Lern-Notizen (Klausuren) Flashcards

1
Q

Bedeutung der Kundenzufriedenheit für die Marktorientierte Unternehmensführung & Erfolg des Unternehmens?

A

• Kunde = Mittelpunkt des Marketings, somit auch Kundennutzen + Kundenzufriedenheit

• 3M Konzept:
Konsequente Ausrichtung aller Entscheidungen an Bedürfnissen aktueller & potenzieller Kunden

• Kunde vergleicht (Soll-Ist-Vergleich)
=> Confirmation/Disconfirmation-Paradigma 
- Ist < Soll: Unzufriedenheit
- Ist = Soll:  Zufriedenheit
- Ist > Soll: Hohe Zufriedenheit 

• Kundenzufriedenheit:
- Wichtige Voraussetzung für Kundenbindung
- Positive Erfüllung d. ökonomischen Ziele
(Gewinnerhöhung o. Steigerung d. Marktanteile)

• Kundenbindung (Effekte)

  • Wiederkehrende Kunden
  • Weiterempfehlung > bessere Zielerreichung für Unternehmen
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2
Q

Ansätze zur Messung von Kundenzufriedenheit? (Befragungstechniken)

A

1) Standardisiertes mündl. Interview

Pro:
• Möglichkeit Erklärung komplexer Inhalte
• Möglichkeit für Rückfragen
• Möglichkeit zur Illustration der Fragen
• Reduktion der Verweigerungsquote
• gute Realisierbarkeit von Verzweigungen

Contra:
• Interview Bias durch soz. Interaktion
• rel. hoher Kosten/-Aufwand

2) Standardisierte, schriftl. Befragung

Pro:
• rel. Kostengünstig 
• kein Interview Bias
• Möglichkeit in Ruhe antworten zu können 
• Erreichbarkeit großer Fallzahlen 

Contra:
• rel. geringe Rücklaufquoten
• keine Möglichkeit für Verständnisfragen

3) Standardisiertes Telefoninterview

Pro:
• zeitl. Flexibilität 
• Schnelle Verfügbarkeit d. Ergebnisse
• rel. kostengünstig 
• Möglichkeit für Rückfragen
• geringer Bias 

Contra:
• rel. Anonym > ger. Auskunftsbereitschaft
• keine Erfassung non-verb. Reaktionen
• best. Befragungsgruppen schwierig zu erreichen

4) Online-Befragung

Pro:
• rel. Kostengünstig
• hohe Reichweite
• schnelle Erzielbarkeit von Fallzahlen
• Möglichkeit von audiovisuellen Illustrationen
• Möglichkeit Abbildung komplexer Verzweigungen

Contra:
• unzureichende Informationen über Grundgesamtheit
• Gefahr der Verzerrung durch Selbstselektion der Teilnehmer
• Gefahr unseriöser Antworten aufgrund Anonymität

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3
Q

Bedeutung und Nutzen von Marken? (Bsp. DHL)

a) Aus Sicht von Logistik-Dienstleistern als Markenführer
b) Aus Sicht des Nachfragers

A

a) Bsp. DHL

• Qualität & Differenzierung im Wettbewerb (nachhaltig)
> Deuschlandweite hohe Präsenz

• Schaffung von Präferenzen/Kundenloyalität
> 1ste Wahl bei Versand in Deutschland

• Erhöhte Notwendigkeit zur Risikoreduktion durch Vertrauensaufbau - Nachfragegerichtet
> hohes Ausmaß an Erfahrungs-/Vertrauenseigenschaften
> begr. Reversibilität
> schwierige Qualitätsstandardisierung

• Allerdings: Austauschbarkeit
> Hermes, DPD

b)
• Orientierungshilfe

• Vertrauensfunktion

• Erleichterung der Informationsaufnahme
> überall sind Filialen

  • Qualitätssignal + Risikoreduktion
  • Erlebnis wert

• Symbolische Funktion + Selbstdarstellung
> Assoziation: Funktionell, zuverlässig, effizient
> berühmte ,,Extrameile“

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4
Q

Ziele und Vorgehensweise der Martksegmentierung?

A

Ziel:

• Differenzierte Ansprache der einzelnen Zielgruppen für effiziente/erfolgreiche Marktbearbeitung ermöglichen
————————————————————

Vorgehensweise:

  1. Aufspaltung des Gesamtmarktes in Untergruppen (Segmente)
  2. Bewertung & Auswahl eines/mehrerer Segmente
  3. gezielte, speziell., differenzierte Bearbeitung der ausgewählten Segmente
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5
Q

5 Kriterien und Ausprägungen wie Logistikmarkt segmentiert werden kann?

A
  1. Raumbezug:
• regional, Lokal, national 
• nach Ländern
• in-bound vs. outbound
—————————————
2. Kundenkreis:

B2B, B2C
—————————————
3. Schnelligkeit:

Same-Day, overnight, Tag A/Tag C
—————————————
4. Verkehrsträger:

• Schiene, Straße, Schiff, Luftverkehr
> monomodal, kombiniert
—————————————
5. Gutart

  • Massengut, Stückgut, Container
  • trocken, flüssig, gasförmig
  • Schwerlast/Übergröße
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6
Q

Beispiele für die Umsetzung der Marktsegmentierung in der Logistikbranche?

A
• Geogr: 
Infrastrukturelle Begebenheiten (Straßennetz) > Nähe Autobahn? 

• Geogr:
Entfernung zum/vom Umschlagsterminal

• Geogr:
Kundenentfernung
> Standortvorteil durch Hubs

• Strat:
Investitionen bei Öffnung osteuropäischer Länder
> Potenziel sehen!

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7
Q

Sie sind Verantwortlich für Messeteam HHN: Vorschläge für Kommunikationsbudget?

a) Ermittlung der Höhe
b) Art der Verteilung

A

a) Höhe: Heuristische Budgetierung (einfache Umsetzung + Lösung)

  1. Fortschreibungsmethode
    - > Orientierung an Budget d. Vorperiode

• Vorperiodenbudget wird unverändert übernommen - standardmäßig erhöht/gesenkt

Pro:
• Einfache Anwendung

Contra:
• bei zu hohem Komm.-Budget wird überflüssiger Kommunikationsaufwand einfach übernommen und fortgeschrieben
• keine Berücksichtigung der Veränderung sämtlicher Marktverhältnisse
———————————————————-

  1. Percentage-Of-Sales
    > Orientierung am Umsatz/Gewinn

• Bestimmter Prozentsatz d. Umsatz/Gewinns des vergangenen Jahres für aktuellen Werbebudget
=> Höhe des Prozentsatzes bestimmt durch Orientierung an ähnlich. Unternehmen

• Pro:
Einfache Umsetzung

• Contra:
Prozyklisch Budgetierung + speziell. unternehmenssituation wird nicht berücksichtigt
—————————————————

  1. All-You-Can-Afford
    > Orientierung an verfügbaren monetären Mitteln

• Wie Percentage-Of-Sales, allerdings nur liquide Mittel von Bedeutung

• Pro:
Einfache Umsetzung

• Contra:
Auch prozyklische Budgetierung
———————————————

  1. Competetive-parity-Method
    > Orientierung an Wettbewerbsaktivitäten

• Pro:
Berücksichtigung der Konkurrenzinformationen

• Contra:
Keine Berücksichtigung der eigenen Situation, evtl. Übernehmen des ineffizienten Verhaltens der Konkurrenz
———————————————

  1. Objectives-and-task-methods
    > Orientierung an Kommunikationszielen
  • Ziele stehen am Anfang der Bestimmung des Budgets => auf Grundlage werden nötige Kommunikationsmaßnahmen bestimmt u. Kosten
  • Schritte laufen iterativ ab, d.h. Möglichkeit besteht, dass Budget für angestrebte Ziele nicht finanzierbar ist => dann müssen Kommunikationsziele angepasst werden

• Einfach & Berücksichtigung der jew.
Marktsituation, intensiver Planungsprozess

——

b) Verteilung d. Budgets: Budgetallokation
1. Zeitlich (Wahl d. Belegungszeitpunkte)

• Konzentrischer Werbeeinsatz

  • > Kurze Zeitabstände/hohe Aufwendungen
  • > Einführung neuer Produkte

• Konstanter Werbeeinsatz

  • > gleichmäßige Verteilung d. Werbebudgets über längeren Zeitraum
  • > Güter/Leistungen des tägl. Bedarfs

• Pulsierend (Kompromiss)

  • > regelmäßige Abstände, hohe Werbeaufwendungen
  • > Zurückfahren der WA zwischen den Werbeaktionen
  • > Produkte mit saisonaler Nachfrage
  1. auf Kommunikationsmedien

• Inter-mediaverteilung:
Vergleich der Werbewirkung zwischen den versch. Medien/Mediengruppen

• Intra-mediaverteilung:
Leistungsvergleich von Werbeträgern innerhalb der selben Gattung

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8
Q

Zusammenhänge und Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Marketing-Instrumenten (4Ps) einer Industrie/Handelsunternehmen

Anhand Beispiel: H&M

A
  1. Product: Produkt-/Sortimentspolitik

• Umfangr. Sortiment
> 6 Hauptbereiche: Frauen-, Männer- und Kindermoden, Divided, &denim, Kosmetik

  • zusätzlich Schuhe, Accessoires, Sportmode
  • Mode von Star-Designern

• Kundenfreundl. Zusatzleistungen bei Bestellung per Online oder Katalog
————————————————

  1. Price: Kontrahierungspolitik
  • Niedrig- und Mittelpreispolitik
  • Höhere Preise bei Designer-Kollab.

• Rabatte z.B. für Online-Einkäufe,
H&M-Clubmitgliedschaft, Kauf-2-Zahl-1

• Sales

• Monatsrechnung
—————————————————

  1. Place: Distributionspolitik

• Nutzung versch. Absatzkanäle
> Filialen
> Online-Shop
> Katalog

• Weltweite Vertretung d. Filialen

• Kontrolle sämtlicher Stufen d. Geschäfts vom Entwurf über Herstellung bis zum Verkauf
-> Verzicht auf Zwischenhändler, Verkauf über einzigen Marke, schnelle Reaktion auf Trends

• ständige Verbesserung der Logistik
—————————————————

  1. Promotion: Kommunikationspolitik
  • Nutzung des TVs > Werbespots
  • Fashion Videos auf Website
  • Werbeplakate
  • Präsenz auf Social Media: auch durch Influencer und Testimonials
  • Kollaborationen mit bekannten Designer
  • Mundpropaganda
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9
Q

Vor und Nachteile des Price Bundling

A

Pro:

  • Cross Selling (Umsatz/Auftrag erhöhen)
  • Differenzierung von Wettbewerbern
  • Verbesserung der Produktleistung

• Reduktion der Komplexität bei Herstellung, Realisierung von Kostenvorteilen
—————-

Contra:

  • Bündelpreis schwer zu bestimmen
  • wettbewerbsrechtl. Probleme
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10
Q

Erklären Sie was die SWOT-Analyse ist und was sie für das Marketing bedeutet?

A

SWOT

Strenghts, Weakness
Oppurtunities, Threats

• interne Stärken-Schwächen-Analyse,
Chancen-Risiken-Analyse
> um Markt besser verstehen und einschätzen zu können

• Einsatz im Marketing
Gewonnene Informationen dienen nachfolgend als Basis für die Ausarbeitung von Marketingstrategien

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11
Q

Marketing als Konzept marktorientierter Unternehmensführung

A

• Bewusstes Verständnis

• aufgrund Überangebot an Produkten: Für Unternehmen lebenswichtig = Kundenbindung (Wünsche, Vorlieben der Konsumenten kennen, Interessen und Präferenzen bei Herstellung der Produkte kennen)
=> folglich alle Entscheidungen vom Markt her zu treffen
——————

  1. Marketing

• Marktorientierte Führung: Beinhaltet Planung, Koordination + Kontrolle aller auf die Absatzmärkte gerichteten Unternehmensaktivitäten

  1. Marketingmanagement

• Zielgerichtete Gestaltung dieser Aktivitäten

  1. Strat. Marketing

• Festlegung der langfristig. Marketingziele und Strategien

  1. Marketingziele
  • Realisierung eines dauerhaften komparativen Konkurrenzvorteils
  • durch dauerhafte Befriedigung der Kundenbedürfnisse -> Kundenbindung = Kundennutzen
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12
Q

Wahl, Ziele und Grenzen des Sportsponsorings (Kriterien)

A

1.) Produkt- und Dienstleistungsbezug

• Sponsoring erst dann glaubwürdig wenn dessen Produkte + Dienstleistungen einen Bezug zum Sponsoring-objekt haben

Bsp. SC Freiburg & Schwarzwaldmilch (Milch = Stärke -> Sport + Bewegung)

2.) Zielgruppenübereinstimmung

• Man wird als VEREIN für Sponsoren interessant, wenn Mitglieder oder die Zuschauer und Teilnehmersteuktur von Vereinsveranstaltungen den Unternehmenszielgruppen entspricht

Bsp. Stadien mit Logen von Unternehmen

  1. Imageübereinstimmung

• Positives Image des Sports profitieren wenn Image von Verein und Unternehmen übereinstimmen
> Erhöhung der Erfolgsaussichten bei Sponsorenakquisition

  1. Regionaler Bezug

• Überwiegende Anzahl von Sponsoren engagieren sich im lokalen/regionalen Umfeld

Bsp. LIDL > TSG Hoffenheim
Daimler/Benz > VfB Stuttgart
————

Ziele:

(1) Ökonomisch

  • Umsatzsteigerung
  • Erhöhung des Marktanteils
  • Neukundengewinnung
  • Generierung von Kundeninformationen

(2) Nicht Ökonomisch

• Steigerung des Bekanntheitsgrads
• Imageverbesserung/Profitierung 
• Medienpräsenz
• Mitarbeitermotivation 
• Kontaktpflege mit ext. Zielgruppen 
————-

Allg. Beispiele:

• Fußball WM 2006 (DB als Sponsor): aufgelegte WM BahnCard wurde rund 400.000 mal verkauft

• EnBW Sponsor der Schwäb./Bad. Turnerverbands e.V.
> Dokumentation der regionalen Verbundenheit
> Imagetransfer: Sportl. Einsatz mit Energie verbunden

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13
Q

Festlegung des Produktpreises

> Diskussion

A
  1. Nachfrageorientiert
  • Preis wird an Nachfrage des bereits auf dem Markts bestehenden Produktes angepasst
  • Produktlebenszyklus auf dem Markt beginnt mit Einführung & endet mit Marktsättigung

Pro:
Durch Preiserhöhung kann festgestellt werden > Wie viele Kunden immer noch bereit sind für den erhöhten Preis zu bezahlen

Contra:
Hinnehmen des Kundenverlust
> problematisch, wenn weitere Kunden zu Konkurrenz abwandern
———

  1. Kostenorientiert

• Nutzung der Gesamtkosten eines produzierten Artikels oder einer hergestellten Leistung dafür einen best. Selbstkostenpreis zu berechnen

Pro:

  • Deckung der betriebl. Kosten
  • Gewinnaufschlag: Preisuntergrenze kann bestimmt werden

Contra:
- Kostenbestimmung abhängig von Absatzschätzungen
- hohes Fehlerpotenzial
- ggf. unzureichende Ausschöpfung d. Preisbereitschaften
———-

  1. Wettbewerbsorientert

• Festlegung anhand Beobachtung von Mitbewerbern, erhöhen wenn Wettbewerber erhöht

Pro:

  • Kunden empfinden neuen Preis als positiv bei Erhöhung
  • Steigerung der Absatzzahlen
  • Verbesserung des Images

Contra:

  • Unwirtschaftlich eventuell weniger Produkte verkauft
  • Konkurrenz kann mit erhebl. Preissenkungen reagieren
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14
Q

Dynamic-Pricing

Ziel & Funktionsweise

A

Ziele:

  • Gewinnmaximierung
  • Optimierung des Umsatzes, Lagerbestands
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit
  • kurzfristige Reaktion auf Kundenwünsche

———————-

Funktionsweise:

  • Autom. Festlegung der optimalen Verkaufspreise mit Hilfe digitaler Technologien
  • Berechnung von Preisänderung bis hin zu individuellen Preisen durch Algorithmen, die in Bruchteilen von Sek. berechnet werden
  • durch Daten, die von Kunden bewusst/unbewusst hinterlegt werden

Bsp. Standort, Wochentag, Uhrzeit, Häufigkeit des Website-Besuchs

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15
Q

Chancen und Risiken von Mehrmarken?

A

Dachmarken & Familienmarken

Chancen:

  • Günstige Marketing- und Werbekosten
  • Produkte profitieren von bekannten Unternehmensnamen/Image

Risiken:

  • Schwierige Vermittlung wenn Unternehmen unterschiedl. Geschäftsfelder/Produkte hat und in all diesen Feldern ,,Top“ ist
  • Familienmarke: Schlechte Publicity fällt auf Produkt zurück
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16
Q

Arten von Produkteliminierung

A
  1. Vollständige Eliminierung
  2. teilweise

Bspw. Einstellung
eines bedeutsamen Instruments (Werbung)

17
Q

Gründe für die Produkteliminierung

A
  1. Qualitativ:
  • Veränderung der Bedarfsstrukturen
  • Sinkende Eigenleistung
  • Leistungssteigerung der Konkurrenz
  • Gestiegende Vermarktungskosten, Produktionskosten

• gesetzliche Beschränkungen
————-

  1. Quantitativ
  • Umsatz sinkt
  • Produkt hat sinkenden Anteil am Gesamtabsatz
  • Rückläufige Umschlagshäufigkeit

=> Verfahren:
Lebenszyklus-Analyse, ROI-Analyse, ABC-Analyse, Portfolio-Analyse, Scoring-Analyse

18
Q

Neustrukturierung eines Vertriebs

Produktorientiert?

Oder

Regionbezogen?

(Pro & Contra)

A
  1. Produktorientiert

Pro:

  • Hohes Produkt Know-How
  • Einfacher Koordination mit anderen produktbez. Unternehmenseinheiten

Contra:

• Mangelnde Kundenorientierung
• geringe Ausschöpfung von Cross-Selling
• diffuser Auftritt ggü. Kunden
———

  1. Regionbezogen

Pro:

  • Berücksichtigung regionaler Marktsonderheiten
  • Physische Nähe zum Kunden

Contra:

  • Beharrungsvermögen durch ,,Regionfürstentum“
  • problematische Koordination zwischen den Regionen
19
Q

Was sind Streuverluste und wie können diese reduziert werden?

A
  1. Definition

• Anteil, der mit einer Marketingkampagne erreichte Personen,
die nicht zur Zielgruppe gehören +
entsprechend kein Interesse an beworbenem Produkt/Dienstleistungen haben

=> Je größer die Streuverluste, desto höher im Endeffekt die Marketingkosten (Preis pro erfolgter Kommunikation mit den Konsumenten)

  1. Reduktion durch..
  • Definierung der Werbeziele, Zielgruppe, Zeitpunkt, Zeitraum der Verbreitung der Werbebotschaften in Mediaplan
  • Zielgruppenanalyse & Selektion
20
Q

Was bedeutet die Skimmingstrategie?

A

• Einordnung:

=> Preisstrategie > Preispolitik

• Definition:

Rel. Hohe Preise bei niedrigen Absatzmengen + hohen Stückkosten in Einführungsphase

-> mit zunehmender Markterschließung wird Preis gesenkt

• Einsatz:

  • Produkte mit starker Alterungsgefahr
  • Aufbau + Stützung des Produktimages
  • Erwirtschaftung kurzfristig hoher Deckungsbeiträge & hohe Gewinne
  • schnelle Amortisation von Neuprodukt

• Bsp: iPhone (Apple)

21
Q

BCG-Portfolio

A

• Question Marks
> Einführungsphase
> geringer Marktanteil
> hohe Investitionserfordernisse

• Stars
> Marktführer
> Schnelles Wachstum
> Gewinne, die aber zur Sicherung + Ausweitung reinvestiert werden müssen

• Poor Dogs
> Sättigungphase
> kein/geringer Marktanteil 
> Kostennachteile
> keine Wachstumsmöglichkeit mehr 
• Cash Cows
> in Reifephase
> geringe Wachstumsrate
> profitable Produkte 
> hoher Marktanteil
22
Q

Beispiele für Geschäftsfelder (Segmente)

A

Lufthansa:

  • Produkte - Network Airlines, Point-to-Point-Airlines, Aviation Services
  • Kunden - B2C, B2B
  • Wettbewerber: Qatar Airways, Emirates

BASF:

  • Produkte - Chemikalien, Kunststoffe, Öl u. Gas, Pflanzenschutz + Ernährung
  • Kunden - B2B, B2C
  • Wettbewerber - Solvay
23
Q

Portfolioveränderungen durch Diversifikation (Erweiterung Produktpalette/Leistungstiefe/bisherigen Branche)

A
  • Single Business Firms vs. Multi Business Firms

* Festlegung des Diversifikationsgrads

24
Q

Differenzierung vs. Kostenführerschaft

A

Differenzierung

  • Einzartiges Produkt mit Preisspektrum
  • Kunde etwas anbieten, das Zahlungsbereitschaft zeigt

=> Bsp: BMW (Innovation), Coca Cola (Marke), Apple (Marke)

Kostenführerschaft

  • ähnlich. Produkt zum niedrigeren Preis
  • Produkt mit dem günstigsten Preis anbieten

=> Bsp. ALDI (Lebensmittel), Fielmann (Brillen), Kia (Automobil), RyanAir (Luftverkehr)

25
Q

a) Nischenstrategie

A

=> Erweiterung der Porter‘schen Systematik

  • Konzentration auf bestehende Märkte + Zielgruppen (um besser in Nischen die Kundenbedürfnisse zu erfüllen)
  • Voraussetzung: Existenz isolierter von anderen Unternehmen vernachlässigte Marktsegmente

Bsp.

Tesla - Luxus Elektrofahrzeuge
Porsche - Luxus Sportwagen

26
Q

b) Outpacing (Hybride Wettbewerbsstrategie)

A
  • Rentabilitätssteigerung durch Maximierung von Qualität bei Minimierung der Kosten
  • gelingt bei Markteintritt selten

Positiv Beispiel: Dell, Swatch

• Kostenführerschaft: Preisvorteil führt tendenziell zur höheren Nachfrage, größerem Marktanteil, günstige Kostensituation

Bsp. IKEA

• Differenzierung: Generierung zusätzlicher Nachfrage und einer günstigeren Kostensituation durch Übertragung der Differenzierung auf mehrere Produkte/Varianten

Bsp. VW mit größerem Marken + Modellportfolio

27
Q

c) Kooperationsstrategien

A
  • Anbieter nicht allein in der Lage Wettbewerbsvorteil aus Kundensicht aufzubauen / zu sichern
  • vertraglich. Vereinbarung der Zusammenarbeit mit Wettbewerbern auf best. Teilgebieten (F & E, Vertriebs Know-How)
  • Einbringen jeweiliger Stärken für positive Synergien

Bsp.

Google + MagicLeap
=> Verstärktes Engagement im Sektor 3D-Brillen

Deutsche Telekom + FON
=> schneller Internet Zugang unterwegs durch Nutzung privater Festnetz-Anschlüsse per WLAN

WarnerMusic + SoundCloud
=> Warner Music bekommt Gebühren wenn Nutzer über den Streaming-Dienst Musik des Labels anhören

28
Q

d) Konfliktstrategie

A
  • aggressives Marketing-Verhalten ggü. Wettbewerber, um Marktanteile für sich zu gewinnen
  • Wettbewerbsangriffe:

1) drastische Preissenkung
2) Neuprodukteinführung
3) vergleichende Werbung

Bsp.
Samsung - Apple (,,Upgrade to Galaxy“ Werbung 2017)

29
Q

e) Ausweichstrategie

A

• Unternehmen versucht sich Wettbewerbsdruck zu entziehen:

1) durch Umpositionierung
2) durch Einführen neuer Produkte
3) Suche nach neuen Produkten

Bsp. BMW - CarSharing

30
Q

f) Anpassungsstrategie

A

• Unternehmen passt sein marketingpolitisches Verhalten dem Wettbewerber an (reaktives Vorgehen am Markt)

1) durch Preisanpassung
2) durch Me-too-Positionierung

3) Einführung eines mit dem Wettbewerber
Identischen Produkts

31
Q

Ingredient Branding

A

• Markenpolitik für Komponente eines Endprodukts
=> wesentlich. Bestandteil des Endprodukts, aber nicht offen erkennbar

Bsp. Mikroprozessor in PCs, Verpackungen für Nahrungsmittel

Genaues Bsp. Gore-Tex, INTEL

32
Q

1) Horizontales Co-Branding

2) Markenimigration bei Fusion & Kooperationen (Bsp.)

A

1)

  • Zusammenarbeit von etablierten Marken zur besseren Vermarktung ihrer Produkte
  • Gegenseitiger Image-Transfer und Qualitätszusprüchen

Bsp.

Gucci & Fiat (Fiat 500 Gucci Edition)
Nike & Apple (Nike +)

2)

FlixBus, Meinfernbus, Postbus

33
Q

Penetrationspreis Strategie

A
  • Niedrigpreisstrategie, wobei in späteren Lebenszyklusphasen erhöhet oder gesenkt werden kann
  • schnelle Verarbeitung neuer Produkte
  • Gewinnung erhebl. Marktanteile
  • Reduzierung Floprisiken

Bsp.

Neue Zeitschriften,

Neue Software, Soz. Netzwerke

Lebensmittel, die neu auf den Markt kommen