

56
Q

What does § 13 NPOG distinguish between?

A

Identitätsfeststellung and Befragung

This differentiation is crucial for understanding legal procedures during encounters with authorities.

57
Q

What are the requirements for a lawful Vollstreckung?

A
  • Existence of a valid administrative act
  • Compliance with legal procedures

Vollstreckung refers to the enforcement of administrative decisions.

58
Q

What does immediate coercion (unmittelbarer Zwang) refer to?

A

Direct exertion of force on a person to compel compliance

This is used when other methods, like replacement performance, are not viable.

59
Q

True or False: All administrative acts are subject to the same legality standards.

A

True

This applies to both burdening and non-burdening administrative acts.

60
Q

What is the difference between direct and indirect coercion in administrative law?

A
  • Direct coercion involves immediate force on a person
  • Indirect coercion involves actions on objects to achieve compliance

Understanding this distinction is key in legal enforcement contexts.

61
Q

What does the term Generalklausel refer to?

A

General clause allowing authorities to act in emergencies

It provides a basis for actions not explicitly detailed in law.

62
Q

Was bedeutet ‘Unterlassen gerichtet sein’ im Kontext von Verwaltungsakten?

A

Es bezieht sich darauf, dass feststellende und gestaltende Verwaltungsakte nicht vollstreckungsbedürftig sind.

Dies ist relevant für die Wirksamkeit gemäß § 43 VwVfG (Bekanntgabe).

63
Q

Wann ist eine Grundverfügung vollziehbar?

A

Wenn sie unanfechtbar ist oder keine aufschiebende Wirkung hat.

64
Q

Kann ein rechtswidriger Verwaltungsakt trotzdem vollstreckt werden?

A

Ja, dies ist nach herrschender Meinung möglich, auch wenn er rechtswidrig ist.

65
Q

Was besagt § 64 I 1. Alt. im Zusammenhang mit der Vollstreckung?

A

Der Betroffene könnte sonst gegen die Grundverfügung nicht vorgehen.

66
Q

Was ist der Streitpunkt beim rechtswidrigen Verwaltungsakt gemäß § 64 I 2. Alt.?

A

Ob der Verwaltungsakt im Falle des § 64 I 2. Alt. rechtmäßig sein muss.

67
Q

Was sind die Argumente für die Notwendigkeit der Rechtmäßigkeit des Verwaltungsakts bei sofortigem Vollzug?

A
  • Gefahr der Durchsetzung rechtswidriger Maßnahmen
  • Effektiver Rechtsschutz
  • Grundsatz der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung (Art. 20 III GG)
  • Prozessökonomische Gründe
68
Q

Was muss bei der Androhung von Zwangsmitteln gemäß § 70 I 1 NPOG beachtet werden?

A

Die Androhung muss erstmal erfolgen und eine angemessene Frist setzen.

69
Q

Was ist bei der Erhebung von Zwangsgeld gemäß § 67 I 1 NPOG zu beachten?

A

Die Höhe des Betrages muss festgesetzt werden.

70
Q

Was sind die Voraussetzungen für die Vollstreckung?

A
  • Keine rechtliche oder tatsächliche Unmöglichkeit
  • Erfüllung der Verpflichtung aus dem Grundverfügung
  • Richten gegen einen Pflichtigen gemäß §§ 6 NPOG
71
Q

Was sind die Hauptkriterien für die formelle Rechtmäßigkeit des Vollstreckungsverfahrens?

A
  • Zuständigkeit
  • Eilzuständigkeit gemäß § 1 II 1 NPOG
72
Q

Was ist die materielle Rechtmäßigkeit im Zusammenhang mit einer Gefahrenabwehr?

A
  • Gegenwärtige Gefahr gemäß § 64 II Nr. 1 i.V.m. § 2 Nr. 2 NPOG
  • Gefahr nicht anders abwendbar
73
Q

Was ist die Rechtsgrundlage für die Sicherstellung eines Fahrzeugs?

A

§ 26 NPOG kann als Rechtsgrundlage in Betracht kommen.

74
Q

Was ist die allgemeine Auffassung zur Sicherstellung eines Fahrzeugs?

A

Die Polizei muss zumindest vorübergehend Sachherrschaft über das Fahrzeug ausgeübt haben.

75
Q

Worin besteht der Unterschied zwischen Versetzen und Verbringen eines PKWs?

A

Versetzen ist nicht gleichbedeutend mit Sicherstellung, während Verbringen auf einen öffentlichen Verwahrplatz als Sicherstellung gilt.

76
Q

Wie wird der Regelungsgehalt eines Verkehrszeichens bewertet?

A

Verkehrszeichen können eine Handlungsverpflichtung enthalten, was für die Vollstreckbarkeit entscheidend ist.

77
Q

Wie erfolgt die Bekanntgabe von Verkehrszeichen?

A

Ein Verkehrszeichen muss so aufgestellt sein, dass es für die Verkehrsteilnehmer wahrnehmbar ist, unabhängig davon, ob sie es tatsächlich wahrnehmen.

78
Q

Was sind die Voraussetzungen für die Durchführung einer Ersatzvornahme?

A

Es kommt auf die Beurteilung an, ob das Verkehrszeichen als vollstreckbare Grundverfügung gewertet wird.

79
Q

Was ist die Verhältnismäßigkeit der Abschleppmaßnahme?

A

Eine Anwendung von Verwaltungszwang ist immer unverhältnismäßig, wenn kein zusätzliches Gefährdungselement vorliegt.

80
Q

Wann kann ein Fahrzeug abgeschleppt werden, wenn die Handynummer hinterlassen wurde?

A

Nicht erlaubt, wenn die Nachricht deutlich erkennbar ist und ein überprüfbarer Zeitraum zum Wegfahren angegeben ist.

81
Q

Wer erhält den Kostenbescheid bei Abschleppmaßnahmen?

A

Der Fahrer (Verhaltensstörer) oder der Halter des Fahrzeugs (Zustandsstörer).

82
Q

Was ist die Rechtsgrundlage für Kostenersatzansprüche der Verwaltung?

A

Die Kostentragung ist in NVwVG geregelt.

83
Q

Was sind die Voraussetzungen für die materielle Rechtmäßigkeit eines Kostenbescheids?

A
  • Vollstreckbarer Grund VA gemäß § 64 I NPOG
  • Besondere Vollstreckungsvoraussetzungen für Zwangsmittel
84
Q

Wer ist der richtige Adressat für Kostenerstattung bei Anscheinsstörern?

A

Der Anscheinsstörer entfällt, wenn er den Anschein nicht gesetzt hat.

85
Q

Was ist die Bedeutung der Ermessensprüfung bei der Heranziehung zum Kostenersatz?

A

Es muss geprüft werden, ob auf die Heranziehung des Kostenschuldners verzichtet werden kann.

86
Q

What is the purpose of checking the discretion in the context of cost liability?

A

To determine whether to refrain from involving the cost debtor if the administrative act is unlawful

This relates to the principle of proportionality in administrative law.

87
Q

What is a Störer in the context of administrative law?

A

A person or entity that causes a disturbance or harm, leading to administrative actions against them

The term is often used in discussions around liability and responsibility in administrative proceedings.

88
Q

What is the significance of Art. 3 I GG in relation to Störer?

A

It aims to ensure a fair burden-sharing among those causing disturbances

Art. 3 I GG refers to the principle of equality before the law in the German Basic Law.

89
Q

What was the BGH’s stance on attempts to achieve a burden-sharing among Störer?

A

All attempts to achieve a burden-sharing are rejected

This reflects the court’s interpretation of the legal framework surrounding liability.

90
Q

What does the term ‘Gesamtschuldverhältnis’ refer to?

A

A joint liability relationship among multiple debtors

This concept is crucial in understanding the dynamics of liability among multiple parties.

91
Q

Under what conditions does a Non-Störer receive compensation according to § 80 I NPOG?

A

A Non-Störer is entitled to compensation, which overrides general sacrifice rights

This highlights the specific legal protections available to those not causing the disturbance.

92
Q

What is the Amtshaftungsanspruch according to § 839 BGB?

A

It is a claim for damages against the state for unlawful actions by public officials

This principle provides a mechanism for citizens to seek redress for wrongful acts by authorities.

93
Q

What is meant by ‘rechtmäßiger Eingriff’ in administrative law?

A

A lawful intervention by the authorities

Such interventions are expected to adhere to the principle of proportionality.

94
Q

What is the difference between voluntary and involuntary assistance in the context of Nothilfeleistung?

A

Voluntary helpers receive compensation under § 80 II NPOG, while involuntary helpers may not

This distinction is important for assessing liability and compensation.

95
Q

Define ‘öentlich-rechtliche Geschäftsführung ohne Auftrag’.

A

Public law management without an official order or authorization

This concept deals with situations where public authorities act without explicit permission.

96
Q

What are the statthafte Rechtsbehelfe available against administrative actions?

A

Widerspruch, Anfechtungsklage, Verpflichtungsklage, Fortsetzungsfeststellungsklage, Einstweiliger Rechtsschutz

These are legal remedies available to individuals challenging administrative decisions.

97
Q

What does § 8 II NPOG stipulate regarding unlawful interventions?

A

It covers the unlawful imposition of duties on the Störer

This section is significant for understanding the legal framework governing administrative liability.

98
Q

What is the function of § 23 I S. 1 EGGVG in administrative law?

A

It provides for a special assignment of administrative disputes to specific courts

This ensures that certain legal matters are handled by designated judicial bodies.

99
Q

What does the term ‘Gemischtes Maßnahmenbündel’ refer to?

A

A mixed bundle of preventive and repressive measures by law enforcement

This concept is critical for understanding how police actions are categorized legally.

100
Q

What is the significance of the Schwerpunkttheorie?

A

It assesses where the focus of police activity lies in determining legal jurisdiction

This theory is important for delineating the scope of police powers.

101
Q

What is meant by ‘Einstweilige Anordnung’?

A

A temporary injunction to maintain the status quo during legal proceedings

This legal tool is essential for preventing harm while a case is being resolved.

102
Q

What is the primary concern of the Versammlungsrecht?

A

To regulate the right to assemble peacefully in public spaces

This area of law is vital for protecting civil liberties and public order.

103
Q

What does the term ‘Anzeigeplicht’ refer to in the context of assembly law?

A

The obligation to notify authorities of an assembly

This requirement is significant in balancing public order with the right to assemble.

104
Q

What conditions allow for the restriction of a gathering under § 8 I NversG?

A

When there is an immediate danger to public safety and order

This provision illustrates the tension between civil rights and public safety.

105
Q

What does ‘unter freiem Himmel’ imply regarding the right to assemble?

A

It refers to gatherings held in open areas, interpreted functionally

This interpretation broadens the scope of protected assembly locations.

106
Q

Was regelt § 8 I NversG?

A

Die Beschränkung von Versammlungen bei unmittelbarer Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung.

Dies betrifft die Möglichkeit, Versammlungen einzuschränken, um Gefahren abzuwenden.

107
Q

Wann kann ein Verbot einer Versammlung ausgesprochen werden?

A

Nur vor Beginn der Versammlung, wenn eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit vorliegt.

Dies ist gemäß § 8 II NversG und § 15 I VersammlG geregelt.

108
Q

Was geschieht nach dem Verbot einer Versammlung gemäß § 8 II NversG?

A

Die Versammlung muss zwingend aufgelöst werden.

Teilnehmer müssen sich unverzüglich entfernen.

109
Q

Was regelt § 10 NversG?

A

Befugnisse gegen einzelne Personen während einer Versammlung.

Dies umfasst besondere Maßnahmen zur Wahrung der Ordnung.

110
Q

Wie unterscheiden sich die Vorschriften für Versammlungen in geschlossenen Räumen von denen im Freien?

A

Vorschriften in geschlossenen Räumen sind Ausdruck der verfassungsimmanenten Schranke.

Im Gegensatz dazu sind die Vorschriften für Versammlungen im Freien Ausdruck der Schranke des Art. 8 II GG.

111
Q

Was regelt § 13 NversG?

A

Die Rechte und Pflichten des Leiters einer Versammlung in geschlossenen Räumen.

Dies betrifft insbesondere die Aufrechterhaltung der Ordnung.

112
Q

Unter welchen Umständen kann eine Versammlung in geschlossenen Räumen gemäß § 14 I NversG beschränkt werden?

A

Wenn ihre Friedlichkeit unmittelbar gefährdet ist.

Die Eingriffsschwelle ist hierbei sehr hoch.

113
Q

Was ist ein F-Plan im Bauleitplanungsrecht?

A

Ein vorbereitender Bauleitplan gemäß § 1 II BauGB.

Er dient als Grundlage für die Aufstellung eines verbindlichen B-Plans.

114
Q

Was ist ein B-Plan im Bauleitplanungsrecht?

A

Ein verbindlicher Bauleitplan gemäß § 1 II BauGB.

Er wird aus dem F-Plan entwickelt und ist rechtlich bindend.

115
Q

Was ist der Ablauf eines Bauleitplanverfahrens?

A
  1. Planaufstellungsbeschluss
  2. Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit
  3. Erarbeitung des Planentwurfs
  4. Auslegung des Planentwurfs
  5. Überarbeitung des Planentwurfs
  6. Beschluss des Bauleitplans

Dies sind die wesentlichen Schritte im Verfahren nach §§ 3 I, 4 I BauGB.

116
Q

Was regeln die §§ 214, 215 BauGB?

A

Die Planerhaltungsvorschriften bei Fehlern im Bauleitplan.

Sie betreffen die Beachtlichkeit und Heilung von Fehlern sowie die Rügefrist.

117
Q

Was sind häufige Fehler im Bauleitplanverfahren?

A
  • Abwägungsfehler
  • Verstoß gegen § 8 II 1 BauGB
  • Verstoß gegen Befangenheitsvorschrift

Diese Fehler können die Rechtmäßigkeit des Verfahrens beeinträchtigen.

118
Q

Ist ein F-Plan anfechtbar?

A

Nein, da er reines Innenrecht ist.

Ein B-Plan hingegen ist anfechtbar gemäß § 47 I Nr. 1 VwGO.

119
Q

Wer ist zuständig für die Erteilung einer Baugenehmigung laut § 70 I 1 NBauO?

A

Das Landesratsamt/Landrat oder Oberbürgermeister als untere Bauaufsichtsbehörde.

Diese Behörden sind für die Genehmigung von Bauvorhaben zuständig.

120
Q

Was ist die Bedeutung des § 36 BauGB?

A

Schutz der Planungshoheit der Gemeinde.

Die Gemeinde muss rechtzeitig über Bauvorhaben informiert werden, um ihre Bauleitplanung zu schützen.

121
Q

Was sind die Voraussetzungen für die Genehmigungsfähigkeit laut §§ 30, 34 oder 35 BauGB?

A
  • Bauliche Anlage i.S.d. § 29 I BauGB
  • Festlegung des Gebiets
  • Einhaltung der Prüfungsreihenfolge

Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um eine Genehmigung zu erhalten.

122
Q

Was regelt die Generalklausel § 79 I 1 NBauO?

A

Die Ermächtigungsgrundlage für Eingriffsmaßnahmen der Bauaufsichtsbehörde.

Dies bildet die Grundlage für spezifische Eingriffsmaßnahmen.