Modul C1 Flashcards
Adhäsionskontakt
Arten: Zonulae adhaerentes, Punktdesmosome, fokale Kontakte, Desmosome u. Hemidesmosome;
Zell-Zell-K.:Verbindung durch Cadherine;
Zell-Matrix-K.: Verbindung durch Integrine;
Plaque besteht meist aus Cateninen; Im Plaque können Aktin(Zonula adhaerens, Punktdesmosome, Fokalkontakte) o. Cytoskelettfilamente(typische Desmosome: Maculae adhaerentes, Hemidesmosome) verankert sein
Apikobasale Polarität
Apikaler Pol/apikale Domäne: grenzt an Oberfläche;
basaler Pol/basolaterale Domäne: grenzt an Bindegewebe
Drüsen, Klassifikation nach Sekret
- serös
- mukös
Seröse Drüsenzellen
Zellform: prismatisch, breit pyramidenförmig
Kern: rundlich, hell; basale Zellhälfte
Plasma: basal basophil, apikal eosinophil
Endstücke: oft Myoepithelzellen
Funktion: Bildung von Proteinen(oft Enzyme), dünnflüssiges wasserreiches Sekret
Seröse Drüsenzellen, Vorkommen
Pankreas, Parotis, Spüldrüsen der Zunge, Tränendrüse
Muköse Drüsenzellen
Zellform: hochprismatisch, schlank pyramidenförmig
Zellkern: befindet sich an der Zellbasis, abgeflacht u. relativ dunkel
Plasma: basal basophil, apikal hell
Funktion: Schleimbildung
-Muzine: Glucoproteine, negativ geladen wg. Sialinsäure u.
Sulfatresten, lassen sich mit kationischen Farbstoffen anfärben
Endstücke: oft Myoepithelzellen
Drüsen: Klassifikation nach Sekretionsmodus
- merokrine Drüsen
- ekkrine Drüsen
- apokrine Drüsen
- holokrine Drüsen
Merokrine Drüsen
Sekretion mittels Exozytose
Häufigste Form der Sekretion in endokrinen u. exokrinen Drüsen
Exozytose: Sekretionsgranula verschmilzt mit der Zellmembran, öffnet sich u. der Inhalt tritt in das Drüsenlumen über
Konstitutive Sekretion: kontinuierliche Sekretion
Regulierte Sekretion: Freisetzung des Sekrets nach einem Exozytosesignal
Ekkrine Sekretion
Schweißdrüsen: Transport von H2O u. NaCl durch die apikale Zellmembran
Apokrine Drüsen
Zellgestalt: durchläuft zyklische Veränderungen
1. apikale Verwölbung(Ansammlung bestimmter Stoffe)
2. Verwölbung schnürt sich mithilfe kontraktiler Proteine ab(Aposom)
3. Aposom zerfällt im Drüsenlumen
Sonderform: Milchdrüse, Sekretion von Fettkugeln, Membran bleibt lange erhalten
Apokrine Drüsen, Vorkommen
Duftdrüsen der Haut, Milchdrüsen, Drüsen des männlichen Genitaltraktes(Prostata u. Samenblase)
Holokrine Drüsen
Besitzen kein freies Lumen, sondern sind mit unterschiedlich ausdifferenzierten Drüsenzellen ausgefüllt
Apikal werden ganze, mit Sekret gefüllte Zellen aus dem Verband ausgestoßen u. gehen danach zugrunde
Sekret: besteht hauptsächlich aus Lipiden
Veränderungen der Zellen von basal nach apikal:
- Zunahme der Lipidtropfen
- Kern: Schrumpfung, Verdichtung u. Zerfall(Pyknose)
Vorkommen holokriner Drüsen: Talgdrüsen der Haut
Exoepitheliale Drüsen
Drüsenzellen liegen unter dem Oberflächenepithel u. haben einen Ausführungsgang
Endoepitheliale Drüsen
Drüsenzellen liegen in kleinen Gruppen im Verband des Oberflächenepithels vor
Selten, kommen vor allem in der Nasenschleimhaut vor
Formen der Drüsenendstücke
- azinöse(beerenförmige)
- alveoläre(säckchenförmige)
- tubulöse(röhrchenförmige)
Mischformen sind möglich(z.B. tubuloalveoläre Endstücke)
Monoptyche Endstücke: bestehen aus einschichtigem Epithel
Polyptyche Endstücke: bestehen aus mehrschichtigem Epithel
Drüsenendstücke
Formationen, die die sekretbildenden Anteile vielzelliger Drüsen bilden
Gehen meist in Drüsengänge über
Drüsen, Klassifikation nach Struktur der Gänge
Einfache Drüsen: Endstück erreicht die Oberfläche unmittelbar o. mit einem unverzweigten Gang(z.B. Schweißdrüsen), meist tubulöse Endstücke
Verzweigte Drüsen: mehrere Endstücke münden in einen Ausführungsgang (z.B. Brunner-Drüsen im Zwölffingerdarm)
Zusammengesetzte Drüsen: besitzen ein mehrfach aufgeteiltes Gangsystem
Gemischte Drüsen
Muköse u. seröse Drüsenzellen
Muköse Anteile: tubulös
Seröse Anteile: sitzen den mukösen Tubuli außen kappen-/halbmondartig an o. liegen als seröse Azini vor
Seromuköse Drüsen: seröse Anteile überwiegen
Mukoseröse Drüsen: muköse Anteile überwiegen
Muköse Drüsen, Vorkommen
Zungendrüsen u. orale Gaumendrüsen
Brunner-Drüsen
Ösophagusdrüsen
Die meisten Drüsen der Mundhöhle u. alle Drüsen der Atemwege sind gemischt
Basallamina
Befindet sich an der Basis des Epithels(extrazellulär); wird vom Epithel selbst gebildet; verbindet Epithelzellen mit subepithelialem Bindegewebe
Basallamina, Funktionen
Stützfunktion: dehnungsresistent, flexibel; verbindende u. trennende Grenzstruktur
Basallamina, Unterteilung
Lamina rara interna u. externa: Laminin, Integrine, Kollagen-Typ-17; Lamina densa: zentraler Anteil, Kollagen-Typ-4, Laminin, Nidogen, Perlecan
Basalmembran
Begriff aus Lichtmikroskopie; Basallamina + Lamina fibroreticularis
Bausteine der Basallamina
Typ-4-Kollagen, Laminin, Nidogen, Perlecan
Connexone
Besitzen eine geringe Halbwertszeit; bestehen aus je 6 Connexinen, die homomer o. heteromer sein können; Connexinarten bestimmen Permeabilitätseigenschaften der “Tunnel”
Desmosom
Zell-Zell-Kontakt; Cadherine(Integrine, Desmoglein u Desmocollin) verbinden sich mit ihren extrazellulären Domänen, intrazelluläre Domänen binden an Plaque; Plaque(Plakophilin) ist eine Matte aus Ankerprotein; im Plaque sind Filamente des Cytoskeletts(EZ: Keratin, HMZ: Desmin) verankert
Bindegewebe, Gewebetypen
- lockeres(kollagenfaseriges) Bindegewebe
- straffes Bindegewebe
- retikuläres Bindegewebe
- gallertiges Bindegewebe
- spinozelluläres Bindegewebe
- Knorpelgewebe(Stützgewebe)
- Knochengewebe(Stützgewebe)
- Fettgewebe
Desmosome, Größeneinteilung
Fleckdesmosom(Desmosom im engeren Sinne): Macula adhaerens; Streifendesmosom(größer): Fascia adhaerens
Drüsenzellen
Bilden ein Sekret(z.B. Enzyme, Schleim, Hormone, Milch) u. geben es nach außen ab;
Sekretfreisetzung erfolgt meist durch Exozytose
Einschichtiges Plattenepithel
Dünne Schicht flacher Epithelzellen;
HP: oft nur flacher Kern erkennbar
Einschichtiges Plattenepithel, Vorkommen
Herz-Kreislauf-System: Endothel;
Auskleidung der Körperhöhlen: Mesothel;
Auskleidung der Lungenalveolen
Epithelgewebe, funktionelle Klassifikation
Bedeckende, transportierende, sezernierende, kontraktile u. Sinnesepithelien;
Funktionen der Epithelien können sich überlappen
Epithelgewebe, polarer Aufbau
Einzelne Epithelzelle ist wie das gesamte Epithel polar aufgebaut
Epithelien: Zellumsatz, Kapillare, Parenchym u. Stroma
Zellumsatz: E. sind die ersten sich bildende Gewebe, Neubildung geht von Stammzellen aus;
Labile E.: kontinuierliche Erneuerung, z.B. MDT, Atemwege, Epidermis; Stabile E.: werden langsam, bei Verletzungen schneller ersetzt, z.B. Niere, Leber;
Kapillare: dringen nicht in E. ein, können sich in das E. vorwölben, durchbrechen aber nicht die Basallamina(Ausnahme: Corpus luteum); In den meisten Organen bilden die E. Das Parenchym(spez. Träger der jeweiligen Organfunktion)
Gap junction, Funktion
Lassen kleine Ionen u. kleine organische hydrophile Moleküle(Zucker, AS, cAMP..) passieren;
Können schnell geöffnet u. geschlossen(z.B. bei pH-Abfall, Ca2+-Einstrom in eine verletzte Zelle) werden
Chemische u. elektrische Kommunikation zw. Zellen
Gap junctions, Vorkommen
In den meisten Geweben;
häufig in Epithelien, zw. HMZ u. Astrocyten;
nie in SMZ u. selten zw. Neuronen
Gewebe
Verband von gleichartigen Zellen plus der von ihnen produzierten extrazellulären Matrix(ECM)
Hemidesmosom
Zell-Matrix-Kontakt, verbindet Zellmembran u. Basallamina;
Integrine binden mit extrazellulärer Domäne an Lamininmoleküle der Basallamina;
intrazelluläre Domäne bindet über Plektin(Plaque, Ankerprotein) an Intermediärfilamente (Keratinfilamente)
Mesenchym
Grundlage für die Entwicklung verschiedener Bindegewebsformen u. Muskulatur
Embryonales Gewebe, entstammt dem Mesoderm u. der Neuralleiste
Zellreich, Matrixreich
Mesenchymzellen: ursprüngliche Fibroblasten, fortsatzreich, beweglich, teilungsfreudig, liegen mehr oder weniger dicht beisammen(Blasteme: besonders dichte Ansammlungen)
Extrazellulärsubstanz: viskös u. hyaluronsäurereich
Differenzierung: multipotente Stammzellen u. Vorläuferzellen
Horizontale Polarität
Beispiel: Sinnesepithel des Innenohrs, Epithel der Atemwege
Kinozilien
Feine, bewegliche Zellfortsätze, schlagen nur in eine Richtung; Funktion: Fortbewegungsorgan(Spermien), Bewegung der Flüssigkeits- u. Schleimfilme;
Axonema: System von Mikrotubuli mit assoziierten Proteinen(wichtigstes: Dynein) im Inneren der Kinozilien;
9+2-Muster: Ring aus 9 Mikrotubuli mit 2 Tubuli in der Mitte;
Plusende: Spitze, Minusende: distal;
Kinozilien, Verankerung u. Entstehung
Verankerung im Basalkörper(Kinetosom) aus dem die Mikrotubuli hinauswachsen;
Basalkörper sind Zentriolen
Klinik: Karzinome
Häufig Verminderung der E-Cadherin-Expression, Zellen können aus dem Verband heraus wandern und Metastasen bilden
Kubische Epithelien
Bestehen aus kubischen Zellen mit runden Kernen, meist einschichtig, durch verschiedene Zellkontakte verknüpft
Kubisches E., Vorkommen
Kleine Ausführungsgänge exokriner Drüsen, Schilddrüse von Erwachsenen, Nierenkanälchen
Lamina fibroreticularis
Bindegewebe unmittelbar unter der Basallamina;
mechanische Verbindung;
Bausteine: Kollagen-Typ-3/7, Mikrofibrillen aus Fibrillin u. Kollagen-Typ-6
Laminin
Glucoprotein aus drei Peptidketten, assymetrisch kreuzförmige Gestalt; bindet an Perlecan, Nidogen u. an Lamininrezeptorproteine(Integrine) u. an andere Lamininmoleküle
Mehrreihiges Epithel
Besteht aus unterschiedlich großen Zellen, die alle der Basallamina aufsitzen, aber nur z.T. die Oberfläche erreichen;
oberste Kernreihe: prismatisch ausgereifte Zellen;
Mittlere Reihe: nachwachsende, nicht ausdifferenzierte Zellen;
Untere Reihe: Zellen, die der Regeneration dienen
Mehrreihiges Epithel, Vorkommen
Respiratorisches Epithel, zweireihiges Epithel des Nebenhodenganges
Mehrschichtige Epithelien, Definition
Alle werden nach der obersten Schicht definiert
Mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel
Zellschichten: 5-20 ZS, Zellen sind basal kubisch u. apikal abgeflacht; Einteilung in Stratum basale, intermedium u. superficiale;
Kern: verändert sich parallel zur Zellgestalt, kann apikal zerfallen(bleibt erkennbar);
Interzellularraum des Stratum superficiale wird durch Lipide versiegelt(Diffusionsbarriere)
Mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel, Vorkommen
Hornhaut, Mundhöhle, Ösophagus, Vagina, stellenweise im Analkanal
Mehrschichtiges verhorntes E., Stratum basale
Liegt auf der Basallamina;
Zellen: länglich/kubisch mit Wurzelfüßchen(feine, basalwärts gerichtete Fortsätze mit Hemidesmosomen), Stammzellen
Mehrschichtiges verhorntes Plattene., Vorkommen
Gesamte Epidermis, kennzeichnend sind viele Keratinbündel, die in kräftigen Desmosomen verankert sind
Mehrschichtiges verhorntes Plattenepithel: allgemein, Namen der Zellschichten
Oberste Zellschicht besteht aus verhornten Zellen: mechanischer Schutz u. Schutz vor Austrocknung;
Zellschichten von basal nach apikal: Stratum basale, - spinosum, - granulosum, - lucidum (nur Leistenhaut), - corneum
Mikrovilli
Vergrößern die Oberfläche der Zellen u. erleichtern Resorption u. Ionentransport;
dicht stehende Mikrovilli bilden einen Bürstensaum;
Mikrovilli werden von innen von einem Bündel aus Aktinfilamenten, die durch Fimbrin u. Villin verbunden sind u. an der Zellmembran befestigt sind, stabilisiert;
Mikrovilli sind im tragen eine gut ausgeprägte Glukokalyx
MVPE, Stratum corneum
Besteht aus Corneozyten: tote Zellen ohne Kern u. Organellen, enthalten Keratinfilamente u. Proteinmatrix;
Corneozyten sind über Desmosome verknüpft;
Interzellularräume sind mit Lipiden ausgefüllt, die den Lamellenkörpern im Stratum granulosum entstammen
MVPE, Stratum granulosum
Kernhaltige, flach spindelförmige Zellen mit Keratohyalingranula(basophile Einschlüsse);
lipidhaltige Lamellenkörper sind vorhanden
MVPE, Stratum spinosum
Polygonale Zellen, deren Fortsätze in den Interzellularraum hinein ragen;
Interzellularräume sind erweitert
Myoepithelzellen
Schlanke oder verzweigte kontraktile EZ basal im Drüsenepithel; Dienen dem Auspressen des Sekrets u. ähneln glatten MZ;
Stehen über Desmosomen mit sekretorischen Zellen in Verbindung; Vegetative Innervation, außer in Milchdrüse(Reaktion auf Oxytozin)
Nexus
Gap junction, Kommunikationskontakt;
Kopplung der Zellen in elektrischer u. z.T. metabolischer Hinsicht
Nexus, Aufbau
Zwei Connexone benachbarter Zellen, bilden einen “Tunnel” mit hydrophilem Lumen;
ein Nexus kann aus einigen wenigen bis zu mehreren 1000 dieser “Tunnel” zusammengesetzt sein
Nidogen
Glucoprotein
Bindegewebe, Aufteilung
Bindegewebszellen
- ortsständige
- freie
Extrazelluläre Matrix
- Grundsubstanz
- Bindegewebsfasern
Ortsständige Zellen des Bindegewebes
Fibroblasten u. verwandte, wie Chondroblasten u. Osteoblasten
Fettzellen
Fibroblasten
Aktiv: Fibroblast, ruhend: Fibrozyt
Produzieren die Matrix
Zellform: meist spindelförmig, parallel zu Fasern liegend mit vielen Fortsätzen
Kern: länglich u. dunkel
Kontraktile Proteine ermöglichen es dem Fibroblasten sich fortzubewegen
Sind über Integrine mit der Matrix verbunden(relativ locker)
Kollagenfasern, Eigenschaften, Vorkommen, Lichtmikroskopie
Flexibel, zugfest, kaum dehnbar
Vorkommen: Bänder, Faszien, Sehnen, Organkapseln..
Lichtmikroskopie: 1-10μm dick, verlaufen gewellt, Faseranordnung ist vom jeweiligen Organ abhängig
Kollagen, Aufbau u. Entstehung
Kollagenmolekül: 3 helikale α-Polypeptidketten bilden durch H-Brückenbindungen eine Super-Triplehelix
Entstehung: Kollagenmoleküle werden von Fibroblasten produziert
Kollagensynthese
- Prokollagen wird intrazellulär in Fibroblasten aufgebaut
- Extrazellulär werden dem Prokolagen Propeptide abgespalten, es entsteht Tropokollagen
- Tropokollagen lagert sich in einem Polymerisationsprozess zu Kollagenfibrillen
Retikuläre Fasern
Dünne, netzartig verbundene Fasern
Zusammensetzung: Typ-3- u. zum kleinen Teil Typ-1-Kollagen, die Fibrillenbündel bilden, mit Glucoproteinen bedeckt
Elastische Fasern
Reversibel dehnbar
Bilden unregelmäßige netzartige Strukturen o. perforierte lamellenartige
Gebilde
Sind immer mit nichtelastischen Fasern verknüpft, die ihre Dehnbarkeit begrenzen
Molekulare Komponenten: Fibrillin u. Elastin
Glucosaminoglucane
sind aus repetitiven Disaccharid-Einheiten bestehende, linear aufgebaute Polysaccharide
Disaccharid: Aminozucker u. Uronsäure
sauer: tragen Carboxyl- u. Sulfatgruppen, sind somit negativ geladen(Polyanionen, die viel Wasser binden können)
Hyaloronan
Sehr großes freies Glucosaminoglucanmolekül
Trägt negative Ladung
Proteoglycane
Bestehen aus einem Core-Protein u. vielen langen daran gebundenen Seitenketten aus Glucosaminoglucanen
Häufigste Proteoglycane: Aggrecan, Decoran, Biglycan, Fibromodulin, Syndekan
Mobile Zellen des Bindegewebes
Makrophagen
Plasmazellen
Mastzellen
(Eosinophile, Melanozyten, Lymphozyten)
Lockeres Bindegewebe, Aufbau u. Vorkommen
Aufbau: locker strukturierte Matrix aus Kollagenfasern, einzelnen elastischen Fasern, proteoglycanreiche Grundsubstanz in die locker verteilte Fibroblasten eingebettet sind
Enthält Blut- u. Lymphgefäße, Nerven, fixe u. freie Zellen
Vorkommen: Stroma der meisten Organe, Mukosa u. Submukosa des MDTs
Straffes Bindegewebe allgemein u. Subtypen
Mehr Kollagenfasern als Grundsubstanz
Zellen sind vergleichsweise selten
Straffes geflechtartiges BG: Kollagenfasern bilden dicht gepackte Bündel, die in unterschiedliche Richtungen verlaufen
Mikroskop: Fibroblasten: nur abgeflachte Kerne zu sehen, bilden sehr lange Fortsätze
Vorkommen: Lederhaut, Sklera des Augenbulbus, Organkapseln
Straffes parallelfaseriges BG: Kollagenfasern sind parallel ausgerichtet u. verlaufen dicht gelagert
Vorkommen: Sehnen, Bänder
Retikuläres Bindegewebe
Enthält sternförmige fibroblastische Retikumzellen, die dreidimensionalen netzartigen Verband bilden
Produzieren hauptsächlich Kollagen-Typ-3(retikuläre Fasern)
Fasern sind von scheidenartigen Fortsätzen der Zellen umhüllt
Kerne: groß oval
Zwischen Retikulumzellen: Lymphozyten u. antigenpräsentierende Zellen
Differenzierung u. Vermehrung von Lymphozyten spielt sich hier ab
Vorkommen: Lymphknoten, Milz, Tonsillen, Knochenmark
Gallertiges Bindegewebe
Enthält verzweigte Fibroblasten, die noch an Mesenchymzellen erinnern
Produzieren Wharton-Sulze: hyaluronsäure- u. wasserreiche Grundsubstanz u. einzelne Kollagenfasern
Vorkommen: Nabelschnur, Pulpa der Zähne
Arten von Fettgewebe
Weißes [white] (univakuolär)
Braunes [brown] (plurivakuolär)
Brite/Beige adipose tissue
Univakuoläres Fettgewebe
Weißes Fettgewebe
Fettzellen liegen dicht aneinander, eine Gruppe von Zellen wird durch Bindegewebsfasern zusammengehalten
Gut mit kleinen Blutgefäßen versorgt
Endothel der Kapillare: Lipoproteinlipase die freie Fettsäuren produziert, die in den Zellen gespeichert werden
Vorkommen:
Baufett: Orbita, große Gelenke, Hand- u. Fußsohlen
Speicherfett: Bauch- u. Flankenhaut, retroperitoneales BG
Plurivakuoläres Fettgewebe (Braunes Fettgewebe)
Bildet läppchenförmige Strukturen
Zellen enthalten stets mehrere Fetteinschlüsse
Farbe: Zytochrome in den Mitochondrien
Zellen: kleiner als die weißen Fettzellen, von Basallamina umgeben
Kern: zentral
Zytoplasma: voluminös, dicht gepackte Mitochondrien
Funktion: Bildung von Wärme, sympathische Innervation
Vorkommen: v.a. bei Neugeborenen
Skelettmuskulatur, allgemein
Willkürliche Innervation
Kann für kurze Zeit große Kraft entwickeln
Baueinheiten: Muskelfasern, lang, vielkernig, quergestreift
Hierarchie der Skelettmuskulatur
Primärbündel: Reihe von parallel verlaufenden Muskelfasern
Wird von Perimysium internum umhüllt, enthält innen das Endomysium
Sekundärbündel: bestehen aus Gruppen von Primärbündeln
Wird von Perimysium externum umhüllt
Gesamtmuskel: besteht aus Sekundärbündeln
Wird vom Epimysium u. Faszie umhüllt
Skelettmuskelfaser, Querstreifung
Entsteht durch dicht aneinandergelagerte Myofibrillen, deren Querstreifung auf gleicher Höhe liegt
Myofibrille
Längs verlaufendes kontraktiles Element der Muskelzelle
Aufgebaut aus Aktin u. Myosin2 mit assoziierten Proteinen
Kerne: randständig, länglich, abgeflacht
Sarkoplasma
Eosinophil
Enthält Myofibrillen u. Mitochondrien
Enthält gelöstes Myoglobin
Muskelzellen: Zellmembran
Sarkolemm
Wird durch Costamere stabilisiert
Transversal(T)-Tubuli: Einstülpungen des Sarkolemms
SMF: Banden, Streifen u. Linien
Banden: regelmäßige Querstreifung von hellen u. dunklen Streifen
A-Bande: dunkle Streifen, Überlappung von Aktin u. Myosin(kommt nur in der A-Bande vor), bleibt während Kontraktion konstant
I-Bande: helle Streifen, verkürzt sich während Kontraktion
Z-Linie: verläuft in der Mitte jeder I-Bande, hier sind Plusenden von Aktin verankert
Sarkomer: Teil der Finrille, der von Z-Linien begrenzt wird, funktionelle kontraktile Einheit der Fibrille
H-Zone: helle Zone in der Mitte der A-Bande
M-Streifen: dunkel, befindet sich in der Mitte der H-Zone, besteht aus Proteinen, die die Myosinfilamente in der Mitte des Sarkomers verbinden
Sarkomer
Wird aus Filamenten aufgebaut
Dünne Filamente: Aktin, Tropomyosin, Troponin
Dicke Filamente: Myosin2
Bei Kontaktion: Aktinfilamente gleiten tiefer in die A-Bande herein
Herzmuskulatur
Besteht aus großen, meist einkernigen HMZ
Glanzstreifen: Kontaktstrukturen, über die HMZ mechanisch u. Elektrisch miteinander verknüpft sind
Dreidimensionale Verzweigungen der HMZ
Mittig gelegener, großer Zellkern
Erregungsleitungssystem, das aus speziellen HMZ besteht
Einteilung der Muskulatur
glattes Muskelgewebe (glatte Muskulatur) – glatte Muskulatur der Eingeweide – Myoepithelzellen quergestreiftes Muskelgewebe – Herzmuskelgewebe (Herzmuskulatur) – Skelettmuskelgewebe (Skelettmuskulatur)
Satellitenzellen
Ruhende Myoblasten, die der Regeneration dienen
Troponinkomplex
Ist in der glatten Muskulatur nicht vorhanden
Titin u. Nebulin
Titin: mit Myosin assoziiert
Nebulin: mit Aktin assoziiert
Kontraktion, elektromechanische Kopplung
Wanderung des Aktionspotentials
- motorische Endplatte
- Sarkolemm
- T-Tubuli
- Aktivierung der junktionalen Füßchen u. Terminalzisternen
- Ca2+ strömt in das Zytosol
Exsudat
fibrinfreie, eiweißreiche Flüssigkeit des Blutserums
Biologischer Sinn?
Verdünnung der Noxe
Sekundäre u. Primäre chronische Entzündung
• Sekundäre chronische Entzündung
(Entwicklung aus akuter Entzündung)
• Primäre chronische Entzündung (beispielsweise autoimmunologisch)
Phlegmone
diffuse eitrige Entzündung im interstitiellen Raum des Bindegewebes durch Bakterien.
Abszess
abgekapselte Ansammlung von Eiter in einem nicht präformierten, neu gebildeten Gewebshohlraum.
Empyem
abgekapselte Ansammlung von Eiter in einem präformierten Gewebshohlraum