Modul 1&2 Flashcards

1
Q

Was ist ein Unternehmen?

A

Ein Unternehmen ist ein sozio- (geprägt durch miteinander agierende Menschen) ökonomisches (dem Wirtschaftlichkeitsprinzip folgend) System (geordnete Gesamtheit von Elementen, zwischen denen Beziehungen stehen und die in Beziehungen zum Umfeld stehen), dass als planvoll (verfolgt bestimmte Ziele, die einen Plan (Vorstellung der Wirklichkeit) erfüllen sollen) organisierte (Zusammenarbeit erfolgt nach bestimmten Weisungs- und Entscheidungsregeln (Verträgen)) Wirtschaftseinheit Güter und Dienstleistungen erstellt und gegenüber Dritten verwertet.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
2
Q

Minimalprinzip

A

Möglichst wenig Input, um ein gegebenes Ziel zu erreichen.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
3
Q

Maximalprinzip

A

Mit gegebenen Mitteln möglichst viel Output erreichen

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
4
Q

Generelles Optimum-Prinzip

A

Die Differenz zwischen Input und Output maximieren.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
5
Q

Effizienz (Dinge richtig tun)

A

rationaler Umgang mit knappen Ressourcen → Verhältnis zwischen Erfolg und Mitteleinsatz.

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
6
Q

Effektivität (die richtigen Dinge tun)

A

Wirksamkeit, also ob das Erreichte dem angestrebten Ziel entspricht → Qualität oder Ergebnisse der Planung

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
7
Q

Weisungsrecht

A

Recht einer Übergeordneten Organisationseinheit, die untere zu einem bestimmten Handeln zu veranlassen

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
8
Q

Entscheidungsrecht

A

Recht der Festlegung der inhaltlichen Gestaltung der Aufgabenerfüllung

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
9
Q

Delegation

A

Verlagerung von Befugnissen auf nachgelagerte Organisationseinheit

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
10
Q

Partizipation

A

Beteiligung nachgelagerter Organisationseinheit bei der Entscheidungsfindung durch höhere Stelle (unterschiedliche Grade der Partizipation: Information, Anhörung, Beratung, Mitbestimmung, Vetorecht) → Überwindung von Problemen der hierarchischen Koordination

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
11
Q

Bedürfnispyramide nach Maslow

A

• Defizitbedürfnisse, wichtig zuerst (wenn sie nicht erfüllt sind, geht es einem Menschen schlecht):
- Physiologische Bedürfnisse (Essen & Trinken)
- Sicherheitsbedürfnisse
- Soziale Bedürfnisse
- Geltungsbedürfnisse
• Wachstumsbedürfnisse (wenn sie erfüllt sind, geht es einem Menschen gut):
- Selbstverwirklichungsbedürfnisse

How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
12
Q

Betriebliche Produktionsfaktoren nach Gutenberg:

A
  • Elementarfaktoren: ausführende Arbeit, Werkstoffe, Betriebsmittel
  • dispositiver Faktor: Leitung, Planung, Organisation, Überwachung
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
13
Q

Arbeitsteilung und Spezialisierung verhelfen zum effizienteren Umgang mit knappen Ressourcen.
Vorteile?

A
  • Lerneffekte, Erfahrung
  • Spezialverfahren
  • schnelleres Anlernen ausführender Menschen
  • Spezialisierung auf Ebene des Individuums, der Abteilung (Aufgaben), des Unternehmens oder ganzer Volkswirtschaften
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
14
Q

Organisationsproblem:

A
  • Aufgaben- bzw. Arbeitsteilung
  • Arbeitsvereinigung bzw. Integration
  • Motivation: Aktivierung / Erhöhung von Verhaltensbereitschaft von Menschen, um bestimmte Ziele zu erreichen.
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
15
Q

Grundlage für Unternehmen und → Lösung des Organisationsproblems (Arbeitsteilung und Spezialisierung)

A
  • menschliche Bedürfnisse
  • Mechanismen und Institutionen
  • Informationen
  • Knappheit der Güter

Lösung des Problems durch:

  • Wettbewerb / Unternehmen
  • Märkte
How well did you know this?
1
Not at all
2
3
4
5
Perfectly
16
Q

wirtschaftliche Entwicklung nach Schumpeter

A

die Unternehmerische Idee besteht aus Informationen über:
- Beschaffungsmärkte
- Absatzmärkte
- Transformationsprozesse als verbesserter Brückenschlag (Unternehmensstrategie) zwischen dem Beschaffungs- und dem Absatzmarkt
→ Innovation beruht auf Informationsvorsprüngen
→ Innovationsfunktion des Unternehmers: Durchsetzen neuer Kombinationen → Unternehmer tritt als schöpferischer Zerstörer auf

17
Q

Organisieren

A

Problem der Ordnung einzelner Aktivitäten und der Zusammenführung einzelner (arbeitsteiliger, spezialisierter) Arbeitselemente

18
Q

Organisationsstruktur eines Unternehmens

A

• Aufbauorganisation:
1) Aufgabenanalyse (Aufteilung der Aufgabe in Teilaufgaben)
2) Aufgabensynthese /-integration: Zuordnung der Teilaufgaben auf einzelne Stellen (und Zusammenführen der Stellen in Abteilungen / Gruppen)
• Ablauforganisation:
1) Arbeitsanalyse (Strukturierung der Arbeit in einzelne Schritte)
2) Arbeitssynthese /-integration (Ordnung der einzelnen Schritte nach personalem / räumlichem / zeitlichem Aspekt
1 ist in beiden Fällen die Aufgaben- bzw. Arbeitsteilung
2 ist in beiden Fällen die Arbeitsvereinigung bzw. -integration

19
Q

Aufgabenanalyse nach Erich Kosiol

A

: Bildung von Teilaufgaben nach:

  • Verrichtung (Produktion, …)
  • Objekten / Produkten
  • Phasen (Planung, Realisierung, Kontrolle, …)
20
Q

Bürokratiemodell von Max Weber

A
  • Staatsapparat als Ausgangspunkt
  • Feudalherrschaft mit willkürlich herrschendem Oberhaupt
  • Organisation als Form der Herrschaftsausübung
  • Katalog an klaren Regeln, die eine gute Organisation ausmachen
21
Q

Merkmale bürokratischer Strukturen nach Weber

A

• Arbeitsteilung
- jedes Mitglied der Organisation bekommt einen festen Aufgabenbereich und die zugehörigen Kompetenzen (Property Rights) zugeteilt
 klare Zuteilung von Kompetenzen und Entscheidungsbefugnissen
 feste, sachlich abgegrenzte Leistungspflichten
- die Festlegung erfolgt generell und personenunabhängig
• Amtshierarchie
- der Aufbau ist streng hierarchisch gegliedert
- Weisungs- und Kontrollbefugnisse sind fest verteilt
- obere Stellen haben Befehlsgewalt (Weisungs- und Leitungsbefugnisse) über untere Stellen über einen festen Instanzenweg
• umfangreiche technische Regeln und Normen
- Regeln geben zu erfüllende Leistungen und Kommunikationswege vor
- Regeln sind erschöpfend (decken alle Fälle ab), aber erlernbar
• Aktenmäßigkeit der Verwaltung
- Aufgabenerfüllung wird schriftlich festgehalten
- individuelle Überlegungen und Entscheidungen werden schriftlich festgehalten (Dokumentation / Aktenmäßigkeit)
- Kommunikation erfolgt schriftlich (über Briefe, Formulare und Aktennotizen) (Dienstweg) (Dokumentation)

22
Q

Taylors Menschenbild

A
  • Menschen sind faul und nur auf ihr Vergnügen bedacht
  • Glück erreichen Menschen durch Konsum
  • Menschen sind nur durch finanzielle Anreize zur Arbeit zu motivieren
  • Menschen müssen ihre Faulheit durch Disziplin überwinden, um Glück zu erreichen
  • da Menschen dies nicht durch Einsicht schaffen, müssen sie strengen Regeln unterworfen werden
  • auf Ingenieure treffen diese Annahmen nicht zu, daher müssen sie die Regeln konstruieren – sie setzen ihr Wissen ein, um Arbeitern zu Einkommen, Konsum und Glück zu verhelfen
23
Q

Merkmale der Fließbandarbeit nach Taylor

A
  • Ausgliederung des dispositiven Faktors (Trennung von Hand- und Kopfarbeit)
  • verrichtungsorientierte Arbeitszerlegung der ausführenden Arbeit
     Ablaufoptimierung
  • leistungsgerechte Entlohnung: Stück- und Akkordlohn
    Fließband als Lösung des Koordinationsproblems:
  • Nutzung einer starken Spezialisierung
  • Fließband als Transportmittel zur Verbindung arbeitsteilig organisierter Einheiten
  • starre Vorgabe eines Transportzyklus
  • klare Taktzeiten
  • hohe Effizienz, geringe Flexibilität
24
Q

Vorteile tayloristischer Arbeitsorganisation

A
  • große Produktivitätssteigerung durch Rationalisierung und Optimierung der Arbeitsorganisation
  • Einsatz niedrig qualifizierter Arbeitskräfte
  • Einsatz von Spezialmaschinen
  • Planbarkeit der Produktion
  • Nutzung von Lernkurven
25
Q

Nachteile tayloristischer Arbeitsorganisation

A
  • problematisches Menschenbild
  • keine bedürfnisgerechte Arbeitsgestaltung
  • Entfremdung von der Arbeit
  • Entqualifizierung der Mitarbeiter
  • Kreativität und Eigeninitiative verkümmern
  • geringe Flexibilität / Innovationsfeindlich
  • wenig Kundennähe / Ausrichtung auf Massenmarkt bzw. homogene Käufer
26
Q

Merkmale der Human-Relations-Bewegung

A
  • Motivation von Mitarbeiter durch Selbstorganisation statt finanzieller Entlohnung
  • Zusammenhang von Arbeitsleistung und psychischen Faktoren (Gruppenorganisation / Gruppeneffekte)
27
Q

Vorteile der Human-Relations-Bewegung

A
  • menschlicheres, realistischeres Arbeitsbild
  • Erweiterung des Spielraums optimalen Organisierens
  • geringere Anwendung bürokratischer Regelungen → geringere Transaktionskosten
  • Fokus auf Koordination und Partizipation
28
Q

Nachteile der Human-Relations-Bewegung

A
  • keine umfassende Definition einer Organisationsstruktur
  • keine Berücksichtigung der Eigenschaften der Struktur einer Organisation zur Erklärung menschlichen Verhaltens
  • zu weitgehende Ausgestaltung der Selbstorganisation möglich
29
Q

Spezialisierung

A

komplexe Aufgaben können nur begrenzt bewältigt werden&raquo_space; Teilaufgaben erstellen
(einfacher/ schneller zu lernen) Lerneffekte, Erfahrung
Spezialverfahren

30
Q

Vorteile Bürokratiemodell Weber

A
  • Neutralität, Transparenz, Kompetenz>Maschinenartigkeit
  • keine Willkür (vor allem damals)
  • Präzision und Schnelligkeit?
  • jeder Mitarbeiter hat eigenen Handlungsspielraum
31
Q

Nachteile Bürokratiemodell Weber

A

-starr/ inflexibel
-nur manchmal vorteilhaft
-Regeln werden zum Selbstzweck
-Übermaß an Vorschriften, Stellenwachstum
-Kreativität eingeschränkt
> Frustration und Demotivation